Forum: Wirtschaft
BMW, VW, Daimler und Co.: Gefangen in der Wagenburg
AUDI

Autonomes Fahren ist das Thema der Zukunft für die Autobranche. Welcher Konzern künftig Gewinne einfahren wird, entscheidet sich - jetzt. Die Hersteller müssten stärker kooperieren. Und tun sich schwer.

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Hamberliner 13.09.2017, 21:35
30. Nee. Nichtmineralische Kraftstoffe sind viel dringender.

Autonomes Fahren ist nicht die größte Herausforderung der Mobilität, da spielt nicht die Musik. Schlechte Epikuräer, die nur von A nach B gelangen wollen und nicht in der Lage sind, das Fahren zu genießen oder die Ästhetik eines Porsche, einer Ducati, haben längst Öffentlichen Personennahverkehr, Carsharing, Taxis, und für den Fernverkehr Bahn und Flug. Autonomes Fahren ist am ehesten für den Güter- und sonstigen gewerblichen Verkehr relevant: Güterfernverkehr unbemannt, der DHL-Mitarbeiter sucht unterwegs das nächste Paket aus der Ladung statt zu fahren, der Außendienstmitarbeiter erledigt seinen Schreibkram und Kundentelefonate und fährt nicht.

Die größte Herausforderung liegt ganz woanders: Nachhaltige, CO2-neutrale, nichtmineralische Kraftstoffe, erzeugt mit elektrischer Windenergie oder aus Biomasse (aus solcher, die nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurriert), der Aufbau der flächendeckenden Versorgung damit, der vollständige Ersatz von Benzin, Diesel, LPG und CNG. Weil nämlich Elektromobilität wie jeder weiß mindestens auf den ersten 100000 km noch umweltschädlicher ist als der Status Quo, und bis auf Nischen unpraktikabel, erst recht solange gewaltige Investitionen unterbleiben, weil sie sich für niemanden rechnen.

Dieses Gebiet ist aber im engeren Sinne kaum Sache der Automobilindustrie. Sie hat als Ergebnis eines Jahrhunderts erfolgreicher Forschung und Entwicklung Motoren vorzuweisen, die sich viel umweltschonender und nachhaltiger als E-Mobilität betreiben lassen, wenn man für entsprechende Kraftstoffe sorgt. Dafür ist mit Steuerbefreiungen die Politik zuständig, und die Branchen die solche Kraftstoffe entwickeln und vertreiben. Die Automobilindustrie könnte allenfalls helfen Verfahren zu entwickeln, mit denen Motoren, wenn man sie für den Betrieb mit konventionellen mineralischen Kraftstoffen zu missbrauchen versucht, gesperrt werden. Ein Analysegerät für den Kraftstoff oder eines für die Abgase, vielleicht beizumischende Signatur-Stoffe.

Die Politik muss das nur steuerlich fördern anstatt es sehr bald zu verbieten, obwohl es doch der E-Mobilität haushoch überlegen ist.

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RalfBukowski 13.09.2017, 21:44
31. Was Sie da sagen...

Zitat von prologo
Die faseln von autonomen fahren und Elektroautos. Dabei ist diese hoch technologisierte Auto Industrie nicht mal in der Lage, ein Auto zu produzieren, das unseren Abgas Normen entspricht. Nur das ist vorrangig. Für elektro Autos fehlt total die Infrastruktur nur zum laden. Es stehen Millionen Autos an wilden Straßen Parkplätzen und tief Garagen. Wie sollen denn die in Bewegung gehalten werden, um nur in die Arbeit zu fahren, oder als Außendienst Verkäufer oder Service Mann überhaupt arbeiten zu können. Ein elektro Auto können sich nur bestens situierte Bürger mit eigener Ladestation leisten. Diese Diskussion kotzt mich regelrecht an. Wir brauchen den Diesel noch 30 Jahre, nur damit die Wirtschaft im Lande am leben bleibt. Warum sagt das kein Politiker?. Weil es die Wahrheit ist, oder??
...ist so dermaßen wahr. Aber für Medien wie SPON z.B. ist das eben nicht hype genug. Da muss dann eben der Diesel sterben, die effizienteste Wärmekraftmaschine überhaupt.

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Föniks 13.09.2017, 21:49
32. Naiv

Zitat von merapi22
Roboter-Fahrzeuge bedeuten: Jederzeit und überall einen Wagen ordern, Ziel eingeben und da sucht sich das Auto ganz autonom den nächsten Nutzer, oder Ladestation. Keine lästige Parkplatz suche, keine zugeparkten Innenstädte mehr. Der Besitz eines eigenen Autos wird dann unsinnig, weil das Roboter-Auto nur ein Bruchteil von dem kostet, was heute für PKWs aufgewendet werden. Roboter-Fahrzeuge verurschen kaum noch Unfälle, besonders wenn der Risikofaktor Mensch vom Lenkrad ist. Es bringt nur Vorteile für alle Menschen und ist ein grösserer Umbruch als die Umstellung von Pferdewagen zum Kraftfahrzeug!
Woher kommt die vollkommen schwachsinnige, unbegründete Vorstellung, dass autonom fahrende Autos in absehbarer Zeit zur Realität werden könnten?

Nicht mal die automatisierten Sprachübersetzungen, die schon seit etlichen Jahren im Einsatz sind und in permanenter Weiterentwicklung stehen, bringen bis heute mehr zustande als rudimentäres Textverständnis mit tölpelhaftem Sprachvermögen.
Das reicht als Notbehelf, um fremdsprachige Texte sinngemäß zu verstehen, aber zu mehr auch nicht. Literarische Texte, Feinheiten, Ironie, Doppeldeutigkeiten, was auch immer, sind mit diesem Zeug nicht in den Griff zu kriegen und das wird auch noch längere Zeit so bleiben.

Das ist allerdings nur Pipifax verglichen mit den Anforderungen des automatisierten Fahrens in jeder alltäglichen Verkehrssituation, bei jeder Wetterlage.
Automatisierte Steuerungsprozesse sind sinnvoll einsetzbar, solange sie in einigermaßen genormten Systemen operieren können, z.B. beim Schachspiel oder im Warenlager. Meinetwegen auch auf durchmarkierten 6spurigen US-Highways mit striktem Tempolimit, viel Geradeauslauf und ein paar zarten Kurven.

Nur taugt das nichts in einer beliebigen chaotischen Umgebung des alltäglichen Straßenverkehrs, ob in irgendeiner Innenstadt, auf Landstrassen oder europäischen Autobahnen.

Haben Sie überhaupt eine Vorstellung davon, welche Mengen an Verkehrsströmen - und Energieleistungen - zu erwarten wären, wenn alle Autos de facto 18 Std. pro Tag pausenlos im fahrenden Einsatz sein sollten, wie es der Text erwähnt?

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Flari 13.09.2017, 21:50
33.

Zitat von e-mobiler
E-Autos können auch beim Fahren tanken. Für die dafür notwendige Induktionstechnik in den Fahrbahnen bräuchte es die ganz große Zusammenarbeit. Hätte man da Standards gesetzt, wäre Reichweite kein Problem, die Drähte in der Fahrbahn könnten auch fast jede für das autonome Fahren notwendige Datenmenge transportieren, auch die "Tank"-Abrechnung ginge darüber. Autoindustrie und Verkehrsministerium befinden sich da leider im Tiefschlaf und sehen nicht den Zusammenhang von autonomen Fahren, E-mobilität und Fahrbahn.
Sie sollten sich einmal schlau machen, welchen Energieverlust jeder mm Abstand zwischen Induktionsquelle und Induktionsempfänger bedeutet.
In der Fahrbahn müssten nicht Drähte, sondern entsprechend gross dimensionierte Spulen mit ihren Zuleitungen liegen.
Wie wollen Sie die NAHE an die Oberfläche legen, ohne durch Schlaglöcher, etc. beschädigt zu werden?
Wie weit wollen Sie die "Empfänger" der Fahrzeuge absenken, ohne dass diese durch den typischen Müll, Schnee, etc. auf der Strasse beschädigt zu werden?
Können Sie sich vorstellen, was alleine das Kupfer kostet?
Viel besser wäre es doch, wenn die Bundesregierung endlich Gelder für einen Personen- und Waren-Beamer auf EE-Basis zur Verfügung stellen würde.
Algen zum Betrieb könnte man kostenlos überall abfischen.

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flyte 13.09.2017, 21:53
34. Eineinhalb Stunden Ladezeit?

"Ein Faktor sei dabei, dass diese E-Fahrzeuge ein Mal pro Tag aufgeladen werden müssten, was bis zu eineinhalb Stunden Zeit koste. "
Warum? Clevershuttle in Hamburg macht es gerade vor - mit 10 und bald 20 Brennstoffzellenfahrzeugen (Toyota Mirai), bei denen das Tanken gerade mal drei Minuten dauert. In Hamburg gibt es bereits drei Wasserstofftankstellen, die Versorgung ist also kein Problem. Generell wird das autonome Fahren der Brennstoffzelle nochmal einen großen Schub geben, denn kein Betreiber kann sich lange Ladepausen leisten.

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runningstar 13.09.2017, 21:55
35. @1

Na sicher doch...

Und alle fangen zu unterschiedlichen Zeiten an zu arbeiten und machen Feierabend, damit es keine Probleme mit der Anzahl der Robocars gibt. Unglücklicherweise hat der Tag aber nur 24 Stunden. So unterschiedlich kann man leider gar nicht anfangen zu arbeiten.

Nein, die Vision funktioniert nicht. Es gibt auch weiterhin morgens und abends die Rushhour, wo alle anfangen. Und nur die wenigsten haben Bock darauf, dass der Wagen erst andere zur Arbeit fährt und man selbst zum Schluss dran kommt.

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Föniks 13.09.2017, 21:59
36. Die ganz Große

Zitat von e-mobiler
E-Autos können auch beim Fahren tanken. Für die dafür notwendige Induktionstechnik in den Fahrbahnen bräuchte es die ganz große Zusammenarbeit. Hätte man da Standards gesetzt, wäre Reichweite kein Problem, die Drähte in der Fahrbahn könnten auch fast jede für das autonome Fahren notwendige Datenmenge transportieren, auch die "Tank"-Abrechnung ginge darüber. Autoindustrie und Verkehrsministerium befinden sich da leider im Tiefschlaf und sehen nicht den Zusammenhang von autonomen Fahren, E-mobilität und Fahrbahn.
Ist das als Witz für Doofe gemeint?
Drähte in jeder denkbaren Straße, in jedem befahrbaren Weg, jeder Abzweigung?

Was tun, wenn man beispielsweise woanders hin möchte, wenden will oder muss - und der Scheißdraht da nicht mitspielt?

Mal abgesehen von der Frage, wer die 'ganz große Zusammenarbeit' - nämlich buchstäblich alle Strassen aufreissen und Draht reintackern - mal wieder bewerkstelligen, geschweige denn bezahlen sollte?

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gsa 13.09.2017, 22:02
37. Autonomes Fahren, Level 5? Gibts schon lange

und heisst Taxi. Alle Vorgaben sind erfüllt. Die Wagen sind wahrscheinlich mehr geshared als alle Pools. Können innerhalb einer 10tel Sekunde ein knutschendes Paar am Strassenrand von einer möglichen Bedrohung unterscheiden.

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scoopx 13.09.2017, 22:04
38. Der Wind hat sich gedreht

Im Gegensatz zu noch vor zwei Jahren überwiegt jetzt die im Forum die Skepsis gegenüber dem "autonomen Fahren". Damals war in den Beiträgen unermüdlich die Rede davon, daß die autonomen Systeme dem Menschen überlegen seien, es wurde behauptet, das Google-Ei stünde kurz vor der Serienreife, und an selbstfahrenden Autos führe kein Weg mehr vorbei.

In diesem Thread dagegen wird - völlig zu recht und anhand praktischer Beispiele (siehe #8, #13 und #27) das Illusionäre an den dem selbstfahrenden Konzept betont. Da ist es umso unverständlicher daß die Autorin des Artikels betont:

"Der Weg zum autonomen Fahren ist allerdings wohl unumkehrbar. 2030 dürften in Europa rund 40 Prozent der gefahrenen Kilometer in selbstständig fahrenden Fahrzeugen zurückgelegt werden, erwarten die Berater von Strategy&."

Ein Gutes hat das digitale Optimismus-Sprech allerdings, nämlich daß das Forum sich endlich aufrafft, mit guten Argumenten dagegenzuhalten.

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prologo 13.09.2017, 22:08
39. Es ist unglaublich, wie die Fakten verdreht werden

Zitat von RalfBukowski
...ist so dermaßen wahr. Aber für Medien wie SPON z.B. ist das eben nicht hype genug. Da muss dann eben der Diesel sterben, die effizienteste Wärmekraftmaschine überhaupt.
Wir leben hier und heute. Es war Ferienzeit. Millionen Bürger fahren nach Süden, meist mehr als 500 km. Dann müssen diese Millionen Bürger nach 300 km nachladen. Um wenigstens weiter fahren zu können. Aber die Million anderen müssen das auch tun.

Warum schreibt das die Presse nicht. Ohne Diesel Auto bricht alles zusammen. Und das noch die nächsten 30 Jahre. Wobei Deutschland die besten Diesel Autos baut. Die Politiker machen unsere Autoindustrie total fertig, bis in den Ruin mit Millionen Arbeitslosen.

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