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Boeings Problemflieger: American Airlines setzt 737 Max bis Januar aus
Daniel SLIM / AFP

Kunden der US-Fluggesellschaft American Airlines müssen in der wichtigen Reisezeit zu Weihnachten mit Ausfällen rechnen. Die Airline streicht Maschinen des Typs Boeing 737 Max bis Mitte Januar aus dem Flugplan.

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Konstruktor 09.10.2019, 19:58
1.

Hinweis: Die abgebildete Maschine ist keine 737MAX, schon erkennbar an den kleineren Triebwerken und an den unterschiedlichen Flügelspitzen (die MAX hat zweigeteilte Winglets).

Das wird für Boeing immer bitterer, und für Airbus kann ein weiterer Ramp-Up der A320-Serie nicht nur möglich, sondern geradezu geboten erscheinen...

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Hajojunge 09.10.2019, 20:30
2. Januar 2020 ??

Sehr optimistisch. Seit dem Grounding hat Boeing auf Halde produziert, ohne zu wissen, wie die späteren Modifikationen aussehen werden. Nach dem Umbau (auf dem Parkplatz?) müssen die Systeme ausgiebig getestet werden (hoffentlich). Dazu kommt noch, daß die Flugzeuge lange herumgestanden haben; die Wiederinbetriebnahme ist aufwendig (Hydraulik etc.). Sie alle ins Herstellerwerk zurückzubeordern, wäre wünschenswert, ist aber undenkbar. Es müssen also viele Serviceteams ausschwärmen, um die fehlerhaften Vögel aufzuarbeiten. Da kommt richtig Arbeit auf Boeing zu. Das Problem wird offensichtlich unterschätzt. Nicht nur AA wartet auf seine Flugzeuge.
Ich tröste mich damit, daß mein Ferienflug im Dezember mit anderen Jets stattfinden wird (hoffentlich A 320).

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dirkcoe 09.10.2019, 20:46
3. Sehr optimistisch

Glaubt denn wirklich jemand, das jemals wieder ein Passagier sein Leben dieser Fehlkonstruktion anvertraut?

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siegfried_richard_albert 09.10.2019, 20:57
4. Wann ist bei Boeing die Luft raus?

Es wird wohl immer deutlicher, dass es sich nicht nur um ein Software Problem handeln kann. Boeing hat sicher viele und gute Software Entwickler. Da hätte das Problem schon längst eine Lösung aufzeigen können. Wahrscheinlich ist es ein ursächliches Problem des Zusammenspiels zwischen Hardware und Software. Sprich die Hardware ist für die Software nicht geeignet. Und dann muss sich Boeing fragen, wie lange sie noch an der 737 festhalten wollen.

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raoul2 10.10.2019, 00:55
5. Je länger es dauert,

umso größer wird neben dem wirtschaftlichen Schaden der jetzt schon unendlich große Imageverlust für Boeing. Das wird kaum noch wett zu machen sein. Auch nicht mit noch so großer Unterstützung durch den Präsidenten, der verzweifelt versucht, sein "Flaggschiff" wieder flott zu kriegen.

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pit.duerr 10.10.2019, 07:13
6. Mich würde ja mal

interessieren wie eigentlich RYAN AIR in Zukunft reagieren wird. Die fliegen doch nur mit 737 Maschinen, gut nicht alle sind Max Ausführungen aber bei der NG Ausführung wurden doch zuletzt auch Probleme festgestellt. Und RYAN AIR hat doch letzthin angeblich 250 737 bestellt, da waren doch bestimmt ein Haufen Max Versionen dabei. Nicht mißverstehen, ich fliege seit ca. 35 Jahren nicht mehr in den Urlaub oder sonst wo hin. Und wenn, dann garantiert, würde ich persönlich keinen Billigheimer nehmen.

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equigen 10.10.2019, 07:19
7. Ohne mechanische Korrekturen und Neuschulung der Piloten - niemals

Nachdem was mittlerweile bekannt ist werden zusätzliche Sensorsysteme gebraucht, die manuelle Notverstellung der Trimmung per Hand ist überhaupt fraglich (da nicht schnell genug machbar, weil viel zu schwergängig) und ohne eine Zusatzschulung wird sowieso kein Pilot dieses Ding mehr fliegen dürfen. Dazu sind aber erstmal passende Simulatoren nötig, denn die gibt es bisher auch kaum (und ebenfalls nur mit SW-Fehlern). Das wird so teuer, dass die meisten Airlines sich das Teil gar nicht mehr leisten wollen und die Bestellungen mindestens reduzieren, wenn nicht stornieren, werden.

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schnubbeldu 10.10.2019, 07:23
8. Und? Wo ist das Problem?

Zitat von Hajojunge
Sehr optimistisch. Seit dem Grounding hat Boeing auf Halde produziert, ohne zu wissen, wie die späteren Modifikationen aussehen werden. Nach dem Umbau (auf dem Parkplatz?) müssen die Systeme ausgiebig getestet werden (hoffentlich). Dazu kommt noch, daß die Flugzeuge lange herumgestanden haben; die Wiederinbetriebnahme ist aufwendig (Hydraulik etc.). Sie alle ins Herstellerwerk zurückzubeordern, wäre wünschenswert, ist aber undenkbar. Es müssen also viele Serviceteams ausschwärmen, um die fehlerhaften Vögel aufzuarbeiten. Da kommt richtig Arbeit auf Boeing zu. Das Problem wird offensichtlich unterschätzt. Nicht nur AA wartet auf seine Flugzeuge. Ich tröste mich damit, daß mein Ferienflug im Dezember mit anderen Jets stattfinden wird (hoffentlich A 320).
Also wenn eine zugelassene Lösung vorhanden ist, kann man durchaus die Flieger der Reihe nach wieder zum Abheben bringen. Boing kann ja auch, so wie es sich abzeichnet, nicht gleich alle Flieger auf einmal startklar machen, denn das Pilotenschulungsprogramm wird wohl auch ein Hauptaugenmerk im Zuge der Wiederzulassung sein. Und dann kann man parallel sowohl die Flieger als auch die Piloten auf den neusten Stand bringen.

Ich hoffe, Sie haben Ihren Ferienflug nicht über Thomas Cook und deren Tochtergesellschaften gebucht, weil die Gefahr ob überhaupt der Ferienflug stattfindet ist aus heutiger Sicht viel höher als mit einer B737-Max8 fliegen zu müssen.

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exxilist 10.10.2019, 07:48
9. Vertrauen

Anstelle der Fluggesellschaften würde ich mir Gedanken machen, ob ich so eine Maschine überhaupt mit Passagieren füllen könnte. Selbst wenn Boing das Problem in den Griff bekommen sollte, was ich persönlich kaum glaube, denn nach allem was man gelesen hat ist das Problem wohl grundsätzlicher, konstruktiver Natur und laässt sich wohl kaum mit einer erweiterten Software beheben.
Man hat es bei Boing gewußt ud trotzdem die MAschinen ausgeliefert. Es klebt Blut an deren Händen.Und so jemanden soll ich als Passagier glauben das dann plötzlich alles in Ordnung ist? Einer Firma, di womöglich zu machen kann, wenn sie das Problem nicht in den Griff bekommt?
Ich werde jedemfalls bei der nächsten Flugbuchung darauf achten das ich nicht mit so einer Maschine fliegen werde.
Ergo: Selbst wenn sie es hinkriegen, wird kaum einer die Flugzeuge kaufen. Das Risiko wird wohl kaum eine Fluggesellschaft eingehen. Es gibt schließlich eine ALternative.

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