Forum: Wirtschaft
Börse: Dax rutscht ab, Goldpreis zieht an
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Der Dax stürzt erneut um drei Prozent ins Minus, besonders hart trifft es die Banken. Und die Anleger? Setzen auf Gold. Der Preis für das Edelmetall stieg auf ein Neun-Monats-Hoch.

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TS_Alien 11.02.2016, 21:42
60.

Zitat von leopold_bloom_uk
Mir scheint die Zeit für einen Einstieg in den DAX (oder den Ausbau einer bestehenden Position) derzeit ganz gut. Die Talsohle wird man nie genau treffen (das tun nur Schwätzer). Aber wer in den kommenden Monaten sukzessive eine Position aufbaut, fährt damit vermutlich ganz gut, wenn der Atem lang genug ist. Über 10.000 Punkte wird der Dax schon wieder steigen. Gold würde ich nicht kaufen, es liegt nur dumm rum, zahlt weder Miete noch Dividende und unterliegt Moden. Den Apokalyptikern im Forum gebe ich auch gerne ein einen Rat: Nur Ihr seid zu klug, schon lange zu sehen, dass wir alle pleite sind und die Marktwirtschaft am Ende ist, dass die Zahlen schon lange geschönt sind, und dass hier bald alles in sich zusammenbrechen wird. Geht doch ein langfristiges Short-Investment auf den DAX, oder besser gleich den S&P 500, ein. Gerne mit einem Leverage (z.B. 10-fach Hebel). Wenn hier dann alles zusammenbricht, seid Ihr nicht nur schlau, sondern auch sehr, sehr reich. Allerdings muss man sich seiner Sache schon recht sicher sein, wenn man langfristig gegen die US-Wirtschaft wettet. Aber Ihr seid Euch doch sicher, oder?
Wetten sind manipulierbar. Wenn einem großen Wettanbieter Milliardenverluste drohen, kann er sicher mit einigen dubiosen Geschäften (mit "befreundeten" Firmen) die Kurse mehr oder weniger stark manipulieren. Abgesprochene Stützungsgeschäfte sind noch die harmlose Variante. Das Geld dafür ist vorhanden oder kann bei Bedarf erzeugt werden (Kredite). Sollten die Börsen wirklich zusammenbrechen, dürften viele Wettanbieter nicht mehr zahlungsfähig sein.

Es bringt also nichts, als kleiner Spieler extreme Wetten einzugehen, die gegen die Interessen vieler Marktteilnehmer stehen. Entweder wird man von den Marktteilnehmern betrogen (Kursmanipulationen in diversen Ausprägungen) oder man erhält den Gewinn nicht ausbezahlt, weil der Wettanbieter zahlungsunfähig geworden ist.

Man kann sich sehr sicher sein, dass die heutigen Börsen ein Paradies für Zocker sind. Man muss dieses Wissen nicht nutzen, um Geld damit zu machen. Das Wissen alleine macht zufrieden.

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TS_Alien 11.02.2016, 21:44
61.

Zitat von carahyba
Scheint ja auch kein Problem zu sein, dass die Deutsche Bank Aktie innerhalb eines halben Jahres 50% an Wert verliert. Und so wie die Kurventendenz aussieht weiter rapide an Wert verlieren wird. Der hauptsächliche Verlust der DB und der CoBa ist, dass kein Vertrauen mehr herrscht und das kann tödlich wirken. Es scheint, dass die DB nicht mehr in der Lage ist aus eigener Kraft zu gesunden, dazu ist sie zu sehr angeschlagen und das Selbstverständnis ihrer Belegschaft ist ein weiterer gewichtiger Grund dafür.
Glauben Sie mir. Etliche aus der DB-Belegschaft haben bereits innerlich gekündigt. Und das bereits seit 20 Jahren, seit die "modernen" Manager bei der DB das Sagen haben.

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TS_Alien 11.02.2016, 21:55
62.

Zitat von dieteroffergeld
Es geht um Profite in verbindung mit Unterhaltung. Geldanlage und Gewinne generieren durch Zocken. A kauft 10 Kilo Gold und haut in Sekundenschnelle ein paar tausend Aktiien raus. Wert der Aktie fällt - Goldpreis je Feinunze steigt. Hat geklappt. Nun drei Tage später: Gold nach Wertsteigerung raushauen, für den Preis incl. Gewinn werden sofort die Aktien der Vorwoche erworben. And so on .... Einfach beschrieben, in der bankenwelt klingt's ein bissel komplizierter. Aber so stellt sich Klein Doofi mit Plüschohren das Geschäft vor .... und imGrund läuft es genauso ab. Game bleibt und Akteure wechseln
So läuft es ab. Und wenn die Kurse in die falsche Richtung gehen, sprechen sich Marktteilnehmer ab und stützen den Kurs oder setzen ihn noch mehr unter Druck.

Das alles könnte eine nennenswerte Transaktionssteuer verhindern. Offensichtlich wollen das viele nicht.

Komplizierter es es tatsächlich. Aber das Prinzip ist sehr einfach, denn Banker sind nicht gerade bekannt als geniale Denker.

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meine_foren 11.02.2016, 22:20
63.

Ich stocke wie ein sturer Muli weiter monatlich meine ETF-Anteile auf. Investiere für Jahrzehnte. Begrüße fallende Kurse. Aktuelle Kurse gehen komplett an mir vorbei. ;-)

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karl-felix 11.02.2016, 22:32
64. Nun

Zitat von konform=mist
werden dem kleinen Mann direkt vom Lohn abgezogen. Davon landet bei ihm no fucking Cent.
dann ist es doch prima, wenn diese Milliarden direkt wieder vom Fiskus bei deutschen Unternehmern und Arbeitnehmern landen , anstatt am Hindukusch im Krieg verbraten werden oder für 20.000 Gewehre für die Kurden oder für Abwrackprämien für alte Autos. .

Mit Krieg und Gewehren schafft man nichts anderes als Flüchtlinge und die Vernichtung von Wirtschaftsgütern . Es gibt keine dümmere Art Steuert zu verbraten als Krieg zu führen und Flüchtlinge zu produzieren .

Und nein . Die Lohnsteuern sind nicht das Problem des kleinen Mannes, die bezahlt der aus der Portokasse.
Schauen Sie ruhig mal auf Ihren Lohnzettel: was steht da ? Richtig - Lohnsteuer o,oo Euro .

Das Problem des kleinen Mannes und der mittelgrossen Frau ist eben nicht die Lohnsteuer sondern der Mindestlohn , Dumpinglohn, Miete , Sozialversicherungsbeiträge , Mehrwertsteuer, Gas,Sprit,SDtrom und Strassenreinigung.

Ich begreife nicht, weshalb Sie jammern , wenn der kleine Mann für gute Arbeit guten Lohn bekommen soll. Irgend jemand muss die 2 Millionen Brötchen täglich backen und belegen , die Wohnungen bauen , die Kinderunterrichten
usw. Wie gesagt : Ein Binnenkonjunkturprogramm wie Abwrackprämie und Kurzarbeitergeld zusammen nur deutlich sinnvoller. Goldgräberstimmung in Deutschland.

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