Forum: Wirtschaft
Börsengang: Uber legt Ausgabepreis auf 44 bis 50 Dollar fest
DPA

Der Fahrdienstvermittler Uber will mit seinen Börsengang bis zu neun Milliarden Dollar einnehmen. Alleine der Finanzdienstleister Paypal plant, Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar zu kaufen.

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login37 26.04.2019, 13:51
1. Es ist eine Wette

Wie meistens am Kapitalmarkt korrelieren Chance und Risiko. Beides ist beim Uber-Börengang außergewöhnlich hoch.

Das was Uber heute macht, nämlich private Fahrten vermitteln und ob Uber nun Gewinne einfährt oder nicht, ist alles völlig irrelevant für die Bewertung von Uber. Uber sammelt heute die Daten und baut heute an den Systemen (Server, Software, Apps, ...) um in der Pole-Position zu sein, wenn autonomes Fahren funktioniert und Mobility as a Service möglich wird. Das wird ein Markt mit Milliarden Kunden weltweit sein, die monatlich im Schnitt 3stellige Eurobeträge dafür ausgeben (und dabei immer noch die Hälfte gegenüber einem eigenen Auto sparen). Sollte sich Uber einen signifikanten teil an dem Markt sichern können, wird langfristig ein Unternehmenswert möglich sein, der Google, Amazon und Co. übertrifft.

Genau so ist ein mögliches Szenario, dass das Uber nicht gelingt und der Laden in 5-10 Jahren nicht existiert. Sprich Totalverlust. Google, Tesla, die Autobauer und einige mehr wurden gern auch ein großes Stück von diesem gigantischen Markt bekommen.

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VadidWyle 26.04.2019, 13:51
2. Hmmm...

Mir ist immer noch nicht klar, warum UBER-Fahrer kene Prüfungen bestehen müssen, wie sie für Taxifahrer vorgeschrieben sind.
Wo bleibt da die rechtliche Unvparteilichkeit?

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Theya 26.04.2019, 14:07
3. Erstaunlich

dass ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell das Ignorieren bestehender Gesetze zum Personentransport als zentralen Mittelpunkt hat, es so weit gebracht hat. Andererseits könnten wohl auch sämtliche Paketdienste dicht machen, wenn deren Fahrer anfingen, sich an sämtliche Verkehrsregeln (Parken) zu halten...

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Alpe 26.04.2019, 14:13
4.

Zitat von VadidWyle
Wo bleibt da die rechtliche Unvparteilichkeit?
Auf der Strecke! Wie so Vieles in der Sharing Economy...

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hh1 26.04.2019, 14:20
5. Es wird eng...

...für Taxi Fahrer. Aber wurde auch Zeit, das dieser Berufszweig freigegeben wird.
Häh, Taxi-Prüfung? Leute, echt jetzt? Wieviele Leiharbeiter ohne Ausbildung sind in Betrieben heute unterwegs. Warum soll das Taxigewerbe geschützt bleiben. Und kennt jemand diese Prüfung? Das ist keine Ausbildung über Jahre....das ist ein WITZ.
Wer das Uber-System kennt, weiß das man nur solange auch UBER-Fahrer bleibt, wie auch die positiven Feedbacks bei der Bewertung nach einer Fahrt überwiegen. Ansonsten war man längste Zeit UBER-Fahrer.
Es wird sich innerhalb kürzester Zeit ein Gewerbe bilden, welches den Gast hofiert, was man heute vom Taxi-Fahrer leider nicht geboten bekommt. Freundlichkeit!
Ich freu mich.

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BorisBombastic 26.04.2019, 14:29
6. eine Riesenbluff

Uber wird niemals Gewinn einfahren. Von daher nur eine Wette auf die Zukunft ohne Chance auf Erfolg. Autonomesfahren wird sicher in 20 JAhren relevant sein, bis dahin ist Uber verschwunden.
Wiedereinmal ein Beispiel dafür wie geschickt Anlegergeld eingesammelt wird und ein paar Typen Milliraden einsammeln. Rocket Internet & Co lässt grüßen

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peterbond0815 26.04.2019, 14:34
7. Zukunft... in D?

Bekanntes Schema... eine eigentlich recht einfache Idee, Unmengen von Geld und Verlusten, aggressive Übernahme bzw. Ausschalten der Konkurrenz, politisches Lobbying und schwups: das ist der neue Weltmarktführer. Zufällig und beinahe durchgängig natürlich in den US.

Kein Grund zu jammern, wir sind in Deutschland bzw. der EU auch selbst Schuld. Wir haben dafür den Brexit und eine fantastische moralische Überlegenheit.

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hauser 26.04.2019, 14:42
8. Ubers Erfolg hängt von Monopolstellung ab

In welchem Geschäftsbereich Uber auch immer erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob Uber dort eine Monopolstellung (wie z.B. Facebook) realisieren kann.
Zum Beispiel: Bei Ubers Chauffeur/Fahrdienst/Taxiservice verdienen die Fahrer selten mehr als der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn (siehe Beispiel Düsseldorf) Falls es also Alternativen für die Fahrer gibt, dürften diese dort fahren (z.B. als Taxifahrer). deshalb ist es für Uber so wichtig, die Konkurrenz klein zu halten.

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wasistlosnix 26.04.2019, 14:54
9. Es gibt deutsche Konkurrenz

Mytaxi, car2go, Moia usw. Der Unterschied liegt in der Vision und der Finanzierung. Uber denkt weltweit und ist aufgeblasen mit Risikokapital.
Heute geht alles viel schneller, ein Golf 1 hatte wahrscheinlich ein Steuergerät verbaut ein Golf 8 derer 70. Das Smartphone hat 10 Jahre benötigt bis jeder eins hatte. Das gute alte Wählscheibentelefon hat über 50 Jahre dazu gebraucht und musste 10 Jahre halten.
Der Uberfahrer ist eine Übergangserscheinung und wenn die Autohersteller es nicht hinbekommen dann werden sie nur noch Zulieferer sein. Alles was weltweit verfügbar ist wird sich durchsetzen siehe FB, Whatsapp etc.

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