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Börsengang von Delivery Hero: Ausgeliefert?
Bloomberg/ Getty Images

Die Aktien des Bringdienstes Delivery Hero werden am Freitag erstmals gehandelt. Deutschlands heißeste Tech-Firma lockt Investoren mit großen Versprechen. Ist der Hype berechtigt?

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MatthiasPetersbach 29.06.2017, 14:34
1. Mitverdienende Nichtsleister....

...anders kann man bis zu 30 % (!) Provision für die Vermittlung nicht mehr sehen.

Das steht in keinem Verhältnis zum Wareneinsatz, zur Arbeit der Leute in der Küche und der Auslieferung.

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static_noise 29.06.2017, 14:53
2. Lassen Sie uns kurz nachdenken...

Das Unternehmen stellt nichts her, hat keine Resourcen, bietet keine einzigartige besondere Diesntleistung.
Das Geschäft wird durch Tausende 'freie Mitarbeiter' erbracht mit wechselnder Qualität, selbst die Speisen stammen nicht vom Unternehmen sondern von Fremdfirmen.

Es gibt keinen Anreiz für die Restaurants eher mit DeliveryHero zusammen zu arbeiten als mit jemand Anderes oder nen Studenten auf Aushilfsbasis anzustellen.

Lässt sich über 'Marke' und PR in Deutschland damit ein Hype generieren? Aber sicher!
Lässt sich damit VON DOOFEN AKTIONÄREN Geld einsammeln? Aber sicher!
Lässt sich damit langfristig Geld verdienen? Wohl kaum!

Sprich die Ware ist ausschließlich die Unternehmenshülle und das verkauft Rocket an die Aktionäre, daher wird auch lediglich Geld von Anleger X zu Rocket fließen... Niemals in irgendjemandes Taschen außer Samwer...

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OskarVernon 29.06.2017, 14:55
3. Wo werden diese

Zitat von MatthiasPetersbach
... bis zu 30 % (!) Provision für die Vermittlung ...
... wohl eingespart, um preislich gegenüber unabhängigen Pizzabäckern mit eigenem Lieferservice konkurrenzfähig zu bleiben...?

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stefanbodensee 29.06.2017, 14:56
4. Grauenhaft diese ...

ach so tollen neuen Dienste, die, wenn man genau hinsieht, vollkommen hochgehypt sind, eigentlich ausser was 'zusammenzuführen' nichts Produktives machen - und dann meinen, damit Geld scheffeln zu können. Und natürlich ist das unterste Glied in der Kette ( der Ausfahrer ) der Depp, auf dessen leidgeplagtem Rücken das dann alles ausgetragen wird. Ich kann diese Samwer und Co.-Typen einfach nicht mehr sehen, sie sind mir zuwider. Schafft endlich was, erschafft was, produziert was, mit Material, hier hergestellt, seid 'echt' produktiv ! Ansonsten geht ihr eh irgendwann den Bach runter - und bei den Samwer-Brüdern wird das als Erstes passieren, deren Stuhl wackelt bereits bedenklich. Klar, ist ja alles irgendwie auf heisser Luft gebaut ...

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TLB 29.06.2017, 15:12
5.

Ist der Hype berechtigt? Nun wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass heute Heerscharen von Menschen permanent einen Pappbecher mit Kaffee spazieren tragen müssen? Weils hip ist. Ebenso hören Millionen Menschen gestreamte Musik in minderer Qualität, weils eben geht. Und genau so wird es funktionieren, einen Boten durch die Gegend zu schicken, Abfall zu produzieren nur um das gute Gefühl zu haben, sich etwas leisten zu können.
Wie eine Firma 300.000.000,- Verlust aus nur einem Jahr wieder wett machen will, keine Ahnung, aber der Junge ist ja so sympathisch, da kommts doch auf 300Mio nicht an. 30% Maklerprovision für eine Pizza – wer ein bißchen Wert auf gutes Essen liegt, würde diese 30% ins Essen und nicht in Coolness investieren.

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territrades 29.06.2017, 15:13
6.

@Nr1: 30% Provision beinhaltet den Kurierdienst, 10% sind es dagegen bei Vermittlung. Andere Vermittlungsagenturen haben höhere Abschläge.

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zaphod_beeblebrox_III 29.06.2017, 15:17
7. Ich muss den

Vorrednern irgendwie recht geben.

Der Sinn, warum ich vom ausgelieferten Essen 30%, bei einer 10 EDuro Pizza also 3 Euro, an den Fahrer geben soll, erschliesst sich mir nicht.

Mag natürlich sein, dass das in Summe billiger ist, als dem Studenten, der wahrscheinlich mit dem eigenen Wagen fährt, Spritgeld zu geben und ihn auf 450 Euro Basis zu bezahlen. Die 450 Euro wären, auf das Pizzabeispiel gerechnet, immerhin schon die Ausliefergebühren für 150 Pizzen.

Für mich als Kund ist aber die Frage iinteressant, ob der Lieferdienst die Ware frischer bringt, als bisher. Also die Pommes knackiger und nicht lappig wie sonst durch das unvermeidliche Kondenswasser. der Lieferradius dürfte sich prinzipbedingt auch nicht erhöhen. je weiter, desto kälter das Essen.

Unterm Strich also die Rechnung für das Restaurant, die beim Essen eine mögliche Lieferung einpreisen. Dann gibt es eben unterschiedliche Preise vor Ort und beim ausgelieferten Essen.

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unpolit 29.06.2017, 15:20
8. Vertrieb und Marketing

Der Vorwurf, dass da nichts geleistet oder erschaffen wird, greift zu kurz.
Es wird Angebot und Nachfrage zusammen gebracht - nennt sich Vertrieb und Marketing. Ist teuer und aufwendig. Und macht halt Sinn, weil Skaleneffekte greifen.
Genau wie bei HRS, die Dachorganisation der Hotels haben das nicht hinbekommen. Dabei wäre das doch eine ideale Spielwiese für die DEHOGA. Genau wie diese Liefer-Apps.
Die Finanzbranche hat es begriffen, arbeitet mit Fintechs zusammen und implementiert neue Geschäftmodelle. Mal sehen, wann IHK und Handwerkskammern munter werden und im 21. Jahrhundert ankommen. Und merken, dass das Thema Kundenzugang und Marktzugang in einem digitalen Ökosystem erfolgt und der Einzelne das fast nicht mehr leisten kann.
Es gilt für alle Unternehmen und Organisationen: wenn es nicht gelingt, eine eigene Plattform zu etablieren, auf der Austausch passiert, dann werde ich für diesen Teil der Wertschöpfung richtig zahlen müssen.
Und: es nützt dem besten Koch nichts, wenn er richtig gut kochen kann. Er braucht den Zugang zu den Essern.

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nobronski 29.06.2017, 15:23
9. Na Bravo.....,

... da ist selbst der Gang/die Fahrt zum Griechen um die Ecke bereits zuviel der Mühen für den Menschen.
Dann bitte aber auch keine Berichte mehr zum Thema Übergewicht oder Zivilisationskrankheiten.
Eines Tages werden wir nur noch in der Horizontalen unser Dasein fristen, weil alles digital zu erreichen ist.
Und die eigene Bewegung wird ebenfalls digital per Monitor dargestellt. Man "lässt bewegen".......

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