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Börsengang von Ferrari: Italiens Trauer kommt zu spät
AP/dpa

Die Wirtschaft jubelt: Ferrari, Aushängeschild des Fiat-Chrysler-Konzerns, geht an die Börse. Viele Italiener trauern: Wieder wird eine Kultmarke von Ausländern übernommen. Dabei war die Firma schon lange nicht mehr richtig italienisch.

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SpitzensteuersatzZahler 30.10.2014, 09:52
10.

Zitat von dwbrook
sehen lassen geht mit diesen plumpen Dingern aber aber gar nicht
Das gilt für mich auch für Ferrari - ich würde mich schämen, in sowas gesehen zu werden. Insbesondere wenn ich mir die Ferraristi so anschaue (zu 90% Zuhälter, Dealer oder sonstige Verbrecher und stillose Freaks wie Robert Geiss), wirds mir schlecht. Mir tun diejenigen leid, deren Traum es immer war, einen Ferrari zu fahren und sich nun entscheiden müssen, ob Sie sich in diese ehrenwerte Gesellschaft begeben oder sich für etwas anderes entscheiden.

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bartsuisse 30.10.2014, 10:22
11. Firmensitz ist egal

die Produktion wird immer in Italien sein denn nur dort werden Supersportwagen hergestellt. Auch Audi produziert nach wie vor in S. Agata. Warum? Nirgends sonst gibt es diese Expertise. innerhalb 20 km findet man alle Top Sportwagen, plus Motorenhersteller plus Motorradhersteller. 10% veräussert? Ist doch egal

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dwbrook 30.10.2014, 10:32
12.

Zitat von Pless1
England war frühre auch mal ein Autoland. Bis auf ein paar winzige Luxusautohersteller in ebenfalls ausländischer Hand (Bentley, RR, Aston Martin...) ist davon nichts mehr geblieben. Tradition ist schön, aber Tradition alleine reicht nicht. Nicht in England, nicht in Italien, nicht in Deutschland. Mich würde in der Tat nicht wundern, wenn Piech bei Ferrari einsteigt. Die Chinesen haben zwar mehr Geld dafür, aber für sie ist das eventuell nicht so ein "must-have" wie für den "Fugen-Ferdi". Sinnvoller wäre es aber, die restliche Fiat-Autogruppe zu kaufen - aber zunächst außerhalb des Konzerns über eine Finanzholding. Dann mit ganz harten Schnitten die Fiat-Werke zu sanieren bzw. abzuwickeln und das dann radikal gesundgeschrumpfte Fiat mit Seat zu einem Low-Budget Hersteller zu verschmelzen, dann im VW-Konzern. Chrysler-Jeep wird der Anker auf dem US-Markt, VW und Skoda bedienen den gehobenen Volumenmarkt und Audi und die kleinen Luxustöchter den Premiumbereich.
Seat hat keinen - überhaupt keinen - ruf in Deutschland. Da wird es nichts bringen, dieses Unternehmen mit Fiat zu verschmelzen. Für Fiat ist einfach kein Platz mehr auf dem Automarkt. Low Budget können innerhalb kürzester Zeit die Chinesen besser.

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busytraveller 30.10.2014, 11:32
13. Wohl einziger Weg

Marchionne geht wohl den einzig gangbaren Weg, um FIAT / Chrisler mit möglichst vielen Konzernmarken zu retten. Dazu gehört eben auch der Teilrückzug aus Italien (Maserati hat dort aber gerade kräftig investiert).

Wenn er hier als übler Finanzakrobat verunglimpft wird, dann ist das eher typisch für Leute, die eine unter kräftiger Mithilfe von Gewerkschaften, arbeitgeberfeindlicher Justiz und politischem Filz über Jahrzehnte entstandene Situation ignorieren und dann den Sanierer angreifen, der das Steuer herumreißt und dabei verschiedenen Leuten auf die Füße treten muss.

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busytraveller 30.10.2014, 11:37
14.

Zitat von dwbrook
Seat hat keinen - überhaupt keinen - ruf in Deutschland. Da wird es nichts bringen, dieses Unternehmen mit Fiat zu verschmelzen. Für Fiat ist einfach kein Platz mehr auf dem Automarkt. Low Budget können innerhalb kürzester Zeit die Chinesen besser.
Piech / Winterkorn wollen schon lange die Marke Alfa Romeo kaufen. Dann könnte man SEAT auslaufen lassen und hätte endlich einen Markennamen, der "Auto Emocion" auslöst. So jedenfalls die Hoffnung. Marchionne will aber Alfa nicht verkaufen, weil er hofft, eine Rennaissance im eigenen Konzern einzuläuten, sobald er das Geld für neue Modelle hat. Frage nur, wann das sein wird.

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busytraveller 30.10.2014, 11:40
15. Falsch!

Zitat von SpitzensteuersatzZahler
Das gilt für mich auch für Ferrari - ich würde mich schämen, in sowas gesehen zu werden. Insbesondere wenn ich mir die Ferraristi so anschaue (zu 90% Zuhälter, Dealer oder sonstige Verbrecher und stillose Freaks wie Robert Geiss), wirds mir schlecht. Mir tun diejenigen leid, deren Traum es immer war, einen Ferrari zu fahren und sich nun entscheiden müssen, ob Sie sich in diese ehrenwerte Gesellschaft begeben oder sich für etwas anderes entscheiden.
Banker, Unternehmer, Anwälte, usw. Vielleicht ein paar Dödel wie Robert Geiss dabei, na und? Die von Ihnen genannten Berufsgruppen bevorzugen Lambos.

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auweia 30.10.2014, 12:09
16. Na toll

Zitat von dwbrook
Seat hat keinen - überhaupt keinen - ruf in Deutschland. Da wird es nichts bringen, dieses Unternehmen mit Fiat zu verschmelzen. Für Fiat ist einfach kein Platz mehr auf dem Automarkt. Low Budget können innerhalb kürzester Zeit die Chinesen besser.
Muss man es den Chinesen auch noch auf dem Silbertablett servieren?
Italien ist sowieso schon ein chinesischer Brückenkopf in Europa - nehmen Sie nur die "italienische" Bekleidungsindustrie in Prato mit fast ausschließlich fernöstlichen Beschäftigten).
Da ist mir ja die Mafia fast lieber...

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Pless1 30.10.2014, 16:24
17.

Zitat von
Piech / Winterkorn wollen schon lange die Marke Alfa Romeo kaufen. Dann könnte man SEAT auslaufen lassen und hätte endlich einen Markennamen, der "Auto Emocion" auslöst. So jedenfalls die Hoffnung. Marchionne will aber Alfa nicht verkaufen, weil er hofft, eine Rennaissance im eigenen Konzern einzuläuten, sobald er das Geld für neue Modelle hat. Frage nur, wann das sein wird.
Sehe ich auch so. Allerdings ist die Frage nach dem verblieben Wert der FIAT-Marken zu stellen. Das gilt auch für Alfa Romeo, das vom lang verblassten Ruhm vergangener Tage lebt. Die sind so lange vergangen, dass der potenzielle Kunde in 10, 15 Jahren mit Alfa Romeo eben nicht mehr das selbe Verknüpft wie die heutige Generation 50+, die das noch mit Dustin Hoffman und . Wenn Alfa also nicht ganz bald aus der Mottenkiste geholt wird, wird es zu spät sein. So wie z. B. bei Maybach. Die ebenso klangvolle Marke Lancia hat man ja bereits geschlachtet, indem man sie zum Chrysler-Generikum degradiert hat.

Wenn Fiat-Chrysler aber Alfa Romeo nicht an VW verkaufen will kann man gleich Fiat-Chrysler kaufen, sich rausnehmen was man braucht und den Rest abwickeln. Das klingt jetzt schlimm, aber eine Marktbereinigung wird es ohnehin geben müssen. die Agniellis haben ja schon öfters darüber nachgedacht, FIAT in eine Fusion einzubringen - damals zum Beispiel mit Ford. Außer einer Fusion der Landmaschinensparten (heute CNH, an der Fiat mittlerweile 90% hält). VW ist, wie Fiat auch, (und letztlich auch Ford) ein familiengeführtes Unternehmen, da spricht man die gleiche Sprache. Wenn Piech mit denen auf einen Nenner kommt, kann Marcionne das gleiche bevorstehen wie heute di Montezemolo: ein gut dotierter Abgang.

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