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Boom am Arbeitsmarkt: Jobmaschine Deutschland - aber nicht mehr lange
DPA

Das deutsche Jobwunder setzt sich trotz mauer Konjunktur fort. Wie kann das sein? Ökonomen stellen fest: Bald dürften weit weniger neue Arbeitsplätze entstehen - und die Arbeitnehmer werden mächtiger denn je.

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tadel 14.05.2019, 12:37
1.

Unternehmen die in Zeiten des demografischen Wandels ihre Fachkräfteplanung an konjunkturellen Schwankungen orientieren haben später noch größere Probleme. Die aktuelle konjunkturelle Delle ist das Ergebnis der US-Handelskonflikte. Die werden früher oder später beigelegt sein.

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claus7447 14.05.2019, 12:43
2. Der Schweinezyklus bleibt

Lediglich die Super-Optimisten glauben an ein unendliches Wachstum. Die Auf- und Ab-Zyklen kommen regelmäßig. Diesmal vermutlich verstärkt durch Donny phantastische Entscheidungen (wobei ich mir gut vorstellen kann, das dies sehr bald auch in den USA seine Auswirkungen zeigen wird). Das letzte Mal war es die ungezügelte Freiheit der Banken (Lehmann 2008). Davor gab es dies immer wieder. Dto 2003 und 1993. Davor - die Älteren können sich erinnern gab es die Ölkrise I und II in den 70ern.

Die alten Lehren von Keynes gelten zwar in den Grundregeln - allerdings wurden diese ja schon lange von allen Staaten und Regierungen über den Haufen geworfen. Die Investitionen in guten Zeiten seitens des Staates zurückfahren werden durch "Wohltaten" insb. vor Wahlen wieder eliminiert - und die Zusatzinvestitionen in rückläufigen Perioden haben nicht immer die Wirkung die im Lehrbuch stehen - insb. da unsere Politiker ja gerne mit "warmer" Hand geben um sich der Wählergunst weiterhin zu erfreuen.

Durch das 0-% Zinsniveau kommt hinzu, dass das Schuldenmachen ja eigentlich nichts kostet. Und in einem Punkt bin ich sicher: Egal welche Farbe zukünftige Regierungen haben: die "schwarze 0" wird irgendwann zu einer [color=#FF4000] "roten 0"[/color].

Was jedoch auffällig ist - die Panikmache in den Medien ... es ging uns wohl zu lange gut.

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prof.dr.mango 14.05.2019, 12:44
3. Was ist denn das für eine blöde Frage?

Es war doch schon immer so, dass, bis man bemerkte, wir brauchen neue und mehr Mitarbeiter, die Alten bis zum Verschleiss geschunden wurden. Dann erst wurden neue Arbeitsplätze geschaffen. Und damit hinkt die bürokratische Einstellungs- und Beschäftigungspolitik dann hinterher.
Flaut das Klima dann ab, sucht man aber immer noch die Leute für die Zeit der guten Konjunktur.
Feddich. Hauptschulabschluss '89.
Grüsse

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Koana 14.05.2019, 12:54
4. Viel Spaß in der Zukunft....

.... die 99% lassen sich gerne weiter von dein 1% ausbeuten, ob im nach dem Motto gehorche oder stirb, oder nach dem Motto gehorche oder schlaf im Pappkarton, das ist nur eine Frage der Vorlieben, der Vorlieben jener Artgenossen, die nicht dienen müssen, sondern eben antreiben und morden, oder antreiben und marginalisieren, sowie der winzigen Gruppe jener, für die all die Sklaven schuften, auch wenn manche Glück haben und ihnen ein Platz in der Maschine winkt, der mehr Freude als Monotonie und Peitsche beschert.

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max-mustermann 14.05.2019, 12:57
5.

"Jobmaschine Deutschland - aber nicht mehr lange"

Also auf deutsch stellt euch schon mal darauf ein das ihr auch zukünftig nichts vom Kuchen abbekommen werdet den ihr die letzten Jahre mit erwirtschaftet habt und das ihr euch auch weiter mit Niedriglöhnen zufrieden zu geben habt.....

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dodo132 14.05.2019, 12:58
6. proaktiv

das liebgewonnene Demografie-Thema schlägt wieder auf. Viele handwerkliche Berufe haben an Attraktivität für junge Menschen verloren; es handelt sich um erschöpfende körperliche Arbeit, die sich vermeiden lässt, wenn man einen Bürojob annimmt, selbst wenn er nicht besonders anspruchsvoll ist. Im Übrigen gäbe es eine Unzahl von Drittländer, aus denen die Leute eher heute als morgen einwandern wollten. Man denke nur an den Kaukausus, sogar von Azubis aus Venezuela oder Kolumbien hat man da schon gehört. Das deutsche duale Ausbildungssystem wird auch in Indien geschätzt, Möglichkeiten gäbe es viele. Aber die politischen Entscheidungen sind unglaublich zäh, gewaltige bürokratische Hürden müssen überwunden werden... Deutschland wie es leibt und lebt.

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Heinz62 14.05.2019, 13:00
7. In Deutschland fehlen nicht Akademiker sonder

billige Arbeitskräfte oder Stellen, die die "Bio-Deutschen" nicht machen wollen.
Das sind meistens schlecht bezahlte (z.B. Pfleger), schlecht angesehen (Friseur) oder körperlich anstrengende (z.B. Bauarbeiter, Kurier, LKW-Fahrer) Stellen.
Von daher war es meiner Meinung nach mit "Wir schaffen das" keine schlechte Idee. Die EU-Bürger wollen diese Jobs auch nicht machen.

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400Gon 14.05.2019, 13:00
8. Das Schwert im Kampf gegen Klimaschutz ist stumpf

Nach diesen Informationen kann man den Drohungen der Großunternehmen von massenhaften Arbeitsplatzverlust bei zu hohen Umweltschutzauflagen, Kohleausstieg etc. recht gelassen entgegen blicken.
Dieses Schwert ist nun stumpf geworden.

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GoaSkin 14.05.2019, 13:01
9. Deutschland profitiert von der schlechten Politik anderorts

Man kann durchaus kritisieren, dass unsere Regierung keine gute Politik macht. Doch man muss sich dennoch ernsthaft die Frage stellen, wer es auf der Welt überhaupt besser macht. Brexit-Chaos, Autokraten und Rechtspopulisten in der Regierung, völlig überschuldete Staaten. Da ist die Merkel-GroKo mit allen ihren Fehlern das kleinste Übel.

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