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Boomender Versandhandel: Kaum mehr zu packen
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Klopapier, Zahnpasta, Hundefutter: Immer häufiger kaufen Verbraucher im Internet ein. Das bringt die Zusteller an ihre Grenzen und auf neue Einfälle - wie etwa auf Haustürzuschläge.

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VormSpiegel 29.04.2018, 15:44
120. Zu wenig Personal Problem Nr.1

Jeder der bei der Post arbeitet sieht und spürt es gibt einfach zu wenig Personal.
Und die aller motiviertesten sind es nun mal auch nicht bei dem Geld (auch das Durchschnitts-Alter ist sehr hoch, da kommen körperliche Probleme wie bei jedem im Alter eben auch dazu).

Vor die Haustür sollten nur Briefe und kleinste Pakete kommen. Größere Pakete vor die Haustür zu liefern ist einfach nicht effektiv. Da wäre es sinnvoller das man pro Straße einen "Container" aufstellt in den geliefert wird, wie ein großer Briefkasten für Pakete, in die kann der Zusteller dann immer "abladen" und muss nicht auf Personen warten, den gerade wer arbeitet ist zu den normalen Lieferzeiten ja ohnehin nicht zu Hause und sich an den Arbeitsplatz liefern zu lassen bedeutet im Zweifel eben auch das genau diese Stellen mit besonders vielen Lieferungen "bombardiert" werden (man denke sich 1000 Mitarbeiter in einem Industrie-Gebiet die sich wöchentlich Lieferungen schicken lassen in die Firma).

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ubuntulinux 29.04.2018, 15:51
121.

Klopapier und Zahnpasta... Ich bin gespannt wo diese Spirale endet. Auf der einen Seite wird oftmals über eine schlechte Infrastruktur gesprochen (Stichwort Öffentlicher Personen Nahverkehr etc.) auf der einen Seite bestellt der Deutsche Geiz ist geil Bürger wirklich mehr und mehr nur noch im Netz. Wie bequem wird der Deutsche eigenich noch? Selbst will man 4000? netto jeden Monat heim bringen aber gekauft wird mehr und mehr Online um ja jeden Cent zu sparen der nur geht. Ja und nun wird wieder geantwortet man lebt in einer ländlichen Gegend, das nächste Geschäft ne halbe Stunde entfernt etc. Das ist aber nicht die Masse die Online bestellt. Stattdessen wird gejammert, wenn das Paket nicht am nächsten Tag da ist oder nur irgendwo abgestellt wird, wenn es dann eintrifft. Wieso erwartet der Online Kunde aber auch jeden Mist kostenlos geliefert zu bekommen oder gar nach zweimal Gebrauch wieder kostenlos zurückgeben zu können, ohne Abzug versteht sich? Wer eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, hat dafür auch gefälligst angemessen zu bezahlen. Das Betrifft den Onlinekunden genau so wie Amazon und Co. die ihre Paketdienstleister angemessen zu zahlen haben. Das die aber ihre Macht gnadenlos dazu missbrauchen die Preise zu drücken will aber auch wieder keiner wissen. Geht DHL auf den Deal nicht ein, freut sich eben DPD und es gibt heutzutage leider weniger Unternehmer die zu schlechten Deals nein sagen. Die Paketdienste haben endlich Preise durchzusetzen wo sie anständige Löhne zahlen können, da braucht es keinen Peak Zuschlag. Im Gegenzug haben Amazon und Co. angemessene Gebühren zu entrichten und der Verbraucher steht ebenfalls in Verantwortung für seine Dienstleistungen die er in Anspruch nimmt angemessen zu bezahlen. Jeder hat sein Stück vom schwarzen Peter und da bringt es nichts mit dem Finger auf den anderen zu zeigen. Vielleicht wäre es auch mal wieder an der Zeit, sich sein Klopapier und Zahnpasta beim Händler vor Ort zu kaufen und sich der frischen Luft und Sonne auszusetzen. ;) Diese Geiz ist geil Mentalität geht mir allmählich mehr und mehr auf den Zeiger, schon morgens man ist noch nicht alle richtig wach, röhrt die neueste Aldi Werbung as dem ich kann es nicht mehr hören. Billig, billig, billig. Geschenkt ist noch zu teuer... Wann übernehmen wir alle endlich wieder Verantwortung und schauen nicht nur auf den eigenen Geldbeutel? Und nein ich bin kein Spitzenverdiener, liege deutlich unter dem Deutschen Durschnitt. Dennoch hab ich mir die Online Bestellerei angewöhnt, es geht sehr gut ohne, vielleicht mal probieren. ;)

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RenRlp 29.04.2018, 15:52
122.

Löhne für die Zusteller hoch, Preise für die Zustellung hoch. Müssenu nur eben alle KEP Dienste so machen. Wer es nicht bezahlen will, fährt seine Pakete eben selbst aus. Und genau das ist wohl die Angst, arbeitet Amazon doch schon in vielen Städten mit eigenen Zustellern.

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geowicht 29.04.2018, 16:11
123. Was heißt eigentlich „geringe Qualifikation“

Ist es ein Wunder, dass immer weniger Menschen zu immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen arbeiten wollen?
Was ist hier eigentlich gemeint, wenn von „geringer Qualifikation“ gesprochen wird? Sollen die Menschen so blöd sein, dass sie nicht merken, dass sie immer mehr für weniger Lohn erbringen müssen, weil die Wirtschaftsstrategen in den höheren Positionen ihren Job nicht verstehen und lieber mit dem Strom, dem Abhang entgegenschwimmen, als ihren Verstand zu gebrauchen. Wenn eine ganze Branche vom Kostendruck gebeutelt ist, dann verdient eine andere Partei wohl zu viel oder sollte über seine Preisansprüche nachdenken. Wir brauchen eher mehr Mitarbeiter mit höherer Qualifikation, um dies zu erkennen und wettbewerbsfähige und reale Preise verlangen. Denn welcher Onlinehändler kommt schon ohne Lieferdienst aus? Gut, Amazon versucht es, aber die o.g. Beispiele bringe ich aus Erfahrung nur mit dem A-Service in Verbing. Mein DHL-Bote hat die Ware noch nie in die blaue Tonne geworfen.

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supergrobi123 29.04.2018, 16:13
124. Und woran liegt es?

Zitat von ambjoernsen
Erstens haben Sie keine Ahnung von der Materie und zweitens sind Sie ein sozialer Eisblock. Ich habe selber über Jahre bei DHL gearbeitet und weiß daher, wovon ich schreibe. Ich habe in Vollzeit gearbeitet und zwar aufgrund eines sog. Abrufvertrages. Den habe ich jeden Morgen separat unterschrieben, ohne Anspruch auf Weiterbeschäftigung. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber im Krankheitsfall? Fehlanzeige. Obwohl rechtswidrig, waren Zehn-Stunden-Schichten nicht die Ausnahme, sondern die Regel. 200 Sendungen für Privathaushalte waren Standard. 3 Minuten (!) pro Paket waren vorgegeben, für die Anfahrt, die Parkplatzsuche und die Auslieferung, also kann man im Durchschnitt 20 Sendungen in der Stunde schaffen. Macht bei 200 Sendungen ein Pensum von 10 Arbeitsstunden. Haben Sie dieses nicht geschafft, sondern Pakete in der Zustellbasis wieder ausgeladen, kamen diese am nächsten Arbeitstag wieder obendrauf. Steigen Sie mal in innerstädtischen Zustellbezirken 30-40 Mal pro Schicht in den fünften Stock, mit einer Maxikiste Wein oder Katzenstreu, dann wissen Sie am Ende des Tages, wie paradiesisch der Job ist. Sie erinnern mich an unseren Gesundheitsminister Jens Spahn, der sich völlig kenntnisfrei über das Lebensniveau bei Hartz-4 äußert, sich aber weigert, selbst einen Monat mal in dieser "sozialen Hängematte" auszuruhen. Ich halte es mit Ludwig Wittgenstein: "Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen".
Trotzdem darf erlaubt sein, zu hinterfragen, was da schief läuft. Es stimmt je schließlich, dass Portokosten regelmäßig steigen, während der Service ständig schlechter wird und auch die Zusteller immer mehr darben.
Tatsächlich sollten durch Kostensynergien bei steigenden Auftragszahlen doch die Preise eher fallen, durch die Konkurrenz der Service und durch die Nachfrage nach Angestellten die Arbeitsbedingungen in der Branche besser werden.
Bei mir werden 80% der Pakete gar nicht erst geliefert, ich erhalte dann einen Tag später per Post(!!!) das gelbe Abholkärtchen zugestellt.
Wo geht denn das ganze Geld hin? Früher funktionierte doch alles, auch ohne geknechtete Subunternehmer!
Kleiner Tipp: Die Post verkündete kürzlich einen Rekordgewinn...
Aber wir dürfen dann bald einen Tür-Zuschlag zahlen?

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sailor_84 29.04.2018, 16:19
125. DHL ist aber billiger, als Hermes

Zitat von Rubyconacer
Ein Paket kostet extreme 7€!! Der Autor hat schon lange kein Paket mehr versendet. Klar, die Händler zahlen sicher nur 3€ und werden schneller transportiert, aber für den Bürger sind 7€ heftig teuer. Darin ist die Haustürlieferung bereits mehr als enthalten. Falls das Paket wieder 3,5€ kosten sollte, bin ich gern bereit, die Haustürzustellung von 2€ zu bezahlen, wie es früher mal üblich war. Aber nur bei Privatpaketen. Bei Händlerpaketen nicht.
wenn man das Glück hat, eine Post/Postladen zu finden, der dann noch offen hat und selbst dort einliefern möchte, incl. Schlange stehen....

ansonsten Online, heisst das Zauberwort, dann zahlste bei DHL nur noch 4,99 Euro + Abholung 3,00 Euro = 7,99 Euro bei max 31,5 kg ....

vs Hermes
3,89....4,89....5,89 Euro bei max 25 kg
+ Abholung ( ab 3,00 Euro (sic!I) 6,99 Euro bei max 25 kg.....

hier ist doch eindeutig Hermes der "Halsabschneider" und an Heuchelei nicht mehr zu überbieten

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touri 29.04.2018, 16:20
126.

Zitat von Poco Loco
Wenn ich bei Amazon am selben Tag, 5 verschiedene Artikel bestelle, bekomme ich diese an 5 verschiedenen Tagen, von 5 unterschiedlichen Zustellern zugestellt. Hätte ich diese 5 Artikel an einem Tag selbst gekauft, wäre der logistische Aufwand 5 x geringer gewesen. Das ist also nur eine Wunschvorstellung, dass der Versand ökologischer u. wirtschaftlicher wäre. Dann kommen die Retouren dazu oder der Empfänger ist nicht anzutreffen, das ist weder effizient noch günstiger, es ist schlicht Unsinn sich jeden Kram einzeln schicken zu lassen.
Nur wenn Sie bei 5 verschiedenen Händlern bestellen. Ansonsten werden die Bestellungen in eine Lieferung zusammengefasst, soweit alles auf Lager ist.

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kobold17 29.04.2018, 16:23
127. Tja, mal wieder die Zukunft verpennt.

Die Deutschen lieben es versklavet zu werden im Niedriglohnsektor, und gleichzeitig ist die Regierung machtlos, gegen den reichsten Mann der Welt Zähne zu zeigen um Steuerschulden einzutreiben. Aber solang der Kleine Mann das Finanzamt bedient ist doch alles in Ordnung. Lasst uns doch lieber freuen über den unverschämten Reichtum der auf Kosten der Mitarbeiter gemacht wird.

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sailor_84 29.04.2018, 16:27
128. von der SPD Nahles bereits verboten!

Zitat von charlybird
Die Fahrer müssten sich einmal zu einer Gewerkschaft zusammenschließen und sollten hier von den etablierten Gewerkschaften unterstützt werden, damit da etwas Sinnvolles entstehen kann.
keine Gewerkschaften mehr für Splittergruppen! Das war doch das "Credo" der SPD!

Also nichts mit "Zusteller Gewerkschaft" oder Pflegenden Gewerkschaft"...

die sollen alle in die VERDI gehen, damit sie sich bloß nichts vom grossen Kuchen nehmen dürfen.....

siehe letzter VERDI Abschluss!

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apotheka 29.04.2018, 16:32
129. Vielleicht liegt es auch am verdrängungswettbewerb der Versender.

Im Arzneimittel Versand kann man sehen, dass auf Teufel komm raus nach unten gedumpt wird. Wirtschaftlich arbeitet kaum noch eine Versandapotheke. Hauptsache Neukunden gewinnen. Bis zu 30 EUR werden in einen Neukunden investiert , und entsprechend sehen die Bilanzen aus. Da stört dann auch der portofreie Versand nicht mehr.

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