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Brandbrief an Altmaier: Ex-Mitglieder der Kohlekommission fürchten Verzögerung beim K
Oliver Berg/ DPA

Eine Regierungskommission hat im Januar ein Konzept zum Kohleausstieg vorgelegt - doch das Gesetz dazu fehlt noch immer. Nun werfen Ex-Mitglieder des Gremiums Minister Altmaier vor, das Verfahren zu verschleppen.

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jula75 09.10.2019, 12:55
1. Lösung

Das lässt sich doch von uns Stromverbrauchern prima steuern: Wenn alle Privathaushalte und umweltbewusste Firmen auf echten Öko-Strom umstellen, dann wird den Betreibern der Kohlekraftwerke das Geld ausgehen.

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interessierter Laie 09.10.2019, 13:07
2. toller Vorschlag...

von den Netzentgelten werden natürlich nur der für den Umstieg benötigte Netzausbau und Umbau zum SmartGrid finanziert. Das ist der größte Bremsklotz im System. Und wie ein unterfinanziertes Netz die Stabilität verbessern soll, verstehe ich beim besten Willen nicht. Wer hat diese Leute eigentlich in eine Expertenkommission berufen? Das höchste Potential für Senkungen bietet hingegen die Reduzierung der Steuern auf Strom (>40 Prozent des Strompreises für Endverbraucher). Diese wäre auch ökologisch gerechtfertigt, wenn der Strom effektiv grüner wird. Derzeit (mit der bestehenden Belastung) legt ein Elektroauto oft weniger Kilometer pro Euro zurück, als ein effizienter Diesel.

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freddygrant 09.10.2019, 13:08
3. Es ist doch klar!

Die EVUs und Energiewirtschaft insgesamt strebt eine Periode
des Energiemangels bei dem Ausstieg aus der Kohle und der
gesamten Energiewende an. In diesem Chaos wären die alten,
fossilen Energieträger wieder oben auf und der Anstieg der
Energiekosten gesichert. Das Altmaier dieses Theater unter-
stützt ist medial längst und offensichtlich.

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candido 09.10.2019, 13:11
4. Ganz einfach

Wie vor Fukuschima bereits vereinbart, die Laufzeit der Kernkraftwerke verlängern. Das war damals Konsens. Vorteil 1: Verringerung der CO2 Emissionen. Vorteil 2: stabile Netze. Und wenn es wirklich so ist ,dass es 5 Minuten vor zwölf ist, ansonsten die Klimakatastrophe unabwendbar ist, endlich die notwendigen Stromtrassen von Nord nach Süd sofort in Angriff nehmen. Wenn dazu Enteignungen notwendig sind, dann eben enteignen.

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swerd 09.10.2019, 13:12
5. Da zeigt sich

mit welchen Qualitäten die direkten Mitarbeiter von Frau Merkel ausgestattet sind. Und da wundert man sich, warum grosse Teile der Bevölkerung mit dieser Regierung nicht mehr einverstanden sind und unser Land
immer mehr gespalten wird.

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geraldwinkeler 09.10.2019, 13:21
6. Herrn Altmaiers wahre Mission!

Viele verkennen immer noch die Mission von Herrn Altmaier: Die Energiewende verzögern, behindern und wenn es denn gar nicht anders geht, zumindest dafür sorgen, dass die großen Energieerzeuger, die überflüssig wie ein Kropf sind, prächtig daran verdienen. Auf diesem Weg hat er große Erfolge vorzuweisen: Deutsche Solarbranche kaputt, Windenergieerzeuger stark angeschlagen,
Süddeutschland noch immer weitgehend windradfrei, Zubau dezentraler und kleinteiliger alternativer Energien auf niederstem Niveau und große Konzerne, die sich am Netz und an Schrottkohlemeilern dumm und dusselig verdienen. Wenn überhaupt neue Windräder, dann im Meer, wo die großen Konzerne unter sich sind und gewaltige Stromtrassen gen Süddeutschland gebaut werden müssen, natürlich auch wieder von den großen Konzernen. Stromhöchstpreise und trotzdem noch jede Menge Co2 Emissionen aus der Stromproduktion. Und viele Bürger, die für hohe Preise nicht die Konzerne und die Politik von Herrn Altmaier, sondern pauschal die alternativen Energien verantwortlich machen. Läuft! Das kann, wenn es nach Herrn Altmaier geht, ruhig noch eine Zeit lang so weiter gehen. Wer wirklich die Energiewende will, der muss dem Wirken dieser Bundesregierung ein Ende setzen. Vielleicht ja schon die SPD-Basis im Dezember.

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wählerstimmehamburg 09.10.2019, 13:25
7. Altmeier

Diese Regierung hat die Grenzen von Anstand, Redlichkeit, Ehre und Verantwortungsbewusstsein schon lange überschritten. Wann versteht die Nation endlich, dass sie seit Kohl und Merkel nur noch Marionetten der Lobbyisten sind und wählt sie endlich ab.

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christian-h 09.10.2019, 13:35
8. Angabe

Zitat von jula75
Das lässt sich doch von uns Stromverbrauchern prima steuern: Wenn alle Privathaushalte und umweltbewusste Firmen auf echten Öko-Strom umstellen, dann wird den Betreibern der Kohlekraftwerke das Geld ausgehen.
Ich befürchte eher, das diese Privathaushalte und umweltbewusste Firmen sich dann darum streiten, wer Strom erhält und wer nicht.

Was ist denn "echter" Ökostrom? Strom aus Wasserkraft sicher. Strom aus Biomasseanlagen, kommt darauf an.
Strom aus PV/WK, könnte man so definieren.

Die Leistung aus "echten" Ökostromquellen schwankt nicht unerheblich, von daher ist die Menge limitiert.

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halbstark 09.10.2019, 13:42
9. Absurd

Wenn das größte Problem derzeit der hohe CO2-Ausstoß ist und das kleine Deutschland tatsächlich irgendeinen messbaren Einfluss auf das Welt(!)Klima hat, dann erscheint es wenig nachvollziehbar, warum aus der CO2-neutralen Kernernergie ausgestiegen wird und stattdessen Kohlekraftwerke laufen. Da der Zufallsstrom aus Sonne und Wind weder speicherbar noch grundlastfähig ist, wird er auch niemals den Kohlestrom ersetzen können. Erst recht nicht, wenn demnächst - wie politisch gewollt - 50 Millionen Elektroautos nachts, wenn die Sonne nicht scheint, an der Steckdose stehen. Zu viele nüchterne Fakten auf einmal? Zu viel Realtiätssinn meinerseits? Ich entschuldige mich schon im Voraus!

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