Forum: Wirtschaft
Brasiliens Rohstoff-Versteigerung: Schnäppchen für die Öl-Ausbeuter
AP/dpa

Brasilien will in die Weltspitze der Öl-Förderländer aufsteigen. Deshalb wurde die Versteigerung eines Riesen-Ölfelds sogar live im Fernsehen übertragen. Die Förderrechte gehen jetzt an ein Konsortium aus Europa, China und Brasilien - allerdings zu einem enttäuschenden Preis.

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robert.c.jesse 21.10.2013, 23:32
1. Hungrige Geister...

Was für Typen! Die "Liebe" haben Sie schon lange hinter sich gelassen. Jetzt nehmen sie Rache an der "Mutter Erde".

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joker22 21.10.2013, 23:38
2. da der mensch nur durch erfahrung lernt,

kann man zynischerweise nur hoffen, dass copacabana mit einer riesigen und stinkenden schweroelpampe bedeckt wird, damit alle, aber auch alle aufwachen. und ueber allen der cristo redendor mit ausgebreiteten armen: ich schuetze euch alle.
ich freu mich dann schon auf das juristische gerangel => man vergesse nicht die oelpest 2010; ja es ist chon drei jahre her. was ist eigentlich aus der meeresfauna und flora geworden? gibt es berichte?
ps: mit brasilianischen rechtsanwaelten und der dortigen justiz ist nicht zu spassen...das mussten auch schon zwei unschuldige usa-piloten zuerst feststellen.

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spon-facebook-1784944298 22.10.2013, 00:01
3. Mehr Informationen, weniger Fehler...

Statt subjektive und nicht wahreitsgemässe Meinungen zu äußern, sollte sich der Reporter mehr um die Inhalt seines (sehr fehlerhaften) Berricht konzentrieren. Anders als berrichtet, sollen die Investitionen 130 Milliarden Euro sein und nicht bloß 130 Millionen Euro. Milliarden mit Millionen zu verwechseln ist ein gravierender Fehlern in einer Wirtschaftreportage, die kein ernst zu nehmender Journalist sich leisten sollte. Darüber hinaus, macht der letzte satz nicht einmal gramatikalisch Sinn: "könnte der Traum von Tiefsee-Öl ALS platzen...".

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rhett66 22.10.2013, 00:27
4.

Zitat von sysop
Ob sich ihre Hoffnungen in den Schatz aus dem Meer erfüllen, hängt jedoch von Faktoren ab, die sie kaum beeinflussen kann:
3 Sätze zum Schluß, 3x gelacht! Als Laie darf ich das ja:

Zitat von sysop
Die USA werden voraussichtlich schon bald von Ölimporten unabhängig sein, sie setzen auf das umstrittene Fracking, die Gasgewinnung aus Schiefer.
Fracking ist nicht die Alternative zur klassischen Ölförderung, sondern die letzte Reserve. Das Öl ist fast zu Ende, aber die Natur hat noch einige Gesteine übrig, die man zur Energiegewinnung nehmen kann. Damit halten wir uns noch 30 Jahre länger über Wasser. Und bis dahin ist brasilianisches Öl aus dem Atlantik nicht so gefragt? *lol*
Zitat von sysop
In Europa verdrängen in den kommenden Jahrzehnten Elektroautos die Benzinmotoren, dort dürfte die Nachfrage nach Öl ebenfalls zurückgehen.
Davon träumen manche Leute zwar - warum auch immer - und vielleicht gibt es in 150 Jahren ja tatsächlich ein brauchbares Elektroauto. Wenn irgendwann mal ein Elektroenergie-Speicher entdeckt wird, der in Größe, Gewicht und Kapazität einem 60-Liter Tank mit Superbenzin gleichkommt. Bis dahin ... siehe oben.
Zitat von sysop
Wenn der Ölpreis dauerhaft fällt ...
Es gibt wohl kaum etwas, das man mit größerer Sicherheit ausschließen kann! Zitat von sysop
könnte der Traum vom Tiefsee-Öl als platzen: Die Förderung ist so teuer, dass sie sich nur bei hohen Preisen lohnt.
Das gilt umso mehr auch für's Fracking. Aber auch für viele der übrigen Fördergebiete, außerhalb des arabischen Raums. Schon heute kommt ein Großteil unseres Öls aus der Tiefsee oder aus Dauerfrostgebieten. Wenn endlich Grönland und Antarktika abgetaut sind, gibt's auch da vielleicht noch was. Und zu den Förderkosten in der Tiefsee nicht die Unfälle wie mit der Deepwater Horizon vergessen, die immer wieder mal passieren.

Also, für das brasilianische Projekt gibt es keinen Grund, pessimistisch zu sein.

Gruß Rhett

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antonhimbert 22.10.2013, 00:40
5. Naja

"In Europa verdrängen in den kommenden Jahrzehnten Elektroautos die Benzinmotoren" haha, guter Witz.

Kommt mir eher vor, als wäre jemand angepisst, weil die großen US-Amerikanischen Ölkonzerne nicht zum Zug gekommen sind. Die wußten nach der Obama-Spähaffäre, daß sie keine Chance haben.

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Otoshi 22.10.2013, 02:11
6. Riesen Vorkommen... Ach?

Dieses Oelfeld verlaengert die verfuegbaren Reserven um weniger als ein halbes Jahr. Taeglicher Verbrauch z.Zt. 90 Mio Barrel.....

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lce 22.10.2013, 03:01
7.

Zitat von sysop
In Europa verdrängen in den kommenden Jahrzehnten Elektroautos die Benzinmotoren, dort dürfte die Nachfrage nach Öl ebenfalls zurückgehen. Wenn der Ölpreis dauerhaft fällt, könnte der Traum vom Tiefsee-Öl als platzen: Die Förderung ist so teuer, dass sie sich nur bei hohen Preisen lohnt.
Was sind denn das für Spekulationen? Nicht, dass mir etwas an der Ausbeutung von Tiefsee-Öl liegen würde –*im Gegenteil – aber es kann doch wohl niemand ernsthaft einen dauerhaft fallenden Ölpreis prognostizieren. Solche Töne kommen nur aus den PR-Abteilungen der Ölkonzerne, die damit ein Festhalten an ihrem veralteten und schmutzigen "Produkt" propagieren. Und Fracking und Elektroautos (an denen wird's in absehbarer Zeit sowieso nicht liegen, auch nicht in Europa) hin oder her –*der Großteil der Welt wird an dem Zeug hängen, bis es nicht mehr geht. China ist noch längst nicht fertig mit der Motorisierung seiner Milliardenbevölkerung, von anderen Schwellenländern ganz zu schweigen.
Mir wär's absolut lieber, wenn wir eher früher als später da raus kämen. Aber mal angenommen, ich wäre ich Ölförderland oder -konzern: dann wären die mittelfristigen Preisaussichten das letzte, worüber ich mir Sorgen machen würde. Erst werden die Alternativen mit PR und Lobbyarbeit torpediert, dann werden die letzten Pfründe zwischen Konzernen, Förderland und Chinesen aufgeteilt (das Aufmacherfoto zum Artikel spricht Bände) und weiter kassiert. Die Verbraucher und die Umwelt weltweit haben das Nachsehen.

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fckwfrei 22.10.2013, 04:16
8. Investition

Die genannte Summe von 130 Millionen Euro für die Erschließung des Ölfelds sind meiner Meinung nach viel zu niedrig. Ich bin zwar kein Fachmann, aber eine Summe von mehreren Milliarden Euro erscheint mir realistischer.

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Stillner 22.10.2013, 05:43
9. Einseitig

Anders kann man diesen tendenziösen Artikel, der sich durch und durch die Interessen der privaten Ölindustrie zu eigen macht, nicht nennen. Das wirkliche Problem ist doch, dass private Ölförderer die Rohstoffe auf Kosten kommender Generationen und der Umwelt - siehe Golf von Mexiko - ausbeuten. Und dass ein staatlicher Konzern genutzt wird, um die Inflationsgefahr zu bannen, ist doch nur vernünftig. Allerdings wäre Brasilien wirklich zu wünschen, dass die möglichen Gewinne aus dem Ölfeld zur Verbesserung seiner Infrastruktur genutzt würden. Das setzt allerdings voraus, dass die Ölförderung in staatlicher Hand bleibt.

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