Forum: Wirtschaft
Brauchen wir eine neue Wirtschaftsordnung?

Die Wirtschaftskrise scheint überwunden, doch sie hat die Einstellung der Deutschen nachhaltig verändert: Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch - und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung. Brauchen wir hier eine grundsätzliche Neuorientierung?

Seite 1 von 418
Andreas J. 18.08.2010, 17:16
1. Nein

Zitat von sysop
Die Wirtschaftskrise scheint überwunden, doch sie hat die Einstellung der Deutschen nachhaltig verändert: Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch - und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung. Brauchen wir hier eine grundsätzliche Neuorientierung?
Nein, hier und da eine Korrektur des jetzigen Systems ist schon notwendig. Aber insgesamt ist der Kapitalismus jedem anderen bekannten System vorzuziehen.

Beitrag melden
Arthur Eld 18.08.2010, 17:25
2. Gerne!

...nur wie soll die aussehen? Der Kapitalismus funktioniert wenigstens einigermaßen, andere Wirtschaftsordnungen, die schon mal versucht wurden, haben meist kläglich versagt.

Man zeige mir, wohin die Reise gehen soll, und ich bin an Bord.

Beitrag melden
hint 18.08.2010, 17:26
3. Ja!

Wir brauchen einen neuen Lehrplan in den Wirtschaftswissenschaften und ein deutliches Stoppschild für alle sogenannten Experten, welche die pure Wirtschafts- und Arbeitgeberinteressen in Talkshows regelrecht propagieren, ohne dass darauf hingewiesen wird.

Wir brauchen eine Entzauberung der gesamten PR-Maschinerie der Arbeitgeber und eine überfällige Rasur der neoliberalen Auswüchse in der Medienlandschaft.

Wir brauchen echten Journalismus, der auf sachlich fitte Expertise zurückgreift, anstatt auf zweifelhafte Zukunftsprognosen. Einen Journalismus, der sich nicht einlullen lässt, sondern der nachrechnet.

Beitrag melden
Glossolalia 18.08.2010, 17:27
4.

Wir brauchen schlicht keine -ismen mehr... ein einseitig auf shareholder value und Finanzmärkte fixierter Kapitalismus ist kein Motor, sondern der Totengräber der Marktwirtschaft. Warum wohl steht Deutschland relativ gut in der Krise da? Weil wir eben nicht so sehr wie andere auf die hohlen neoliberalen Heilsversprechen gehört haben.

Beitrag melden
kro 18.08.2010, 17:28
5. Re

sehr amüsant, der Deutsche will also eine bessere gesundheitliche Versorgung, aber hält Wirtschaftswachstum für nicht so wichtig. Was denkt der Deutsche denn bitte, ist Wirtschaftswachstum ? Eben gerade technischer Fortschritt, der sich insbesondere in der medizinischen Versorgung niederschlägt. Wenn die Menschen nicht verstehen, was Wirtschaftswachstum ist und für ihr persönliches Leben bedeutet, schätzt er es natürlich auch nicht. Ich bin mir sehr sicher, 99% der Deutschen wissen den technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte zu schätzen, verbinden diesen eben nur nicht sofort mit Wirtschaftswachstum, weil ihnen das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge fehlt.

Beitrag melden
interessant?? 18.08.2010, 17:31
6. Kapitalismus?

Soweit ich mich erinnere haben wir in D keinen Kapitalismus, sondern die SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT. - Demnach brauchen wir keine andere Wirtschaftsordnung, sondern müssen uns nur entsprechend der unseren besinnen. Das würde eben bedeuten, dass wir unsere Wirtschaftsordnung auch wirklich sozial gestalten, was eben nicht Kapitalismus bedeutet. - Schade, dass man da nicht unterscheidet...

Beitrag melden
Quagmyre 18.08.2010, 17:32
7. Neue Wirtschaftsordnung

Zitat von sysop
Die Wirtschaftskrise scheint überwunden, doch sie hat die Einstellung der Deutschen nachhaltig verändert: Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch - und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung. Brauchen wir hier eine grundsätzliche Neuorientierung?
Ob wir eine gänzlich neue Ordnung brauchen wage ich zu bezweifeln.

Allerdings ist der Kapitalismus mittlerweile entartet. Wir brauchen wieder eine "soziale Marktwirtschaft", die Unter- und Mittelschicht nicht mehr systematisch von den Gewinnen der Unternehmen abkoppelt und das Konzept "Privatisierung der Gewinne - Sozialisierung der Verluste" ächtet.

Beitrag melden
orion4713 18.08.2010, 17:32
8. .

Zitat von sysop
Die Wirtschaftskrise scheint überwunden, doch sie hat die Einstellung der Deutschen nachhaltig verändert: Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch - und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung. Brauchen wir hier eine grundsätzliche Neuorientierung?
Wir brauchen nur eine Rückbesinnung auf die bewährte Soziale Marktwirtschaft, die eine weitestgehend faire Verteilung des Einkommens nach dem Krieg ermöglichte.

Beitrag melden
Medienkritiker 18.08.2010, 17:41
9. "Der Fleissige Deutsche"

das ist ja sehr lobenswert:) nun füllen die urdeutschen Werte also wieder die zeitweise aus den Augen verlorenen Werte aus...Schuldenabbau anstelle Aktiendeal, soziale Wellness anstelle Ellbogengesellschaft - ich lach mich schlapp! Die Rattenfänger haben ein vielgestaltiges Antlitz, dazu gehören auch die "Heilsbringer" aus der Naturschutz-Sekte.

Beitrag melden
Seite 1 von 418
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!