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Braunkohle-Tagebau Garzweiler : Bagger schlägt Heimat
DPA

Seit 20 Jahren kämpft der Polizist Stephan Pütz um den Erhalt seines Dorfes. Nun ist der Rheinländer vor dem Bundesverfassungsgericht endgültig gescheitert: Schwerer als das Recht auf Heimat wiegt demnach die Energieversorgung.

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karl-felix 18.12.2013, 10:46
100. Sie

Zitat von WilliStock
Ein gerechtes Urteil. Nun können all die Menschen, denen an einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung liegt, aufatmen. All die Grünschwätzer, die meinen mit dem Ausstieg aus der Kernkraft auch gleich auf die Kohle verzichten zu können, sollten sich vielleicht mal auf agora-energiewende.de die tolle Stromerzeugung aus Wind und Sonnen von November und Dezember anschauen. 60 - 80 GW Strom kommen nicht aus der Steckdose...
lösen das Problem nicht. Momentan wird der letzte Tagebau ausgebeutet, in 10-30 Jahren wird in Deutschland kein Strom mehr aus Braunkohle erzeugt. Klüger ist es, sich rechtzeitig darauf einzustellen und die Schäden möglichst gering zu halten.
RWE wird es wirtschaftlich nicht überleben, gleichzeitig alle Atommeiler und Braunkohletagebaue zu schliessen, Rekultivierungskosten , Ewigkeitsschäden, Rückbaukosten und Atommüllentsorgung der abgeschalteten Altmeiler ohne eine einzige kWh verkaufbaren Strom zu begleichen.

Jeder Tag, den wir länger auf nuklear-fossile Energieversorgung setzen, verschärft dieses Problem und somit hat das Gericht RWE mit diesem Phyrrus-Urteil einen Bärendienst erwiesen. Noch ein paar solcher Urteile und RWE ist verloren. Einzig die Aktionäre, die können aufatmen, denen fliessen aktuell ein paar Milliarden mehr zu, unsere Nachkommen können das wieder begleichen, da die wahren Kosten ja erst anfallen, wenn die Kohlemeiler geschlossen sind. Die Rückbau-,Ewigkeits- und Endlagerungskosten türmen sich zu gigantischen Summen.

Wie Sie richtig sagen, da ist noch viel zu tun, bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien. Das bisschen in Wind - und Sonne wie bisher reicht da noch lange nicht.

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karl-felix 18.12.2013, 10:54
101. Das

Zitat von bammy
Braunkohle wird mehr gebraucht denn je. Wir müssen uns schon für etwas entscheiden. Wenn wir AKW abschalten, müssen wir deren Leistung auch ersetzen.
ist schon längst geschehen. Wir haben momentan mit über 25% EE Anteil mehr erneuerbaren Strom im Netz, als jemals Atomstrom im Netz war.
Es geht jetzt nur darum, die Kohlemeiler sukzessive abzuschalten.
Vermutlich werden die Braunkohlemeiler die letzten sein, die vom Netz gehen. Erst gehen die ImportsteinKKW vom Netz. Das Problem wird die Wettbewerbsfähigkeit der GuD Kraftwerke sein, die haben es auf unserem recht eigenartig organisierten Energiemarkt schwer.
Aber es gibt nichts, was ein AKW oder KKW kann, was ein GuD-Kraftwerk nicht auch kann. Es liegt also nur an unserem teilweise absurden
Energiesystem.

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gegenrede 18.12.2013, 10:56
102. Lobbyismus/Politik/Macht/Einfluss

Zitat von burghard42
Sie schon wieder,gegenrede. Rösler hat mit dem Öko Ablaßhandel CO2 ,für Sie: Zertifikatehandel, nichts zu tun. Rösler hat den Handel damit weder eingeführt noch behindert. Der Zertifikatehandel wird von Brüssel gesteuert...... Ihnen schon x mal vorgehalten. Ich bin kein FDP Wähler
D ist das mächtigste Land in der EU, Rösler hat seinen starken Einfluss in Brüssel geltend gemacht, das sind die auch Ihnen bekannten Fakten...

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platin-iridium 18.12.2013, 11:01
103.

Zitat von bammy
Windkraft wurde schon in Antike genutzt.
Zur Stromerzeugung? Gab es damals schon Glühlampen oder Elektromotoren?

Zitat von bammy
Wenn wir AKW abschalten, müssen wir deren Leistung auch ersetzen.
U.a. durch regenerative Energieerzeugung und effizientere Nutzung - Minderung des Energieverbrauchs.

Geschieht doch alles schon seit mehr als 30 Jahren.

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karl-felix 18.12.2013, 11:02
104. So

Zitat von bammy
Windkraft wurde schon in Antike genutzt.
ist es. Und so wird solange es Menschen auf diesem Planeten gibt, dieser auch die Windkraft weiter nutzen. Die Anlagen und Systeme werden halt nur immer effizienter. Und der Wind hat halt einige Vorteile: umweltfreundlich, unendlich, sauber, überall verfügbar, kostenlos.

Das wissen die Menschen halt, die brauchen den Wind wie die Luft zum atmen. Auch in der Antike nutzten die schon die Luft.

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burghard42 18.12.2013, 11:21
105. Ach ja ?

Zitat von karl-felix
Problem sehe ich nicht. Spätestens in 30 Jahren ist die Braunkohle zu Ende, vermutlich eher in 10 Jahren. Das ist halt Stromerzeugung aus der Vorsteinzeit. ................ Die wissen, dass die Zeit dieses Problem in 10 Jahren von alleine löst. So etwas wird es in Deutschland in Zukunft nicht mehr geben. Der letzte Tagebau in der Geschichte der Deutschen wird z.Zt. abgebaggert:
Mit der Bemerkung von Ihnen : "Der letzte Tagebau in der Geschichte der Deutschen wird z.Zt. abgebaggert:
www.radio101.de/otzenrath"
entspricht wohl kaum der deutschen Realität,es sei denn.....
Sie klammern auch noch Sachsen, Brandenburg und......
aus dem "deutschen Bestand" aus und da liegen noch für viele Jahrzehnte
Braunkohle rum ,die Ihre Urenkel und deren "deutsche" Freunde
bei entsprechendem Bedarf abbauen können.

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knieselstein 18.12.2013, 11:47
106. Wo Sie recht haben, haben Sie recht

Zitat von mundusvultdecipi
..wenn Sie es nicht wahr haben wollen.Kein zertifizierter Öko Strom Anbieter kauft Dreck-oder Atom Strom ein.Natürlich bekommt der Kunde "Steckdosen" Strom geliefert.Aber sein Entgelt für den Strom geht nicht an die Dreck Strom Erzeuger E.on,RWE,Corleone&Banditen....!
die zertifizierten Öko Strom Anbieter Schönau , Lichtblick, Corleone & Banditen (Ihr Vosachlag, nur plagiiert ;-) kauft Wasserstrom in Norwegen und die Norweger kaufen Atomstrom, funktioniert prima, sogar ohne Leitungen, genau wie Geldwäsche ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Renewab...ificate_System

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WilliStock 18.12.2013, 11:53
107. Ach, Karl-Felix,

Zitat von karl-felix
ist schon längst geschehen. Wir haben momentan mit über 25% EE Anteil mehr erneuerbaren Strom im Netz, als jemals Atomstrom im Netz war. Es geht jetzt nur darum, die Kohlemeiler sukzessive abzuschalten. Vermutlich werden die Braunkohlemeiler die letzten sein, die vom Netz gehen. Erst gehen die ImportsteinKKW vom Netz. Das Problem wird die Wettbewerbsfähigkeit der GuD Kraftwerke sein, die haben es auf unserem recht eigenartig organisierten Energiemarkt schwer. Aber es gibt nichts, was ein AKW oder KKW kann, was ein GuD-Kraftwerk nicht auch kann. Es liegt also nur an unserem teilweise absurden Energiesystem.
2012 haben Kernkraftwerke 100 TWh Strom erzeugt, Wind und Sonne als einzig dimensionell ausbaubare EE 77 TWh. Die sollen aber bis 2022 die Kernkraft ersetzen, was sie wg. wetterabhängigkeit nicht können. Schauen Sie sich mal auf agora-energiewende.de die EE-Stromerzeugung an, von Wind und Sonne war da trotz mehr als 70 GW installierter leistung wenig zu sehen. Da wird nach wie vor ein 2. komplett konventionelles Versorgungsnetz gebraucht, ihre GUD's reichen da nur ansatzweise. Aber Sie machen das schon, man muss ja nur mal eben ......

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tomislav77 18.12.2013, 12:32
108. Merkwürdig...

Zitat von WilliStock
Das ist ja fürchterlich, RWE will mit Stromerzeugung Geld verdienen? Sofort verbieten, genauso wie die ganze Öl- und Chemie- und KFZ-Industrie, die Rohstoffe unter fürchterlichen Umweltbelastungen fördern und verarbeiten. Die Produkte erzeugen ja noch viel mehr böses Co2! Ist das das Gemeinwohl, das sie meinen? Mal im Ernst, Braunkohle hat 2012 159 TWh Strom erzeugt, Wind und Sonne als einzig dimensionell ausbaubare EE 77 TWh. Wind und PV müssen aber bis 2022 auch die 100 TWh Strom aus Kernkraft ersetzen, was wohl ohne ausreichende Unterstüzung der Konventionellen nicht geht. Wie wollen Sie denn den Ausstieg aus der Braunkohle schaffen? Mit "man müsste oder könnte" ist noch nie eine kWh Strom erzeugt worden.
... Sie scheinen sich ja mit mehreren Namen hier breitmachen zu wollen.

Zudem: Repetita non placent! Denn es wird Ihr Argument mit der wiederholten Unterstellung nicht besser, die Energieversorgung sei beeinträchtigt. Die gleichen Argumente kamen ebenfalls von den Betreibern und ihrer Lobby nach dem geplanten Abschalten der AKW im Rahmen des Fukushima-Unglückes. Damals versuchte man, das Bild eines bundesweiten Stromausfalls und den Zusammenbruch der Enegieversorgung zu zeichnen und die Bevölkerung abzuschrecken.

Das Thema Sicherung der Energieversorgung wird hier auch nicht diskutiert, so gerne Sie sich auch auf dieses für Sie vermeintlich sichere Gebiet begeben wollen. Hier geht es um die Wertung des Grundrechtes auf Eigentum und Heimat gegenüber der Rechte auf Bodenordnung oder Bodennutzung.

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burghard42 18.12.2013, 12:37
109. 2. Versuch

Zitat von msdelphin
Tatsache bleibt: Sie können faktisch keine Gegenargumente liefern. Und kommen sie jetzt nicht mit diesen pseudowissenschaftlichen Seiten von KE Research oder Eike, deren Ergebnisse nicht anseitsweise einer näheren Betrachtung standhalten. Außerdem vermute ich nicht und glaube auch nicht, sondern ich weis es. Mathematik, Logik und Naturwissenschaften haben den grossen Vorteil, dass sie sich nicht den Willen des Menschen beugen und schon gar nicht wirtschaftlichen Interessen. Braunkohle ist ein Auslaufmodell. Kernenergie spielt allenfalls in besonderen Umgebungen eine Rolle: Raumfahrt, U-Boote, ??? Und wer dennoch meint daran festhalten zu müssen, der geht verloren: Kodak hat die digitale Fotografie ignoriert => Ist heute pleite. Nokia hat den Smartphone-Markt verschlafen => Ist fast pleite. RWE hat den regenerativen Energieausbau behindert => Kämpft jetzt um seine Zukunft.
welche Gegenargumente sollte ich bringen ?
Ich finde EE gut......muß halt nur richtig (werden Sie hoffentlich auf Ihrer Schule beigebracht bekommen haben) umgesetzt werden
bei Beachtung der Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit
für den ordinären Strombezieher ,die stromverbrauchende Industrie
usw.
Und:
langfristig gesehen ist so manche Sache ein Auslaufmodell,
unstrittig
Die Starkstromtechnik (110/220/400 kV) ganz sicher nicht in den nächsten 100 Jahren plus/minus
Ihr kleiner Haushalt mit Smartphone, Computer usw. kommt ganz sicher mit Gleichstrom 6 Volt plus/minus aus.....fragen Sie Roller.....
und schaffen Sie sich eine PV-E Anlage dafür an ......

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