Forum: Wirtschaft
Bremer Schuldendesaster: "Wir sind auf den Knochen angelangt"

Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.

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h_grabowski 25.07.2011, 15:58
1. ...

Was dem Einen Recht ist, ist dem Anderen billig...Griechenland macht es doch vor.
Wieso sollten wir ein externes Land vor dem finanziellen Ruin retten, schaffen es aber nicht bei einem eigenen Bundesland?
Und wieso sollte überhaupt noch irgend jemand in diesem Land sparen??? Es wird einem doch überall vorgelebt, dass man alles mit weiteren Schulden finanzieren kann. Und irgendwann geht man in die Insolvenz und/oder wird gerettet.

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vegefranz 25.07.2011, 16:02
2. sprücheklopfer

ein wirklich übler Sprücheklopfer. keine Hohlphrase, die der nicht beherrscht.

Vornehm verschwiegen allerdings die exorbitanten Sozialhilfekosten

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FTAASO 25.07.2011, 16:05
3. -

Aus Bremer Sicht: Länderfinanzausgleich abschaffen, dafür Einkommensteuer am Ort des Arbeitgebers bzw. bei Selbstständigen am Ort des Firmensitzes.

Mal bewusst polemisch formuliert: Ich sehe nicht ein, mit meinen Steuern weit über dem Schnitt (sowohl was die Gesamtsumme als auch was Grundsteuer, Gewerbesteuer-Hebesatz angeht) zu liegen und Schulen, Polizei und sogar Feuerwehr kaputtsparen zu lassen, während 5km weiter der niedersächsische Speckgürtel goldene Bürgersteige von den Steuereinnahmen der Pendler und der IKEA-Baumarkt-Shopping-Mall-Center baut.

Aber unter Herrn Böhrnsen wurden ja auch Haupt-Einfallstraßen für die Tagesrouten der Pendler in die Innenstadt optimiert, derentwegen man als Stadtbewohner auf dem Weg in andere Stadtteile nun Umwege fahren darf.

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enrico3000 25.07.2011, 16:07
4. Lustig die Aussage, hat nichts mit der Regierung zu tun.

SPD Politik, sparen mit falschen Zielen und hohe Kriminalität. Das ist der Grund für die Schuldenlast. Die Bremer wollen es aber nicht anders wie die wahlen gezeigt haben. Jeder bekommt die Politik, die er verdient.

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kuros 25.07.2011, 16:13
5. Wie man

in einem Interview NICHTS sagt und alles im Vagen läßt, kann man hier lernen! Ist das wirklich demokratisch? Anstatt er einfach sagt, was Sache ist, eiert der Bürgermeister herum. Ich glaube, das ist es, was vielen auf den Wecker geht. Die Politiker lassen die Bürger bewußt im Unklaren, damit sie es vor der Wahlurne dann leichter haben, mit Emotionalisierung Stimmen zu fangen.

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deppvomdienst 25.07.2011, 16:14
6. "Stadtstaat" - geht gar nicht

Zitat von sysop
Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.
Im Prinzip müsste man zum Vergleich z.B. die Schulden Bremens mit denen von München PLUS des pro Kopf-Anteils der bayrischen Schulden pro Bürger heranziehen - in den Stadtstaaten kulminieren eben die Landes- mit den Kommunalschulden. Ich glaube, nur Düsseldorf wäre eine Ausnahme, ansonsten haben alle größeren Städte das gleiche Problem. Anscheinend liegt ein Konstruktionsfehler des Föderalismus vor, der in der Tat nur grundgesetzlich behoben werden kann, nicht nur durch rein fiskalpolitische Betrachtungen. Als "Land" wäre Bremen vielleicht noch über Wasser zu halten, als Stadt eben nicht mehr. Genau wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, ... Daran sieht man auch, dass es nicht um die Parteipolitik geht. Ab einer gewissen Größenordnung scheinen Städt nicht mehr in der Lage zu sein sich finanzieren zu können, weil die Metropole auch Aufgaben aus dem Umland übernimmt, ohne diese zur Finanzierung heranziehen zu können.

Hierüber sollten sich Haushaltspolitiker einmal Gedanken machen und die Stellschrauben unseres Föderalismus neu justieren. In der heutigen Aufstellung kann das Modell Stadtstaat anscheinend nicht (mehr?) funktionieren.

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hansausberlin 25.07.2011, 16:22
7. Länder abschaffen

Vielleicht sollte man alle Bundesländer abschaffen. Dann würden auch Entscheidungen schneller und einheitlicher umgesetzt werden können. Zumindest sollte man Länder, die nicht wirtschaften können (insbes. Bremen und Berlin) mit anderen Ländern fusionieren (Niedersachsen , Brandenburg). Das spart Kosten.

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ekel-alfred 25.07.2011, 16:23
8. Bremen

Zitat von sysop
Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.

Wir sind schon auf den Knochen?

Na, dann warten Sie mal ab Herr Böhrnsen, wenn Ihnen die gesamten Pensionlasten Ihres aufgeblähten Beamtenapparates des Mini Bundeslandes Bremen auf die Füße fällt.

Das Problem haben wir in NRW übrigens auch......

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iron mace 25.07.2011, 16:24
9. Weg damit, ........

Logischer weise darf man die Stadtsaaten nicht fragen wenn man die Bundesländer zusammenlegen will.
Alle Stadtstaaten sind de facto Pleite, und nur noch durch den Länderfinanzausgleich noch nicht aufgelöst.

Berlin nach Brandenburg, Bremen nach Niedersachsen, Hamburg nach Schleswig-Holstein.

Da kann es nicht nach dem "wollen" gehen.

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