Forum: Wirtschaft
Bremer Schuldendesaster: "Wir sind auf den Knochen angelangt"

Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.

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Fritz the Cat 25.07.2011, 16:26
10.

Das ist wieder mal witzig: "Wir erwarten nicht, dass man uns die Schulden vollständig abnimmt. Aber die derzeitige Höhe macht es illusionär, dass wir sie allein abbauen."

Also hat man sich jahrzehntelang bis über die Hutkrampe verschuldet und dann, wenn die Rechnung kommt, sollen die anderen bitteschön die Rechnung übernehmen, oder wie das im Neusprech heisst "solidarisch zeigen". Es kotzt mich langsam an: Ob Berlin, Saarland, Bremen oder Griechenland, es läuft immer nach der gleichen Masche: Es wird geprasst, dann sehenden Auges überschuldet, dann folgt der Offenbarungseid und als finaler Akt dann die Forderung an die seriös Wirtschaften, die Rechnung zu zahlen, "weil man es ja jetzt nicht mehr allein schafft".
Frechheit siegt nennt man das wohl.

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linksdummer 25.07.2011, 16:32
11. Komisch

Bremen lebt frisch und frech von dem Geld anderer und brüstet sich mit seinen sozialen Wohltaten, die sich die Geberländer selbst nicht leisten können. Die Bevölkerung dankt es und wählt die Schuldenmacher.
Mit Bremen haben wir Griechenland im eigenen land.
Man sollte die Bremer ihre Suppe selbst auslöffeln lassen, die sie sich eingebrockt haben.
Gein Geld für Schulden-rot-grün!!

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Ottokar 25.07.2011, 16:34
12. Zeitweise Bremer

Na und? Deutschland verschenkt Unsummen an Länder die es uns nicht einmal danken werden bzw. immer mehr fordern und das seit vielen Jahren.
Da wird doch wohl noch ne Mark fufzig für Bremen drin sein.
Ansonsten steigen wir aus dem Bund aus, machen unsere Häfen dicht und dann sehn wer mal. Damit es dann Nachhaltig wird streiken wir wie die Griechen.

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Hardliner 1 25.07.2011, 16:35
13. Griechenland an der Weser

Zitat von sysop
Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.
Soso, die Sozis sind an der Misere nicht schuldig. Dann frage ich mich, wer die Entscheidungen in der Wirtschafts- und Strukturpolitik in den letzten 50 Jahren getroffen hat. Und ich wundere mich weshalb die Bremer immer nur die Sozis wählen. Ist man in de Pleitestadt besonders großzügig, wenn es um soziale Wohltaten für die typische SPD-Klientel geht?Böhrnsen hat es sich, wie seine Vorgänger, gut engerichtet, mit dem Geld der Südländer. Griechenland ist überall, auch an der Weser.

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KnowHow 25.07.2011, 16:37
14. Bremen hat den höchsten Schuldenstand

Bremen

Schwächen: Mit 26.987 Euro Schulden je Einwohner hat Bremen den höchsten
Schuldenstand aller Bundesländer. Und auch mit dem Defizit von 1.871 Euro je
Einwohner stellt Bremen den Verschuldungsrekord aller Länder auf. Bremen
hat mit 2.079 Euro je Einwohner die höchsten Personalausgaben aller Länder.
Bis heute ist die Schuldenbremse noch nicht in der Landesverfassung
verankert. Bremen erhält Konsolidierungshilfen.

Rechnet man die Schulden des Bundes pro Bundesbürger also auch für Bremer hinzu so ergeben sich für Bremer Bürger weit höhere Schulden als für Griechische Bürger.

Bevor hier alles sozialistisch regierten Länder Europas (Griechenland,etc.) grosszügig gerettet werden
sollen die Sozis, die seit menschengedenken in Bremen regieren mal vor Ihrer eigenen Türe kehren.

Das gleiche gilt für das SPD-Rot regierte Berlin:

Schwächen: Der Schuldenstand in Berlin ist mit 17.536 Euro je Einwohner der zweithöchste aller Bundesländer (Durchschnitt 7.276 Euro). In Folge dessen sind auch die Zinsausgaben mit 639 Euro je Einwohner die zweithöchsten. Die Investitionsquote ist mit 8,6 Prozent die niedrigste aller Länder (Durchschnitt 12,4 Prozent). Bis heute ist die Schuldenbremse noch nicht in der Landesverfassung verankert. Berlin erhält Konsolidierungshilfen.

Diese zwei SPD-regierten Länder müssen als erstes
SANIERT WERDEN, die SPD IST DA GEFORDERT !!

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Olaf 25.07.2011, 16:43
15. .

Zitat von FTAASO
Aus Bremer Sicht: Länderfinanzausgleich abschaffen, dafür Einkommensteuer am Ort des Arbeitgebers bzw. bei Selbstständigen am Ort des Firmensitzes. Mal bewusst polemisch formuliert: Ich sehe nicht ein, mit meinen Steuern weit über dem Schnitt (sowohl was die Gesamtsumme als auch was Grundsteuer, Gewerbesteuer-Hebesatz angeht) zu liegen und Schulen, Polizei und sogar Feuerwehr kaputtsparen zu lassen, während 5km weiter der niedersächsische Speckgürtel goldene Bürgersteige von den Steuereinnahmen der Pendler und der IKEA-Baumarkt-Shopping-Mall-Center baut. Aber unter Herrn Böhrnsen wurden ja auch Haupt-Einfallstraßen für die Tagesrouten der Pendler in die Innenstadt optimiert, derentwegen man als Stadtbewohner auf dem Weg in andere Stadtteile nun Umwege fahren darf.
Eine gerne benutztes, aber falsches Argument. Die Gewerbesteuer fällt am Standort der Firma an, die Lohnsteuern der Arbeiter und Angestellten am Wohnort.

Denn von irgend etwas müssen die Wohnortgemeinden ja ihre Schulen, Kindergärten und Straßen(ja, auch die bauen welche) finanzieren. Und diese Kosten entstehen da, wo die Menschen wohnen. Diese Aufteilung macht also Sinn.

Bremen ist unfähig mit den Einnahmen auszukommen, das ist alles. Man leistet sich immer noch den höchsten Pro-Kopf Satz in der Sozialhilfe in Deutschland, marode Werften wurden wider besseres Wissen mit Milliarden subventioniert. Das alles führt zum Kollaps.

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Herr Hold 25.07.2011, 16:44
16. Norddeutsche Griechen

Zitat von enrico3000
SPD Politik, sparen mit falschen Zielen und hohe Kriminalität. Das ist der Grund für die Schuldenlast. Die Bremer wollen es aber nicht anders wie die wahlen gezeigt haben. Jeder bekommt die Politik, die er verdient.
Ja, wenn man den Faden aufnimmt, kommen doch jetzt als Nächstes auch Beiträge wie:

"da das System aus Inkompetenz, Filz, Korruption, Gewerkschaftseinfluss, mangelnde korrekte Verwaltung, Anarchie sich selbst helfen muss um zu lernen, innerhalb ihrer Moeglichkeiten zu leben."

"Die Milliarden der Steuerzahler, sind wie Oel ins Feuer, um dieses korrupte unfaehige System weiter operieren zu lassen, Geldhahn zudrehen waere die einzige Kur, um diesen Sumpf trockenzulegen."
"Aber Milliarden für ein Land bereit zu stellen, dass Jahrzehnte von Korruption und Misswirtschaft geprägt ist, dafür haben wir plötzlich jede Menge Steuergeld übrig."

So die Argumentation zur Hilfe für Griechenland...

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Fritz the Cat 25.07.2011, 16:47
17.

Zitat von deppvomdienst
Als "Land" wäre Bremen vielleicht noch über Wasser zu halten, als Stadt eben nicht mehr. Genau wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, ... Daran sieht man auch, dass es nicht um die Parteipolitik geht. Ab einer gewissen Größenordnung scheinen Städt nicht mehr in der Lage zu sein sich finanzieren zu können, weil die Metropole auch Aufgaben aus dem Umland übernimmt, ohne diese zur Finanzierung heranziehen zu können.
Seltsam, Hamburg kann das recht gut. Ist sogar Geberland beim Länderfinanzausgleich. Scheint also nicht ein reines Problem der Städte zu sein. Kann das sein, dass sie es sich bei ihrer Analyse ein wenig zu einfach machen?
Es liegt wohl eher daran, dass in den meisten Kommunen - und dazu zählt auch Bremen in seiner Funktion als Stadtstaat - schlichtweg das einfachste kaufmännische Prinzip über Jahre hinweg ignoriert haben: Nämlich nicht mehr auszugeben als man einnimmt. Hätte man das nicht beharrlich gemacht, wäre man nicht in dieser Situation. Und genbau deswegen hab ich auch kein Mitleid mit den "armen Sündern".

P.S: Lebe selbst in einer dieser bis über die Ohren verschuldeten Großstädte.

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smartinus 25.07.2011, 16:48
18. Korrektur

Zitat von Olaf
Bremen ist unfähig mit den Einnahmen auszukommen, das ist alles. Man leistet sich immer noch den höchsten Pro-Kopf Satz in der Sozialhilfe in Deutschland
Die Sozialhilfe-Leistungen werden bundesgesetzlich im SGB festgelegt, Bremen kann da an den Sätzen nichts regeln.

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Carla 25.07.2011, 16:49
19. ***

Wenn man endlich mal ernst machen würde mit dem Bürokratieabbau, dann könnte man auch den Öffentlichen Dienst wesentlich verkleinern, ohne dass es dabei zu Leistungsausfällen käme. Darüber hinaus würde es die Unternehmen stärken, weil sie sich dann wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können anstelle jeden Tag stapelweise Formulare auszufüllen. Das gleiche gilt für den Pflegebereich und die Kosten im Gesundheitswesen.

Aber da fast alle Politiker aus Verwaltungsberufen kommen und Formulare und Vorschriften so dermaßen sexy finden, dass sie nicht genug davon haben können, sehe ich für den Bürokratieabbau schwarz.

Die völlig überkandidelte Bürokratie für Firmen und im Gesundheitssektor ist für Deutschland eine mindestens ebenso große Gefahr wie Griechenland. Das kommt noch mal zum ganz großen GAU, wenn Unternehmen und Gesundheitswesen vor lauter Bürokratieaufwand endgültig handlungsunfähig geworden sind. Ist ja jetzt schon so, dass wir von anderen Ländern in bestimmten Branchen abgehängt werden - nicht weil die besser wären, sondern weil sie aufgrund der geringeren Bürokratie zeiteffizienter und damit preisgünstiger anbieten können.

Ein Land kann sich eine dermaßen üppige Verschleuderung von Zeit und Ressourcen einfach nicht mehr leisten.

Ich erwarte, dass auf dem Sektor endlich GEHANDELT und nicht nur GELABERT wird.

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