Forum: Wirtschaft
Bremer Schuldendesaster: "Wir sind auf den Knochen angelangt"

Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.

Seite 7 von 40
smartinus 25.07.2011, 17:58
60. Traurig

Zitat von maikalex
Die beiden am höchsten verschuldeten Städte Bremen und Berlin leisten sich seit Jahren mehrere arabische Familienclans mit jeweils rund 1000 Mitgliedern. Die leben von Sozialtransfers und dunklen Geschäften. Wenn man rechnet, dass jedes Familienmitglied rund 10.000 Euro pro Jahr kostet, Bargeld, Wohnung, Schulen, Krankenversorgung, Infrastruktur, dann kann Bremen durchaus etwas tun. Es fällt auf, dass sich diese Clans gerne in SPD-regierten Großstädten breit machen.
Mal wieder erstaunlich und zutiefst beschämend zugleich, wie von manchen Foristen nahezu jedes Thema mit plumpen und mehr oder minder latent fremdenfeindlich wirkenden Äußerungen anreichern (besser: verarmen). Traurig!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bleifuß 25.07.2011, 18:00
61. ...

Die Miris verdienen doch laut Stern 50 Millionen durch illegale Geschäfte, die könnte man ja als weitere Einnahmequelle anzapfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
garfield 25.07.2011, 18:00
62. Immer noch kein Titel

Zitat von sysop
Sein Land hält einen traurigen Schuldenrekord, nun muss er ein hartes Sparprogramm durchsetzen: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen spricht im Interview über Parallelen zu Griechenland und die Ursachen für den Schuldenberg.
Soso, Herr Böhrnsen, Sie haben sich also auch für die Schuldenbremse eingesetzt. Wunderbar! Wie fühlt es sich denn an als sPD-MP, wenn man seinen Bürgern gegenüber sagen muss: "Sorry, für die Reparatur der Schule hätten wir ohne Schuldenbremse einen Kredit aufnehmen können, denn diese Investition lohnt sich ausnahmsweise wirklich, aber mir habet jetz' Schuldenbremse, also jibbet's kein dichtes Dach für die Schule. Stellt halt 'ne Schüssel drunter."?
Es wird bestimmt lustig, mit anzusehen, wie sich Bremen "gesund" spart und eventuelles Tafelsilber verscherbelt und privatisiert. Griechenland macht ja gerade "erfolgreich" vor, wie man sich so an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht.

Vielleicht denken Sie mal über Ihre eigenen 2 folgenden Sätze ganz in Ruhe nach: "Bremen ist eigentlich ein reiches Land, bei den Einkommensmillionären gehören wir zur Spitze. Dennoch sind die öffentlichen Kassen leer."
Nicht wahr, Sie glauben tatsächlich, Sie hätten ein AUSGABENproblem. Aber setzen Sie ruhig weiter auf "bürgerliches Ethos" statt auf mehr Steuerfahnder. Im Abgeben und Einhalten freiwilliger Verpflichtungen waren die Bürgerlichen schon immer besonders klasse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
crazillo 25.07.2011, 18:02
63. Finanzprobleme von Städten/Stadtstaaten

Zitat von deppvomdienst
Im Prinzip müsste man zum Vergleich z.B. die Schulden Bremens mit denen von München PLUS des pro Kopf-Anteils der bayrischen Schulden pro Bürger heranziehen - in den Stadtstaaten kulminieren eben die Landes- mit den Kommunalschulden. Ich glaube, nur Düsseldorf wäre eine Ausnahme, ansonsten haben alle größeren Städte das gleiche Problem. Anscheinend liegt ein Konstruktionsfehler des Föderalismus vor, der in der Tat nur grundgesetzlich behoben werden kann, nicht nur durch rein fiskalpolitische Betrachtungen. Als "Land" wäre Bremen vielleicht noch über Wasser zu halten, als Stadt eben nicht mehr. Genau wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, ... Daran sieht man auch, dass es nicht um die Parteipolitik geht. Ab einer gewissen Größenordnung scheinen Städt nicht mehr in der Lage zu sein sich finanzieren zu können, weil die Metropole auch Aufgaben aus dem Umland übernimmt, ohne diese zur Finanzierung heranziehen zu können. Hierüber sollten sich Haushaltspolitiker einmal Gedanken machen und die Stellschrauben unseres Föderalismus neu justieren. In der heutigen Aufstellung kann das Modell Stadtstaat anscheinend nicht (mehr?) funktionieren.
Die Zuwendungen an eine Stadt durch das Land wird durch die Einwohnerzahl bestimmt. Wahrscheinlich darf man hier nicht linear vorgehen, sondern müsste solche Aspekte berücksichtigen, aka "Oberzentrumsfunktion" usw. Ich bin nicht sicher, inwiefern das so ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tächs 25.07.2011, 18:05
64. Ein wenig genauer nachdenken

Zitat von VorwaertsImmer
Nach München, Frankfurt, Stuttgart pendelt also niemand zum arbeiten - und zahlt seine Einkommenststeuer im Vorort, dort wo er wohnt. Das ist also der Grund warum Bremen pleite ist! Ach so ja, der Vorort muss ja auch keine Kindergärten, Schulen etc finanzieren. nd strukturellen Wandel musste auch keiner ausserhalb von Bremen gestallten, z.B. weg vom Agrarstaat oder einer DDR Wirtschaft zu einer modernen Gesellschaft.... (heul) Es liegt nun wirklich nicht an der Bremer Regierung! Schön das sich die Wähler immer so einlullen lassen: (W. Churchill)
Die Bremer Verschwender will ich zwar nicht in Schutz nehmen, aber die Einpendler nach München, Stuttgart und Frankfurt zahlen außerhalb der Städte ihre Steuern immer noch im Bundesland zu denen diese Städte gehören. Anders in Bremen, die Pendler kommen meist aus einem anderen Bundesland (Niedersachsen) so dass Bremen von den Steuern der Pendler nichts hat. Das haben Sie mit Ihrem Beitrag offensichtlich nicht bedacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pom_muc 25.07.2011, 18:07
65. .

Zitat von ekel-alfred
Wir sind schon auf den Knochen? Na, dann warten Sie mal ab Herr Böhrnsen, wenn Ihnen die gesamten Pensionlasten Ihres aufgeblähten Beamtenapparates des Mini Bundeslandes Bremen auf die Füße fällt. Das Problem haben wir in NRW übrigens auch......
In Hamburg spricht man davon dass bald 25% des Landeshaushalts für Pensionszahlungen verwendet werden müssen. Man wundert sich fast dass noch Geld für arbeitende Beamte vorhanden ist.
http://altersvorsorge-rente.t-online...43965664/index

Da kommen ausländische Schuldenkrisen gerade rechtzeitig um "Bankenkrisen" als Horrorszenarien und "Bankster" als Sündenböcke aufzubauen.

Denn die SPD-Politik der 70er in der jeder Arbeitslose verbeamtet und deren Pensionskosten 40 Jahre bis in die heutige Zeit verlagert wurden beginnen jetzt langsam zu greifen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Versorgungsr%C3%BCcklage

In Berlin gibt es übrigens gerade eine Neuauflage mit den Bestrebungen "bevorzugt" Migranten einzustellen.
Als zugereister Migrant keine Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt? Macht nichts, dann wird man eben Beamter unter einer politisch "fortschrittlichen" Partei wie der SPD oder der Linken.
Wieviel Millionen hat Berlin wohl bis heute in seinen Landesversorgungsrücklagenfonds eingezahlt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smartinus 25.07.2011, 18:08
66. Ausländer sind mal wieder Schuld...?

Zitat von küss_di_hand
Stimmt, abe die Verwaltung aknn sich generös bei der Anerkennung von Sachverhalten zeigen, oder generell wenig Druck ausüben (siehe Miri-Familie). Und das tat Bremen, va. bei Ausländern, deshalb die höchste Pro-Kopf-Sozialhilfe.
So ein Quatsch, die Ausgaben für Soziahilfe sind zu über 50% Ausgaben für Behinderte. Ich wäre außerdem ganz dankbar, wenn nicht andauernd mit fremdenfeindlichen Äußerungen "argumentiert" würde, die weder inhaltlich richtig sind noch irgendwie angemessen. Wenn jemand z.B. behindert ist und Wiedereingliederungshilfe braucht, dann ist es bezüglich der Bedürftigkeit und ergo der Zahlungen vollkommen unerheblich, ob er ursprünglich aus Deutschland stammt oder Migrant ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fc-herrenturnverein 25.07.2011, 18:08
67. Weniger Lenkung = maximale Ersparnis

Zitat von meslier
Da fällt mir gerade ein, dass Brandenburg finanziell zwar besser als Berlin aber auch nicht besonders gut dasteht. Kann man Berlin nicht den Bayern andrehen?
Prinzipiell keine schlechte Idee, aber halt auch nur, wenn wir Berlin mitsamt der Regierungsenturage dann direkt an Polen abschieben dürften!



Alles grotesk!

Wir müssen die Lenkungsebenen verflachen und nur damit gewinnen wir Handlungsfähigkeit und finanzielle Spielräume:

Aktuell haben wir:
Gemeinde/Stadt
Landkreis
Land
Bund
EU
Pseudovolks-Parteien
DAX-Konzerne
Finanzmärkte/Banken

Man müsste hier mindestens 7 Ebenen raushauen, dann wird das effizient. Sucht sie Euch aus :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taiga 25.07.2011, 18:11
68. hhhh

Zitat von meslier
Da fällt mir gerade ein, dass Brandenburg finanziell zwar besser als Berlin aber auch nicht besonders gut dasteht. Kann man Berlin nicht den Bayern andrehen?
Na prima, als Restmüllverwerter wären wir Bayern gerade gut genug. Aber – Pech gehabt, liebe Pleite-Hauptstädter und Insolvenz-Fischköppe, wir führen zur Zeit diesbezügliche Gespräche mit Österreich und der Schweiz, wir wollen uns doch nicht etwa verschlechtern :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Foul Breitner 25.07.2011, 18:11
69. Die Bremer

Zitat von Fritz the Cat
Das ist wieder mal witzig: "Wir erwarten nicht, dass man uns die Schulden vollständig abnimmt. Aber die derzeitige Höhe macht es illusionär, dass wir sie allein abbauen." Also hat man sich jahrzehntelang bis über die Hutkrampe verschuldet und dann, wenn die Rechnung kommt, sollen die anderen bitteschön die Rechnung übernehmen, oder wie das im Neusprech heisst "solidarisch zeigen". Es kotzt mich langsam an: Ob Berlin, Saarland, Bremen oder Griechenland, es läuft immer nach der gleichen Masche: Es wird geprasst, dann sehenden Auges überschuldet, dann folgt der Offenbarungseid und als finaler Akt dann die Forderung an die seriös Wirtschaften, die Rechnung zu zahlen, "weil man es ja jetzt nicht mehr allein schafft". Frechheit siegt nennt man das wohl.
Schuldenlast umgerechnet auf ein 2000 Einwohnerdörfchen ( wo der Einkommenssteueranteil zu 99 % zurückfließt und wo der größte Arbeitgeber der Edeka - Markt ist ) läge bei insgesamt ~60 Millionen. Der Gesamtetat für alles bei Dörfern dieser Ordnung dürfte bei nicht mal 3 Mio. liegen. Daran kann man erkennen, daß die Bremer Lage forciert wurde und nicht auf unglückliche Umstände zurück zu führen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 40