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Brexit: Airbus-Chef wirft May Ahnungslosigkeit vor
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Der Airbus-Konzern warnt die britische Regierung vor den Folgen eines harten Brexits und trifft für den Fall schon die nötigen Vorkehrungen. 110.000 Jobs hängen an der britischen Zuliefererkette.

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stadtmusikant123 06.07.2018, 15:15
10. ja wir lieben alle die Panik

Zitat von die-metapha
Ja, liebe BREXITeers. Die Einschläge kommen näher und in immer kürzeren Abständen. Aber das ist ja alles kein Problem. Wie schrieb erst kürzlich einer dieser BREXIT Verfechter hier in einem seiner Forenbeiträge - man muss ja nicht auf jeden "Pups" der Micro-Ökonomie reagieren....
Wenn ich nicht irre, haben Sie ja auch schon bei der Meldung , dass die Banken aus London abziehen, die Verelendung Uk vorausgesagt.

Nun, die ersten Banken fangen tatsächlich damit an. Wieviele waren es noch mal? Ein paar Dutzend Stellen. Solche Peanuts kann man ja nicht mal hochrechnnen.

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stadtmusikant123 06.07.2018, 15:21
11. xxx

Zitat von spon_2999637
Glücklicherweise ist in 2-3 Monaten diese Diskussion halbwegs beendet. Denn wenn bis Oktober dem EU-Parlament kein Entwurf zum Abkommen vorliegt, reicht die Zeit für Diskussion und Abstimmung nicht mehr, um das rechtzeitig bis zum Termin X unter Dach und Fach zu bekommen. Also - die Zeit läuft.... (schon lange, aber nicht mehr lange).
Dann gäbe es noch die Möglichkeit, Einstimmigkeit vorausgesetzt, dass die Verhandlungsfrist verlängert wird.

Allerdings glaube ich nicht daran, dass May das politisch überstehen würde, und an Einstimmigkeit in der EU glaube ich schon seit 30 Jahren nicht mehr.

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aurichter 06.07.2018, 15:29
12. Ich bin mir

absolut nicht sicher, ob die Menschen in UK bzw in England, Wales vorzugsweise wirklich wussten, auf was sie sich damit einlassen. Ich persönlich gönne den Menschen dort nichts schlechtes, warum auch, die Mehrheit sind ebenso abhängig Beschäftigte wie hier auf dem Kontinent auch, aber ich befürchte, es wird noch sehr bitter werden. Etliche Unternehmen, zumeist im Industriesektor in ausländischer Hand, zeigen jetzt unmißverständlich auf, welche Konsequenzen da jeder Einzelne direkt und indirekt zu tragen hat, wenn das Szenario sich bewahrheitet. Aber es ist auch bezeichnend, dass diese Menschen erst jetzt wirklich realisieren, was diese Politi-Elite ihnen da eingebrockt hat. Was macht eigentlich ein David Cameron so? Was die anderen Lautsprecher machen ist ja kein Geheimnis, weiter gegen die EU wettern und dennoch ab kassieren in London oder auch in Brüssel, davon reicht es dann noch ohne Scham!

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Pickle_Rick 06.07.2018, 15:29
13.

Tja das sind jetzt die Momente in denen die Realität den Brexitträumern und Populistenfans mit dem nackten A*sch ins Gesicht springt. Am Rednerpult kann man die gerne mal ausblenden aber es rächt sich eben, wenn man nicht rechtzeitig zur Besinnung kommt. Knapp 52 Prozent stimmen für Brexit und ein erheblicher Teil weil er, man kann es nicht anders sagen, denkfaul und uninformiert ist. Die Statistiken der Suchmaschinen sprechen eindeutig dafür.
Der Rest des Landes darf das jetzt mit ausbaden. Man kann sich kaum vorstellen wie verantwortungslos die Brexiteers mit einem ganzen Land umspringen. Wäre da nicht Donald Trump, der die Grenzen der vorstellbaren Idiotie in politischen Spitzenpositionen massiv ausgedehnt hat.
Ich befürchte, wenn die Brexitgegner nicht jetzt noch massiv protestieren, endet das wirklich im Su·per-GAU.

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willibaldus 06.07.2018, 15:33
14.

Ich hoffe, die Verhandlungen leisten mehr, als man zu hören bekommt. Kein Abkommen bis Oktober und es wird ganz schlimm - vor allem für UK.
Ja, Just in Time muss nicht sein, Lagerhaltung geht auch. Wenn just in time aus Lettland günstiger ist, als Lagerhaltung für Teile aus UK, dann ist der Zulieferer aus dem UK tot.

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nisse1970 06.07.2018, 15:38
15.

Ich freue mich schon auf die Antwort des Brexiters darauf. Sicherlich irgendwas wie „Britannia rule the waves.. not the skies“.

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Andreas P. 06.07.2018, 15:40
16. Die Firmen, welche jetzt mit Abzug drohen....

....warten doch nur auf erhebliche Zugeständnisse der britischen Regierung, um nach dem Brexit auch einen "Standortvorteil" in UK zu haben. Klar hängt UK am Tropf des globalen Marktes. Allein die großen Automobilhersteller sind fest in ausländischer Hand: JLR ist indisch, Mini und RR deutsch, Vauxhall französisch und Bentley deutsch. Die können ohne große Probleme die Produktion verlagern, da die wesentlichen Märkte ohnehin ausserhalb von UK sind. Aber, wie gesagt, erst mal Panik machen und dann die Benefits einstreichen. Ich bin übrigens KEIN Verfechter des Brexit. Das ist der größte Nonsens und unter dem Strich werden die Auswirkungen für UK deutlich negativ sein.

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derBob 06.07.2018, 15:57
17. Aha

Zitat von stadtmusikant123
Und ich kann die Stelle nicht finden in der "in Stein gemeißelt " steht, dass die Lagerhaltung auf der Straße stattfinden muss.
Wieder jemand, der nicht in der Lage ist komplexe Netzwerk mental zu erfassen.
Wer nur zweidimensional denken kann meint natürlich, bei Just-in-Time läge das Lager auf der Strasse. Dass der Lieferant auch entsprechend fertigt und seine Lieferanten und deren Lieferanten ebenso, blendet man gerne aus.

Es ist diese naive Puppenstuben-Weltsicht, der den Briten das Brexit-Chaos beschert hat.

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stadtmusikant123 06.07.2018, 16:04
18. xxx

Zitat von willibaldus
Ich hoffe, die Verhandlungen leisten mehr, als man zu hören bekommt. Kein Abkommen bis Oktober und es wird ganz schlimm - vor allem für UK. Ja, Just in Time muss nicht sein, Lagerhaltung geht auch. Wenn just in time aus Lettland günstiger ist, als Lagerhaltung für Teile aus UK, dann ist der Zulieferer aus dem UK tot.
Ich fürchte beim Punkt "Just in time" werden sie Recht haben, dabei hatte ich doch tatsächlich gehofft, dass es im Flugzeugbau auf "Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit " ankommt.

Aber vielleicht schließt das eine das andere nicht aus.

Trotzdem würde ich das Verwerfen von jahrzehntelanger Zuverlässigkeit als noch größeren Fehler ansehen als den Brexit.

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stadtmusikant123 06.07.2018, 16:14
19. xxx

Zitat von derBob
Wieder jemand, der nicht in der Lage ist komplexe Netzwerk mental zu erfassen. Wer nur zweidimensional denken kann meint natürlich, bei Just-in-Time läge das Lager auf der Strasse. Dass der Lieferant auch entsprechend fertigt und seine Lieferanten und deren Lieferanten ebenso, blendet man gerne aus. Es ist diese naive Puppenstuben-Weltsicht, der den Briten das Brexit-Chaos beschert hat.
Der Sinn von "Just in time" liegt nicht darin, dass die Ware noch ein paar Mal "angefasst" werden muss.

Jedes Mal "Anfassen" kostet in der gesamten Logistikkette "ein Vermögen".

So, nun dürfen Sie das noch mal komplex überarbeiten.

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