Forum: Wirtschaft
Brexit-Angst: Ausland hat Investitionen in britische Autoindustrie "praktisch gestopp
DPA/BMW AG

Der bevorstehende Brexit stürzt die britische Autobranche in eine schwere Krise. Die Produktion sinkt, Investitionen aus dem Ausland gehen dramatisch zurück. Ein Industrievertreter spricht von "Furcht".

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Andraax 31.07.2019, 14:54
40.

Zitat von Mentor 54
Obwohl ich den Brexit bedauere und für einen Fehler halte, stört mich dieser atemlose Alarmismus in der Berichterstattung darüber. Frühestens in 5 Jahren kann man ein erstes Resümee ziehen, was er wem gebracht und gekostet hat. Und da Prognosen bekanntlich schwierig sind - insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen - enthalte ich mich auch solcher.
Nur, dass der Artikel kein Resümee zieht oder Prognosen stellt, sondern ausschließlich aktuelle Vorgänge darstellt. Ist eine Zustandbeschreibung Alarmismus?

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BurpyUk 31.07.2019, 14:55
41. Was für ein Trauerspiel - what a mess ...

Am Ende löffelt, wie auch sonst, der kleine Mann in England die Suppe aus, ob er für oder gegen Brexit gestimmt hat. Die lackierte eloquente Elite aus Oxford Cambridge in den dunklen Anzügen, hat ja ihre ererbten, erschlichenen oder ehrlich erarbeiteten Gelder im Trockenen in USA oder auf dem Kontinent. UK im Abschwung jeglichen profitablen wirtschaftlichen Handelns. Da hilft auch kein Despot wie Trump als Rettungsanker dünner Strohhalm, der jeden Tag 'ne neue Sau durchs Dorf treibt oder Leute unflätig persönlich beleidigt. Wo kommt nur der maligne Virus her, der global Länderfürsten wie Trump, Erdogan, Putin oder Rocket Man epidemisch erfasste und hat erstarken lassen. Oder wird diese Welt schon von Aliens in den Abgrund gesteuert?

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jogola 31.07.2019, 14:57
42. Das ist keine Krise

Zitat von ctrader62
Ich möchte den Brexit ohne Deal nicht verharmlosen. Aber man möge bitte bedenken, dass auch z.B. Daimler und seine Zulieferbetriebe in Deutschland massive Probleme haben und zahlreiche Kommunen mit Daimlerwerken längst strikte Haushaltssperren haben (u.a. Wörth, Gaggenau, Rastatt). Und das nicht in einer Krise, sondern in bester Hochkonjunktur mit überquellenden Steuereinnahmen. Die Börse in London geht nicht von größeren Verwerfungen aus, der Aktienindex FTSE100 bewegt sich ähnlich wie Aktien auf dem Kontinent (schon in Dollar umgerechnet, nicht im etwas schwächer gewordenen Pfund).
da werden nur Kapazitäten frei gemacht, für Sachen, die nicht mehr im UK erledigt werden können.

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BöwaM 31.07.2019, 14:58
43. In D?

Zitat von claus7447
BMW hat sehr flexible Produktions-Anlagen. Zudem da die 1-er und 2-er Reihe auch auf Frontantrieb umgestellt ist - sollte es nur einen überschaubaren Aufwand bedeuten die EU-Versionen in D zu bauen. Dann kann man ja noch den Rest - alles dann Rechts-Lenker in UK für Südafrika etc. bauen. Ob unser freund rumpel das auch bevorzugt?
Wohl kaum. Hier wird doch diese Schlüsseltechnologie auf Teufel komm raus von "Aktivisten" bekämpft. Und Linksgrün klatscht Beifall. Nö, da gibt es freundlichere Länder zum investieren.

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jogola 31.07.2019, 14:59
44. Und nächstes Jahr:

Zitat von RedOrc
Und so einen Aufwand nur für den britischen Markt?
Welcher Markt ?

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123rumpel123 31.07.2019, 14:59
45. flaue Nachfrage in der EU

Die Produktion in GB sank um 15 %, da der Autoexport in den EU - Raum um 21% sank.

https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/brexit-folgen-auto-produktion-im-freien-fall/


Da 80 % der britischen Produktion in den EU-Export gehen, ist wohl nicht nachvollziehbar, dass der Produktionsrückgang auf den Brexit zurückzuführen ist.
Und da die Lieferketten noch reibungslos funktionieren, ist es wohl definitiv nicht der Brexit.

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olafbachmann 31.07.2019, 15:01
46. @w.diverso 13@49

Um der Referenz willen, die zitierte gute Nachricht kam nicht von Alexander Boris de Peffel Johnson sondern von Jacob Rich Snob, dem anderen Kaempfer fuer den einfachen Mann und Held im Kampf gegen die Elite (welche auch immer).

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jogola 31.07.2019, 15:02
47. Es ist kein Problem, dass das UK keine Autoindustrie mehr

Zitat von frankcrx
In GB bekommen sie, ab dem ersten Monat, für 6 Monate 360 Euro Arbeitslosengeld, egal wie viel sie vorher verdient haben. Was passiert also wenn die Wirtschaft einknickt?
haben wird, kann sich sowieso niemand mehr leisten.

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123rumpel123 31.07.2019, 15:03
48. xxx

Zitat von RedOrc
Warum sollten sie statt - Zölle hin, Zölle her - die Fahrzeuge in der EU zu bauen und in UK zu importieren? Wird natürlich teurerer für die britischen Kunden. Aber: es ist ja nicht mit dem Werk, wo das Fahrzeug zusammengebaut wird, getan - sämtliche Teile von Zulieferern - müssten dann auch in UK gebaut werden, weil diese sonst nämlich ebenfalls den Importzöllen unterliegen. Und so einen Aufwand nur für den britischen Markt?
Spätestens wenn sich das teurere EU-Autoangebot mit dem preiswerteren US-Angebot , ohne Zollbelastung, auf dem britischen Markt trifft oder wird der Markt entscheiden und die Produzenten werden sich anpassen.

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willibaldus 31.07.2019, 15:04
49.

Zitat von schwaebischehausfrau
Sollte es zu Zöllen zwischen der EU und GB kommen, dann haben die Auto-Hersteller aber ganz sicher auch schon Pläne in der Schublade, Werke in GB zu errichten, um hohe Einfuhrzölle zu verhindern. Denn die Zahl der Autos, die von EU-Staaten nach GB exportiert werden ist sicher drastisch kleiner als die Zahl der Autos, die von GB in andere EU-Staaten investiert werden. So wie die Drohung von Strafzöllen von Trump gegenüber deutschen Autobauern ja bisher auch nicht dazu geführt hat, dass die ihre Werke in den USA schliessen werden. Im Gegenteil.
Autos sind einer der grössten Exportprodukte der Briten. Nur für den kleinen britischen Markt lohnt sich eine eigene Produktion dort vermutlich nicht. Dazu gehört ja auch eine ausreichende Peripherie an Zulieferern und ich fürchte, dafür wird es an Masse fehlen, wenn JIT und der barrierefreie Handel wegfallen. Wenn die ersten Autofirmen fort sind, wird der Sektor wahrscheinlich sterben. Bis auf ein paar Luxus Dinger wie Morgan, Bentley etc. Da kauft man eh das Image und ein paar tausend Euronen mehr ist da egal.

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