Forum: Wirtschaft
Brexit-Angst: Ausland hat Investitionen in britische Autoindustrie "praktisch gestopp
DPA/BMW AG

Der bevorstehende Brexit stürzt die britische Autobranche in eine schwere Krise. Die Produktion sinkt, Investitionen aus dem Ausland gehen dramatisch zurück. Ein Industrievertreter spricht von "Furcht".

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123rumpel123 31.07.2019, 15:21
70. xxx

Zitat von RedOrc
Wie das? Wenn nach WTO-Handel, dann gilt der Zollsatz für alle Länder (inklusive EU). Und ein Freihandelsabkommen auszuhandeln dauert Jahre eher Jahrzehnte, zumal UK überhaupt keine Erfahrung damit hat - weil in den letzten Jahrzehnten das alles an die EU outgesourced wurde. Last but not least: Welche US-Werke bauen Autos mit Rechtslenker?
Gehen Sie einfach davon aus , dass Freihandelsabkommen auch schneller geschlossen werden können, wie im Beispiel GB-Schweiz.

Ist immer ein Unterschied ob 27 Köche oder nur 2 beteiligt sind.

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heinrichzwahlen 31.07.2019, 15:22
71. Brauchen die ja nicht..

Britania macht doch Geld aus der Luft mit ihrer Zocker Finanzinduatry.

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Ragnar the Bold 31.07.2019, 15:24
72.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Wohl oder Wehe eines Landes von der Autoindustrie und ihrer Performance abhängig gemacht wird. Oder ist das die deutsche Sicht?

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g.schnu 31.07.2019, 15:26
73. ...verhungern müßen sie ja nicht!

gut daß sie noch ihre vom rinderwahnsinn genesenen kühe und schafe haben.
müßen halt nur durchhalten bis 2015.
is nich mehr so arg weit, daumen hoch engländer, ihr schaft das!

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123rumpel123 31.07.2019, 15:27
74. xxx

Zitat von Ex-Saudi-Expat
Man kann den Mini auch in den Niederlanden bauen, egal ob UK oder EU Version.
Macht es noch Sinn, den Verbrenner zu verlagern?

https://www.chip.de/news/London-Taxi-elektrisch-black-cap_129200854.html

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Mentor 54 31.07.2019, 15:28
75.

Zitat von Andraax
Nur, dass der Artikel kein Resümee zieht oder Prognosen stellt, sondern ausschließlich aktuelle Vorgänge darstellt. Ist eine Zustandbeschreibung Alarmismus?
Zitat: "Die Zahlen von heute sind das Resultat einer weltweiten Instabilität verstärkt durch die anhaltende Furcht vor einem Brexit ohne Abkommen", sagte SMMT-Chef Mike Hawes.

Beantwortet das Ihre Frage?

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realist4 31.07.2019, 15:29
76. Die haben sich sicher vorbereitet

Zitat von willibaldus
Nicht überraschend, aber sehr deutlich. Ob die Zulieferer auch schon gewechselt werden, weg von der Insel auf den Kontinent? Ich wette, die Firmen haben sich schon ihre Alternativen in die Schublade gelegt.
Die großen Automobilzulieferer wie z. B. Bosch, Conti, ZF, Denso ... haben Fertigungsstätten auf der ganzen Welt, die Kfz-Hersteller müssen nicht den Lieferanten wechseln, sondern nur den Bezugsort. Natürlich ist auch das nicht ganz einfach, denn die Kapazitäten sind nicht frei verfügbar, dennoch ist es viel einfacher als Lieferantenwechsel.

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schwaebischehausfrau 31.07.2019, 15:29
77. @Willibaldus: Unbedeutend?

Zitat von willibaldus
MAnche bauen aber auch schon Werke in Mexiko, um den Weltmarkt von dort aus zu bedienen, anstatt von den USA. Nur sind die USA immer noch ein sehr grosser und interessanter Markt. Vom UK kann man das nicht unbedingt behaupten.
Großbritannien ist das Land, mit dem Deutschland den zweitgrößten Export-Überschuß überhaupt realisiert mit 45 Mrd. Euro, gleich nach den USA mit 48,9 Mrd. Euro und deutlich vor Frankreich.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/aussenhandel-export-usa-wichtigster-absatzmarkt-handelspartner-china

Und dass Deutschland immer so kräftig buckelt gegenüber den Chinesen, ist primär der Lobby der deutschen Autohersteller zu verdanken. Denn unsere Handelsbilanz mit China ist absolut defizitär. Chinesische Unternehmen exportieren seit vielen Jahren viel mehr Produkte (wertmässig) als umgekehrt deutsche Unternehmen nach China. In 2018 betrug das deutsche Handelsdefizit mit China über 13 Mrd. Euro.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73860/umfrage/deutschland-import--exporthandel-mit-china-seit-2006/

Insofern sollte Deutschland eigentlich Druck ausüben können auf China und jedenfalls nicht umgekehrt.

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Profdoc1 31.07.2019, 15:30
78. @#6, cyberpommez

Aha, von Unternehmen und Wirtschaft und Führung derselben sind Sie offensichtlich nie belastet gewesen, nehme ich an.
Ein Erklärungsversuch: Ein Unternehmen, dass nicht durchgängig investiert, ist schnell vom Markt verschwunden, weil es im Wettbewerb nicht mehr mithalten kann. Warum? Es gehört zu den Binsenweisheiten, dass produzierende Unternehmen sowohl ihre Produktionsverfahren, -prozesse, -materialien und Effektivität optimieren müssen, um genügend Profit abzuwerfen. Und das geht i.d.R. nur dadurch, dass investiert wird. Wer Geld verdienen will, muss investieren. Bleiben wir beim Beispiel Auto: Würden sie heute ein Auto (oder was auch immer) kaufen, dass auf einem Produktionsstand eines VW Käfers oder Opel Kadett wäre, mit einem Verbrauch von 13 Litern bei 60 PS?? Genau, und deshalb investieren Unternehmen. Damit sie Produkte weiter verkaufen können.
Oder möchte Sie ausrufen: "Rettet die Faustkeilindustrie!"?

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willibaldus 31.07.2019, 15:32
79.

Zitat von 123rumpel123
Die Produktion in GB sank um 15 %, da der Autoexport in den EU - Raum um 21% sank. https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/brexit-folgen-auto-produktion-im-freien-fall/ Da 80 % der britischen Produktion in den EU-Export gehen, ist wohl nicht nachvollziehbar, dass der Produktionsrückgang auf den Brexit zurückzuführen ist. Und da die Lieferketten noch reibungslos funktionieren, ist es wohl definitiv nicht der Brexit.
Wieso? Die Firmen lassen weniger Autos im UK bauen, dafür mehr in ihren Werken auf dem Kontinent, auch wenn es etwas teurer ist. Man bereitet sich auf die Verlagerung vor, bzw fängt schon damit an. Die Nachfrage auf dem Kontinent ist nicht, wie Sie vielleicht annehmen, um 20% eingebrochen.

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