Forum: Wirtschaft
Brexit-Angst der britischen Wirtschaft: "Die dümmste Idee seit 100 Jahren"
AP

Das politische Hin und Her in Großbritannien hinterlässt Spuren in der Wirtschaft. Das Konsumklima auf der Insel fällt, auch Irland fürchtet Wachstumseinbußen. Der Ryanair-Chef attackiert die Brexiteers scharf.

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bommipit 30.01.2019, 05:54
20. Die ........

Wirtschaft wird schon dafür sorgen das es keinen harten Brexit gibt. Allein schon die täglichen Horror Meldungen klopfen entweder die Briten oder die EU weich sodass die Briten doch ihre Rosinen bekommen. 2 Jahre war jetzt Zeit etwas zu verhandeln. Jetzt kurz vor Schluss bekommen alle Panik. Entweder war das ein geschickter Schachzug der Britischen Regierung um ihre Rosinen zu bekommen weil sie ja wissen das die EU Angst hat einen zu großen wirtschaftlichen Schaden zu befürchten haben. Oder die britische Wirtschaft sagt den Untergang voraus um der Bevölkerung Angst zu machen damit es ein zweites Referendum gibt. Egal was jetzt kommt,harter oder weicher Brexit,die Wirtschaft oder die Regierung muss sich auf alles einstellen. Zeit war genug.
Hoffe nur eines,das die EU sich nicht auf faule Kompromisse einlässt nur weil bald Wahl ist. Denn dann ist die EU am Ende und andere Länder in der EU wollen auch Rosinen.

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v.papschke 30.01.2019, 07:27
21. Wie es auch immer ausgehen mag

es wäre eine gute Gelegenheit, die ganzen Sonderregelungen und Extrawürste in der EU für GB abzuschaffen, weil diese seit Jahren Unfrieden hervorrufen.

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dasmagazin2017 30.01.2019, 07:43
22. Dümmste Idee seit hundert Jahren

Da kann man O Leary nur Recht geben, exakt so ist es. Und es ist eine große Frechheit, was sich die Briten da herausnehmen: sie schaffen Unsicherheit für ganz Europa und wollen diese jetzt sogar noch auf unbestimmte Zeit weiter aufrecht erhalten, statt einfach mal die Eier zu haben, für die eigene Entscheidung die Konsequenzen zu tragen und mit nem lauten Knall endlich aus der EU zu verschwinden. Die europäischen Staaten haben doch wohl was wichtigeres zu tun, als ihre Zeit mit dieser Mistidee der Briten zu verschwenden, die nicht einmal wissen, was sie eigentlich wollen!!

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Armutsrentner2032 30.01.2019, 07:49
23. Wem es trifft...

...ist das entscheidene!
Ich selber habe mich schon lange damit abgefunden, das GB aus der EU austritt, ich finde das diese Entscheidung ein gutes beispiel von gelebter Demokratie ist.
Zitat: Das politische Hin und Her in Großbritannien hinterlässt Spuren in der Wirtschaft.
Es war des Volkes Wille, aus der EU auszutreten...die mehrheit hat dafür gestimmt, aus diesem unhaltbarem Konstrukt welche rein den Globalisten“ und Spekulanten (und auch nur sie profitierten davon) noch länger dazuzugehören!
Viele Engländer wollen kein Mitglied in einem europäischen Superstaat sein, das ist für sie (und mich) nur ein Synonym von Schuldenunion und Verlust der Souveränität ist.
Aber so etwas will die eigentliche Macht in Europa selbstverständlich nicht hören, und betreiben mit hilfe der Medien Panikmache.
Welche Institution auf der Welt hat keinen Plan, wenn es nicht nach Plan läuft?
Ende März ist schluss damit, aber was danach kommt, wird hoffentlich der Wirtschaftsaufschwung in GB sein, und dass es den Menschen dort viel besser geht....aber das wäre ja dann auch wieder Panikmache!

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Lektorat Berlin 30.01.2019, 08:38
24. Die Briten

Zitat von Johann Dumont
Die Briten sind jedenfalls bei der nächsten Euro Rettung nicht dabei. Auch die Zukunft des Euro, die durch unterschiedliche Produktivität in Europa nur mit einem differenzierten Eurosystem mit zwei Wertungen zu lösen ist - kann den Briten egal sein. Seit über 20 Jahren wird in der Londoner City mehr Geld generiert als durch die gesamt weitere Volkswirtschaft. Das wird in Zukunft ähnlich funktionieren - durch lockere Gesetze holt London ein Stück vom Kuchen aus der Schweiz und Singapure zurück nach Great Britan. Im Übrigen sind die Briten einfach härter im Nehmen, auch im Wegnehmen.
haben den Euro gar nicht und waren somit auch nicht an seiner "Rettung" beteiligt.

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isi-dor 30.01.2019, 08:58
25.

Ganz so sehe ich es nicht: aus meiner Sicht würde ein zweites Referendum, das letztlich die einzige legitime Möglichkeit darstellt, weil dann das Volk entscheidet, keineswegs noch mehr politische Probleme in UK generieren. Viel mehr politische Probleme als jetzt, geht nämlich faktisch gar nicht.
Eine Einheit gibt es nur dann noch irgendwie, wenn sich alle Briten, also wirklich ALLE hinter dem Ergebnis eines EHRLICHEN Referendums versammeln. Alles andere führt letztlich ins totale Chaos auf Jahre hinaus.

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Lektorat Berlin 30.01.2019, 09:00
26. zumal

Zitat von mkalus
... und es ist stark zu bezweifeln warum jemand in ein Land investieren will das sich gerade selber von der Welt abschneidet
potentielle Investoren jetzt durch die von BMW auf der Insel in den Sand gesetzten Abermillionen solide gewarnt wurden...
Das Risiko einer Investition in einem Land, das von einem derartigen politischen Hühnerhaufen regiert wird - und dann auch noch gepaart mit Ausländerfeindlichkeit den (ausländischen) Arbeitnehmern gegenûber - tut sich kein Investor an und schon gleich überhaupt nicht, wenn dieses Land noch nicht einmal EU-Mitglied ist. Da kann man das Geld gleich in die Tonne hauen und erspart sich wenigstens den ganzen Ärger rundum. Nee, die Briten haben sich, um es mal ganz behutsam zu formulieren, als nicht vertrauenswûrdige und zudem sehr, sehr schwierige "Partner" erwiesen. Auf solche "Partner" kann man auch in Blütezeiten bestens verzichten - und wir leben derzeit mitten im Sturm. Mögen sie auf ihre eigenen Investoren setzen; aus dem Ausland werden ihnen sicher keine mehr "die Kontrolle wegnehmen".

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nmare 30.01.2019, 09:02
27.

Zitat von bommipit
Jetzt kurz vor Schluss bekommen alle Panik. Entweder war das ein geschickter Schachzug der Britischen Regierung um ihre Rosinen zu bekommen weil sie ja wissen das die EU Angst hat einen zu großen wirtschaftlichen Schaden zu befürchten haben.
Sie unterschaetzen die Unfaehigkeit der Tories. Es gibt keinen grossen Plan hinter diesem Chaos. Die wollen nur irgendwie die EU verlassen, und gleichzeitig alle Vorteile behalten. Wie das genau funktionieren soll wissen sie aber nicht. Der "Plan" war wohl einfach, dass man Briten halt immer gibt was sie wollen weil sie Briten sind.

Was im Moment laeuft ist vermutlich eher der Aufbau einer Argumentationskette um am Ende der EU die Schuld zu geben, wenn es im No Deal endet.

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nmare 30.01.2019, 09:10
28.

Zitat von Armutsrentner2032
Viele Engländer wollen kein Mitglied in einem europäischen Superstaat sein, das ist für sie (und mich) nur ein Synonym von Schuldenunion und Verlust der Souveränität ist. Aber so etwas will die eigentliche Macht in Europa selbstverständlich nicht hören, und betreiben mit hilfe der Medien Panikmache.
Stimmt. Die "Englaender". Das ist aber nur ein Teil des United Kingdom. Die Nordiren und Schotten sehen das ganz anders. Und die Waliser aendern vermutlich gerade ihre Meinung nachdem Airbus angekuendigt hat, dass sie sich aus dem Land zurueckziehen.

Es gab nie einen Verlust der Souveraenitaet durch die EU. Alle Entscheidungen wurden von UK mitgetragen. Die EU ist kein Feindesland dass Laender in der EU unterdrueckt. Die EU besteht aus diesen Laendern. Im Mai finden sogar Wahlen statt.

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thobie2 30.01.2019, 09:33
29.

Zitat von Armutsrentner2032
Ende März ist schluss damit, aber was danach kommt, wird hoffentlich der Wirtschaftsaufschwung in GB sein, und dass es den Menschen dort viel besser geht....aber das wäre ja dann auch wieder Panikmache!
Wo soll denn der Wirtschaftsaufschwung herkommen. Die Volkswirtschaft in GB ist nicht genügend groß, um das wegfallende Handelsvolumen zu ersetzen. Dazu kommt, dass Unternehmen, die in Produktionsketten eng mit der EU werden. Da sind BMW und Airbus nur der Anfang. Das wird zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen. Dazu kommt, dass das schwächelnde Pfund die Importe erheblich verteuert. Und wird dürfen nicht vergessen, dass GB nicht nur die EU als Markt weitestgehend verliert, sondern auch alle Drittstaaten, mit denen die EU Freihandelsabkommen hat. Die Produkte aus GB sind bei einem harten Brexit weder in der EU noch in diesen Staaten verkehrsfähig. Das wird Monate dauern, notwendige Zulassungen zu bekommen. Meine Prognose ist, dass GB zunächst in eine massive Rezession schlittern wird. Mag sein, dass dann irgendwann ein Aufschwung einsetzen wird. Nur wird das halt Jahre dauern.

Aber ein Gutes hätte ein harter Brexit schon: Man könnte auch unserer Bevölkerung gut zeigen, was passiert, wenn sich rechtsnationale Kräfte, die es leider auch in Deutschland gibt, durchsetzen.

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