Forum: Wirtschaft
Brexit-Folge: Großbritannien steuert auf Milliardenloch zu
AFP

Die Wirtschaft schwächelt, die Steuereinnahmen sinken: Laut "Financial Times" droht der britischen Regierung ein gigantisches Haushaltsloch von 116 Milliarden Euro. Schuld ist der Brexit.

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KingTut 17.11.2016, 14:14
90. Rosige Zeiten

Irgendwann werden die Briten die Protagonisten der Brexit-Kampagne, allen voran Boris Johnson und Nigel Farage, fragen, wo sie denn sind die versprochenen rosigen Zeiten, wenn sie nur für den Brexit stimmen. Wenn es nicht so traurig wäre ....

Warnungen gab es genug und wenn jetzt noch die renommierte Financial Times solch dramatische Auswirkungen auf den Staatshaushalt berechnet, dann kann man nur hoffen, dass das Parlament, das lt. Gerichtsbeschluss gefragt werden muss, mit NEIN stimmt.

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Thore_S. 17.11.2016, 14:16
91. Faire Kooperation wäre smarter

Ich habe keine Schadenfreude, aber ich hoffe, dass es als Warnschuss verstanden wird. Wir brauchen in der Welt Kooperation, um die Probleme zu lösen und keine rein egoistischen Alleingänge, die dem Egoisten zudem mehr Nachteile als Vorteile einbringen, weil man nicht in der Lage ist fair miteinander zu verhandeln.
Abgesehen davon, dass Trump (sicher das noch größere Problem egoistischer Politik) mit seinen Ankündigungen von Anti-Kooperationen selbst sehr schnell feststellen wird, dass er nicht wie ein trotziges Kind mit starken Handelspartnern (z.B. EU, China…) absurde Forderungen stellen kann, die andere dann einfach so akzeptieren werden. Natürlich müssen die Politiker zuerst an ihren Staat denken – aber wer nicht begreift, dass dazu auch faire Kooperationen gehören ist schnell in einer Abseitsposition. Das sollten Kinder schon im Kindergarten merken – wer nicht teilt, andere ärgert, alles dickköpfig durchsetzt etc. der verliert schnell den Anschluss.
Also, wie gesagt, ich wünsche mir ein grandioses Scheitern Englands, oder eine baldige Besinnung zu fairen Kooperationen. Wie auch immer die konkret aussehen mögen. Dumm-dreiste Politik sollte nicht belohnt werden, sondern den völkischen Anhängern (auch hierzulande bzw. dem Rest der EU bzw. Welt) ein Denkzettel sein.

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demokroete 17.11.2016, 14:18
92. ... wie dumm es ist, zu fundamentalen Fragen, das

Zitat von Nichtraucher
... Was da im Juni abgegangen ist, zeigt hoffentlich, wie dumm es ist, zu fundamentalen Fragen, das "Volk" zu befragen. Das hat mit Demokratie aber rein gar nichts zu tun, sondern gibt nur populistischen Schwätzern, Wasser auf ihren Mühlen.
Sie haben ein seltsames Demokriatieverstaendnis ! Natuerlich hat das Volk und nur das Volk selbst zu bestimmen, in welcher Gesellschaftsform es leben will, wer es regiert oder in welchen internationalen Vereinen es Mitglied sein und fuer welche anderen Voelker es haften und finanziell aufkommen will !

Zu diesen elementaren Fragen durfte das deutsche Volk noch nicht entscheiden. Die Meinung des Volkes ist den Regierenden voellig schurz, aber wenigstens haben diese in ihnen einen Unterstuetzer.

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lasse_rinstroem 17.11.2016, 14:22
93.

Zitat von madmax9999
Seien sie beruhigt, wir wollen ihnen die deutsche Musterdemokratie ohne funktionierende Opposition und ernstzunehmenden Gegenkandidaten bei den nächsten Mutti-Wahlen nicht streitig machen. Und was die angebliche Transparenz bei Parteispenden angeht – war da nicht was hinsichtlich AFD und Spenden? Gibt es da etwa die eine oder andere Lücke im muttiländischen Gesetze Dschungel? Ich habe so das Gefühl, dass das deutsche Parteispenden-Gesetz ebenso lückenhaft ist wie das deutsche Geldwäsche-Gesetz. Und wenn sie schon die Umsetzung von Initiativen beklagen, sollten sie doch mal damit beginnen, dass in der BRD es überhaupt möglich ist, auf Bundesebene Referenden abzuhalten. (Mit der Einreichung und Diskussion von Initiativen wollen wir den deutschen Politbetrieb nicht überfordern.) Vielleicht würde sich in der BRD dann auch eine Diskussionskultur entwickeln, die diesen Namen auch verdient und sich nicht auf zweifelhafte Talkshows zu später Stunde beschränkt.
Ich beklage mich nicht, ich stelle nur fest.
Keine Initiative ist 1:1 umgesetzt worden, solche Volksbefragungen braucht kein Deutscher. Auch in der Schweiz ist das vielen suspekt, sie wollen Änderungen der entsprechenden Gesetze. Was die Transparenz bzgl. Parteispenden angeht, da interessiert ich weniger was die AfD macht sondern mehr wie die Parteien der GroKo damit umgeht. Und wenn Sie jetzt noch die Diskussion ansprechen, kann ich nur sagen, die ist auch in der Schweiz auf tiefstem Niveau.

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MTBer 17.11.2016, 14:31
94. Ich hätte es . . .

Zitat von karlheinz-hesse
Kenne Sie noch die Zeit vor der EU? Ich schon. Nie war Europa freier und Reicher als Heute. Wen geht es schlecht in Deutschland? So gut wie keinen. Auch der Volksdeutsche Wutbürger mit Hartz4 Gehalt kann mit dem, was er vom Staat bekommt leben. Aber schon Klar, die da Oben den zeigen wir es. Keiner kümmert sich um mich zurück gebliebenen.....
. . . vielleicht etwas anders formuliert - aber dem Kern Ihrer Aussage stimme ich zu.
Noch nie war unser Umfeld so sicher wie heute, unsere Gesundheit so gut, unsere Lebenserwartung so hoch, unsere Lebensmittel (gemessen an der Arbeitszeit) so erschwinglich. Aber nein, wir wollen lieber die Uhren um 50 Jahre zurückdrehen. Da war alles besser.

Ich sage übrigens bewusst: nur 50 Jahre. Die Epoche war schon schlimm genug. Aber ,,schlimmer geht immer!''

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newbie99 17.11.2016, 14:32
95. Auch wieder schwierig ....

Zitat von marcaurel1957
Vokswirtschaft 1. semster Kunde A generiert 100 Euro Umsatz bei B.....B dadurch 70 Euro bei C C dadurch 40 Euro bei D...... Die zahlen sind erfunden, dass Prinzip aber stimmt. Bei solchen Investitionen, können sie damit rechnen, dass der umsatz um ca. 1,6-1,9 über den urprünglichen Werten liegen. Bei sagen wir 2 Mrd Ksoten für Flüchtlilnge wird als das BIp ca. um 18-20 Mrd steigen.....
Nun, so wie es aussieht, sind die hier kolportierten Kosten für Flüchtlinge aus der Luft gegriffen, werden hier in diffamierender Weise in der Diskussion genutzt und haben überdies mit dem ursprünglich Thema "Brexit" eigentlich auch nichts zu tun. Da versucht mal wieder jemand, bei einem beliebigen Thema die Diskussion auf die ach-so bösen Flüchtlinge zu lenken. Ich verurteile das und finde das widerlich!

Nun wurde hier aber die Behauptung aufgestellt, dass die so verwendeten Gelder über ihren Rückfluss ja positiv wirkten. Die o. g. Beitrag versucht das sogar mit einem Zahlenbeispiel zu unterlegen. Dahinter steht die Annahme, dass gesteigerte Staatsausgaben in keynsianischer Manier Multiplikator-Effekte auslösten und am Ende mehr dabei herauskäme, als man ursprünglich hineingesteckt habe.

Ob das nun klassisch durch Konjunktur-Programme umgesetzt wird oder hier etwas unfreiwillig durch erhöhte Sozialausgaben für Flüchtlinge, spielt zunächst tatsächlich im Sinne diese Theorie keine große Rolle. Der Effekt wäre tatsächlich der selbe.

Nur bezweifele ich, dass so etwas funktioniert - und mit dieser Ansicht ist man als Volkswirtschaftler wahrlich kein Exot! Die von dieser Theorie prognostizierten Multiplikator-Effekte konnten in der Praxis nie erreicht werden. Die negativen Effekte für die Verschuldung von Staaten waren hingegen zumeist weit größer.

Hinzukommt, dass auch ihre Befürworter diese Instrumente nur in Zeiten konjunkturelle Schwäche eingesetzt sehen wollten. Niemand wäre letztes oder dieses Jahr auf so eine Idee gekommen - insbesondere nicht bei aktueller Konsumlaune.

Dieser Argumentation kann ich daher leider nicht folgen. Muss ich auch nicht, denn ich bin der Ansicht, dass das Asylrecht und die Aufnahme von Flüchtlingen auch nicht dazu gedacht war, die Wirtschaft anzukurbeln und sonst materielle Vorteile zu bringen. Es geht schlicht um die Wahrung humanitärer Werte entsprechend einem Wertekanon, der im christlichen Abendland entwickelt und tradiert wurde - genau das Abendland, das die Rechtspopulisten durch eben die Aufgabe dieser Werte vermeintlich retten wollen.

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epicur 17.11.2016, 14:33
96. 30000 zusätzliche Beamte

um Brexit zu realisieren.
Die Brexiters lieben Nichtexperten. Sie können ja ihre Anhänger als Verhandlungspartner nach Brüssel schicken.
Das Ergebnis der Amateurtruppe Gove , Johnsond und Fox wird GB ruinieren.

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io_gbg 17.11.2016, 14:33
97.

Zitat von bobrecht
War[t]en wir es doch mal ab und dann sehen wir, wer die Gewinner und die Verlierer des Brexit sind.
Ein Riesen-Experiment in jedem Fall auf größeren Kosten/Kopf der britischen Seite. Und alles nur wegen eines selbstgerechten Anti--Europäismus.
Klar, warten wir's, wie es aussieht, wenn der gemeinschaftliche Nutzen der EU der britischen Seite nicht mehr zur Verfügung steht.

Mir tut die britische Bevölkerung leid, die unter der unverantwortlichen Entscheidung eines Referendums zu leiden haben wird.

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einzigerwolpertinger 17.11.2016, 14:34
98. Betriebwirtschaft 1. Semster

Zitat von marcaurel1957
Vokswirtschaft 1. semster Kunde A generiert 100 Euro Umsatz bei B.....B dadurch 70 Euro bei C C dadurch 40 Euro bei D...... Die zahlen sind erfunden, dass Prinzip aber stimmt. Bei solchen Investitionen, können sie damit rechnen, dass der umsatz um ca. 1,6-1,9 über den urprünglichen Werten liegen. Bei sagen wir 2 Mrd Ksoten für Flüchtlilnge wird als das BIp ca. um 18-20 Mrd steigen.....
Umsatz ungleich Gewinn. Sonst brauchten wir ja nur noch Migranten zum unermeßlich steigenden Wohlstand. Oder müßten den Aufwand für die anwesenden Migranten ins Ungemessene steigern. Daß andere Staaten nicht auf die Idee kommen.

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Banause_1971 17.11.2016, 14:42
99.

Zitat von marcaurel1957
Vokswirtschaft 1. semster Kunde A generiert 100 Euro Umsatz bei B.....B dadurch 70 Euro bei C C dadurch 40 Euro bei D...... Die zahlen sind erfunden, dass Prinzip aber stimmt. Bei solchen Investitionen, können sie damit rechnen, dass der umsatz um ca. 1,6-1,9 über den urprünglichen Werten liegen. Bei sagen wir 2 Mrd Ksoten für Flüchtlilnge wird als das BIp ca. um 18-20 Mrd steigen.....
Dann verstehe ich nicht, wieso wir nicht alle aufhören zu arbeiten, und alle auf Geld vom Staat warten. Stellen sie sich vor, nicht nur 1 Millionen Personen tun nichts, sondern 80 Millionen. Was für ein BIP wir generieren könnten. Gigantisch!

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