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Brexit: Hauspreise in England sinken erstmals seit 2012
Sean Gladwell / Getty Images

Trendwende auf dem lange boomenden britischen Immobilienmarkt: Im Landesteil England sind die Preise für Häuser erstmals seit Jahren gesunken. Besonders hart von der Krise betroffen ist die Hauptstadt London.

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mwroer 29.03.2019, 13:20
1.

Inwiefern ist das eine Krise? Das Wohneigentum bezahlbar wird ist im Grunde eine gute Nachricht - das ein paar Immobilienfonds die schon zu überhöhten Preisen gekauft und auf Gewinne spekuliert haben Geld verlieren ist für mich ehrlich gesagt kein Grund um in Tränen auszubrechen.

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hjcatlaw 29.03.2019, 13:46
2. Dass Immobilienpreise in England

sinken, ist grundsätzlich eine gute Nachricht für Kaufinteressenten. Wenn sich allerdings die Brexit-Auswirkungen auch auf das Einkommensniveau potentieller Käufer niederschlagen, verpufft der Preisrückgang bei Immobilien und Tommy Normalverbraucher guckt in die Röhre!

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dunnhaupt 29.03.2019, 13:48
3. In England sieht man dies als positive Entwicklung

Es bietet jungen Ehepaaren eine erstmalige Chance, sich ein Haus zu kaufen, was bei den inflatierten Häuserpreisen lange Zeit nicht möglich war.

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magic88wand 29.03.2019, 13:50
4. Immobilienpreise in Großstädten am Wendepunkt?

Könnte auch für Deutschland der Fall sein. Im Zentrum Berlins sind sie 2018 nicht mehr wesentlich gestiegen, wie die kürzlich veröffentlichten Bodenrichtwerte zeigen. Nur in den Außenbezirken der Stadt konnten sie noch deutlich zulegen. Es zeichnet sich somit das gleiche Muster ab wie in London in den vergangenen zwei bis drei Jahren.

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schwester arno 29.03.2019, 13:54
5.

Zitat von mwroer
Inwiefern ist das eine Krise? Das Wohneigentum bezahlbar wird ist im Grunde eine gute Nachricht - das ein paar Immobilienfonds die schon zu überhöhten Preisen gekauft und auf Gewinne spekuliert haben Geld verlieren ist für mich ehrlich gesagt kein Grund um in Tränen auszubrechen.
Wenn jemand Geld anlegt in Form einer Immobilie kann das schon ein Problem werden für die Person, vor allem wenn Immobilienblasen platzen, schon mal daran gedacht? Viele Menschen kaufen nämlich Immobilien nicht um darin zu wohnen sondern als Anlagen. Wenn Aktienkurse oder Goldpreis fällt, ist das auch kein Grund für die Anleger sich sonderlich zu freuen.

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muunoy 29.03.2019, 13:57
6. Sind sinkende Immobilienpreise ein Problem?

Zitat von mwroer
Inwiefern ist das eine Krise? Das Wohneigentum bezahlbar wird ist im Grunde eine gute Nachricht - das ein paar Immobilienfonds die schon zu überhöhten Preisen gekauft und auf Gewinne spekuliert haben Geld verlieren ist für mich ehrlich gesagt kein Grund um in Tränen auszubrechen.
Prinzipiell haben Sie Recht. Allerdings ist in UK die Eigentumsquote deutlich höher als in Deutschland. Die Briten verschulden sich auch mehr und deutlich riskanter als die Deutschen (variable Zinsen bei Immobilienkrediten). Dennoch ist es positiv, wenn die Immobilienpreise in UK sinken, damit sich auch Normalsterbliche wieder was leisten können. Würde Deutschland aus dem Euro aussteigen, was ich mir wünsche, könnten sich auch mehr Deutsche wieder ein Eigenheim leisten. Außerdem gäbe es wieder mehr bezahlbare Mietwohnungen. Und das sage ich als Vermieter! Die Kapitalabflüsse sehe ich als unproblematisch an. Wenn die EU zunehmend autokratisch wird und den Kapitalverkehr zunehmend kontrolliert (man versuche schon heute, Geld aus China an eine deutsche Bank zu überweisen! Meiner Freundin wurde deswegen gerade das Konto gekündigt.), wird UK für alle von uns eine gute Fluchtmöglichkeit.

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smart75 29.03.2019, 14:14
7. Ist doch toll

Führt im Endeffekt zu mehr Investitionen und steigenden Immobiliengeschäften. London wird immer London bleiben, da gibt es in Europa gar nicht vergleichbares. Und die historischen Verbindungen Englands und der Krone zum Commonwealth sind deutlich mehr Wert als eine Deutschland / Frankreich EU. Ich sehe schon die mitteleuropäischen Flüchtlinge um Einreise nach London betteln. You just have to love the brits. Kudos for their balls.

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Pedronini 29.03.2019, 14:22
8.

Zitat von dunnhaupt
Es bietet jungen Ehepaaren eine erstmalige Chance, sich ein Haus zu kaufen, was bei den inflatierten Häuserpreisen lange Zeit nicht möglich war.
Puh, Ihnen sind klar, wieviel 2-3 Prozent sind? Also ob das Haus jetzt 700.000 Pfund oder 680.000 kostet, das macht den Bock nicht fett. Bevor es nicht um 20-30% runtergeht, wird der Markt auch nicht fuer neue Kaeuferschichten zugaenglich.

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taglöhner 29.03.2019, 14:27
9.

Die Randbedingungen sind zwar nicht identisch, aber man erinnert sich natürlich, dass die große Finanzkrise seinerzeit durch einbrechende Immobilienpreise ausgelöst wurde.

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