Forum: Wirtschaft
Brexit: Hauspreise in England sinken erstmals seit 2012
Sean Gladwell / Getty Images

Trendwende auf dem lange boomenden britischen Immobilienmarkt: Im Landesteil England sind die Preise für Häuser erstmals seit Jahren gesunken. Besonders hart von der Krise betroffen ist die Hauptstadt London.

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vanderRohe 29.03.2019, 15:53
40. Jaja, GBs neuer Traum vom Empire

Zitat von smart75
Führt im Endeffekt zu mehr Investitionen und steigenden Immobiliengeschäften. London wird immer London bleiben, da gibt es in Europa gar nicht vergleichbares. Und die historischen Verbindungen Englands und der Krone zum Commonwealth sind deutlich mehr Wert als eine Deutschland / Frankreich EU. Ich sehe schon die mitteleuropäischen Flüchtlinge um Einreise nach London betteln. You just have to love the brits. Kudos for their balls.
Naja, den Briten werden gerade nicht unbedingt die Türen eingerannt. Auch nicht von den Commonwealth Kumpels...
(vgl. hierzu "Briten scheitern krachend mit ihren Handelsplänen"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/brexit-nur-vier-eu-abkommen-fuer-grossbritannien-kopiert-a-1253095.html)
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das nicht unmittelbar nach einem EU Aussage ändert.
Außerdem hat Ihr Kommentar nichts mit dem Artikel zu tun.
Die genannten "mitteleuropäischen Flüchtlinge" fordern vlt. Einreise nach Großbritannien oder vielleicht nach England, aber sicher nicht nach London.... Es ist schon etwas schwierig London mit England zu vergleichen.

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descartes 29.03.2019, 16:13
41.

Zitat von plunder
Schon mal daran gedacht, dass evtl. nicht die wohlhabenden Anleger für den Brexit gestimmt haben, sondern die lokalen Leute, deren Einkommen und Vermögen schon nicht für eine eigen Immobilie oder Wohnung reicht? Von einer zusätzlichen Anlage in Fremdimmmobilien ganz zu schweigen. Es ist doch exakt das Vertreiben von Menschen aus ihrer Umgebung(Gentrifizierung) und der Entzug der Lebensgrundlage (Wohnimmobilien als Anlage- und Spekulationsobjekt), dass die Menschen zu radikaleren Entscheidungen zwingt. Aber das wissen wir doch schon längst aus der Geschichte. Die Freude der Anleger ist doch völlig irrelevant und ein reines Luxusproblem gegenüber der Lebensgrundlage von etwa 50% der Bevölkerung , die de facto nichts besitzt. Gier gegen Teilhabe. Entzieht nicht einer Mehrheit die Teilhabe, dann wird es radikal. Die fallenden Immobilienpreise sind für die Finanzschwachen ein Erfolg der Brexit-Abstimmung. Ihre Möglichkeit zur Teilhabe steigt. Gruß plunder
Möglich, dass das mit ein Grund war, setzt aber voraus, dass diesen Menschen jemand erzählt hat ihr Einkommen bzw. dessen Kaufkraft bliebe relativ zu den sinkenden Preisen gleich, oder steige gar! Ersteres wäre eine Sensation, zweiteres ein Wunder. Da helfen auch die herbeigträumten tollen Commonwealthverbindungen oder Handelsverträge mit den Färöern nichts.

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rugall70 29.03.2019, 16:25
42. Rechte: EU ist an allem schuld - Linke: Brexit ist an allem schuld

Zitat von thobie2
Das ist doch das übliche rechtnationale Geschwätz: Alles auf den Euro/die EU schieben.
Ihnen ist aber schon klar, dass ihr Satz auch umgekehrt funktioniert: "Das ist doch das übliche Geschwätz der EU-Fanatiker: Alles auf den Brexit schieben!"

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taglöhner 29.03.2019, 16:38
43. Riesendeal

Zitat von smart75
Führt im Endeffekt zu mehr Investitionen und steigenden Immobiliengeschäften. London wird immer London bleiben, da gibt es in Europa gar nicht vergleichbares. Und die historischen Verbindungen Englands und der Krone zum Commonwealth sind deutlich mehr Wert als eine Deutschland / Frankreich EU. Ich sehe schon die mitteleuropäischen Flüchtlinge um Einreise nach London betteln. You just have to love the brits. Kudos for their balls.
UK exportiert 60% seiner Produkte in die EU.
Allein nach NRW doppelt so viel wie nach Indien.
Die Schweiz exportiert 5x mehr nach Indien wie UK.

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Tyler85 29.03.2019, 16:47
44. Good news

Das sind doch gute Nachrichten für die Briten!

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cobaea 29.03.2019, 17:10
45.

Zitat von muunoy
Prinzipiell haben Sie Recht. Allerdings ist in UK die Eigentumsquote deutlich höher als in Deutschland. Die Briten verschulden sich auch mehr und deutlich riskanter als die Deutschen (variable Zinsen bei Immobilienkrediten). Dennoch ist es positiv, wenn die Immobilienpreise in UK sinken, damit sich auch Normalsterbliche wieder was leisten können.
Die Briten sind mit den Deutschen bezüglich Wohneigentum nicht vergleichbar. Nicht nur ist die Eigentumsquote höher - etwa zwei Drittel der Leute leben in Wohnung oder Häusern, die ihnen gehören (Deutschland gut die Hälfte). Wenigstens nominell, denn tatsächlich sind sie meistens hoch mit Hypotheken belastet. Kommt dazu, dass den meisten zwar das Haus oder die Wohnung, nicht aber das Land gehört, auf dem die Wohnung/das Haus steht. Es ist so eine Art "Erbpacht". Wer also heute in so einer Wohnung lebt, profitiert nicht von sinkenden Preisen - er zahlt weiterhin seine bisherigen Hypothekenkosten an die Bank und die Pachtzinsen an den Landeigentümer. Das ist kein Problem, so lange der Lohn auf dem bisherigen Niveau bleibt. Schwächelt aber die Wirtschaft und die Löhne sinken, dann wird's eng.
Die Frage ist doch, warum die Preise sinken. Da gibt's zwei Möglichkeiten: Es kommen mehr Immobilien auf den Markt, weil die heutigen Besitzer entweder wegziehen oder sie sich nicht mehr leisten können, weil entweder ihre Arbeitgeber das UK verlassen (und damit die Stelle flöten geht) oder weil die Eigentümer das Land verlassen. Und/oder die Nachfrage sinkt, weil potentielle Käufer im derzeitig unsicheren Wirtschaftsklima sich nicht trauen, längerfristig zu investieren. Wenn man nicht weiss, ob man in drei Monaten noch eine Stelle und ein Einkommen hat, überlegt man sich das.

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cobaea 29.03.2019, 17:12
46.

Zitat von jj2005
Endlich mal eine gute Nachricht! Glückwunsch an junge Familien, die so vielleicht auch mal eine Chance bekommen, bezahlbaren Wohnraum zu bekommen. Und Dank an die Zocker der City, die ihre Wohnungen verlassen haben, um ihr Glück anderswo zu suchen ;-)
Die Wohnungen, die die "Zocker der City" verlassen, kann sich eine junge Familie auch dann nicht leisten, wenn sie 3 Prozent billiger ist als im Vorjahr. Gleichzeitig fehlen der City (und dem Staat) die Steuereinnahmen. Es hat eben alles zwei Seiten.

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cobaea 29.03.2019, 17:17
47.

Zitat von fischermansfriend
ich will auch raus aus der EU, wenn dann Wohnungen wieder erschwinglich werden.
wollen Sie auch noch raus, wenn nicht nur die Mieten, sondern auch die Löhne sinken? Das geht nämlich gewöhnlich Hand in Hand: In Gegenden, wo die Leute gut verdienen (und deshalb viele hin ziehen), sind die Mieten und Kaufpreise hoch. Wo die Leute wenig verdienen (und deshalb auch weniger Leute hin wollen), sind die Mieten und Kaufpreise tiefer bis tief.

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cobaea 29.03.2019, 17:22
48.

Zitat von horstu
Die absurd hohen Immobilienpreise, insbesondere in London, v.a. durch ausländische Aufkäufe waren ein erheblicher Grund für die Brexit-Zustimmung. Die Londoner Durchschnittsmiete übersteigt mittlerweile das Durchschnittsgehalt, was dazu führt, dass selbst bestens ausgebildete Doppelverdiener kaum noch bezahlbare Wohnungen im Londoner Großraum finden. Steigende Preise als eine "Erholung" zu bezeichnen, ist zynische Anti-Brexit-Propaganda. Aber nur zu, mittlerweile erfährt ja auch die deutsche Mittelschicht den Segen dieser "Erholung".
Wenn der Zusammenhang so eindeutige gewesen wäre bzw. wäre, dann hätte London ja mehrheitlich für den Brexit stimmen müssen. Hat es aber nicht. Alle Grossstädte haben für einen Verbleib in der EU gestimmt - obwohl dort die Mieten und Kaufpreise höher sind als auf dem Land. London hat mit 60% für Remain entschieden.

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C. V. Neuves 29.03.2019, 18:34
49.

Zitat von mpigerl
In 10 Jahren schauts in England so aus, wie in Ostdeutschland ==> Aber Hauptsache die Immobilen sind dann schön günstig, gell?
In einem großen Teil Englands sah es noch nie wesentlich besser als in Ostdeutschland aus. Südengland ist etwas ganz anderes im Vergleich zum Rest des Königreichs.

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