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Brexit : Juncker stellt Großbritannien harte Bedingungen
REUTERS

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will Großbritannien den Zugang zum Binnenmarkt nur gestatten, wenn das Land seine Grenzen für EU-Bürger offen lässt. Das EU-Parlament hat er dabei auf seiner Seite.

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mr.brand 03.09.2016, 12:05
200.

Zitat von franz87
Die Bedingungen der EU and die Briten sind doch nicht hart. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt auch für Drittländer, die Teil des Binnenmarktes sind wie die Schweiz oder Norwegen. Warum sollte man den Briten also bessere Konditionen einräumen?
...weil jedes Jahr Scharen von (meist) Ost-Europäern ins UK einwandern und grosse Teile die Sozialsysteme in Anspruch nehmen ohne aktiv zur Gesellschaft beizutragen . Natürlich sind die Engländer auch selbst schuld, wenn Sie die Tories wählen (das bedeutet immer Cuts z.B. bei der NHS), jedoch kann man dieses Problem nicht von der Hand weisen. Man sollte klare Rahmenbedingungen schaffen bezüglich der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Wenn jemand als Arbeitnehmer in die UK zieht sollte er auch Arbeitnehmer sein (und die Sprache zumindest ansatzweise sprechen). Tatsache ist, die NHS (und alles was damit zusammenhängt) total überlastet ist und die Freizügigkeit in Sachen EU hier eine wesentlich größere Rolle spielt als z.B. in Norwegen.

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taglöhner 03.09.2016, 12:08
201. Binse

Juncker referiert hier nur die elementare Geschäftsgrundlage der EU.

Eine seltsame Vorstellung, dass GB irgendwie automatisch privilegierter wäre, als andere Nichtmitglieder.

Da zupfen sich die nationalistischen Rumpelstilzchen natürlich kräftig wütend an den Extremitäten.

Reisende soll man nicht aufhalten. Sollen sie doch mal ein Weilchen mit ihrem jeweiligen Verwaltungsbezirk Richtung Wlasiwostok migrieren :).

Ich schätze mal, dass wir noch vor dem Brexit-Antrag eine EU-Reform bezüglich Einwanderung in die Sozialsysteme bekommen. Dann geht das in den Arsch beißen auf der Insel erst richtig los.

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Margot 357 03.09.2016, 12:08
202. Und die USA?

Zitat von bebau
Wenn Großbritannien austritt, können wir wenigstens gegen die Cayman und Virgin Islands vorgehen, ohne einem EU-Staat auf die Füße zu treten.
Delaware ist eine der ganz grossen Steuer Oasen. Die sind davon gar nicht beeindruckt. Die PFZ ist ein Fehlkonstrukt wegen der mangelnden Reziprozität. Wer nach Deutschland einwandert hat anspruch auf Sozialleistungen. Aber in Portugal, Polen, Rumänien, uw. gibt es keine Sozialwerke. Wenn ein Deutscher dort Arbeitslos wird, kann er sich in die Schlange bei der Suppenküche einreihen. Das ist doch keine Gleichberechtigung? Sieht man auch in einigen Vierteln in D. mit osteuropäischen Parallelgesellschaften. Einwanderung in die Sozialwerke mittels Pseudoverträgen.

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turbomix 03.09.2016, 12:09
203.

Hören Sie doch auf mit diesem Blödsinn "nicht demokratisch gewählt". Wie kindisch ist das denn? Das EU-Parlament wird sehr wohl demokratisch gewählt. Googeln Sie Mal. Ihr Chef und Behörden werden nicht demokratisch gewählt, trotzdem tun Sie was die sagen.

Je mehr austreten um so besser, dass Kerneuropa (die frühere EWG mit sechs Ländern) muss diese Staaten dann nicht mitversorgen.

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turbomix 03.09.2016, 12:13
204.

Zitat von Max Kellermüller
… des Mannes (und der EU) ist nicht zu überbieten. Das hat nichts mehr mit politischer Konsensfindung zu tun. Die Devise lautet bloss noch: Wer zwingt wen in die Knie? Und das soll ein europäisches Friedensprojekt sein? Nein danke.
Wer zwingt wen in die Knie, geht von den Briten aus. Nichts anderes ist der Brexit. Aber wie immer bei den Angloamerikanern, wollen sie nur Rechte und die Rosinen.

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KingTut 03.09.2016, 12:14
205. Keine Vorzüge zum Nulltarif

Zitat von danielkreuzner
[unwahrscheinlich} daß die Briten dem zustimmen oder sich anderweitig erpressen lassen. die Freizügigkeit war ja einer der Hauptgründe für den Brexit. aber was der Junker hier macht ist schon einigermaßen kriminell. er droht den Briten mit einem Embargo. daß die Briten nur 6% in die EU exportieren aber 53% aus der EU importieren ist da nebensächlich. genauso wie die Russland-Sanktionen der EU viel mehr schaden als Russland. nur noch Irre in Brüssel ...
Es geht nicht um Erpressung, sondern um den Umstand, dass die Briten sich für den Brexit entschieden haben und deshalb nicht die gleichen Vorzüge wie bisher genießen können, ohne dafür etwas leisten zu müssen.
Ein gutes Beispiel ist Norwegen, das ja im Vorfeld der Brexit-Abstimmung immer als positives Beispiel angeführt wird. Selbst die norwegische Regierung hatte die Briten vor einem Brexit gewarnt, weil sie dann wie Norwegen ein stimmloser Beitragszahler wären (Quelle: Süddeutsche vom 10.05.16). Darin heißt es ferner, dass Norwegen drei von vier EU-Entscheidungen umsetzt. Ähnlich verhält es sich bei der Schweiz. Sie sind alle extrem abhängig von der EU und da ist es doch selbstverständlich, dass es die Vorzüge des freien Zugangs zum Binnenmarkt nicht zum Nulltarif gibt. Auch die Briten werden begreifen, dass die Rosinenpickerei der Vergangenheit ein Ende haben.

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Liberalitärer 03.09.2016, 12:15
206. Klein?

Zitat von DerBlicker
Ja, diese harte Wahrheit müssen die Briten jetzt eben lernen. Als kleiner Nationalstaat hat man in der heutigen Welt nichts mehr zu melden.
Das kann man so sehen. Ob das für nuklearbewaffnete Mitglieder des UN Sicherheitsrates gilt?

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trude2004 03.09.2016, 12:17
207.

Ach Gottchen- harte Bedingungen ???

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Eserwe 03.09.2016, 12:19
208. Ach Herrje

Zitat von habenix
Die von niemand demokratisch gewählten Herrn Juncker und Co haben einer demokratisch gewählten Regierung wie in GB überhaupt keine Bedingungen zu stellen. Die können froh sein wenn nicht bald auch noch AT und CZ aus der EU austreten.
Vor allem habenix Ahnung, gell?

Jean-Claude Juncker war der Spitzenkandidat the EVP Fraktion für den EG Kommisionsvorsitz bei der letzten Europawahl.

Wer hat denn Frau May zur Premieministerin gewählt?

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habenix 03.09.2016, 12:23
209.

Zitat von moistvonlipwik
Herr Juncker macht seinen Job. Im übrigen wurde auch die Premierministerin nicht "demokratisch gewählt", sondern von der Königin ernannt.
Jedem Europäer der an Demokratie und Frieden interessiert ist muß daran gelegen sein diesen Job schnellst möglich abzuschaffen.

Die Gründer der EG wollten ein Europa der Nationalstaaten mit Frieden, Handel und Freundschaft zwischen allen Europäischen Staaten von Island bis zum Ural.
Und keinen EU Superstaat ohne Nationalstaaten.

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