Forum: Wirtschaft
Brexit : Juncker stellt Großbritannien harte Bedingungen
REUTERS

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will Großbritannien den Zugang zum Binnenmarkt nur gestatten, wenn das Land seine Grenzen für EU-Bürger offen lässt. Das EU-Parlament hat er dabei auf seiner Seite.

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Liberalitärer 03.09.2016, 16:19
270. Brüssel

Zitat von tiovanni_grappatoni
... sie den "Deal" mit der Schweiz ? Machen sie sich schlau. Ist es wirklich das, was man in GB möchte ? Und wenn ja, warum möchte man das ... ?
Ich glaube den meisten Leuten im UK ist die EU herzlich egal, einfach völlig irrelevant. Wenn man in den Pub geht und sein Pint kippt, dann ist Brüssel fern und London nah.

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ruhrpottsonne 03.09.2016, 16:32
271. Ok...

Zitat von archi47
verhindert voreilige Zuweisungen und Kategorisierungen. Schon de Gaulle präferierte ein Europa der Nationen, bzw. alternativ der Regionen. Genau auf ein Europa der Regionen hebe ich ab. Damit wäre mindestens eine Verwaltungsebene, vorzugsweise die nationale, einzusparen. Mit der Folge, dass Länder oder gar nur Regionen direkt mit Brüssel referieren und so subsidiär für ihren Bereich alles entscheiden, was sich dort entscheiden lässt. Dafür hätte Brüssel nur noch Rahmenkompetenz und Kompetenzen für das dort Notwendige. Dazu bräuchte es ein Europa-Parlament, welches nach dem Prinzip des gleichen Stimmengewichtes gewählt ist, also nicht: "Malta 12 Points - Germany 1 Point". Dabei wäre das Europaparlament kostengünstig zu verkleinern, mit der Maßgabe an den jetzigen nationalen Rändern und bei Kleinstaaten nationenübergreifende Wahlkreise zu bilden. Dabei wären plebiszitäre Elemente in allen Ebenen einzubauen... usw., usf. ... Dies ist nur eine der denkbaren Alternativen für ein neues funktionierendes Europa, was regionale und kulturelle Eigenheiten und Identitäten fördert und somit die Akzeptanz mit einem vereinten föderalen subsidiären Europa und Vorbehalte gegen ein übermächtiges Deutschland ausräumen könnte, denn die Nationalstaatfixiertheit der letzten 300 Jahre sind das Problem. Wenn Sie andere Ideen und Beiträge dazu haben, nur zu - lassen Sie es uns wissen!
Woher kommen Ihre Berührungsängste mit dem Begriff Nationalstaat? Und welche Effizienzsteigerung verspreche Sie sich davon, wenn die Regionen Bayern, NRW oder Andalusien ihre Partikularinteressen mit Brüssel verhandeln? Das Konzept der Vereinigten Staaten von Europa erzeugt offensichtlich nicht nur bei mir Unbehagen, erinnert es mich doch allzu sehr an die Vorstellung des berühmtesten Bürgers Braunaus.

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aleamas 03.09.2016, 16:43
272. Also, die dienstlich Interessierten mal abgezogen...

...das wären die Herrschaften aus Olgino, deren Kollegen von der "Öffentlichkeitsarbeit" in Cheltenham und die einschlägig interessierte völkische Stammtischfraktion (die sich seit Jahren am Sturz Merkels und der Zerstörung der EU abarbeitet); also, wenn man deren Geblöke mal aus der Diskussion herausfiltert, dann bleiben wenig wirkliche Argumente, den Briten das Auskommen außerhalb der EU zu versüßen. Der oft erwähnte Handelsüberschuss Deutschlands und der EU mit dem UK ist zwar vorhanden. Aber erstens betrifft dieser zum großen Teil Güter, die das UK gar nicht zu denselben Konditionen auf anderen Märkten bekommen kann, Zölle also mithin deren eigene Wirtschaft Schwächen werden. Und zweitens werden viele Waren aus Deutschland und aus der EU sehr bald ohnehin zu teuer für Verbraucher und Firmen in Großbritannien. Egal, wie man es also dreht und wendet, der Markt dort wird für Produzenten und Exporteure in der EU also ohnehin mit jedem Jahr unattraktiver. Merke: was die Briten nicht kaufen, das kauft gern ein anderer. Und was die Briten herstellen, das stellt meist auch ein anderer her, allerdings oft günstiger. Marktwirtschaftlich betrachtet ist es nicht nur sinnlos, sondern sogar kontraproduktiv, die bedauerlich schwache Produktivität Großbritanniens noch durch Sonderkonditionen zum Binnenmarkt quasi durch die EU quer
finanzieren zu lassen.

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Liberalitärer 03.09.2016, 16:51
273. Spielplatz

Zitat von ruhrpottsonne
Woher kommen Ihre Berührungsängste mit dem Begriff Nationalstaat? Und welche Effizienzsteigerung verspreche Sie sich davon, wenn die Regionen Bayern, NRW oder Andalusien ihre Partikularinteressen mit Brüssel verhandeln? Das Konzept der Vereinigten Staaten von Europa erzeugt offensichtlich nicht nur bei mir Unbehagen, erinnert es mich doch allzu sehr an die Vorstellung des berühmtesten Bürgers Braunaus.
Naja UK ist kein Nationalstaat und strebt das auch nicht an. Jeder darf sich austoben, auch die Schotten. Das ist nicht so wichtig. Kinder müssen toben dürfen. Niemand will Burkinis verbieten oder so etwas.

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Liberalitärer 03.09.2016, 17:09
274. Andere Märkte

Zitat von aleamas
... Aber erstens betrifft dieser zum großen Teil Güter, die das UK gar nicht zu denselben Konditionen auf anderen Märkten bekommen kann...
Ach Gott, chilenischer oder südafrikanischer Wein, japanische Autos, wenig was man nicht anderswo einkaufen kann. Öl hat man immerhin selbst. Ein paar Dinge werden sich verteuern und das ist gut so.

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turbomix 03.09.2016, 17:18
275.

Zitat von habenix
Von wem sind die gewählt?
Den Kanzler bzw. die Kanzlerin können Sie auch nicht direkt wählen. Die werden vom Parlament/Bundestag gewählt.

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shiwe 03.09.2016, 18:45
276.

Juncker ist wahrlich kein Glücksfall für die EU. Er trägt zum Teil die Verantwortung für die vielen negativen Einstellungen gegen Brüssel.

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Eserwe 03.09.2016, 19:08
277. Schmarren is as Schmarren does

Zitat von habenix
Was für ein Schmarrn ist das? Der EU Komossionspräsident stand nicht zur Wahl, auch hat das EU Operettenparlament den Komissionspräsidenten nicht gewählt.
"Der EU Komossionspräsident stand nicht zur Wahl"

Ungefähr so wie der/die Bundeskanzler/in bei einer Bundestagswahl auch nicht zur Wahl steht, gell. Was nach Ihrer Logik das Regierungssystem der Bundesrepublik auch undemokratisch macht, gell.

"... auch hat das EU Operettenparlament den Komissionspräsidenten nicht gewählt."

Also das 'Operettenparlament' lassen wir mal gehen, Sie Clown, aber der Kommissionspräsident wird von den EU-Staats- und Regierungschefs als Kandidat vorgeschlagen und MUSS VOM EU PARLAMENT BESTÄTIGT WERDEN.

Haben Sie sich mal informiert mit wieviel Stimmen die superdemokratisch ins Amt gelangte Theresa Mayim Gegensatz dazu zur Premierministerin gewählt wurde?

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ruediger 03.09.2016, 19:10
278. Hat jemand schon mal die Zahlen angeschaut?

Wer profitiert mehr vom Binnenmarkt, die Rest EU oder Großbritannien?

Die EU liefert weit mehr nach Großbritanniens als umgekehrt. Ahso profitieren wir vom Binnenmarkt und nicht umgekehrt.

Äußern wäre es für die EU gut wenn wir ein Modell für die freundschaftliche Zusammenarbeit mit befreundeten Nichtmitgliedernn finden würden. Dann hätten wir schon in der Vergangenheit nicht jeden ex Ostblock Staat sofort aufnehmen müssen.

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aleamas 03.09.2016, 19:16
279. Natürlich gibt's andere Märkte

Zitat von Liberalitärer
Ach Gott, chilenischer oder südafrikanischer Wein, japanische Autos, wenig was man nicht anderswo einkaufen kann. Öl hat man immerhin selbst. Ein paar Dinge werden sich verteuern und das ist gut so.
Wir sprechen aber hier nicht von ein paar Produkten, die es ohnehin im Supermarktregal dutzendweise gibt. Wir sprechen zum einen von dringend notwendigen Schlüsselkomponenten in Großbritanniens eigener Herstellungskette. Und zum anderen von Waren des täglichen Bedarfs, die mittlerweile zu beinahe 70 Prozent eingeführt werden. Aus der EU, wohlgemerkt.

Aber ich stimme vollkommen zu, all diese Güter dürfen gern teurer werden. Dann wird man als Verbraucher deutlich klarer sehen, was das ganze Stammtischgeschwurbel tatsächlich kostet, so im realen Leben. Das ist durchaus eine heilsame Erfahrung, die darf man den Briten nicht vorenthalten.

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