Forum: Wirtschaft
Brexit: Morgan Stanley und Citigroup planen Umzug nach Frankfurt
AFP

Die US-Investmentbank Morgan Stanley will offenbar ihren EU-Sitz nach Frankfurt verlagern. Auch die Citigroup siedelt ihre Handelssparte infolge des Brexit wohl in der Mainmetropole an. Weitere Institute könnten folgen.

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pepe-b 20.07.2017, 08:21
30. @freudentanz

Sie tanzen Ihren Freudentanz zu früh. Das Brexit-Votum ist gerade mal ein Jahr alt, die Rahmenbedingungen nach dem Brexit noch völlig unklar. Da man Umzüge von ganzen Unternehmen eher mit einem zeitlichen Horizont von 2-3 Jahren plant, ist es völlig logisch, dass bisher noch nichts passiert sein KANN. Es beginnt gerade erst. Und ichbwette darauf, dass aus Ihrem voreiligen Freudentanz sehr, sehr bald eine Trauerfeier wird.

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Mr T 20.07.2017, 10:14
31.

Zitat von pepe-b
Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen???
Natuerlich und auch andere Artikel. Die Zahlen sind relativ klein und koennen als normale Fluktuation angesehen werden. Bisher hat noch keine Bank wirklich London verlassen oder hat ernstzunehmende Plaene. Wenn Gb die eu verlassen hat und die Tories weiterregieren sollten, werden Beschraenkungen aufgehoben und neue Felder erschlossen und London wird weiter Ihre Banken haben. Frankfurter sollten doch froh darueber sein und die eu kann endlich die Banken in Der eu regulieren

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mostly_harmless 20.07.2017, 10:22
32.

Zitat von outsider-realist
Der Brexit soll einen großen Bogen um Frankfurt machen. Ich möchte als Bürger dieser Stadt kein zweites London sein. Warum soll ich mich bei unbezahlbaren Mieten und steigenden Kosten als Gewinner fühlen?
FYI: Die Anzahl der Banker pro km2 ist nicht der Grund für die Immobilienpreise in London. Die Ursache ist der in GB noch wesentlich ausgeprägtere Glaube an die durchgeknallten Thesen von Milton Friedman & Co.

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j.vantast 20.07.2017, 10:22
33. Versteh ich nicht

Zitat von spaceagency
das katStrophale deutsche Bankwesen und die mangelnde Internationalität. Frankfurt hat eine grosse Börse. Als Finanzplatz ist es hingegen weit abgeschlagen. Trotz Brexit wird London Finanzplatz 1 der Welt bleiben. Auf dem Kontinent ist die Nummer 2 übrigens Zürich.......Frankfurt Platz 10.....es gibt viel zu tun....
Was hat das deutsche Bankwesen denn nun mit Frankfurt zu tun? Ist das deutsche Bankwesen jetzt von seiner geografischen Lage abhängig? Wäre es anders wenn das deutsche Bankwesen sich in München tummeln würde?
Und die mangelnde Internationalität dürfte sich gerade wegen dem Brexit ja nun kurzfristig ändern.

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Mr T 20.07.2017, 10:28
34.

Zitat von mostly_harmless
FYI: Die Anzahl der Banker pro km2 ist nicht der Grund für die Immobilienpreise in London. Die Ursache ist der in GB noch wesentlich ausgeprägtere Glaube an die durchgeknallten Thesen von Milton Friedman & Co.
Genau, und deswegen wird sich auch kaum was aendern - falls die Torypartei an der Macht bleibt

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pythagoräische Bohne 20.07.2017, 10:37
35. @mc_os

Sicherlich berichtet die internationale, v.a. britische Presse darüber, z.B.:

https://www.theguardian.com/business/2017/jul/19/morgan-stanley-picks-frankfurt-post-brexit-hub

Genau genommen vergeht kein Tag ohne wirtschaftliche Horrormeldung. Die deutsche Presse berichtet nur über die Umzüge von Finanzinstitutionen nach Frankfurt, also nicht nach Paris, Dublin oder Amsterdam (gibt es auch, Frankfurt scheint aber Hauptgewinner zu sein).

Laut Financial Times haben sich die Investitionen in die britische Autoindustrie von 2015 bis 2017 von Jahr zu Jahr halbiert, wegen des Brexit. Alle (!) Autokonzerne (einschließlich des urbritischen Jaguar Land Rover) haben angekündigt, das UK mittelfristig zu verlassen, sollte der Gemeinsame Markt verlassen werden.

Die Industriekonzerne profitieren derzeit noch von dem niedrigen Pfund und weiterhin bestehender EU-Mitlgliedschaft. In wenigen Jahren ist Ende im Gelände.

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supergrobi123 20.07.2017, 10:42
36. Briten mieten nicht.

Nur 30% des Wohnraums ist vermietet. Der Rest wohnt im Eigentum. Im Gegensatz zur Meinung einiger Foristen, dürfte ein Abschmieren des Immobilienmarktes also bei der Mehrheit (70%) der Briten keine Jubelstürme auslösen.

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mostly_harmless 20.07.2017, 11:13
37.

Zitat von Mr T
Genau, und deswegen wird sich auch kaum was aendern - falls die Torypartei an der Macht bleibt
Die Sache ist nicht ganz unähnlich der Situation in den USA. Die "Gefahr" einer linken Regierung wird nicht in Wahlen gebannt, sondern anders. In den USA hat der DNC Bernie Sanders verhindert, und in GB wird Labour selbst Corbyn verhindern. Und Labour unter der Führung von Blair hat bekanntlich diverse Regelungen, die zur Explosion der Immobilienpreise in London führten geschaffen.

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pepe-b 20.07.2017, 11:45
38. @Mr T

Nochmal: zum gegenwärtigen Zeitpunkt KANN auch noch gar nicht viel passiert sein, da Pläne und Umsetzung von Umzügen ganzer Unternehmen viel länger dauern als 1 Jahr und weil die zukünftigen Rahmenbedingungen nach dem Brexit noch völlig unklar sind. Dass Sie das als Signal werten, dass nichts passiert, ist wirklich blauäugig. Es beginnt gerade erst und sie werden sich die Augen reiben - denn Pläne gibt es durchaus. Richtig ist, dass sich kein Unternehmen den Zugang zum größten Binnenmarkt der Welt wird entgehen lassen. Die "neuen Märkte", die sie zu erschließen glauben, gleichen diesen Verlust bei Weitem nicht aus.

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spaceagency 20.07.2017, 12:01
39. vantast - wer London verlässt

möchte ja wohl kaum in ein Land umsiedeln wo ausser der EZB nichts ist, sondern in ein Land mit einem Finanzsektor der hervoragend ist. Wenns nur um den Marktzugang ginge dann kann man auch nach Athen. Der deutsche Markt ist recht gross das Bankwesen allerdings dermassen schlecht und auf Entwicklungsland Niveau. Da geht man nur hin wenn man muss. kein G7 Land hat schlechtere Banken

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