Forum: Wirtschaft
Brexit: Schwaches Pfund - britische Reallöhne sinken
AFP

Das Brexit-Votum hat nun auch direkte Folgen für die Bürger. Weil das britische Pfund abgestürzt ist, werden Waren aus dem Ausland teurer - real haben die Briten weniger Geld zur Verfügung.

Seite 6 von 11
frankvorbeck.1 14.06.2017, 15:12
50.

Zitat von moistvonlipwik
Der allerdings ausbleibt. Im übrigen: auch bei steigenden Kursen gibt es Verlierer: exportabhängige Unternehmen geben die Einnahmenverluste nach kurzer Zeit weiter: sei es via Lohnsenkungen, sei es via Entlassungen.
So einfach stimmt das nicht. Es hängt wiederum sehr davon ab welche Rohstoffe und Vorprodukte diese Unternehmen benötigen und wo sie sie einkaufen. Für viele Unternehmen dürfte eine anziehende eigene Währung auch sinkende Einkaufspreise bedeuten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter.di 14.06.2017, 15:12
51. Erklärungsnot?

"Das dürfte die Politik zunehmend in Erklärungsnot bringen, weil die rückläufige Kaufkraft der Verbraucher zum Großteil auf das schwache Pfund und damit auf das Brexit-Votum zurückgeht.". Achso? Hier ist die Erklärung der Politik zur rückläufige Kaufkraft die auf die Schwäche des Euros im Vergleich zu DM davor zurückgeht die, dass Deutschland "am meisten von Euro profitiert". Wer das hinterfragt, der hat "die komplexen Zusammenhänge nicht verstanden". Ende der Durchsage. Von Erklärungsnot keine Spur. Warum sollte es in GB anders sein? Zumal in GB die Leute ja zum Brexit in einem Referendum gefragt wurden, anders als hier beim Euro.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mwroer 14.06.2017, 15:14
52.

Zitat von sozialismusfürreiche
Mitleid? Nein. Auch nach dieser Unterhauswahl nicht, denn der Brexit ist damit nicht rückgängig gemacht.
Warum auch Mitleid?

Durch die expansive Geldpolitik der EZB ist der Euro in Relation zu anderen Währungen doch auch abgewertet. Reallohnsenkungen haben wir also auch in Europa.

Das ausländische Waren teurer werden kann man kompensieren indem man mehr einheimische Waren kauft so verfügbar und die werden in mehr Bereichen verfügbar werden wenn es sich lohnt. So dramatisch ist das alles nicht.

Im übrigen ist der Wechselkurs jetzt etwa so hoch wie 2013 ... ging ab 2014 extrem hoch und pendelt sich jetzt wieder ein. Bei Währungen sollte man langfristiger gucken - das ist wie mit den 'massiven Kurseinbrüchen' nach der Abstimmung für den Brexit. Da ist nix eingebrochen - die sind nur vorher aufgrund von Spekulationen enorm gestiegen und haben sich danach wieder normalisiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupenreinerdemokrat 14.06.2017, 15:15
53.

Komisch, wenn ich mir das Chart Wechselkurs GBP - € der letzten 3 Jahre ansehe, schwebt das Pfund seit einem Jahr auf einem Hoch.

Fazit: seit der Brexit beschlossen wurde, ging der Kurs des GBP nach oben und die Kaufkraft der Briten stieg (was man von den Deutschen seit Einführung des € nicht behaupten kann).

http://c.finanzen.net/cst/FinanzenDe/chart.aspx?instruments=1,946684,148,402&style=snap shot_mountain_big_threeyears_3digit&period=ThreeYe ars&hash=444a83cefc1d70fcf89bdfd949566f18

Beitrag melden Antworten / Zitieren
achjott 14.06.2017, 15:15
54. Politik in Erklärungsnot?

Es gab doch ein Referendum und über die Konsequenzen der Optionen wurde monatelang aufgeklärt. Eine Mehrheit der Wahlgänger hat sich für die simplen und offensichtlich falschen Versprechen von unseriösen Rattenfängern entschieden. Was müsste denn jetzt die Politik erklären? Die Beschränktheit jener Mehrheit? Wenn nicht vorher aufgeklärt worden wäre oder keine Befragung der Wahlberechtigten stattgefunden hätte... Ist dir Politik in den USA auch in Erklärungsnot, wieso ein selbstverliebter Lügner mit Null Kompetenz für seinen Job plötzlich im Weißen Haus sitzt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter.di 14.06.2017, 15:17
55. Geld reinpumpen

Zitat von El pato clavado
die EU wird nun auch bald keinen cent mehr reinpumpen,merry old England, ihr habts ja so gewollt
Nun war GB allerdings immer Nettozahler der EU , d.h. GB hat Geld in die EU gepumpt und nicht umgekehrt. In der Tat allerdings, nicht mehr lange, die Briten haben ja so gewollt und, tolle Sachen, sie wurden gefragt und, noch besser, es wird tatsächlich gemacht was sie wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 14.06.2017, 15:17
56.

Man könnte sagen, das Pfund war jahrelang überbewertet im Verhältnis zum Euro, wegen der Nähe zu Euroland und trotz des eigenständigen Pfundes. Durch die Überbewertung auch das Aussenhandelsdefizit.
Eine Abwertung des Pfundes machte britische Waren billiger, falls sie nicht die meisten Vorprodukte schon importieren würden und die Fertigungstiefe grösser wäre. Auch eine zukünftige Einführung von Zöllen auf Seiten der EU wird das nicht besser machen.
Momentan läuft es ganz gut mit der Wirtschaft, wenn man die Arbeitslosenzahlen anschaut. Aber die Staatsverschuldung wächst seit Jahren trotz all der Kürzungen. Vielleicht weil die Firmen, denen es richtig gut geht, ihren Steuersitz nicht im UK haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 14.06.2017, 15:24
57. Ying - Yang...

Zitat von Mr Bounz
Natürlich werden die Exporte günstiger, aber wo hin soll denn exportiert werden? Den Zugang zum EU Binnenmarkt scheinen die Briten nicht zu wollen, deshalb Brexit. Und nun zu Ihrem China vergleich. England ist ein kleiner Wicht im Vergleich zu China und wenn man so klein und unbedeutend ist (ja das sind die Briten im Vergleich zur Welt) dann benötigt man Importe denn die Briten erzeugen/produzieren einfach nicht alles!
Eine sich abwertende Landes-Währung macht die Importe teurer, aber die eig. Exporte günstiger. Und forciert die eig. Wirtschaft zu Substitution, Ersetzen der Importe durch Eigenprodukte, grössere Exportfähigkeit.

Exakt das, was insbes. Griechenland, Italien, Spanien, Portugal....; aber auch Frankreich, Belgien o. Slowenien dringendst bräuchten...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muunoy 14.06.2017, 15:28
58. Warum stört Sie die Propaganda

Zitat von liberal.insanity
Aber die britischen Exportgüter werden billliger. Das ist übrigens der Gleiche Effekt, den die Chinesen durch die Währungsmanipulation bewirken. Sie halten ihre Währung künstlich niedrig, damit ihre Waren billig bleiben. Ich frage mich langsam, wann den Journalisten ihre Propaganda auf die Nerven gehen wird. Die Bürger haben von euren Weltuntergangsverschwörungstheorien die Schnauze voll.
SPON liest man doch nur wegen der Propaganda zur Belustigung. Die Headline hätte auch folgendermaßen lauten können: "Trotz Brexit: Briten leiden unter dem Wertverlust ihrer Währung genauso wie die Bewohner der Euro-Zone".
Wenn Sie eine neutrale Berichterstattung wünschen, dann schauen sie in ausländischen Medien nach. Das ist aber auf die Dauer langweilig. Ich bin z. B. gerade in Chicago und habe mir die Antisemitismus-Doku auf YouTube nur angesehen, weil auf SPON stand, dass man den Film nicht hätte veröffentlichen sollen.
Ach ja, nach 5 min war mir klar, warum ARTE und der WDR den nicht zeigen wollen. Ohne den Beitrag auf SPON hätte ich mir die Mühe gar nicht gemacht. Es lohnt sich also, auch mal Propaganda zu lesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ronald1952 14.06.2017, 15:28
59. Schon in der EWG

wollten die Engländer immer Ihre Extra Wurst haben. Nun, jetzt können die Herrschaften an Ihrer Extra Wurst knabbern so lange Sie wollen. Mitleid habe ich wirklich keines denn wie oft hat England wichtige Dinge mit irgendwelchen Voten verhindert oder gebeugt.
Sie wollten es so, jetzt bekommen Sie es so.
schönen Tag noch,

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 11