Forum: Wirtschaft
Brexit: Schwaches Pfund - britische Reallöhne sinken
AFP

Das Brexit-Votum hat nun auch direkte Folgen für die Bürger. Weil das britische Pfund abgestürzt ist, werden Waren aus dem Ausland teurer - real haben die Briten weniger Geld zur Verfügung.

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ProDe 14.06.2017, 15:34
60. naja nicht ganz Bla Bla

Zitat von Mr Bounz
Natürlich werden die Exporte günstiger, aber wo hin soll denn exportiert werden? Den Zugang zum EU Binnenmarkt scheinen die Briten nicht zu wollen, deshalb Brexit. Und nun zu Ihrem China vergleich. England ist ein kleiner Wicht im Vergleich zu China und wenn man so klein und unbedeutend ist (ja das sind die Briten im Vergleich zur Welt) dann benötigt man Importe denn die Briten erzeugen/produzieren einfach nicht alles!
Auch Deutschland ist nicht im Binnenmarkt mit China oder USA und exportiert dort auch hin. Wie kommen Sie denn darauf, dass man einen Binnenmarkt benötigt um exportieren zu können???

Und damit hat der von Ihnen zitierte Kollege recht. Im Export wird England damit wettbewerbsfähiger (ganz ohne Lohnkürzungen!!)
Für manchen Engländer könnte das Reallohn Steigerungen bedeuten da er plötzlich Arbeit findet. Könnte. Denn von heute auf morgen passiert gar nichts.
Auch werden die Importe nicht zwingend teurer. Nur dann wenn die Verträge in USD, EUR oder anderer Fremdwährung vereinbart sind. Und selbst wenn die Importe teurer werden kann man ja die billigeren inländischen Produkte kaufen.

Zu China - niemand produziert alles. Und auf Importe zu verzichten ist kein Ziel. Schon gar kein erstrebenswertes. Deswegen betreibt man ja Handel. Dass die Währung jedoch ein Mittel ist um Wettbewerbsfähigkeit zu erzeugen zeigt China und wäre auch hilfreich für Länder wie Italien, Frankreich oder Griechenland. Zumindest gegenüber Deutschland wo die Löhne und der EUR viel zu niedrig im Vergleich mit dem Rest der EU ist.

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Flari 14.06.2017, 15:41
61.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Komisch, wenn ich mir das Chart Wechselkurs GBP - € der letzten 3 Jahre ansehe, schwebt das Pfund seit einem Jahr auf einem Hoch. Fazit: seit der Brexit beschlossen wurde, ging der Kurs des GBP nach oben und die Kaufkraft der Briten stieg (was man von den Deutschen seit Einführung des € nicht behaupten kann).
Sie müssen einen Chart schon richtig herum lesen!
Klicken Sie mal hier die drei Jahre an:

https://www.onvista.de/devisen/GBP-EUR-GBP-EUR

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nic 14.06.2017, 15:50
62.

Das Pfund war sowieso überbewertet und geht jetzt in Richtung Normalität.

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nic 14.06.2017, 15:52
63.

Zitat von Thoregon
Nichts weiter. Weder haben sie auf den Kurs des Pfunds Einfluss noch habe sie den Brexit verursacht. Wo da Propaganda sein soll, müssen Sie erst mal zeigen. Viel mehr als von Weltuntergangsverschwörungstheorien haben die Bürger von Verschwörungstheoretikern wie z.B. Ihnen die Schnauze voll, um Ihre Wortwahl zu verwenden. Dieses ständige destruktive Geschwätz ist ein absolutes Ärgernis. Falsch ist es natürlich überdies.
Nein, sie berichten nicht (mehr), sondern versuchen Meinung zu machen. Ein enormer Unterschied zur reinen Berichterstattung.

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liberal.insanity 14.06.2017, 15:56
64. Die Schweiz hat den Franken lange an den EURO gekoppelt.

Und selbst für die Schweiz ist der Euro zu schwach.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/franken-freigabe-schweiz-kapituliert-vor-schwachem-euro-a-1013151.html
Zitat:
'Jahrelang hat die Schweizer Nationalbank dafür gesorgt, dass man für einen Euro möglichst viele Franken bekam. Jetzt musste sie aufgeben - zu stark sind die Kräfte, die den Wert des Euro nach unten ziehen. Der Schweiz droht ein Wirtschaftseinbruch.'

Warum beklagen die Journalisten nicht den zu schwachen Euro?
Aufgrund des Potentials der deutschen Wirtschaft ist der Euro für die Deutschen massiv unterbewertet und für alle übrigen Länder (ausgenommen A, NL) massiv überbewertet.
Also schafft die EU hier nicht Gleichheit oder Fairness, sondern ein Pulverfass für die Existenz der EU.
France and Greece Heavily Disadvantaged by Euro as Germany Benefits
http://www.worldeconomics.com/WorldPriceIndex/WPI.efp
Deutschland profitiert von einem, bezogen auf die Leistungskraft der deutschen Wirtschaft, extrem schwachen Euro ungemein und lebt sehr gut davon.
Und jetzt kritisieren die Journalisten den schwachen Pfund. Die Briten müssen den Pfund niedrig halten, wenn sie ihre Wirtschaft schützen wollen.
Und gerade jetzt bei den BREXIT Prozess ist das enorm wichtig.

Und ja sie haben Recht. Die DE Exportüberschüsse würden deutlich zurückgehen, wenn man die D-MARK einführen und sie entsprechend massiv aufwerten würde.
Ich weiß der Artikel kritisiert den schwachen Pfund und gleichzeitig vermeidet die Kritik an dem schwachen D-EURO.
Damit sieht man, dass die Kritik an dem Schwachen Pfund unberechtigt ist.
Wenn die Bürger in UK aufgrund des schwachen Pfund leiden, dann müssten die gleichen Journalisten sich um die Bürger in Deutschland kümmern, die aufgrund des schwachen D-Euro leiden.
Welche Vorteile an einer starken Währung haben die Low-Performer Länder in der EU.
Wie z.B. Griechenland oder Portugal.
Ja sie können günstig einkaufen und Schulden machen.
Also sie leben auf Pump für gewisse Zeit. Und irgendwann ist die Party vorbei und kein Geld mehr da.
Siehe was jetzt in Griechenland passiert. Das Land liegt am Boden.
Die Reanimationsversuche für die dortige Wirtschaft bringen nicht.
Die Währung ist für Griechenland einfach zu stark.
Ja klar haben die Griechen durch den Starken Euro zwischen 2001 und 2010 schön auf Pump leben können.
Für die großen Player in der Weltwirtschaft ist die ökonomische Stärke = Export.
Und wenn man eine unterbewertete Währung hat, dann profitiert man davon.
Das ist unbestritten.

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auweia 14.06.2017, 15:57
65. Grazie!

Zitat von derBob
Dieses "Ich bin das Volk"-Geplärre geht mir dermaßen auf dem Geist. Es mag ja sein, dass Sie als insane die Schnauze voll haben. Mit welchem Recht erdreisten Sie sich für "die Bürger", zu denen ich mich auch zähle, allgemein zu sprechen. Lassen Sie das gefälligst!
Vielen Dank für Ihren Einwurf, bin auch immer genervt von Leuten die ihre eigene Meinung für Volkes Stimme halten.

PS: Das kann auch schon aus dem Grund nicht sein, weil ja bereits meine Meinung Volkes Stimme wiederspiegelt ;-).

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w.diverso 14.06.2017, 15:57
66. Waren aus dem Ausland werden teuerer

Zitat von liberal.insanity
Aber die britischen Exportgüter werden billliger. Das ist übrigens der Gleiche Effekt, den die Chinesen durch die Währungsmanipulation bewirken. Sie halten ihre Währung künstlich niedrig, damit ihre Waren billig bleiben. Ich frage mich langsam, wann den Journalisten ihre Propaganda auf die Nerven gehen wird. Die Bürger haben von euren Weltuntergangsverschwörungstheorien die Schnauze voll.
Sehr hinkender Vergleich. Wenn ein Land mehr exportiert als importiert, dann kann eine schwächer werdende Währung von Vorteil sein. Das ist im Falle Chinas so, aber da GB mehr importiert als exportiert, ist es unter dem Strich für die Arbeitnehmer von Nachteil.

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Oskar ist der Beste 14.06.2017, 16:03
67. das Problem des BREXIT...

...für die britische Wirtschaft liegt ganz woanders als bei albernen Wechselkursschwankungen. Dafür ist das britische Pfund viel zu unbedeutend, weltwirtschaftlich gesehen. Das eigentlich Problem ist, daß sich Uk vom größten Binnenmarkt der Welt abnabelt und eigentlich keine Alternative anzubieten hat. Und schlimmer noch, man glaubt, daß ein Drittland (z.b. Australien) bereit wäre, mit UK ein besseres Handelsabkommen abzuschließen als mit mit der EU bzw. das die EU das zulassen würde.

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peter.di 14.06.2017, 16:03
68. Interessant ist, wie es jeweils dargestellt wird

Wenn der Euro schwach ist, dann heißt es, dass "Deutschland am meisten profitiert". Wenn das Pfund schwach ist, dann heißt es, die "britische Reallöhne sinken".

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hausfeen 14.06.2017, 16:04
69. Was haben die Briten uns anzubieten?

Zitat von liberal.insanity
Aber die britischen Exportgüter werden billliger. ...
OK. Orangenmarmelade aus UK könnte billiger werden. Kurzfristig. Vorübergehend.Bis Zoll fällig wird in beide Richtungen. Dann wird es richtig teuer. Deswegen kommt der weiche Brexit nach norwegischem Modell und May geht.

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