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Brexit-Streit bei G20: Japan warnt Briten vor No-Deal-Szenario
REUTERS

Das war nicht sehr diplomatisch: Vor dem Beginn des G20-Gipfels wendet sich Japans Außenminister an die Briten - und droht im Fall eines Brexits ohne Deal mit Konsequenzen.

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interessierter Laie 28.06.2019, 07:04
70. @RalfHenrichs

Wie naiv. Natürlich will man dort auch noch Produkte verkaufen - solange die Briten die noch bezahlen können. Aber wenn die Briten in japanischen Werken ihre Jobs verlieren, gibt es gleich wieder ein paar tausend weniger solvente Kunden. Und "Freihandel braucht Zeit" bedeutet im weniger diplomatischen Klartext: Wir werden keinesfalls die bestehenden Abkommen mit der EU auf GB übertragen. Wir werden neu verhandeln und die Bedingungen werden für GB ohne Deal mit der EU wohl schlechter sein. Das kennen die Briten auch bereits. Das haben bislang nahezu alle gesagt, denen GB bisher diese Wolkenkuckucksheim-Deals angetragen hat. Kurz: Jeder neue Vertrag wird mit britischen Zugeständnissen bezahlt.

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trulala 28.06.2019, 07:09
71. Wacht endlich auf!

Drohung? Was haben die Briten denn erwarten, was passiert wenn sie aus dem europäischen Markt aussteigen? Hier wurden doch nur deutlich die Konsequenzen des Brexit aufgezeigt.

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spon-facebook-10000232597 28.06.2019, 09:27
72.

Zitat von thorgur
Wo war denn da die Drohung ? Der ganze Artikel klingt weitaus reisserischer als die Wahrheit eigtl. ist. Das ist Bild Niveau Spiegel-Online....
Für diplomatische Verhältnisse, und da wird anders gesprochen als am Stammtisch, ist das ziemlich deutlich und kann als Drohung aufgefasst werden. Wir Deutsche sind mit der uns eigenen sprachlichen Arroganz in der Umgangssprache und im Business nicht für subtile Botschaften bekannt. Deshalb fällt uns bei so einer Äußerung die Drohung nicht sofort auf.

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123rumpel123 28.06.2019, 09:28
73. xxx

Zitat von Newspeak
Das Aushandeln des Freihandelsabkommens mit den Mercosur Staaten hat 20 Jahre gedauert und ist immer noch nicht beschlossen, aber die Briten glauben sie bekommen 20 Abkommen in einem Jahr. Mindestens.
Sie verwechseln da was.

Die EU hat 27 Einzelstaaten mit gefühlten 1000 Regionen, die alle ihren Schaafs- , Feta- oder sonstwas geschützt haben wollen.

Wenn Sie wissen wollen wie schnell so etwas geht, sehen Sie sich das Vorrats-Freihandels-Abkommen zwischen der Schweiz und GB an.
War eine Sache von ein paar Monaten.

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ambulans 28.06.2019, 09:29
74. >thorgur (#2, oben),

Zitat von thorgur
Wo war denn da die Drohung ? Der ganze Artikel klingt weitaus reisserischer als die Wahrheit eigtl. ist. Das ist Bild Niveau Spiegel-Online....
kleine hilfestellung, wenn sie die implizite drohung des japanischen außenministers nicht verstanden haben sollten. er brachte sinngemäß zum ausdruck, dass das UK - im no deal-fall - natürlich erst einmal nach den allgemein üblichen WTO (welthandelsorganisation)-regeln mit jedermann auf dieser welt handel treiben könnte. die sind allerdings erheblich un-günstiger als alles, was das UK z.zt. als EU-bypack für sich in anspruch nehmen kann. irgendwann später (wenn dieser wirklich dumme kleine junge - gemeint ist hier zar boris I. - nicht mehr an der macht ist) kann man ja mit einem "schlaueren" nachfolger (so die spezifische ironie im statement des japanischen außenministers) wieder über zukünftiges reden ...

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123rumpel123 28.06.2019, 09:30
75. xxx

Zitat von willibaldus
Ausserdem hat Japan schon einen Freihandelsvertrag mit der EU.
Freihandelsabkommen kann man haben wie Sand am Meer.

Allerdings wird hier die Rechnung ohne den Blick auf die Sicherheitsallianzen gemacht. Japan bekommt die Lektion gerade von Trump.
Die Amis wollen Sicherheitsallianzen mit fairem Handel verbinden. Ende.

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decathlone 28.06.2019, 09:32
76. Kein Land ist eine Insel...

Zitat von binibona
Ja nicht mehr alleine, mit seiner notorischen Einmischung in die internen Belange anderer Demokratien.
... nicht einmal UK. Wenn man so radikal mit den Nachbarn bricht, ist klar, dass in einer globalisierten Wirtschaft sehr viele andere Länder und deren Unternehmen betroffen sind. Japans Autoindustrie nutzt UK als Produktionsstandort in der EU. Wenn die Briten so einfach die EU verlassen, kann ich verstehen, dass die Japaner ein wenig sauer sind. So wie Boris Johnson Milliarden für den NHS versprochen hat, wenn die Briten aus der EU austreten, dürfen natürlich auch die jap. Autobauer darauf hinweisen, dass sie ihre Fabriken in UK dann schliessen. Das ist eine zutiefst inländische Angelegenheit. Es werden viele Briten ihre Jobs verlieren. Die Japaner verlieren viel Geld, dass sie im Vertrauen auf den Status Quo investiert haben, und es kann keiner erwarten, dass sie da weiter reinbuttern, wenn die Wagen in der EU nicht mehr verkauft werden können, weil die Werke hinter Zollschranken stehen.

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peter.teubner 28.06.2019, 09:53
77. Demokratie ist halt

wenn die Wirtschaft bestimmt wo es langgeht. Die Briten hatten eine Entscheidung nach den demokratischen Spielregeln und jetzt im Nachhinein wollen Wirtschaftsleute, noch dazu aus dem Ausland, das ändern. Wir sollten mal allen Mut zusammennehmen und für unsere Regierungsform einen ehrlichen Namen erfinden. Dieses rumgeeier ist doch lächerlich.

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radlrambo 28.06.2019, 10:02
78. Jeden Tag eine Falschnachricht

Zitat von 123rumpel123
.. Und verlieren will man den britischen Markt auch nicht, das signalisiert das Interesse an einem Handelsabkommen mit den Briten.
Das´freut das Trollherz! Geht es Íhnen jetzt besser?

Japan hat ausdrücklich ebenfalls undiplomatisch darauf hingewiesen, dass es nicht wirklich vorhat ein separates Handelsabkommen mit Kleinbritanien abzuschließen. Wenn doch, dann zu Konditionen welche die Briten nicht gefallen werden.

Die Inder wollten gar nur dann ein Abkommen. wenn LB eine PFZ mit Indien zustimmt.

Sie haben doch Google? Schauen sie mal rein, jedes Kleinkind kann dort erfahren, welche Falschnachrichten Sie hier, natürlich unabsichtlich und ohne Geld dafür zu bekommen, verbreiten. Sie sollten SPON dafür danken, dass es ihnen die Bühne für ihre Fakenews kostenlos zur Verfügung stellt.

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calinda.b 28.06.2019, 10:28
79. DIe Politiker arbeiten nicht bei Nissan

Denen ist das so wurscht wie das nationale Gesundheitssystem.

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