Forum: Wirtschaft
Brexit
AFP

Der geplante Brexit wirkt sich schon jetzt auf die britische Wirtschaft aus. Die Inflation sprang im August auf fast drei Prozent. Grund ist vor allem das schwache Pfund.

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Leo Löwe 12.09.2017, 12:52
10. Zu den vielen

Zitat von Samuell
...und wenn die Inflationsrate 10% betrage sollte. Für die Rückgewinnung der nationalen Souveränität, dürften viele gern etwas tiefer in die Tasche greifen.
gehören Ihrer Meinung nach ganz offenbar auch die vielen! sozial Schwächeren, Rentner u. andere, die sich bislang keinen der hübschen Landsitze rund um Oxford oder ein Jagdanwesen in Schottland leisten konnten, sondern nach wie vor rechnen müssen, welche Ausgaben nach Miete, Strom u. Lebensmittel evtl. noch machbar sind. Diese Personengruppen geben einen Dreck auf die angeblich wiederzugewinnende nationale Souveränität, mit der sie sich im wahrsten Sinn des Wortes eben nichts "kaufen" können. Ob Sie es glauben oder nicht, aber nicht alle Briten gehören zur "Upper Class", und diejenigen, die alle lt. und hysterisch für den Brexit und "make Britain great again" getrommelt haben, könnten - je nach Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung - ggf. am eigenen Geldbeutel die Konsequenzen der angeblich wiederzugewinnenden Freiheit und Unabhängigkeit zu spüren bekommen. Bislang sieht es m. M. n. noch nicht so aus, als ob das Empire wieder auferstehen würde. Im Gegenteil, wenn man die "Brexit-Beauftragten" Davis u. Koll. agieren sieht, muss an eher fürchten, dass 2019 die Briten mit "leeren" Händen dastehen könnten.

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Denkt mal selber nach 12.09.2017, 12:52
11.

Zitat von joG
...froh endlich Inflation im Euro zu bekommen. Man versucht sie anzuheizen seit Jahren und bekommt es nicht hin.
Ja, es bringt halt nicht, wenn man damit die Ungleichheiten nicht mehr ausgleichen kann, weil der Währungsraum einfach so riesig, die Unterscheide so groß sind und es vor allem nicht auch eine Transfer gibt. Die EZB kann den Zins niedrig und die Inflation halten, doch das am Ende hilft es Deutschland mehr als dem schwachen Rest. Abwerten geht eben auch nicht mehr.
Da die Inflation in erster Linie der Lohnentwicklung folgt, ist im Euroraum keinerlei Besserung zu erwarten.

An diesem strukturellen Fehler wird der Euro vermutlich bald zebrechen. Was übrig bleiben wird, ist großes Misstrauen unter europäischen Nationen und ein isoliertes Deutschland.

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sasma 12.09.2017, 12:54
12. Manchmal sind Fakten mehr wert, als ein pöbelnder AFD-Stammtisch

Zitat von joG
...froh endlich Inflation im Euro zu bekommen. Man versucht sie anzuheizen seit Jahren und bekommt es nicht hin.
... die Prognosen für die Inflation in Deutschland 2017 beträgt 1,8% und in Griechenland 1,25%. Die Teuerungsrate in Frankreich beträgt im März im Vergleich zum Vorjahr bei 0,7%. Was meinen Sie mit "anzuheizen" und "bekommt es nicht hin" ... kann es sein, dass Sie einfach keine Ahnung haben?

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kumi-ori 12.09.2017, 12:58
13.

2,9% ist ja jetzt nicht wirklich so wahnsinnig viel, zumal das ja die Teuerung für ein ganzes Jahr ist. Allerdings täten die Engländer gut daran, schon mal ihre Weinkeller und Ersatzteillager aufzufüllen, bevor in eineinhalb Jahren der große Run einsetzt, und dannwird es wirklich teuer und Kredite werden dann vielleicht gar nicht mehr so leicht zu bekommen sein.

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plutinowski 12.09.2017, 12:59
14.

Zitat von Samuell
...und wenn die Inflationsrate 10% betrage sollte. Für die Rückgewinnung der nationalen Souveränität, dürften viele gern etwas tiefer in die Tasche greifen.
Das glauben Sie doch wohl selbst nicht ;)

Wer für den Brexit ist, erwartet vieles. Z.B. weniger Ausländer. Aber mit Sicherheit nicht eine Verschlechterung seiner eigenen wirtschaftlichen Lage.

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mohamed_kd 12.09.2017, 13:01
15. EU-Mitgliedschaft ist Freiwillig. Wer nicht mehr will, darf auch gehen

Das der Austritt aus dem Club sich komplizierter darstellt als die Kündigung bei einem Mobilfunkanbieter ist doch klar. Bemerkenswert ist es trotzdem es trotzdem: Die Nachteile zeigt sich jetzt schon, obwohl Sie ja noch voll Mitglied sind. Will nicht wissen was am ende passiert. Die 5 Stärkste Wirtschaftsnation werden wahrscheinlich nicht mehr sein...

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DonCarlos 12.09.2017, 13:04
16. Was waren noch das Hauptargumente für den Brexit?

Zitat von Samuell
...und wenn die Inflationsrate 10% betrage sollte. Für die Rückgewinnung der nationalen Souveränität, dürften viele gern etwas tiefer in die Tasche greifen.
Die Briten würden zu viel nach Brüssel überweisen. Es ging nachrangig um Souveränität. Geld war das Hauptargument der Brexit-Befürworter und jetzt erklären solche, die Souveränität dürfe halt was kosten. Wahrscheinlich den einfachen Briten mehr als eine EU-Mitgliedschaft.

Was glauben Sie eigentlich wie der normale Brite vom Handel nach dem Brexit abgehockt wird, mit der Begründung: nicht mehr in der EU...

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eisenfuss66 12.09.2017, 13:07
17. Abwarten und Tee trinken

Zitat von B.Borowski
Die Briten haben eine historische nationale Entscheidung getroffen und ihr Selbstbestimmungrecht wieder zurück geholt! Das so etwas nicht ohne zeitweilige Turbulenzen und auch zeitweilige negative Folgen ablaufen kann ist wohl nicht schwer einzusehen. Die Zukunft wird es aber wohl erweisen, dass dieses die richtige Entscheidung war - nicht die nationale Identität gegen die Gier nach momentanen materiellen Vorteilen aufzugeben. Der m.E. unvermeidliche Crash des Euro-Systems wird die Briten für ihre mutige Entscheidung belohnen.
Unabhängig davon, wie man zum Thema "Selbstbestimmungsrecht" in einem Staat steht, in dem Regierungen sehr häufig von deutlich weniger als der Hälfte der abgegebenen, gültigen Stimmen gebildet werden, bleibt die zukünftige Entwicklung in GB abzuwarten.
Wo soll das Wachstum in GB herkommen? Es gibt nur noch sehr wenig produzierende Industrie, dafür einen großen Anteil des Dienstleistungssektors. Dieser Dienstleistungssektor verlagert sich aber gerade in seinem lukrativsten Industrien (Banking) ins Ausland oder ist massiv von Billig-Arbeitskräften aus dem Osten der EU abhängig. Und diese Billig-Arbeitskräfte dürfen dann nicht mehr in dieser hohen Zahl in GB arbeiten. Daher stelle ich mir die Frage, woher der Aufschwung kommen soll.
Auf der anderen Seite haben sich sehr viele Briten dieses Szenario gewählt. Wenn es also zu mehr oder minder großen Einbrüchen im Einkommen kommt, dann ist das ein selbstgewähltes Schicksal. Alles gut also ;-)

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ditor 12.09.2017, 13:11
18. GB hatte drei Jahre lang ungewöhnlich niedrige Inflation

Schaut man auf historische Werte, so hatte GB die letzten drei Jahre eine ungewöhnlich niedrige Inflation. Wenn 2% das Ziel sein sollen wäre das Ganze eine gute Nachricht.

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jokel.stiller 12.09.2017, 13:11
19.

Hier wird seit Jahren uns eingetrichtert, dass ein schwacher Euro für Deutschland ganz toll sei, beim britischen Pfund soll es plötzlich nicht mehr so sein.
GB wird seine Steuern weiter reduzieren und Dank seiner schwachen Währung wettbewerbsfähiger sein und Investoren anlocken. Vor allem wird die Zuwanderung begrenzt und dies kommt den "schon länger dort Lebenden" zu Gute, da der Faktor Arbeit nicht ständig entwertet wird.

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