Forum: Wirtschaft
Brexit: Überschwemmen die Amerikaner Großbritannien bald mit Chlorhühnchen?
DPA

Nach dem Brexit müssen die Briten neue Handelsabkommen schließen - auch mit den USA. Die dringen bereits auf freien Marktzugang, viele Briten fürchten schlechtere Lebensmittelstandards.

Seite 2 von 5
alpstein 01.03.2019, 18:04
10.

Zitat von mb2018
Na endlich sind die Briten nicht mehr dem Joch der europäischen Lebensmittel- und Umweltvorschriften unterworfen. Befreit von dieser Diktatur können Unternehmen aus In- und Ausland bald das stolze und freie britische Volk wieder mit lebensgefährlichem Dreck füttern, ohne dass irgendein despotisches Gesetz das verhindert. Auch die Natur kann dann endlich wieder nach Belieben verdreckt und zerstört werden. Abwasser darf wieder ungeklärt ins Meer geleitet und Abgase ungefiltert in die Luft geblasen werden. Allein dafür hat sich der Brexit doch schon mehr als gelohnt, oder?
Was für ein Quark. Umweltgesetze gab es schon lnge in allen Staaten vor oder ohne EU. Die EU sorgt nur für einheitliche Standards

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mime-sis 01.03.2019, 18:05
11. schmeckt widerlich

Zitat von Erythronium2
Obwohl mir die Vorstellung von "Chlorhühnchen" auch nicht gerade das Wasser im Munde zusammen laufen lässt, wäre es für die Gesundheit der Konsumenten besser, diese zuzulassen. Denn schlimmer als das Chlor sind die durchfallerregenden Bakterien, gegen die es gedacht ist.
Hab in Mexiko mal Chlorhühnchen im Ami-Supermarkt erwischt. Chlorhühnchen schmeckt einfach widerlich. Konnte keine zwei Bissen essen. Bin daraufhin mit unserer mexikanischen Putzfrau auf den Markt gegangen und habe mir zeigen lassen, wie man Fleisch auf dem lokalen Markt kauft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heino.dengel 01.03.2019, 18:05
12.

Abseits der Hünchen, ist es so, dass beim Handel der größere und stärkere Partner im Vorteil ist. UK ist es damit eher nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantrid 01.03.2019, 18:07
13. Freie Fahrt für genmanipulierte Lebensmittel

Ja, wenn es nur das Chlor-Hühnchen wäre. Da warten noch ganz andere Leckereien auf unsere scheidenden EU-Mitbürger. Da britisch-amerikanische Verhandlungen noch nie auf Augenhöhe stattgefunden haben, ist leicht zu erahnen, wer beim Pokern um den nächsten Deal das Royal Flush auf der Hand sind. Tipp: Die mit der Königin sind es nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
V for Vendetta 01.03.2019, 18:14
14. Lieber Chlor als Antibiotica

Wenn ich die Wahl zwischen einem einmal kurz in Chlor getauchten US Huhn und einem Antibiotika-verseuchten europäischen Huhn habe, nehme ich ersteres gerne.

Superresistente Keime sind ein größeres Problem als ein paar Salmonellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wise_guy 01.03.2019, 18:23
15. Chlor im Trinkwasser ok aber nicht zur Desinfektion von Hühnerfleisch?

In Deutschland wird Chlor im Trinkwasser zur Desinfektion von Keimen benutzt. Mancherorts schmeckt man das richtig. Im Schwimmbad sowieso. Ich habe in Amerka schon viele Hühnchen gegessen, keins hat nach Chlor geschmeckt. Wieso das eine gut ist, das andere schlecht soll mir mal einer Erklären. Vielleicht haben die Amerikaner ja sogar höhere Standards was die Keime in Hühnerfleisch betrifft. Und dann das Wort "überschwemmen". Als ob eine riesige Welle von Hühnchen auf England niedergehen wird. Leider sinkt SPON immer mehr auf Bild-Zeitung Niveau.... Schade....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bdroege 01.03.2019, 18:43
16. Vorteil Chlorhuhn

Dank Chlorbehandlung muss man der Produktion/Mast nicht so sehr auf Hygiene achten und kann dadurch viel billiger produzieren. Die Zustände die bei Wiesenhof damals für Skandale gesorgt haben sind in den USA teilweise quasi sterile Ställe mit vorbildlichen Tierschutz.

Daher sollte man die Chlorbehandlung bei Lebensmitteln umfassend zulassen damit die Rendite bei der Fleischproduktion erhöht werden kann. Auch kann Fleisch (z.B. von kranken Tieren) das bisher aufgrund der Keimbelastung für den menschlichen Verzehr aufbereiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
locust 01.03.2019, 18:44
17.

Aha. Brexit-Befürworter gehen als von gleichbleibenden oder sogar besseren Standards aus. Nett. Zitiert wird demzufolge jemand, der sich auch schon vor dem Votum in Stellung brachte und sich dem Lügen-Karussell anschloss. Warum dürfen solche Leute überhaupt noch irgendetwas von sich geben, wenn man ihnen doch nachweisen kann, dass sie öffentlich gelogen haben. Ach, stimmt ja, das Forum hier erklärt es ja umgehend. Die Menschen scheinen belogen werden zu wollen und sind zudem bereit Lügen als Wahrheit weiter zu verkaufen. Chlorhühner sind ihrer Meinung nach also ungefährlicher als der natürliche Verwesungsprozess. Das nenne ich mal Logik. Einfach mal nicht jeden Tag Fleisch fressen müssen und schon bedarf es keiner 'Erhaltungschemie'. Wann fangen wir eigentlich mal an diese ganzen marktradikalen Spinner, die sich selbst und andere hassenden Menschen auszubremsen, anstatt Ihnen das 'gutmenschliche Diskursfeld' zu überlassen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jeby 01.03.2019, 18:51
18.

Zitat von Erythronium2
Obwohl mir die Vorstellung von "Chlorhühnchen" auch nicht gerade das Wasser im Munde zusammen laufen lässt, wäre es für die Gesundheit der Konsumenten besser, diese zuzulassen. Denn schlimmer als das Chlor sind die durchfallerregenden Bakterien, gegen die es gedacht ist.
Anscheinend bringt das Chlorbad aber überhaupt nichts. Die Bakterien überleben.

https://www.theguardian.com/world/2018/may/26/chicken-health-fear-chlorine-washing-fails-bacteria-tests-brexit-salmonella-listeria

Hinzu kommt, dass die Geflügelindustrie in den USA anscheinend fast alles machen darf, was sie wollen. So dürfen Hähnchen viel dichter gehalten werden als in der EU, was zu mehr Krankheiten führt. Das ist auch aus Tierwohlgründen abzulehnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
practicus 01.03.2019, 18:52
19. Das Chlorhühnchen

ist völlig ungeeignet, um aus dem Wegfall von EU-Einschränkungen ein Problem zu machen.
Beim bekannten Durchseuchungsgrad europäischer Antibiotica-Hühnchen mit multiresistenten Keimen ist es sogar ein Vorteil.
"Natriumhypochlorit", wie das Zeug wirklich heißt, desinfiziert in geringsten Konzentrationen recht zuverlässig und beeinträchtigt den Geschmack überhaupt nicht, wenn es richtig angewendet wird. Immerhin ist es auch bei der Trinkwasseraufbereitung weitverbreitet, ohne dass bei richtiger Dosierung Geschmacksprobleme beim Trinken oder damit zubereiteten Speisen auftreten. Die "Chlorhühnchen-Kampagne" beim Kampf gegen TIPPS war eine klassische "Fake-News"-Aktion zum Nachteil er europäischen Verbraucher.
Die große Zahl von Lebensmittelvergiftungen in den USA liegt an den dortigen Essgewohnheiten und dem Umstand, dass jeder ein Restaurant oder Fast-Food-Bude aufmachen kann - nicht mal die rudimentäre lebensmittelrechtliche "Unterweisung" ist Vorschrift, die bei uns jeder angehende Gastwirt absolvieren muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5