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Brief an 40.000 Mitarbeiter: Lufthansa-Vorstand warnt vor Problemen im Kerngeschäft
Lufthansa

Die Lufthansa-Spitze schlägt Alarm: In einem Brief an die Belegschaft haben zwei Vorstandsmitglieder des Unternehmens nach SPIEGEL-Informationen vor Problemen im Passagiergeschäft gewarnt. Es drohe "eine gefährliche rote Zone".

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happy2010 07.02.2015, 13:49
110.

Zitat von thesmile
Vielen Dank dass auch mal einen Beitrag ohne LH Bashing gibt und die postiven Seiten aufgezeigt werden. Schade dass hier nahezu keiner auf den Artikel selber eingeht, sondern lieber auf Lufthansa und deren Personal kritisiert, meist auch noch zu unrecht. Denn wie schon einige hier geschrieben haben sind es nicht die Mitarbeiter die den schlechten Service bringen, sondern das Management, welches nicht in der Lage ist, die Mitarbeiter mitzunehmen, sondern nur noch versucht, für die Aktionäre alles an Geld aus den Unternehmen zu pressen. Wenn die Lage so "ernst" wäre wie es hier im Artikel oder im MA brief steht, müssten die Aktionäre schon längst eine Gewinnwarnung erhalten haben..ergo riecht das Ganze eher nach Einschüchterung, da nun in allen Bereichen Traifverhandlungen anstehen, weil Verträge ausgelaufen sind oder auslaufen.
Sie schwingen die alte Neidkeule

"Die da oben ziehen sich "Fantastilliarden rein", da könne man doch locker mehr bezahlen wenn denn nur....

Was Sie und Ihre pauschalen Neidgenossen eint, das ist folgendes:
Null Faktendiskussion zur Kostenstruktur

Oder können Sie erklären wie die Lufthansa bei Kabinenpersonalkosten, bei Flughafenpersonalkosten 30% und mehr über der Konkurrenz auf Dauer bestehen soll?

Und nein, da sind keine Fantastilliarden für "Aktionäre" eingerechnet

Und wer sich bei der LH etwas auskennt der weis, dass die Kostenstruktur die letzten 15 Jahre immer mehr zum Kernproblem des Konzerns wurde

Und wenn man nach den Ewiggestrigen und Bestandsbewahrern handelt, dann läuft es auf einen lupenreinen Bankrott in einigen Jahren hinaus.
Natürlich in die Länge gezogen durch Restrukturierungsprogramm XYZ, sinkenden Aktienkursen, dadurch folgenden Zukäufen von Heuschrecken.....
Aber hauptsache der 63 Jährige Betriebsratschef verteidigt die gute "alte" Zeit auf Kosten der Kollegen

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thesmile 07.02.2015, 14:53
111. @happy2010

Wo habe ich was über "Fantastilliarden rein" geschrieben. Nirgends.
Die Kostenstruktur bei LH ist in der Tat hoch, aber das betrifft zumeist ALT-Verträge der MA. Wenn Sie mal die heutigen Anfangsgehälter in nahezu jedem Konzernbereich der LH ansehen (auch in der Kabine), dann glaube ich kaum, dass Sie dafür arbeiten wollten, schon gar nicht in Frankfurt oder München. Das Management will selbst diesen Niedrigverdienern noch mehr abverlangen und dafür fehlt mir das Verständnis. Wer schlecht bezahlt wird, wird kaum motiviert sein freundlichen und guten Kundenservice zu leisten, was aber für 5Star notwendig ist.

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schümli 07.02.2015, 14:56
112. kenterziege......ich geb ihnen in allem recht

ein kleiner Fehler. Deutschland ist 4. Industrienation nicht driite. USA CHINA JAPAN......Dann lange nichts und dann Deutschland, Frankreich und Italien in kleinen Abständen

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xihongshi 07.02.2015, 15:03
113. Ohne geringere Kosten geht es nicht

Der Yield bricht ein, das sind Anpassungen an die Mitbewerber. Ein immer kleinerer Teil des Marktwachstums kann mitgenommen werden, so dass der Yieldeinbruch nicht durch Wachstum kompensiert werden kann. Die Kosten müssen deshalb angepasst werden, daran führt doch kein Weg vorbei. Das Bemühen der Lufthansa ist deshalb unbedingt richtig. Natürlich darf der Kunde dabei nicht außer Acht gelassen werden, denn der Umsatz bestimmt das mögliche Kostenvolumen, nicht umgekehrt.

Lufthansa hat in der Vergangenheit auf Outsourcing gesetzt, und zwar nicht an konzerneigene Töchter, sondern ganz nach außen, wo niedrige Personalkosten billigen Einkauf der Leistung ermöglichen. Den Hochverdienern in der Lufthansa ist dies offensichtlich nicht klar. Also wird fleißig weiter gekämpft gegen die angeblich ungerechten Bemühungen. Strategisch müssten sich alle Mitarbeiter fragen: Wie können wir billiger produzieren, so dass unsere Arbeitsplätze erhalten bleiben? Allein dies ist der Schlüssel.

Auch der Angriff auf die "Nebenleistungen" wie IT ist ein Irrweg. IT ist für eine Airline ein strategischer Kern. Und im übrigen ist die in eine Tochtergesellschaft ausgelagerte IT der Lufthansa ein Gewinnbringer, und einzelne IT Sparten, die nicht wirtschaftlich sind oder nicht Airline-Kernkompetenz darstellen, werden ja gerade verkauft.

Gerade weil die Lufthansa ein so sehr mit deutschem Image verbundenes Unternehmen ist, sollten wir uns alle hinter sie stellen, statt unqualifiziert Billigflieger in die Hände zu spielen, die so ein Unternehmen am liebsten kaputt machen möchten.

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conrath 07.02.2015, 15:16
114. Ein fataler Trend. ..

...hat auch LH erfasst: Low cost Airlines fliegen von hoch von den Bundesländern, Kreisen und Städten subventionierten Flughäfen, auf denen lachhafte Gebühren erhoben werden. Die Bezahlung der Mitarbeiter ist niedrig, es wird die maximale Zahl der Stunden geflogen. Ausbildung und Lizenzerwerb und -erhalt sind Privatsache der Crew. Sie haben den 'regulären' Airlines die Passagiere. Die Airlines der Emirate übernehmen den Rest: die Grossflughäfen dort sind hoch subventioniert, die Kosten für die Airlines praktisch vernachlässigbar. Da fällt der Verbleib in der Premiumleague LH schwer. Die Sozial- und Personalkosten sind ggw. nicht konkurrenzfähig in diesem ökonomischen Umfeld. Das ist das Dilemma.

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happy2010 07.02.2015, 15:25
115.

Zitat von thesmile
Wo habe ich was über "Fantastilliarden rein" geschrieben. Nirgends. Die Kostenstruktur bei LH ist in der Tat hoch, aber das betrifft zumeist ALT-Verträge der MA. Wenn Sie mal die heutigen Anfangsgehälter in nahezu jedem Konzernbereich der LH ansehen (auch in der Kabine), dann glaube ich kaum, dass Sie dafür arbeiten wollten, schon gar nicht in Frankfurt oder München. Das Management will selbst diesen Niedrigverdienern noch mehr abverlangen und dafür fehlt mir das Verständnis. Wer schlecht bezahlt wird, wird kaum motiviert sein freundlichen und guten Kundenservice zu leisten, was aber für 5Star notwendig ist.
So kommen wir der Problematik schon näher

Das Problem ist doch sehr simpel

Wenn Einstegslöhne gezaht werden, die laut Ihnen schon niedrig sind, die der Konkurrenz aber noch niedriger sind, dann kann die LH das Spielchen mitmachen, oder muss eben den Geschäftsbereich, bei dem diese Lohnniveaus gezahlt werden, dichtmachen

Wenn das nicht geschieht wird der Personalkostenmix den ganzen Konzern ins Verderben führen

In KEINEM Fall lässt sich die LH Misere ALLEINE mit Managementfehlern und/oder Gehältern erklären

In diese Richtung bewegt sich aber die linke Argumentationslinie hier

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hevopi 07.02.2015, 15:46
116. Da waren ja die Streikaktionen

richtig hilfreich. Jetzt wird eine Entlassungswelle folgen und das Unternehmen schrumpfen müssen, war das das erklärte Ziel der Gewerkschaft?

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Istvan Kereszty 07.02.2015, 16:51
117. LH-Service

Wir (meine Frau und ich) haben im April 2014 eine Sitzplatzreservierung für den Flug LH 772 am 9. Dez. 2014 bezahlt und bestätigt bekommen. Beim Einchecken haben wir erfahren, dass der Flugzeugtyp geändert wurde und - entgegen der veröffentlichten Richtlinien - später buchende Passagiere diese Plätze in der von uns gebuchten Notausgangsreihe erhalten haben. Unsere Reklamation im LH Service Center in FRA war ergebnislos, da die dortigen Mitarbeiter ihre Ahnungslosigkeit mit Arroganz und Überheblichkeit tarnen wollten und uns falsche Auskünfte erteilt haben. So mussten wir den Hinflug auf "normalen" EC-Plätzen antreten. Wir hoffen nur, dass die LH-Verantwortlichen diese Zeilen lesen und uns wenigstens für den Rückflug am 4. März 2015 (LH773) unsere gebuchten Plätze in der aktuellen(!) Notausgangsreihe zusagen können.

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thesmile 07.02.2015, 18:05
118. @Istvan Kereszty

Irgendwas stimmt an Ihrer Geschichte nicht. Das Service Center ist hier nicht zuständig, sondern das Gate und dort der FM (Flight Manager). Wenn Sie das Merkmal Exit Row bezahlt haben und dafür auch geeignet sind (also kein Kind oder Over age und gebrechlich) bekommen Sie den Sitz auch wieder zugeteilt und andere werden umgesetzt.

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PolitBarometer 08.02.2015, 14:39
119.

Zitat von Mihe
Haben Sie denn überhaupt eine Ahnung was man so bei der LH verdient? Und damit meine ich nicht die Zahlen die in der Presse kussieren, sondern die tatsächlichen Zahlen. Als Vielflieger sollten Sie sich außerdem darüber im klaren sein, dass die gesamte Crew in erster Linie für Ihre Sicherheit an Bord verantwortlich ist und nicht für Ihr Wohlergehen. Und trotzdem sind die Flugbegleiter bei der LH im Vergleich zu fast allen europäischen- und Golfairlines überaus nett und zuvorkommend. Dass das Personal irgendwann gegen die Misswirtschaft der Geschäftsführung rebelliert war abzusehen und ist auch gut so! Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Als damals Schlecker pleite ging wurde nur über die schlechte Bezahlung der Angestellten geredet und jedem taten die Angestellten leid. Dass man bei der LH als Kabinencrewmitglied viele Jahre keinen Cent mehr verdient, wird bei den meisten vollkommen vergessen oder es interessiert niemanden. Hier sind erstmal nur alle pauschal überbezahlt. Und die Damen und Herren haben weiß Gott mehr Verantwortung ... Achja, und dass sich die Geschäftsführung die letzten Jahre satte Bonis auszahlen hat lassen und die Belegschaft regelmäßig mit dem Ofenrohr ins Gebirge schaut wird auch fröhlich ignoriert!
Da sehen Sie die Prioritäten aber völlig falsch. In erster Linie ist die LH wie jeder andere Fluggesellschaft ein DIENSTLEISTER. Und dem hat es nun mal in allererster Linie um das Wohlbefinden seiner Passagiere zu gehen.
Damit werben die Unternehmen der Branche ja schliesslich regelmäßig in ihren unzähligen Werbespots, Flyern und Katalogen.
Sicherheit ist zudem kein Geschäft, sondern eine notwendige Massnahme und machmal auch eben nur ein lästiges Übel. Und eines bitte nicht vergessen: Wenn die Kacke dann wirklich mal richtig dampft, also quasi kurz vor Absturz, ist sich doch aus reinem Überlebenwillen eh jeder selbst der Nächste. Allso am besten das Thema Sicherheit und Verantwortung an Bord nicht überbewerten.

Aber abgesehen davon; wer bitte macht den Job "Flugbegleiter" bzw. "Kabinenpersonal" auf Lebenszeit? Oh Mann, das ist ganz schön anspruchslos und unrealistisch, gerade was junge Männer in diesem Metier angeht. Bei den Frauen beendigt sich das automatisch ab einem gewissen Alter bzw. abflauender Telegenität. Sonst nichts Anständiges gelernt, aber heute London, morgen Tokyo und dann wieder ab in Richtung Karibik. Ein Leben mit mehr Schein als Sein; völlig perspektivlos und unreal. Dafür kann man nicht ständig mehr Geld verlangen, sorry.

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