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Brief an 40.000 Mitarbeiter: Lufthansa-Vorstand warnt vor Problemen im Kerngeschäft
Lufthansa

Die Lufthansa-Spitze schlägt Alarm: In einem Brief an die Belegschaft haben zwei Vorstandsmitglieder des Unternehmens nach SPIEGEL-Informationen vor Problemen im Passagiergeschäft gewarnt. Es drohe "eine gefährliche rote Zone".

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happy2010 07.02.2015, 00:45
80.

Bemerkenswert

Entweder soll der Service oder die Managementgehälter schuld sein
Das der Faktor Personakosten schuld sein kann, das ist für die Masse unvorstellbar

Die Masse hier erinnert mich an diejenigen, die am eigenen Ast sägen und über andere ablästern.

Wers genauer wissen will:
Schaut mal was andere Airlines so an Steuern zahlen
Schaut mal, was woanders der durchschnittliche PERSONALKOSTENFAKTOR pro Fluggast liegt

Wer dann noch rumpoletet, dass es an Managementgehältern liegt, der sollte nochmal in die Schule gehen

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humptata 07.02.2015, 01:41
81. Ja ja, die Gehälter bei Lufthansa...

Zitat von Mihe
Haben Sie denn überhaupt eine Ahnung was man so bei der LH verdient? Und damit meine ich nicht die Zahlen die in der Presse kussieren, sondern die tatsächlichen Zahlen. Als Vielflieger sollten Sie sich außerdem darüber im klaren sein, dass die gesamte Crew in erster Linie für Ihre Sicherheit an Bord verantwortlich ist und nicht für Ihr Wohlergehen. Und trotzdem sind die Flugbegleiter bei der LH im Vergleich zu fast allen europäischen- und Golfairlines überaus nett und zuvorkommend. Dass das Personal irgendwann gegen die Misswirtschaft der Geschäftsführung rebelliert war abzusehen und ist auch gut so! Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Als damals Schlecker pleite ging wurde nur über die schlechte Bezahlung der Angestellten geredet und jedem taten die Angestellten leid. Dass man bei der LH als Kabinencrewmitglied viele Jahre keinen Cent mehr verdient, wird bei den meisten vollkommen vergessen oder es interessiert niemanden. Hier sind erstmal nur alle pauschal überbezahlt. Und die Damen und Herren haben weiß Gott mehr Verantwortung ... Achja, und dass sich die Geschäftsführung die letzten Jahre satte Bonis auszahlen hat lassen und die Belegschaft regelmäßig mit dem Ofenrohr ins Gebirge schaut wird auch fröhlich ignoriert!
Da hat sich vor 15 Jahren eine Schere aufgetan, als unfähige Unterhändler seitens der Firmenleitung sich in Gespräche mit Spartengewerkschaften haben ziehen lassen.

Seither gehen die Gehälter für die Streifenhörnchen ab wie'n Diskus, erst in Reihe 0, dann auch hinten bei den Serviererinnen.

Bei den Deppen am Boden bleibt alles wie im letzten Jahrtausend, moderate Tarifabschlüsse, der Firma geht es ja nicht so gut, wegen de Streifenhörnchen...

Ach ja - eine Gruppe habe ich noch vergessen: das Management!

Jürgen Weber ist in den 90ern Chef geworden, weil die Kandidaten, die von Helmut Kohl für diese Position ins Gespräch gebracht hatte, nicht bereit waren, diesen Job für etwas unter 500 TDM per anno zu machen.

Gut, dieses Gehalt ist dann bereits während Webers Dienstzeit deutlich erhöht worden, aber richtig abgegangen sind die Zahlen erst hinterher.

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ph.latundan 07.02.2015, 02:04
82. die probleme sind ....

Zitat von harry099
schon lange reibt man sich die augen, wenn man als vielflieger beobachtet, mit welchem selbstverständnis viele lh-mitarbeiter/innen KEINEN service bei gleichzeitig hohem gehalt erbringen.
die probleme sind seit jahrzehnten bekannt.

service, mittelmaessig bis schlecht, auch in der first-class

ignorieren der budget-airlines, zu spaetes handeln u. dann muss man sich noch fragen ob das alles so richtig ist. wie sagte tony fernandes, etablierte airlines koennen keine budget-airline fuehren.

zugeringe politische einflussnahme gegen das ausbreiten der golf-airlines in dtld u. europa.

wenn die lufthansa jetzt nicht zu potte kommt, dann wird sie (lh) eine mittelmaessige lokale deutsche airline bleiben.

das top-management hat halt viele, zu viele fehler gemacht.

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chopperreidhere 07.02.2015, 03:41
83. Activist Investor

Bei der Firma braucht's einfach mal nen Activist Investor. 1. Lobbyarbeit: Es kann nicht sein, dass sowohl Berlin als auch Brüssel zulassen, dass Etihad die Air Berlin durchfüttert. 3. Ausstattung: Natürlich kannst du nicht immer die neusten Flieger haben, dass ist für ein nicht subventioniertes Unternehmen nicht drin. Aber die Ausstattung kann man sehr wohl in kürzeren Abständen updaten und generell auf ein höheres Niveau heben. Wie will ich den einen britischen Banker davon überzeugen mit der Hansa nach Asien zu fliegen, wenn ich ihn dann mit nem popligen 319er von LHR nach MUC fliege. 3. Marketing: ich kann mich nicht erinnern, wann ich auf cnbc oder Bloomberg den letzten LH Spot gesehen habe. Quatar bietet die Stars vom FC Barcelona an und diese Hansa?? Wofür sponsern die die Bayern? Perception is Reality.

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tutnet 07.02.2015, 04:17
84. Schwachsinniger Vergleich mit Easyjet und Turkish Airlines

Lufthansa ist auf dem besten Weg, sich selbst abzuschaffen. Der Service ist leider unterdurchschnittlich und die Ticketpreise überdurchschnittlich.
Die Ausgliederung der Flüge an Germanwings war der Sargnagel.

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pro-fessor 07.02.2015, 04:39
85. Pleite

Ich halte die Pleite der LH für unvermeidbar. Seit Jahren habe ich als Vielflieger der ausschließlich nach dem Kosten/Nutzenverhältnis bucht (ich zahle nicht selber gehe aber mit Firmenmitteln so sparsam um als ob es eigenes Geld wäre und lass mich nicht von Bonuspunkten ködern) keinen LH-Flug mehr gebucht.
Vielleicht überspannen die aberwitzigen Gehälter für Piloten einfach den Bogen. Es gibt keinen anderen Lehrberuf , der solche maßlosen Geldforderungen erzwingt.

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kenterziege 07.02.2015, 04:42
86. Das ist absolut meine Einstellung und ...

Zitat von bjorn.beyersdorff
Die Preise sind hoch, der Service in der Regel bescheiden. Ich bin lange Jahre fast ausschliesslich Lufthansa geflogen, bis LH einfach mal die erworbenen Meilen im Wert heruntergesetzt hat, seither fliege ich meine Meilen ab und weiche, wo es geht auf günstigere Angebote aus. Die Eco, Business- und First-Class fallen sowohl in Sachen Service und Ausstattung hinter anderen Airlines zurück... .
....Erfahrung. Die LH checkt nichts! Als Vielflieger will ich ordentlich behandelt werden. Dann hängt man lange in der Hotline und bekommt das Angebot, schneller verbunden zu werden, wenn man einen englischsprachigen Mitarbeiter akzeptiert. Ich spreche ganz gut Engisch. Aber wenn ich von Deutschland aus anrufe, will ich bei einer deutschen Airline einen deutsch sprechenden Mitarbeiter haben. Die Premium Economie wurde viel zu spät eingeführt. Und die Möglichkeit noch kurz vor Abflug abzugraden ( per Auktion ) ist bei LH wahrscheinlich organisatorisch eine zu große intellektuelle Hürde. Da fliegen bleiben in der BC Plätze frei und man kann Selbstbeherrschung gutes GELD da nicht hin.
Ich habe auch meine Meilen abgeflogen und fliege abei anderen nur noch Business! Es war ein richtiger Festtag das Mailenkonto bei LH quitt zu haben. Ich zahle noch mit einer LH Card - bis die abläuft - meine Flüge bei anderen und die LH merkt es noch nicht mal. Dann kommt noch das früher nie gekannte Streikrisiko dazu!
Für mich war es das nach über 40 Jahren!

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jojack 07.02.2015, 06:05
87. Bedingt konkurrenzfähig

Selbst auf der Langstrecke ist die Lufthansa nur bedingt konkurrenzfähig. Zumindest in Richtung Asien sind viele außereuropäische Wettbewerber billiger und besser. Das gilt vor allem für die Business und Economy, wo der Komfort bei den Golf-Airlines, Singapore Air und einigen anderen deutlich besser ist. Oder man fliegt mit Fluglinien aus China zwar nicht bequemer, aber dafür deutlich günstiger. Lediglich beim Flugverkehr in die Vereinigten Staaten ist man mit Lufthansa immer noch besser dran als mit den ganzen US-Airlines. Insofern muss Lufthansa an die Kosten ran, sonst nimmt denen Emirates und Co. die Butter vom Brot.

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pfzt 07.02.2015, 06:29
88.

Zitat von kazookie
Perfekt, gehts den Angestellten zu gut oder fordern sie zu viel, dann packt man als guter Vorstand die unterschwellige Jobangst aus ! Schon kuscht ein Teil und die nächsten Lohnverhandlungen werden sehr viel angenehmer aus Führungssicht !
So sehe ich das auch. Traurig ist auch das sich hier bereits die ersten Beklatscher dieser Strategie finden. Nach dem Motto: "Bloß nicht zu viel Lohn an die frechen Angestellten zahlen!" Das diese aber den Gewinn erwirtschaften wird geflissentlich ignoriert. Und nachher weinen wieder alle rum das die Gesellschaft vor die Hunde geht, weil keiner mehr Geld verdient und alle arm geworden sind.

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Chewbacca73 07.02.2015, 06:31
89. Verhältnis von Preis zu Leistung stimmt (meist) nicht

Ich fliege viel geschäftlich und Langstrecke, daher auch meistens Business Class. Da mein Arbeitgeber bezahlt, muss ich mich an gewisse Regeln halten und kann nicht einfach den nächstbesten Flug buchen wie's mir gefällt. Wen wundert's - der Preis ist das erste Kriterium, und da fällt LH meist schon durch's Raster. Wenn ein Flug nach Chicago, Shanghai oder Peking bei LH mehr als EUR 1.000 über den Angeboten vergleichbarer, namhafter Carrier liegt, ist die Kranich-Linie aus dem Rennen.

Jetzt soll mir bitte keiner damit kommen, dass das alleine an den teuren Piloten oder Stewardessen liegt - Sozialneididioten vergessen meist, dass die Fixkosten für den aktuellen Betrieb eines Fluges nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen. Der größere Teil der Kosten entsteht durch einen ineffizienten Overhead, und daher ist eine Strukturreform der Organisation sicherlich eine angemessenen Maßnahme. Vielleicht fängt der Vorstand zuerst bei sich selbst an? Aber nein, soviel Selbstreflektion traue ich den Herren dann doch nicht zu.

Eine andere Dimension tut sich auf, wenn man die tatsächlich erbrachten Leistungen vor, auf und nach dem Flug betrachtet: Das Personal der LH ist in der Regel gut bis sehr gut, aber alles andere fällt dann schon deutlich ab. Der Kabinenausstattung, z.T. der Qualität aber definitive der Größe der Portionen, das Bordprogramm, etc. sind merklich einem Spardiktat unterworfen, dass mich selbst bei Preisgleichheit fast immer zum Konkurrenzunternehmen treibt.

Ich muss Dienstreisen abrechnen. Und wenn mir durch den deutschen Fiskus schon zwangsweise meine Verpflegungspauschale gekürzt wird, weil es auf Langstreckenresien "immer was zu Essen gibt", dann will ich nicht mit einem Schälchen mit drei Apfelscheiben als "Frühstück" abgespeist werden.

Kabinenumrüstungen sind ebenfalls ein Punkt, der bei mir Unverständnis auslöst: Bei FLugzeiten von 8 bis 12 Stunden und Terminen gleich nach der Ankunft ist es sinnvoll, wenn man sich auf dem Flug etwas ausruehn kann. Warum fällt es LH so schwer, diese Anforedrungen zeitnah umzusetzen? Andere haben schon seit Jahren flache Liegesitze, LH bejubelt seit letztem Jahr diesen "Meilenstein" - den die Konkurrenz schon vor Jahren hinter sich gelassen hat.

Ach ja noch ein Nachtrag: Codeshare-Flüge von anderen StarAlliance-Mitgliedern kosten für meine Hauptstrecken bei LH im Mittel ca. EUR 500 mehr. Umgekehrt sind LH-Flüge bei den anderen StarAlliance-Anbietern kaum teurer gegenüber dem Originalpreis vom LH. Da kann man sehr deutliche sehen, wo bei LH der (Kosten)Hase im Pfeffer liegt...

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