Forum: Wirtschaft
Brief an Abgeordnete: DGB fürchtet Verwässerung des Mindestlohns
DPA

In der schwarz-roten Koalition ist ein Streit um den Mindestlohn entbrannt. Teile der Union wollen die Dokumentationspflichten bei Minijobbern abschaffen - und finden Gehör bei der Kanzlerin. Nun schickt der Gewerkschaftsbund einen Warnbrief.

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observerlbg 23.01.2015, 07:45
1. Den Weg zurück ins 19. Jahrhundert

werden auch die schwachen Großgewerkschaften nicht verhindern. Es gibt einen breiten Konsens bei den Entscheidern sowohl in den "Volksparteien" als auch im Establishment, das "Fußvolk" zu entrechten. An sich weniger problematisch, der Michel läßt ja alles mit sich machen und führt nur sinnlose Scheingefechte (Pegida...). Nur der Rest Europas findet das gar nicht witzig, dass das wirtschaftlich mächtigste Land der EU zum Billiglohnland verkommt. Es wird noch spannend, das ich das noch erleben darf auf meine alten Tage ;-)

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Reissack 23.01.2015, 07:48
2. wo ist das Problem?

Alternative anbieten.
Arbeitszeit dokumentieren mittels Handy und App ( ja, jetzt hat wieder niemand eines)
Gibt es schon sehr gut ausgereift. Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Finanzamt, Krankenkasse erhalten die Daten in Echtzeit.
Man wird sehen, wie sofort wieder nach Einführung der manuellen Erfassung geschrien wird, da "kreativer" zu handhaben.
Die Lobbyarbeit scheint Früchte zu tragen. Kommt jetzt der nächste Merkelsche Fallrückzieher?

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tangoxy 23.01.2015, 08:12
3. Der DGB...

hat gut reden. Der DGB zahlt weder Löhne und Gehälter noch macht er die Arbeit die er fordert. Hier werden den kleinen Unternehmen zusätzliche Kosten und Aufgaben aufgebürdet die Existenz gefährdet sein können. Notwendig ist das jedenfalls nicht. Unglaubliche Arroganz des DGB

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crazy_swayze 23.01.2015, 08:18
4.

Welche Unternehmen dokumentieren denn NICHT die Arbeitszeit sowie den Stundenlohn ihrer Arbeitnehmer? Warum ist das also ein Bürokratiemonster, wenn es ohnehin schon gemacht wird?

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iwd 23.01.2015, 08:23
5. Na klar

Schaff es ab. Der Mindestlohn macht so schön die Leute ärmer.
Ich höre immer wieder, wie Schwarzgelder angeboten werden und Arbeitszeiten über die reguläre Zeit hinausgehen zu "entlohnen".
Nimmt man es nicht, droht die Entlassung oder man geht halt umsonst arbeiten.
Bei anderen kürzt bzw. streicht man die Zuschläge ein und letztendlich hat man weniger als vorher.
Wieder etwas, was nicht mal halbfertig ist.

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nic 23.01.2015, 08:32
6.

Mir war von Anfang an klar, dass das schief geht. Die SPD wird mit Sicherheit "trotz vehementer Gegenwehr" einknicken. Und das war's dann mit dem Mindestlohn. Aber immerhin haben 70% der SPD Mitglieder für die GroKo bestimmt. Wann erkennen die wohl, dass da irgendwas schief läuft. Nächste Bundestagswahl sehe ich die SPD bei 18%.

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derandereblick 23.01.2015, 08:33
7. Das Papier nicht wert

Das ganze Mindestlohngesetz ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Praktika etwa sollen vergütet werden, wenn sie länger als drei Monate dauern. Seitdem gibt es nur noch dreimonatige Praktika, die dann bei Bedarf über eine Schwester- oder Tochterfirma weitergeführt werden. Entweder man ist im Ministerium zu blöd, solche offensichtlichen Schlupflöcher vorab zu erkennen, dann gehören alle Verantwortlichen rausgeschmissen, oder - und das ist wahrscheinlicher - man lässt bewusst solche Lücken. So kann man sagen "Wir tun was für die kleinen Leute", ohne es aber wirklich zu tun.

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myoto 23.01.2015, 08:35
8. Oh welch Wunder

Zum Einen ist das Dokumentieren ein gewisser Aufwand (und ja, für die Firmen ist der immens und wirklich bescheiden).

Das es zu Verwässerungen kommen wird war doch klar, da wird eine große Partei die wir gut kennen schon für sorgen. ;)

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quadraginti 23.01.2015, 08:39
9. Spenden

Wer zahlt der CDU mehr Spenden:
Der Arbeiter Egon Matzke aus Bochum, der Industrielle Aldous Gapez oder der Bankier
Warenfried von Hethmann?
Na also.

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