Forum: Wirtschaft
Briefgeschäft: Zahl der Subunternehmer steigt rasant
DPA

Der deutsche Briefmarkt ist hart umkämpft: Die Deutsche Post und ihre privaten Wettbewerber setzen

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naklar? 15.04.2014, 11:18
20. Briefpost zu erhalten und dann ...

... noch ungeöffnet wird immer mehr zum Glücksspiel. Aber selbst ein Postfach ist nicht die Lösung. Ständig werden auch dort die Sendungen falsch verteilt. Fast jeden Monat finde ich einen Brief vor mit Hinweis: die Sendung wurde leider bei Hr. X oder Frau Y. im Postfach vorgefunden.

Ich hoffe, die elektronische Post wird bald überall anerkannt. Derweil ist ja nur Post zwischen Geschäftsleuten vollständig per Fax (auch Gerichtsfest) zulässig.

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naklar? 15.04.2014, 11:28
21. Dieses Sub Sub Geschäft ist mal wieder ...

... nur gut für die Arbeitslosenstatistik. Ein ehrlicher Umgang mit wirklicher Arbeitslosigkeit und_oder Unterbeschäftigung würde unserer Gesellschaft mittel bis langfristig mehr dienen. Derzeit findet nur eine Vernichtung von noch gut bezahlter Arbeit statt. Aber die Bürger, welche das Spiel noch nicht durchschauen werden von Tag zu Tag weniger. Es wird schon bald stürmische Zeiten für die Politik bedeuten. Die Schlafwagen- und Kaffeekränzchen-Politik neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Und das ist gut so!!!

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Locusta 15.04.2014, 12:03
22. Ausgewogenes Lohn-/Leistungsverhältnis?

Zitat von redwed11
Mit diesem Weiterreichen von Arbeit an immer mehr Sub-Sub-Sub Unternehmen wird erstens die Leistung verschlechtert und werden zweitens die Löhne gedrückt. Damit gibt es Verlierer bei den Verbrauchern und bei den Beschäftigten.
Dieses Weiterreichen von Arbeit ist reine Bürokratie, bei der in den Zwischenstufen kein Mehrwert entsteht.

Von den Preisen, die der Kunde bezahlt, steckt jede bürokratische Zwischenstufe einen Teil in die Tasche und schiebt den Rest samt der unerledigten Arbeit weiter.

Am Ende bleibt für den, der die Arbeit leistet, ein lächerliches Almosen. Dessen Motivation und Arbeitsqualität geht allerdings auch gegen NULL.

D.h., das Lohn-/Leistungsverhältnis am Ende der Kette (beides nahe NULL) dürfte in etwa ausgewogen sein.

Nicht ausgewogen ist das Preis- /Leistungsverhältnis für den Kunden. Der bezahlt für eine kaskadenartige Bürokratie nacheinander geschalteter Kettenverträge, die nichts zur Dienstleistung beitragen, für die er als Kunde bezahlt hat.


Zitat von redwed11
Hier sollte endlich die Politik eingreifen, um diese verheerende Entwicklung endlich zu stoppen, bei der die Verbraucher und die Beschäftigten die großen Verlierer sind. Denn die Wirtschaft wird alles tun, ohne Rücksicht auf die Menschen, um ihre Gewinne zu steigern.
Das ist allerdings eine höchst eigenartige Forderung. Die Rot/Grüne "AGENDA-Politik" mit den sog. "Hartz-Gesetzen" trägt nämlich für diesen Mist die Verantwortung.

Solange die JobCenters arbeitslose Bürger in derartige Jobs zwingen können, sorgt der Staat höchstselbst für reichlich "Kanonenfutter".

Der Staat, der seit der "AGENDA-Politik" eine Beschäftigungsideologie nach dem Muster der DDR betreibt, hat "die Wirtschaft" zur Gehilfin gemacht.

"Die Wirtschaft" hält ehemals freie Bürger zu Dumpinglöhnen unter Beschäftigung und Kontrolle und darf den Reibach, der sich damit erzielen lässt, einbehalten.

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dasdondel 15.04.2014, 12:21
23. agenda 2010

@Locusta: Es wird langsam alt immer wieder darauf herumzureiten, dass dies eine ROT/Grüne Erfindung ist. Spätestens seit 2009 hätte die CDU dominierte Regierung das ändern können. Also Fordern Sie lieber die aktuelle Regierung auf was zu tun, anstatt lediglich Schuldzuweisungen auszusprechen.

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Locusta 15.04.2014, 19:13
24. Schuldzuweisungen.

Zitat von dasdondel
@Locusta: Es wird langsam alt immer wieder darauf herumzureiten, dass dies eine ROT/Grüne Erfindung ist. Spätestens seit 2009 hätte die CDU dominierte Regierung das ändern können. Also Fordern Sie lieber die aktuelle Regierung auf was zu tun, anstatt lediglich Schuldzuweisungen auszusprechen.
Welche Forderungen ich ausspreche, überlassen Sie bitte mir.

Wenn es Sie beruhigt: Ich habe bisher JEDE Regierung angegriffen, die die "AGENDA-Politik" gebilligt und fortgeführt hat.

Und selbstverständlich verzichte ich nicht auf Schuldzuweisungen. Das wäre ja noch schöner!

Politiker sind für ihr Handeln verantwortlich.

Unter Rot/Grün wurde die "AGENDA-Politik" umgesetzt. Also hat ROT/GRÜN zweifellos Schuld. Es ist bekannt, dass an diesem AGENDA-Müll sowohl die Ministerialbürokratie, als auch Leute von McKinsey, Roland Berger etc. beteiligt waren.

Trotzdem zeichnet die damalige Rot/Grüne Regierung verantwortlich. An dieser Schuld ändert die schönste Ausrede nichts!

Und ganz besonders im Hinblick darauf, dass ROT jetzt wieder mit in der Regierung sitzt, wollen wir doch nicht vergessen, dass die SPD seinerzeit ihre angebliche Klientel, den arbeitenden Bürger, entrechtet und entmündigt hat.

Auf dem Thema reite ich solange herum, bis die Rechte des arbeitenden und des arbeitslosen Bürgers wieder hergestellt sind.

Die Ankündigung, dass Langzeitarbeitslose weiterhin mit Billigstlöhnen abgespeist werden dürfen, lässt keine Wiederherstellung bürgerlicher Rechte erkennen.

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Locusta 15.04.2014, 19:41
25. Sozialneid gegen Kundenerwartungen.

Zitat von kone
[...]Wettbewerb nicht mit Kreativität und Innovation, sondern mit Lohndrückerei auf dem Rücken der Beschäftigten bestritten wird. [...] wie neoliberales Gedankengut, einmal zum dogmatischen Popanz erhoben, sich gegen abhängig beschäftigte Menschen richtet. [...] tatsächlichen und schwerwiegenden Folgen von Hartz4 ... ! [...]jedem klar sein, der die rot-grüne Agenda 2010 immer noch bejubelt!
Wenn der "real existierende Sozialismus", die DDR-Ideologie Ihrer Ansicht nach "neoliberal" war, dann stimmt das wohl. Die DDR war Vorreiter der heutigen Zumutbarkeit JEDER Arbeit - und sei es zum Dumpinglohn.

Die "AGENDA-Politik" wurde unter ROT/GRÜN mit Billigung des gesamten Parteienspektrums umgesetzt.

Aber nicht nur Politiker haben dies gebilligt, sondern auch eine aufgehetzte, gehirngewaschene Masse von SOZIALNEIDERN.

Politiker haben gegen Arbeitslose gehetzt, sie als "Sozialschmarotzer" hingestellt, die "auf Kosten anderer leben" und die "bis Mittags ausschlafen", während andere zur Arbeit gehen.

Eine breite Masse hat den Propagandaköder geschluckt und hat mit in die Hetze eingestimmt:

JAWOHL, so forderte der SOZIALNEIDER, die "faulen Säcke" sollen morgens aufstehen und einer Arbeit nachgehen. Und sei es in Leiharbeit, "1€-Jobs", als unbezahlte Praktikanten oder in sonstigen Dumpinglohn-Verhältnissen.

Jetzt hat "der empörte SOZIALNEIDER", was er im Einklang mit der Politpropaganda gefordert hatte:

Viele Leute, die sonst arbeitslos wären, arbeiten irgendwo als Bürokräfte oder Disponenten in der kaskadenartigen Kette nacheinander geschalteter Subunternehmerverträge (einschließlich Leiharbeit und Freelancer-Zuhälterei).


Diese Leute gehen jetzt - wie von Politik und aufgehetzten Massen gefordert – einer Tätigkeit nach. JA, viele Subunternehmen schaffen viele Arbeitsplätze. Allerdings keine produktiven Arbeitsplätze. Trotzdem verschlingt diese wirtschaftlich sinnlose Tätigkeit Geld. Das Geld der Kunden.

Diese Leute in den "Zwischenunternehmen", sind damit beschäftigt, einen Teil der Kundengelder abzuschöpfen und den Rest – zusammen mit der unerledigten Arbeit – an andere weiterzureichen.

Sie schlafen nun nicht mehr bis zum Mittag. Sie sind irgendwie tätig. Allerdings nicht so, wie sich das der SOZIALNEIDER vorgestellt hatte.

Irgendwann – am Ende so einer Kette – stehen tatsächlich dann Leute, die die eigentlich gewollte und benötigte Arbeit zum Dumpinglohn so schlecht erledigen, dass Lohn und Leistung in einem halbwegs ausgewogenen Verhältnis stehen.

FAZIT:

Der Sozialneider bezahlt in seiner Funktion als Kunde teuer für seine Forderung, andere sollten morgens aufstehen und einer Tätigkeit nachgehen.

Und er kann sich in seiner Funktion als zahlender Kunde schwarz ärgern.

Hätte er die Arbeitslosen mit ihrer Stütze in Ruhe gelassen, wäre ihn das mit Sicherheit nicht teurer gekommen.

Und er müsste sich nicht über immer schlechter werdende Qualität ärgern.

Sozialneid und Kundenerwartungen stehen miteinander in Konkurrenz.

Dort, wo der Sozialneider zum Kunden wird, bekommt er sofort die Quittung für seine hirnrissigen Forderungen an andere.

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hotgorn 16.04.2014, 09:08
26.

Privatisierung wie bei der Bahn wo das unternehmen wohl Gebühren für das Schienennetz erhebt aber bei der Wartung schludert ist schlecht zwar haben die Konkurrenten der Bahn schickere Züge aber bezahlen die Leute schlechter. Auch die Privatisierung der Energiekonzerne ging schief. Bei der post kann es noch schlimmer kommen leider kann nicht jeder Briefträger Schriftsteller werden wie Charles Bukowski. Hallo Frau Merkel bitte aufwachen.

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Lazarus Long 16.04.2014, 11:52
27. "Gute gelbe Post" ?

Zitat von bimak
Dagegen hilft nur ein Mittel: Zurück zur guten alten gelben Post als Alleinanbieter. Die Marktöffnung hat nicht nur hier fatal versagt. Privatisierung um jeden Preis hat halt ihren Preis. Das sollte auch "die EU" bedenken.
Sie belieben zu scherzen, werter Mitforist. Die 'gute gelbe Post' ist ein bösartiger Monopolist der mittlerweile auf allen Erdteilen in Kartellklagen verwickelt war (und ist).
Das Geschäftsmodell von DPWN/DHL beruht zu einem erheblichen Teil auf nicht gesetzeskonformer Anwendung der gefahrgutbezogenen Transportvorschriften. Schauen Sie aml auf Auktionsplattformen was da so alles verschickt wird - undeklariert per Post oder DHL, in jedem Falle illegal. Wer glaubt dass die DHL/DPWN tatsächlich nicht weiss was gewerbliche Versender mit mehreren hundert Verkäufen täglich versenden wird selig (oder ist DPWN-Mitarbeiter).
Die Einnahmen aus dem Briefmonopolgeschäft haben dazu geführt, dass DPWN sich eine weltweit marktführende Stellung im Logistikbereich zusammengekauft hat (Übernahme von Exel, AEI, Danzas...) und diese Stellung in marktverzerrender Weise auch nutzt.
Der Service ist fast überall besser als bei DPWN-DHL, insofern...es wird Zeit, dass ein mutiger STaatsanwalt (so es Ihn den gäbe) das Gefahrgutbeförderungsgesetz, den ADR, die ICAO TI und die UPU-Konvention in die Hand nimmt und diesen Aktivitäten, die nicht anders als kriminell genannt werden können nachgeht.

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Locusta 16.04.2014, 13:19
28. Wettbewerb völlig unverstanden.

Zitat von hotgorn
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Das Problem ist: Da haben einige offensichtlich nicht verstanden, was Wettbewerb ist.

Etwa um 2002 wurde die Forderung laut "wir brauchen mehr Wettbewerb". Einer quatschte das hirnlos dem anderen nach. Ganz so, als sei "mehr Wettbewerb" ein Allheilmittel, bei dem man nur stetig die Dosierung erhöhen müsse.

Selbstverständlich führt eine hirnlose Erhöhung der Dosierung auch bei "mehr Wettbewerb" zu einer Art "Vergiftungserscheinung", durch die Werte vernichtet werden.

Wer geglaubt hat, durch Heerscharen von MINI-Zustellunternehmen, die zusätzliche (überflüssige) Infrastrukturen etablieren, könne qualitativ attraktive Zustellung immer billiger und billiger werden, ist mit dem Klammerbeutel gepudert.

Irgendwann bestand in D ein Konsens, dass eine Infrastruktur an Post- und Bahndiensten im ganzen Land für die Bürger verfügbar sein müsse - in Ballungsräumen ebenso wie auf dem Land.

Das kostet Geld. In bevölkerungsarmen Regionen, in denen der Zusteller kilometerweit von einem Haus zum nächsten fährt, kommt die Zustellung naturgemäß teurer, als in Ballungsräumen, in denen oft in einem Haus 60 Parteien und mehr mit ein paar Schritten belieferbar sind.

Private Anbieter können nicht dieselbe Dienstleistungsqualität, auf die man sich für Postdienste verständigt hatte, Kraft "Wettbewerb" viel billiger anbieten.

Es mag sein, dass sie billiger anbieten, aber dafür werden natürlich Abstriche vorgenommen. Das Lohndumping überspringe ich hier vorerst.

Abstriche werden zunächst in der Verfügbarkeit der Dienstleistung vorgenommen. Dort, wo privatisiert wurde, werden weniger rentable Gebiete von der Dienstleistung ausgeschlossen.

Auf dem Land wurden Postdienstleistungen und Bahnanbindung drastisch reduziert. Selbst in der Stadt werden Briefkästen abmontiert, die Leerungstermine reduziert ...

Für billigeres Geld eine reduzierte Leistung anzubieten, ist nicht Wettbewerb, sondern Angebotsverkürzung.

Um nun auf die Dumpinglöhne zu kommen: Auch hier ist es Volksverdummung, von Erfolgen des Wettbewerbs zu reden.

Hier findet überhaupt kein Wettbewerb statt. Der Staat zwingt über die sog. "Hartz-Gesetze" Langzeitarbeitslose, zu Dumpinglöhnen zu arbeiten - und zwar unter Sanktionsandrohung.

Die Benutzung staatlich zwangsweise zugewiesener Arbeitskräfte ist kein Wettbewerb, sondern allenfalls Vorteilsnahme.

Damit ist der Wettbewerb am Arbeitsmarkt teilweise völlig ausgehebelt. Hier findet eine staatliche Zwangszuweisung statt. Hier von Wettbewerb zu reden, ist eine reine Propagandalüge.

Was vollständig unter die Räder gekommen ist, ist der Qualitätswettbewerb. Scheuklappenbewehrte Schwätzer sind auf einen reinen Preiswettbewerb fixiert und bemerken es nicht einmal, wenn in den hochgelobten Billigstpreisen kaum mehr ein Gegenwert an Dienstleistung enthalten ist.

Für Billgistpreise nahezu NICHTS anzubieten, ist weder Wettbewerb, noch unternehmerische Glanzleistung.

Das kann JEDER.

Aber wollen wir das?

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