Forum: Wirtschaft
Britische Autobauer: "Unsere globale Wettbewerbsfähigkeit ist bedroht"
REUTERS

Die Brexit-Unsicherheit und eine sinkende Nachfrage im Inland belasten die britische Autoindustrie, die Produktion sinkt stetig. Nun fordert der Verband Zusicherungen für die Zeit nach dem Ausstieg.

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Leser00815 01.12.2019, 09:41
1. Die Lösung liegt auf der Hand

Keine Zölle, freier Zugang zu Talenten, enge Handelsbeziehungen zur EU - alles was sich die britische Autoindustrie wünscht, gibt es - in der EU.
Die Lösung des Problems liegt also auf der Hand: der Wiedereintritt in die EU.

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ex2012 01.12.2019, 10:37
2. Äh... Nein! (Unverschämtheit)

Entweder man ist in der EU (dann hat man eine offene Grenze) oder man ist nicht in der EU (dann ist die Grenze halt nicht offen). Die Mehrheit der Briten hat u.a. deswegen für den Brexit gestimmt, weil sie geschlossene Grenzen haben wollte (keine Ausländer im Land aus Rassismus, Fremdenhass oder weil man auf den Populismus der Rassisten rein fiel). Nun ist die Konsequenz, dass die Briten ihre Grenzen auf eigenen Wunsch schließen. Blöde wenn man dann halt bemerkt, dass das für die Industrie schlecht ist. Aber auch hier gilt: Erst informieren und denken, dann wählen. Zu meinen, man käme damit durch, Rosinen zu picken, ist unverschämt. Für die britischen Autobauer gibt es eine einfache Lösung: Kommt in die EU. Viele EU-Staaten würden sich über Arbeitsplätze freuen. Vielen Briten sind diese ja offensichtlich ohnehin nicht wichtig.

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ex2012 01.12.2019, 10:42
3. 3,2 Milliarden, kein Problem, Boris zahlt die

Boris Johnson hat doch, als er für den Brexit warb, sinngemäß versprochen, täglich würden Milliarden Pfund durch die Briten an die EU überwiesen werden. Von diesen Milliarden kann man sicherlich locker 3,2 Milliarden der Autoindustrie geben. Einfach Boris fragen, der weiß da Rat.

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robert.hammer 01.12.2019, 11:06
4.

globale Wettbewerbsfähigkeit - die überschätzen sich etwas. Range Rover vielleicht, Jaguar und Rolls ist eher kein Massenprodukt mit dem man das BruttoInlandsProdukt aufpoliert sind z.T. eh in deutscher Hand.

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robeuten 01.12.2019, 11:59
5. Frage:

Was sind denn bitte sehr "Britische Autobauer"? Selbst Lotus ist schon lange nicht mehr britisch - Sie meinen wohl "in UK produzierende, global agierende Hersteller?

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dirk.resuehr 01.12.2019, 12:08
6. Britische Autobauer

sind Japaner mit Toyota, Nissan, Honda, Deutsche mit Mini und Bentley, US-Amis mit Vauxhall, Inder mit Jaguar. Sonderlich viel Brritisches gibt es nicht. Absatzschwerpunkt EU, genial für einen Brexit. Das wird teuer.

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Lula Latein 01.12.2019, 13:14
7. Was Stolz anrichten kann!

Was Stolz anrichten kann!

Mit Fr. Thatcher haben sie ja schon einmal den industriellen Turn-around-about geschafft und massiv verloren. Was lediglich von damals blieb war die Hoffnung, dass die Finanzhaie den Haushalt schon irgendwie zusammen mit der glorreichen Vergangenheit retten werden. Diese stolze Hoffnung stirbt zuletzt. Der GB-Exit droht auch ohne einen Weltkrieg Wirklichkeit zu werden. Ist Boris mit seinen Verprechungen und der Hilfe der "Stiff-Upperlip-Klasse" ein verkappter 1933ger? Er sollte schon jetzt mit seinen Erinnerungen beginnen. Buchtitel "Mein Kampf für den GB-Exit". Fortsetzung: „Segen und Heil über dem Kanal“.

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HansHuckebein 01.12.2019, 14:05
8. Die spinnen, die Briten

Unglaublich, wie es die Briten geschafft haben, innerhalb kürzerer Zeit als ein Menschenleben dauert, vom einst größten Reich der Geschichte zu einem Ländchen zu schrumpfen, das irgendwo am Rande Europas vor sich hindümpelt. Hut ab! Und jetzt dieser Brexit... es muss doch selbst dem größten Ignoranten klar sein, dass es in einem gemeinsamen Markt mit wohlwollenden Nachbarn besser läuft, als wenn man allein, nur von Konkurrenten umgeben, vor sich hinkämpft. Unglaublich eigentlich, das Ganze!

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MDen 01.12.2019, 14:50
9. Und sie kapieren es nicht!

Zitat von HansHuckebein
Unglaublich, wie es die Briten geschafft haben, innerhalb kürzerer Zeit als ein Menschenleben dauert, vom einst größten Reich der Geschichte zu einem Ländchen zu schrumpfen, das irgendwo am Rande Europas vor sich hindümpelt. Hut ab! Und jetzt dieser Brexit... es muss doch selbst dem größten Ignoranten klar sein, dass es in einem gemeinsamen Markt mit wohlwollenden Nachbarn besser läuft, als wenn man allein, nur von Konkurrenten umgeben, vor sich hinkämpft. Unglaublich eigentlich, das Ganze!
Sie formulieren eine sehr deutsche Sicht, die ähnlich vielleicht noch in einer Handvoll anderer EU-Staaten so herrscht. Die Briten sehnen sich nach einem verklärten Nachkriegs-Großbritannien wie in den Swinging Sixties. Das ist eine Stimmung, keine rationale Haltung, und sie wird obsiegen. Die Briten werden die Pro-Brexit-Parteien wählen, so wie die Amerikaner Trump. Die allermeisten Europäer haben noch nicht kapiert, dass ihre Länder im 21. Jahrhundert nur als EU Weltbedeutung haben werden. Deswegen hat auch keine der anderen Großmächte ein Interesse an der EU: Divide et impera!

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