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Britische Chefökonomin zum verschobenen EU-Austritt: Wie der Brexit die Briten jetzt
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Seit Jahren rechnen Ökonomen den Briten vor, warum sie der EU-Austritt teuer kommt, doch Brexit-Fans bleiben stur. Rain Newton-Smith vom Industrieverband CBI beschreibt die Folgen - und was sich ändern muss.

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motzkistenbewohner 12.04.2019, 18:41
160. Wann bitte kapiert Ihr endlich den Unterschied

zwischen zollfrei und Binnenmarkt??????
Zollfrei heißt nichts anderes als das der Zollsatz bei null liegt; Handelsabkommen heißt, daß zolltechnische und zulassungsmäßige Regelungen vereinfacht oder abgebaut werden. Also z.B. daß Zulassungen von Produkten wechselseitg anerkannt werden, oder daß es keine Kontingente gibt. Etc. pp.
ABER !!!!!!! Es muß immer eine VERZOLLUNG durchgeführt werden. Also Papiere zum Zoll gebracht werden, sowohl beim Im- als auch beim Export.
Im Gegensatz zum Binnenmarkt. Deshalb nochmal zum Merken:
Handelsabkommen --> Ware wird abgefertigt
Steht also entweder in Dover oder in Calais
Binnenmarkt --> Ware fährt just in time von Portugal nach Estland

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wie_immer_oder 12.04.2019, 18:46
161. und wieder lese...

ich ein neuer Deal. Die EU hat mit GB verhandelt. Es ist eine Vertrag entstanden, der zur Abstimmung steht. warum sollte die EU neu verhandeln? Die Ausnahme, eine völlig andere Grundlage. Nur woher soll die kommen?

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 19:04
162.

Zitat von lanzelot72
Gut dargestellt, Respekt! Allerdings ... einer Sache möchte ich doch etwas widersprechen: Den Fraktionszwang gab es durchaus, und zwar im Vollgas-Modus. Sonst wäre auch nie diese tatsächlich überwältigende Mehrheit im Unterhaus zustande gekommen. Gerade Labour hat da absolut rigoros und brutal die Meinung Corbyns durchgesetzt. Was natürlich nichts am Ergebnis ändert, keine Frage, ich wollte das nur erwähnt haben.
Ja. Ich wollte darauf hinweisen, daß es offiziell keinen Fraktionszwang im britischen Recht gibt sondern wie bei uns die individuelle Gewissensentscheidung.

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tkurz 12.04.2019, 19:17
163. Ob Offiziell ...

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Ja. Ich wollte darauf hinweisen, daß es offiziell keinen Fraktionszwang im britischen Recht gibt sondern wie bei uns die individuelle Gewissensentscheidung.
Ob ein Fraktionszwang offiziell oder inoffiziell existiert, spielt doch überhaupt keine Rolle solange er praktisch eingefordert wird. Und genau das wurde es doch schon die ganze Zeit bei Labour.

Somit ist ihr Kommentar eigentlich irgendwie irrelevant.

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kuac 12.04.2019, 19:25
164.

Zitat von Beat Adler
Das Staatsrecht gilt auch in Grossbritanien, auch ohne eigentliche Verfassung. David Cameron hatte das Recht auf seiner Seite, als er seinen Einwohnern ein Referendum versprach, aber konnte es nur deswegen durchfuehren lassen, weil das House of Commons zustimmte, das ebenfalls rechtens war. Mit dieser Zustummung bekam das zukuenftige Resultat der Abstimmung, wie immer es ausgehen wird, ..
1. Referendums in the United Kingdom are occasionally held at a national, regional or local level. National referendums can be permitted by an Act of Parliament and regulated through the Political Parties, Elections and Referendums Act 2000, but they are by tradition extremely rare due to the principle of parliamentary sovereignty meaning that they cannot be constitutionally binding on either the Government or Parliament, although they usually have a persuasive political effect.
https://en.wikipedia.org/wiki/Referendums_in_the_United_Kingdom

2. LONDON, Dec 7 (Reuters) - The referendum in which Britons voted to leave the European Union is not legally binding, the Supreme Court was told on Wednesday during a hearing on who has the power to trigger Brexit.
https://www.reuters.com/article/britain-eu-article50/brexit-referendum-not-legally-binding-supreme-court-told-idUSL5N1E237L

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lanzelot72 12.04.2019, 19:47
165. @tkurz (163)

Oh nein, der Beitrag des Foristen ist keineswegs irrelevant. Und im Hinblick auf meinen eigenen Beitrag, der ihn erst ausgelöst hat, muß ich sagen: Er ist geradezu philosophisch und völlig berechtigt! Übrigens: Es war natürlich nicht nur Labour, sondern auch die Tories, aber bei denen war es deutlich weniger massiv, allein deshalb, weil es in deren "gewonnenen" Wahlkreisen auch die weitaus größere Übereinstimmung zwischen Parteilinie und Ergebnis gab, auch (oder gerade?) in Bezug auf die Meinung der eigenen Mitglieder. Das nicht zur Relativierung, aber zum allgemeinen Verständnis.

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 20:09
166.

Zitat von tkurz
Ob ein Fraktionszwang offiziell oder inoffiziell existiert, spielt doch überhaupt keine Rolle solange er praktisch eingefordert wird. Und genau das wurde es doch schon die ganze Zeit bei Labour. Somit ist ihr Kommentar eigentlich irgendwie irrelevant.
Da es sich nicht allen erschließt, helfe ich: Es geht um die Frage, ob das Referendum rechtsverbindlich war. Der Labour-Quatsch ist - für die Feststellung ob etwas rechtsverbindlich ist - genauso irrelevant wie die Aussagen eines PM Cameron.

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isi-dor 13.04.2019, 11:46
167.

Zitat von lab61
Wer verbietet denn den Briten, dass sie auch nach dem Brexit weiterhin ihren Bedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen hauptsächlich in der EU decken? Niemand tut das.
Stimmt. Sie müssen halt den geforderten Preis zahlen plus Zölle. Ich habe damit kein Problem, wenn Essen auf der Insel teurer wird.

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isi-dor 13.04.2019, 11:48
168.

Diejenigen, die hier von "nationaler Identität" faseln, meinen tatsächlich Rassismus, denn Menschen haben Identitäten, Staaten nicht. Staaten können ihren Bürgern keine Identität oder Religion vorschreiben. Diejenige, die es tun, sind keine Demokratien.

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isi-dor 13.04.2019, 11:48
169.

Staaten definieren sich längst nicht mehr über die "Rassen", die ihre Bewohner bilden.

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