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Britische Chefökonomin zum verschobenen EU-Austritt: Wie der Brexit die Briten jetzt
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Seit Jahren rechnen Ökonomen den Briten vor, warum sie der EU-Austritt teuer kommt, doch Brexit-Fans bleiben stur. Rain Newton-Smith vom Industrieverband CBI beschreibt die Folgen - und was sich ändern muss.

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klaus64 12.04.2019, 10:41
70. Weltgeschichte und Politik

Leider versuchen Politiker in den letzten Jahren Politik ohne den geschichtlichen Hintergrund der Länder zu machen. Aus dem geschichtlichen Hintergrund ergeben sich auch Gefühle der jeweiligen Bevölkerung. So ist das in GB und der Kolonialgeschichte, aber auch in Russland, Polen, Ungarn usw. Diese r Hintergrund lässt sich auch wie am Beispiel GB nicht durch 40 Jahre gewurstelte Zusammenarbeit überspielen. Eine EU unter Führung Deutschlands und Frankreichs, werden die Engländer wohl nie akzeptieren können.

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Beat Adler 12.04.2019, 10:42
71. Daemlich? Die Abstinenzler sind es, nicht die Teilnehmer!

Zitat von misterknowitall2
dass diese Abstimmung so wichtig ist, war ja vorher den wenigsten klar. Das war ein dummes Referendum, ein Stimmungstest, keine Volkabstimmung. Das das Ergebnis so zum Brexit führt, wurde danach so propagiert. Außerdem konnte man nicht absehen, dass 50% der Briten so dämlich sind.
Daemlich? Die Abstinenzler sind es, nicht die Teilnehmer!

Es war den Briten nicht klar, ob ein Verbleib oder Austritt aus der EU wichtig ist oder nicht? Wer das annimmt, beleidigt jeden Briten, der am 23. Juni 2016 stimmberechtigt war!

Stimmungstest statt Volksabstimmung? Was fuer ein hanebuechener Bloedsinn! Das House of Commons stimmte mit riesiger, ueberwaeltigender Mehrheit im Verhaeltnis 6:1 dem Abhalten des Referendums ZU! Damit wurde das Resultat fuer gueltig erklaert! "Stimmungstest" ist absurd hoch 4.
mfG Beat

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fischmops 12.04.2019, 10:46
72. Ich wage zu widersprechen

Zitat von Markus Dicks
...verdammt noch mal. Wann kapiert Ihr das endlich. Es geht um nationale Identität.
Nationale Identität ist in diesem Falle der Wunschtraum oder besser die Illusion eines britischen Empires, das nicht mehr besteht und meiner bescheidenen Meinung nach auch nie mehr zurück kehren wird.
Die Brexiters haben auf die Karte Rassismus gesetzt und die Früchte geerntet, deren Bäume Frau Thatcher gepflanzt hat: alles Schlechte kommt vom Kontinent (sprich Europa), alles Gute kommt vom UK, war doch ihr Mantra. Das war kurz bevor sie uns Festländlern BSE schickte, aber das nur nebenbei. Seither haben die Briten inklusive ihrer Regierung und ihrer Medien für jeden Fehler den Sündenbock in Europa gesucht und jede Heldentat auf eigene Überlegenheit zurück geführt.
Dieses komplett realitätsferne Denken wird der nationalen Identität den Hals umdrehen, sollte es zu einem harten Brexit kommen. Selbst bei einem weichen wird die Luft noch ziemlich dünn werden. Da hilft nur weiteres Hämmern auf dem nationalen Amboss und Hoffen, dass das Volk sich auch weiterhin wie die Schafsherde leiten lässt.
Apropos nationale Identität: wieso keine Identifikation mit Deutschland (Angelsachsen)? Ich nehme an, weil man das Cherrypicking dermassen gewohnt ist, dass man genau wie unsere Reichsbürger sich einen beliebigen Zeitpunkt der Geschichte herauspickt und den damaligen Zustand zur nationalen Identität erklärt. Rein zufällig ist das der Zeitpunkt, in dem die Macht des eigenen Landes am grössten war. Die nationale Identität ist also auf dem Wahn der Macht gegründet.
Hoffentlich haben wir den Brexit bald hinter uns. Mit dem UK wird es kein Verhandeln geben, jedenfalls kein rationales zum Guten beider Seiten, solange es dort kein realistisches Selbstverständnis gibt. Um ein solche herzustellen scheint der tiefe Sturz in die wirtschaftliche Krise notwendig. Das wird die nationale Identität der aktuellen Machtlage geschuldet auf Normalmass zurechtstutzen. Das hätte man mit Selbstreflektion und sachlicher Analyse billiger haben können, aber tja. Gute Reise, Grossbritannien, wohin auch immer du reist.

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 10:51
73.

Zitat von mima84_84
Und mich k .. es an, das Leute wie Sie das Wort Identität kapern und so tun, als würden Sie definieren, was das ist! Ich mag auch Menschen, die sich bilden und sich benehnen. Aber mir geht es massiv auf den Zeiger, das Menschen wie Sie das immer nur von Menschen mit einer anderen Hautfarbe erwarten, dass sie das tun! Wenn dagegen ein Mensch mit heller Hautfarbe und blondrn Haaren ausflippt, ist Ihnen das völlig egal.
In seinen Augen bestimmt der Herrenmensch, was ein zugewanderter "Sklaven"-Mensch zu tun und zu lassen hat. Dem Herrenmensch zu dienen, bis er, der "Sklaven"-Mensch seine Schuldigkeit getan hat.

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karlo1952 12.04.2019, 10:54
74. @ 68. dum_spiro_spero - Also die Briten sind

vor dem Beitritt zur EWG bzw. später zur EU nicht am verhungern gewesen und werden es auch nach dem Brexshit nicht sein, egal wo immer sie die Lebensmittel herbekommen. Dann wird es halt etwas teurer, dafür sparen sie ja die EU-Beiträge.

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dum_spiro_spero 12.04.2019, 10:56
75.

Zitat von biobauer01
und die Dame nennt ja einen. 90% des Gemüses wird importiert. Diese Wertschöpfung fehlt auf dem Land In UK. Es kommt mit einer polnischen Spedition mit rumänischen Fahrern in einem deutschen Lkw und bezahlt mit Geld das die" City" verdient hat.Dieses Geschäftsmodell (auch ökologisch unsinnig) wollen viele Leute nicht mehr. Local Production ist angesagt
Ihre Argumentation macht durchaus Sinn, allerdings bin ich mir nahezu 100% sicher, dass Gemüse aus der EU bei der Entscheidung 2016 keine Rolle gespielt hat und auch jetzt von den wenigsten in Betracht gezogen wird. Auch nach dem Brexit werden auf der Insel keine riesigen Kapazitäten für Grundnahrungsmittel, Gemüse und Obst geschaffen. Das funktioniert einfach nicht. ;-)
Einzig bei den Speditionen und Fahrern könnte es u. U. eine Verschiebung geben, die sich aber unmittelbar auf den Enverbraucherpreis auswirkt.
Gemüse und Obst werden teurer, so oder so. Vorteil, wie sie schon sagten, es wird saisonaler und regionaler, also mehr Porridge, Fleisch und Käse.

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 10:56
76.

Zitat von michi3191
Was wäre, wenn man absichtlich ein Brexitchaos verursacht, bzw herbei redet? Somit könnte man vielleicht doch den Volkswillen des Brexits übergehen, indem ein neues Referendum gefordert wird und hofft es geht anders aus? Diese Theorie wird von Medien leider nicht in Betracht gezogen. Denn wenn Briten gute Produkte erzeugen, werden diese gekauft, mit oder ohne EU Mitglied zu sein.
Die Theorie stammt aus Wolkenkuckucksheim und ist fernab ökonomischer Realität. Huch ... das steht ja sogar im Artikel. Das ist ja das Problem an dem, was Nationalisten und Populisten so alles erzählen: Es ist unwahr, es ist Märchen, es ist aus der parallelen Verschwörungswelt. Nein, Angela haut nicht nach Südamerika ab ... sie ist auch nicht verwandt mit ... es sind Kondensstreifen und keine Chemtrails ...

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kumi-ori 12.04.2019, 11:01
77. Sie liegen daneben

Zitat von Markus Dicks
...verdammt noch mal. Wann kapiert Ihr das endlich. Es geht um nationale Identität. Denn die hat einen Wert, einen sehr Hohen sogar. Ich z.B. bin es nämlich leid hier von einer zunehmend grossen Anzahl von Personen umgeben zu sein, die sich - nach meinen Verständnis von Kultur - nicht benehmen können, und die sich auch gar nicht benehmen wollen. Ich gehe z.B. auch gerne durch Strassen, in denen z.B. Frauen darauf Wert legen, "gepflegt" zu erscheinen und nicht "abgerissen", bzw. aus meiner Sicht vollkommen peinlich auftreten. Ich mag Menschen die sich bilden und die aktiv dieses Land aufbauen und weiterentwickeln, WENN Sie es können, und nicht ein Buch mit Suren bevorzugen, wenn Dinge "nicht so klappen" und die Schuld bei Anderen suchen.
Unabhängig davon, ob man Ihre Ansichten teilt, liegen Sie in jedem Falle daneben, was die Läufte der Zeit betrifft.

Es war ENGLAND, das 2003 den Irak in Schutt und Asche legte, ohne die Betroffenen vorher zu fragen, ob sie gerne künftig einbeinig durch Trümmerhaufen zu stolpern. Da hatte England wenig Sinn für nationale Befindlichkeiten. Und dadurch erst zwang England diese Leute auf die Flucht in die ganze Welt, nur eben nicht nach ENGLAND. Flüchtlinge aus dem Nahen Osten werden Sie überall finden, aber nicht in London.

England holte die Menschen aus den Balkanstaaten aktiv und in großer Zahl ins Land, viel aktiver als es hätte müssen. Jetzt sind sie nicht mehr gut genug. Dafür sollen Pakistaner ins Land gerufen werden. Ich habe nichts gegen Pakistaner, aber ob die kulturelle Kompatibilität größer ist, wird sich erst zeigen müssen. Ich wage zu behaupten, dass der Durchschnitts-Pakistaner bei Weitem religiöser ist als der Durchschnitts-Syrer oder -Iraker

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Stephan H. 12.04.2019, 11:02
78. Genauere Betrachtung

Zitat von koppuwe
Nur wir Bürger haben keinen Lobbisten außer ein zahnloses Europaparlament, welches über Urheberrechtsreformen debatiert und dann Entscheidungen für die Bürger fällt ....
scheint notwendig. Was haben wir denn in Deutschland: 100% Lobbyismus! Und genau dieser wird in der EU von unseren Politikern durchgedrückt. Wir Bürger haben wegen!! unserer Regierung kaum mehr eine Lobby. Und nicht wegen der EU!. Beispiel: Konsequenz für Unternehmen: Betrug Abgas bei Fahrzeugen in Deutschland: Genau Null. Beispiel: Illegale Absprache deutsche Fahrzeughersteller: Verfahren in der EU mit potentieller Folge von Milliardenstrafen. Merken Sie wer sich momentan viel mehr für Bürger einsetzt? EU oder D?

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vegefranz 12.04.2019, 11:02
79. die Kriminalität geht zurück! Der Wohnungsmarkt....

.... gerade in London dreht nicht mehr weiter ins Bodenlose und wird sich beruhigen.

Es gibt also bereits jetzt viel Positives für die britischen Bürger zu vermelden

.

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