Forum: Wirtschaft
Britische Handelskammer: Tausende britische Firmen bereiten sich auf No-Deal-Brexit v
DPA

Die britische Handelskammer schlägt Alarm: Der Großteil ihrer 75.000 Mitglieder würde sich mit Notfallplänen auf einen ungeregelten Brexit vorbereiten. Dazu gehöre die Verlagerung von Geschäften ins Ausland.

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WOLF in USA 27.01.2019, 11:27
90.

Zitat von dasmagazin2017
Die Idee, aus der Eu auszutreten, war von Anfang an großer Blödsinn und über so komplexe Dinge lassen nur Idioten das Volk direkt abstimmen. Nun wird der Schwachsinn mit aller Konsequenz durchgezogen und am Ende wird aus dem United Kingdom das Divided Kingdom werden, mit ganz Irland und Schottland als EU-Mitgliedern.
Ganz genau! Und das obwohl das Referendum anfangs nur beratenden (adivosory only, legally non-binding) Charakter hatte, und man dies erst im Nachhinein änderte um sich zu profilieren und positionieren und mit den roten Linien EUßVerhandlungsergebnisse vorwegnehmen wollte. Wenn hier jemand unfair zu Verhandlungen angetreten ist, dann das UK. Der Brocken bleibt ihnen allerdings im Hals stecken, und muss wieder heraus gewürgt werden. Und so sieht es in den UK dann auch aus ...

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syracusa 27.01.2019, 11:27
91. lamb roast for dinner

Zitat von kurtbär
with absolutely no deal. they voted to get out. not to get out with a deal.
No, they didn't vote to get out without a deal. And anyhow: where are the souvereign rights of the 48% who voted against the brexit? You seem to believe that it is fully democratic when in a society of 52% wolves and 48% sheep the majority votes for lamb roast for dinner ...

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kuac 27.01.2019, 11:29
92.

Zitat von lab61
.....Die Briten wurden aber vor der Abstimmung nur ungenügend - auch von den regierenden Tories - über die Konsequenzen eines solchen Brexit aufgeklärt. Man hat völlig unverständlicherweise den Populisten nahezu kampflos das Feld und die Deutungshoheiten überlassen.
Die Populisten hatten 30 Jahre Vorsprung. Für alle Probleme in GB hatten die Britischen Boulevard-Zeitungen immer die EU die Schuld gegeben. Und jetzt wird auch wieder die EU Schuld sein, wenn nach Brexit die Wirtschaft in GB kollabiert.

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nebenbei_bemerkt 27.01.2019, 11:29
93. go Britain go

zeigt all den EU-Stategen dass es ohne diesen bürokratischen Saftladen genauso oder sogar besser funktioniert. Lasst euch von all den Untergangspropheten nicht kirre machen. Das würde dann auch anderen gute Argumente liefern, diesen EU-Schwachmaten in den Hintern zu treten. Good luck!

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kumi-ori 27.01.2019, 11:31
94.

Zitat von lab61
Das kann man so ja nun auch nicht sagen. Die Briten wurden aber vor der Abstimmung nur ungenügend - auch von den regierenden Tories - über die Konsequenzen eines solchen Brexit aufgeklärt. Man hat völlig unverständlicherweise den Populisten nahezu kampflos das Feld und die Deutungshoheiten überlassen.
Aber dann ist das Volk eben selber schuld. Kein intelligenter Mensch würde einem Clown wie Boris Johnson oder Jacob Rees-Moog eine Sekunde lang glauben.

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rloose 27.01.2019, 11:32
95.

Zitat von Watschn
Es wird (wohl) so kommen, wie die Dame (Boutique-Verkäuferin) im anschl. Video-Artikel es prophezeiht, dass infolge eines voraussichtl. managedbaren EU-Austritts UK's (vielleicht mit Geburtswehen), die EU sich peu à peu auflöst, und es schliesslich kaum mehr was übrigbleibt. Höchstens eine Reform der Abwicklung bzw. Rückabwicklung zu einer wieder vernünftigen EWG kann dies m.E. noch abwenden. Die Nachteile dieser EU sind schlicht grösser als die Vorteile (für alle Staaten). Man muss sehen, dass der einzige 'Schatz' der zollfreie Binnenmarkt ist. Aber diesen Binnenmarkt gab's nämlich bereits mit der EWG, zeitlich schon vor der EU, ohne all ihre verunglückten Politentwicklungen (wie Maastrichtverträge, Schengenabkommen Dublin-Asylgestaltung, Euro, Haftungen, Überschuldungen, nicht fitte Beitrittsländer wie Rumänien, Bulgarien, keine robuste EU Aussengrenzen > somit Migrationssturm auf die EU und auf die jeweiligen Sozialsysteme, unbefriedigendes Türkeiabkommen, weltfremde EU-Regelungen; wie dt. Kindergeld für Rumänien, EU-Zwist der 'Flüchtlingsverteilung', Spaltung der EU, Infolge aufkommender sog. 'Rechtspopulismus', Macrons dubioses Eurozonenbudget (DE geht darauf ein..), Haftungsvergemeinschaftung der EU-Spareinlagen, jahrzehntelanger Nullzins mit Enteignung der Sparer, Gelbwestenproteste mit bürgerkriegsähnl. Zuständen...usw.) Die einzige wahre Perle ist der warenzollfreie EU-Binnenmarkt. Dieser quasi einzige 'EU-Schatz' eines zollfreien Handelsraums lässt sich auch ohne oben aufgeführten schlecht regulierten über teils unmöglichen bis untragbaren EU/Eurozonen-Ballast verwirklichen bzw. weiterführen. Mit einem simplen Freihandelsabkommen unter europ. Ländern. Dazu braucht es nicht mal die EU mit ihrer eher weltfremden Personenfreizügigkeit. Stipendien-, Schüler- u. Uni- u. Wissenschaftsaustausch, sowie zwischen-staatlich regulierte Arbeitsplatzwechsel oder Rentnerauswanderung nach Spanien, Portugal, Südfrankreich & Co. gab es auch in der EWG, und würden sich bestimmt auch unter den neuen Freihandelsabkommen zwischen Ländern vereinbaren lassen.
Im Gegensatz zu Ihnen, möchte ich eine EU für die Bürger und nicht eine nur für Konzerne. Als jemand, der noch den Grenzkontrollfetischismus mitgemacht hat,möchte ich auf keinen Fall auf die Freizügigkeit verzichten. Auch sollte die EU weiter den Weg gehen, die Lebensverhältnisse in der EU anzugleichen, denn jeder Betrag, der in diesem Bereich investiert wird, ist hundertmal besser angelegt, als wenn wir zu nationalen Egoismen zurückkehren und Geld für Zöllner und Grenzsicherung verschwenden. Dieses lehrt uns das Brexitdrama ja schon sehr gut, denn was könnte man mit dieser Energie, die man jetzt benötigt um vorhandene, funktionierende Strukturen zu zerschlagen, um sie dann durch etwas zu ersetzen, von dem man nicht mal weiß, wie es aussehen soll, auch Konstruktives.

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lab61 27.01.2019, 11:32
96.

Zitat von domino3116
das beispielsweise auf den Rest-Airbuskonzern auswirken wird. Verbauen die nicht Rolls Royce Triebwerke? Ob Airbus schon so weit ist, dass die Flieger ohne Triebwerke fliegen können? Ich denke fast, das auch hier das Newtonsche Gesetz actio=reactio wirksam wird. Isaac Newton war doch Engländer. Ist der inzwischen vergessen worden?
Ganz sicher nicht.
Wenn Sie schon meinen, so gut informiert zu sein, sollten Sie eigentlich auch wissen, dass

1.: Rolls Royce etliche seiner an Airbus gelieferten Triebwerke in bereits Brandenburg fertig.

und 2.: Airbus nicht nur Triebwerke von Rolls Royce verbaut, sondern auch solche, die in Kooperation zwischen der MTU in München mit dem anderen großen global player unter den Triebwerksherstellern, der Firma Pratt & Wittney entwickelt und gefertigt werden.


Zu 1. sei gesagt, dass RR sicherlich nicht so dumm sein wird, seinen, in der EU verbleibenden Standort nach GB zu verlagern und damit seine Triebwerke preislich und logistisch für Airbus deutlich unanttraktiver zu machen.

zu 2. sei gesagt, dass der Herstellerwechsel für Airbus sicher nicht mal so zwischen Frühstücks- und Mittagspause erledigt werden kann. Aber Flugzeughertseller denken nunmal in größeren zeitlichen Dimensionen. Und die Flugzeuge einer Baureihe erhalten alle paar Jahre Versionsupdates, die ebenso auch mit dem Wechsel des Triebwerkslieferanten einhergehen können.

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lab61 27.01.2019, 11:33
97.

Zitat von rloose
Das Volk hat nicht entschieden, es war eine Volksbefragung, die für niemanden rechtlich bindend gewesen ist. Eine verantwortungsvolle Regierung hätte gesagt, aufgrund der Beteiligung und dem knappen Vorsprung der Brexiteers bei der Befragung, ist es Wahnsinn so ein Harakiri-Projekt durchzuziehen.
Naja. Die Beteiligung war schon recht hoch. Aber es hätte bei einer Frage von solch einer nationalen Bedeutung nicht mit einfacher Mehrheit entschieden sein dürfen.

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w.diverso 27.01.2019, 11:33
98. Bei manchen Beiträgen hier,

könnte man fast glauben die Grundsatzerklärung der Alternative für Demenz zu lesen. Denken die Leute die davon schreiben, die EU braucht eigentlich niemand und ein Freihandelsabkommen würde reichen, nie an die nächsten 20 oder fünfzig Jahre? Wenn sich Europa nicht mehr zusammenschließt, wird die USA und speziell China Europa in den nächsten Jahrzehnten total überrollen. Es ist schon eine irrsinnig naive Idee, dass sich kleine Länder gegen einen wirtschaftlichen Giganten wie China durchsetzen könnten. Aber etwas über den Tellerrand denken zu können, ist bei dem ganzen Nationalismus scheinbar komplett aus der Mode gekommen.

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ramuz 27.01.2019, 11:36
99. Ahem....

Zitat von gutmichl
Ich darf an die Antwort der "Sun" erinnern, die dem europäischen Bettelbrief unserer selbsternannten Wirtschaftsführer geantwortet hat. Die Briten stehen hinter dem Vorhaben, die Uneinigkeit liegt eher im Bereich, ob man überhaupt einen Vertrag mit der verhassten EU eingehen soll oder eben NoDeal spielt. Die Panik-Artikel, dass bald die Welt untergeht findet man vorzugsweise in Deutschland. German Angst ist auch berechtigt, denn mit den Briten geht eine Instanz der Vernunft, die größte Verteidigungsmacht, das Finanzzentrum und ein Nettozahler. Das darf der deutsche Michel bald ausgleichen.
Hätten Sie es auch 'ne realistische Nummer kleiner? Niemand in D hat Angst, dass die Welt untergeht, absolut niemand. Das das UK untergeht, das fürchtet man schon, ja . .... ach ja nun: wenn das Ihre ganze "Welt" ist...

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