Forum: Wirtschaft
Britische Handelskammer: Tausende britische Firmen bereiten sich auf No-Deal-Brexit v
DPA

Die britische Handelskammer schlägt Alarm: Der Großteil ihrer 75.000 Mitglieder würde sich mit Notfallplänen auf einen ungeregelten Brexit vorbereiten. Dazu gehöre die Verlagerung von Geschäften ins Ausland.

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ramuz 27.01.2019, 11:55
120. **lach**

Zitat von Guerilla_79
Die EU muss halt den starken Mann raushängen lassen und Exempel an UK und anderen statuieren, denn sonst sind danach Dänemark, Polen, Ungarn, Italien und eventuell die Niederlande die nächsten die raus wollen.
Dänemark? Polen? Ungarn? Italien?
Haben Sie denn in den letzten 2 Jahren aus diesen Ländern auch nur ansatzweise von den Regierungen noch gehört, dass die raus wollen?
Von DK weiss ich zu wenig, um den Ruin vorhersagen zu können, aber PL, HU und IT wären in dem Moment Pleite und ruiniert, wenn sie anfangen würden, auch nur laut darüber nachzudenken. Das wissen sogar die gross "Unsers den unsrigen!" schreienden Dummköpfe der polnischen, ungarischen und italienischen Politiker. Wussten Sie das nicht? Naja....

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s.l.bln 27.01.2019, 11:57
121. Gehen Sie davon aus...

Zitat von w.diverso
könnte man fast glauben die Grundsatzerklärung der Alternative für Demenz zu lesen. Denken die Leute die davon schreiben, die EU braucht eigentlich niemand und ein Freihandelsabkommen würde reichen, nie an die nächsten 20 oder fünfzig Jahre? Wenn sich Europa nicht mehr zusammenschließt, wird die USA und speziell China Europa in den nächsten Jahrzehnten total überrollen. Es ist schon eine irrsinnig naive Idee, dass sich kleine Länder gegen einen wirtschaftlichen Giganten wie China durchsetzen könnten. Aber etwas über den Tellerrand denken zu können, ist bei dem ganzen Nationalismus scheinbar komplett aus der Mode gekommen.
...daß ein Teil dieser destruktiven Beiträge aus St. Petersburg kommt.
Das muß man als giftiges Grundrauschen bei politischen Diskussionen im Netz inzwischen ausblenden können, weil es dagegen kein Mittel gibt.

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michi_meissner 27.01.2019, 11:58
122. Der Fehler war, die Sozialsysteme für andere EU Bürger zu öffnen

Ich werde nie verstehen, wer die schwachsinnige Idee entwickelt hat, dass ein Rumäne nur 5 Jahre in Deutschland arbeiten muß und dann bis zum Lebensende Hartz4 und Grundsicherung erhalten kann. Dass die Engländer und auch viele Deutsche Bürger keine Lust haben, den nationalen Reichtum und die eigenen Sozialstandards für solche Länder zu opfern, kann ich sehr gut verstehen.

Letztlich hat Merkel das Dilemma verschuldet, weil sie seinerzeit Cameron hat abblitzen lassen, als er genau diese Regel ändern wollte:
https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/4196931/Einwanderung_Merkel-erteilt-Cameron-eine-Absage

Wäre sie ihm hier entgegen gekommen, hätte es keinen Brexit gegeben!

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WOLF in USA 27.01.2019, 11:58
123.

Zitat von syracusa
Nein, das Ergebnis des Referendums hat anders ausgesehen, als Sie uns hier weismachen wollen. Das britische Volk hat nicht mit 100% für den Brexit gestimmt, sondern nur mit 52%. Und für welchen Brexit die 52% gestimmt haben, ist auch unbekannt geblieben. Für den harten Brexit waren beim Referendum sicherlich kaum mehr als vielleicht 10% Ultranationalisten. Und die halten mit Mays Hilfe nun das Land in Geiselhaft ...
Richtig! Und 52% sind im Übrigen nur 37% (17.4m) des gesamten Elektorats (ca. 47m)!

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Weltbild 27.01.2019, 11:58
124.

Zitat von iasi
Das passt natürlich Firmen nicht, die von einfahrenenen Abläufen und Strukturen aktuell profitieren. Aber wer kann denn sagen, ob mittel- und langfristig eben z.B. die Möglichkeit eigene Handelsverträge mit nicht EU-Staaten abschließen zu können, GB nicht doch mehr Vor- als Nachteile bringen könnte. Die EU sollte aufpassen, dass sie es mit ihrer recht arroganten Grenzenzieherei und fehlenden Verhandlungsbereitschaft nicht zu weit treibt - und am Ende mittel- und langfristig das Nachsehen hat. Nach einem No-Deal-Brexit würde GB bei Verhandlungen weit besser dastehen, als im Moment - dann hätte GB nichts mehr zu verlieren. Die EU-Staaten brauchen GB mindestens genauso, wie umgekehrt GB die EU braucht.
Dies ist eben nicht so. GB hat viel mehr zu verlieren. Die EU sollte man hier nicht schwarz machen, die hat diese Situation nicht herbeigeführt. Ausserdem müssen alle 26 zustimmen.

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kumi-ori 27.01.2019, 11:58
125.

Zitat von syracusa
...Ganz sicher war aber beim Brexit-Referendum nur eine verschwindend geringe Minderheit von Ultranationalisten für einen harten Brexit. Der Ausgang des Referendums aber nimmt die ganze politische Klasse in Geiselhaft, weil es für keine Variante des Brexit eine parlamentarische Mehrheit gibt. So steuert das UK denn ungebremst auf den von fast allen unerwünschten harten Brexit zu. Demokratisch ist das nicht unbedingt ...
Wie aber hat sich dann der "Mainstream" der Befürworter eines sanften Brexit dieses Konstrukt im Detail vorgestellt? Was war die Vision dieser Leute, wie die Nordirland-Frage geregelt werden solle? Wie stellten sie sich einen Verbleib in der Zollunion bei gleichzeitigen Abkommen mit Drittländern (was ja ein unsteuerbares Fluten von Drittländerprodukten über das Einfallstor GB in die EU bedeutet hätte) vor und wie soll das mit den vier Grundprinzipien der EU in Enklang zu bringen sein? Warum sprechen die Menschen im Vereinigten Königreich ihre Minister und Abgeordneten nicht darauf an und erklären ihnen, was sie machen sollen?

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ralfix 27.01.2019, 12:00
126.

Ist eigentlich total unlogisch, dass ein einzelnes Land bessere Handelsverträge aushandeln kann, als im Rahmen der EU möglich wäre. Dazu müssen Verträge mit der EU erstmalig ausgehandelt werden.

Ein schönes Beispiel ist ein Brexiter wie Dyson, der erst mal seinen Sitz nach Singapur verlagert. Schön für ihn - aber was UK davon?

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WOLF in USA 27.01.2019, 12:01
127.

Zitat von syracusa
No, they didn't vote to get out without a deal. And anyhow: where are the souvereign rights of the 48% who voted against the brexit? You seem to believe that it is fully democratic when in a society of 52% wolves and 48% sheep the majority votes for lamb roast for dinner ...
und Im Übrigen sind 52% war die demokratische Mehrheit des Referendums (17.4 Millionen), aber weitem nicht die Mehrheit der Bevölkerung (66 Millionen), noch nicht mal die Mehrheit des Elektorats (ca. 47 Millionen).

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ramuz 27.01.2019, 12:02
128. Möchten Sie mir verraten ...

Zitat von b-blog
zwischen UK und USA einerseits und UK und China andererseits. Das ist die wahre Phantasie dahinter. Freier Handel der Briten imit den Amis auf der einen Seite und gleichzeitig freier Handel der Briten mit den Chinesen auf der anderen Seite ergibt viel mehr Wirtschaft als das Bischen Handel innerhalb der EU. Wenn sich das als richtig erweist, dann muß Deutschland folgen.
.. WOMIT die Briten Handel betreiben werden mit den USA und China? Also: was die Briten anzubieten haben.
5 - 7 Beispiele würden reichen, um Ihr Denken verstehen zu können.

Und womit sie die eingekauften Waren bezahlen werden?
1 Beispiel würde reichen.

Oder denken Sie etwa, dass China Waren nach UK liefert, UK schlägt eine Marge drauf und liefert diese weiter an USA, die dann die chinesischen Preise + die britische Marge bezahlen und die zusätzlichen Transport/Umschlagkosten rund um den Globus? Und dass vice versa US-Waren über das UK, wieder mir Marge fürs UK, weiter gehen nach China?

Was rauchen Sie denn so? Das gleiche Zeugs wie Trevor Philips? Haut ja echt rein...

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Johann Dumont 27.01.2019, 12:02
129. tendenziöser Artikel hier

Auf Burberry oder Haribo kommt es gar nicht an. Ganz im Gegenteil die Engländer können sogar profitieren - aus den über kurz oder lang folgenden Überschuldungsproblemen in Südeuropa stehen sich heraus. Die nächste große Bankenrettung findet ohne England statt. England ist immer noch Finanzzentrum und Gewinne werden dort ganz ohne Wertschöpfung geschaffen - quasi aus dem Nichts auf Kosten der anderen. Die Londoner City erwirtschaftet schon seit über 20 Jahren mehr - als der Rest der britischen Volkswirtschaft, dass ändert sich nicht nach einem ungeregelten Brexit. Das Argument mit Burberry oder Haribo zeigt die Hilflosigkeit der Argumentation. Beide Klitschen sind völlig unbedeutend. Und auf Haribo zu verzichten ist eine Riesenschritt für eine Gesellschaft und deren Zukunft.

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