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Britische Handelskammer: Tausende britische Firmen bereiten sich auf No-Deal-Brexit v
DPA

Die britische Handelskammer schlägt Alarm: Der Großteil ihrer 75.000 Mitglieder würde sich mit Notfallplänen auf einen ungeregelten Brexit vorbereiten. Dazu gehöre die Verlagerung von Geschäften ins Ausland.

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Meconopsis 27.01.2019, 09:55
10. Den harten Brexit wird es ganz bestimmt nicht geben

Da wird den britischen Politikern mal ganz klar vorgeführt, wer Herr im Hause ist. Regieren und Druck machen tun die Märkte und das ganz große Finanzkapital (wer meint, es sei hier nur die EU, der täuscht sich gewaltig). Die Politik ist nur Handlanger. Großbritannien würde einen sehr hohen Preis für die Rückgewinnung seiner Souveränität zahlen. Hinter den Kulissen zittern sie schon vor Angst, die Abgeordneten. Einen harten Brexit wird es nicht geben, schon gar nicht im März. Selbst wenn es erst kurz vor knapp geschehen wird - im Unterhaus wird sich eine überparteiliche Mehrheit finden, die den Brexit verschiebt. Die Junkers in Brüssel stehen dafür schon bereit. Dann wird der Brexit beerdigt, oder in eine absolute Soft-Version überführt, weil es vermutlich Neuwahlen und eine neue Volksabstimmung geben wird. Ich würde jede Wette auf dieses Szenario abschließen, ganz egal, was die die Medien uns aktuell verkaufen. Denn Alarmismus und Sensationsberichterstattung, das ist ihr Geschäft, damit lassen sich Auflagen und Klickraten steigern.

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burlei 27.01.2019, 09:59
11. Was hatten Farage, Johnson und ...

all die anderen Phantasten und ihre Mitläufer versprochen? Ein blühendes GB, in dem Milch und Honig fließt. Nun, vor zig Jahren nannte man das "Morgenthau-Plan" und war für Deutschland gedacht. Der Unterschied: Damals protestierte der Außenminister von GB, Anthony Eden und auch das britische Kabinett lehnte diesen Plan ab. Jetzt führen sie den Plan selber ein. Nunja, irgendwie müssen die ausländischen Fachkräfte ja ersetzt werden. Also Manager als Erntehelfer auf die Felder, Fließbandarbeiter als Pfleger an die Krankenbetten, Polo-Pferde vor die Kutschen usw. Ja, der Brexit wurde von seinen Jüngern schon völlig durchdacht.

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ttvtt 27.01.2019, 10:00
12. Demokratie ist nicht toll!

Das Volk wurde befragt und hat sich für den Brexit entschieden. Ebenso hat das Volk die Politiker gewählt, die jetzt den Brexit durchführen. Somit ist die Ursache allen Übels, dem Volk eine Mitbestimmung bei entscheidenden Fragen zu geben.

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iasi 27.01.2019, 10:00
13. Veränderungen erfordern nun einmal angepasste Abläufe

Das passt natürlich Firmen nicht, die von einfahrenenen Abläufen und Strukturen aktuell profitieren. Aber wer kann denn sagen, ob mittel- und langfristig eben z.B. die Möglichkeit eigene Handelsverträge mit nicht EU-Staaten abschließen zu können, GB nicht doch mehr Vor- als Nachteile bringen könnte.
Die EU sollte aufpassen, dass sie es mit ihrer recht arroganten Grenzenzieherei und fehlenden Verhandlungsbereitschaft nicht zu weit treibt - und am Ende mittel- und langfristig das Nachsehen hat.
Nach einem No-Deal-Brexit würde GB bei Verhandlungen weit besser dastehen, als im Moment - dann hätte GB nichts mehr zu verlieren. Die EU-Staaten brauchen GB mindestens genauso, wie umgekehrt GB die EU braucht.

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volker.simoneit 27.01.2019, 10:04
14. Dann gewinnen ja alle

GB hat die erwünschte Freiheit und kann neue Handelsverträge schließen und die Zuwanderung kontrollieren und die EU darf sich über unendlich viele neue Arbeitsplätze freuen. Dann würde ich doch den Brexit unbedingt empfehlen und die Berichterstattung sollte sich auf Fakten nicht auf Spekulationen über die Zukunft konzentrieren. Die Bürger in GB haben alles richtig gemacht.

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Kritik 27.01.2019, 10:07
15.

Zitat von lazyfox
... Wenn die gewählten Politiker unfähig sind Entscheidungen umzusetzen, sollte es selbstverständlich sein, das Volk noch einmal zu befragen...
Auch wenn die Medien uns etwas anderes glauben machen wollen, es hat im UK keinen dramatischen Sinneswandel hin zum Verbleib in der EU gegeben. Das Pendel bewegt sich in beide Richtungen mit geringen Ausschlägen rund um 50/50.
Was wollen Sie denn machen, wenn bei einem erneuten Referendum 51% für den Verbleib in der EU sind. Mit welchem Recht soll das neue Referendum dann den Ausschlag geben.
Nein, hier ist die Politik gefragt. Bitte kein neues Referendum. Entweder das bestehende Referendum umsetzen und mit den Konsequenzen leben, oder eine neue Entscheidung zu treffen, egal welche Konsequenzen es für die Politikkarrieren und -ambitionen des einzelnen Parlamentariers hat. Aber dazu ist das Unterhaus (inklusive der Parteien selbst) viel zu zerrissen.

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cobaea 27.01.2019, 10:10
16.

Zitat von lazyfox
Demokratie ist toll - aber wir müssen Politiker mehr kontrollieren. Die Menschen müssen aktiver werden. Bei kaum einem Vorgang kommt die Unfähigkeit, Verbohrtheit und persönlich Vorbehalte von Politikern so ans Licht, wie beim Gerangel um den Brexit. Wenn die gewählten Politiker unfähig sind Entscheidungen umzusetzen, sollte es selbstverständlich sein, das Volk noch einmal zu befragen. In GB stellen die amtierenden Politiker gerade ihre jeweils eigene Ideologie über das Wohl ihres Volkes. Eine Schande, die in jeder Demokratie passieren kann. Dann sollte das Volk erneut befragt werden.
Na, die Bevölkerung, die laut Ihnen die Politiker mehr kontrollieren soll, hat ja diesen Politikern den Schlamassel erst eingebrockt. "Das Volk" weiss genauso wenig, wie die britischen Politiker, was es will. Die Mehrheit weiss nur, was sie n i c h t will: in der EU bleiben. Die Folgen eines Austritts, hat die Mehrheit nicht bedacht und überblickt sie wohl auch heute noch nicht. Mir scheint, da stehen "Volk" und Politiker auf der gleichen Ebene.

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cobaea 27.01.2019, 10:17
17.

Zitat von Joe Amberg
...der EU Knebelvertrag läut halt nun komplett ins Leere. Die Siegesstimmung der EU, dokumentiert in diversen emails, dass man alle EU Interessen in diesem Vertrag habe durchsetzen können, war wohl etwas verfrüht. Auch uns Schweizern drängt die EU gerade einen völlig inakzeptablen "Rahmenvertrag" auf, eine geradezu unglaubliche Rosinenenpickerei durch die EU, der garantiert nicht unterschrieben wird.
Ähmm, nur einen kleinen Hinweis: "Rosinen picken" heisst, aus dem grossen Teig, sich nur das auszusuchen, was einem besonders gut schmeckt. Die Schweiz ist wohl kaum der "grosse Teig", in den die EU hinein will, dabei aber nur die Rosinen rauspicken will. Der" grosse Teig" ist ja wohl die EU von deren positiven Seiten auch die Schweiz (wie das UK) profitieren will. Die erwartet nun von der Schweiz (wie vom UK), dass wer vom Teig etwas will, eben auch Mehl, Eier, Butter, Backpulver etc. sich einverleiben sollte und nicht nur die Rosinen, wonach dann für alle alle anderen der leeren Teig bleibt.

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HaPeGe 27.01.2019, 10:17
18. Ebtschuldigung, habe ich da etwas versäumt ... ?

Zitat von Joe Amberg
...der EU Knebelvertrag läut halt nun komplett ins Leere. Die Siegesstimmung der EU, dokumentiert in diversen emails, dass man alle EU Interessen in diesem Vertrag habe durchsetzen können, war wohl etwas verfrüht. Auch uns Schweizern drängt die EU gerade einen völlig inakzeptablen "Rahmenvertrag" auf, eine geradezu unglaubliche Rosinenenpickerei durch die EU, der garantiert nicht unterschrieben wird.
Ich meine, wenn Großbritannien die EU ohne Vertrag verläßt, dann dürfte das für GB doch um einiges schlechter sein, als mit dem bis dato ausgehandelten Vertrag. Die Briten werden sich noch wundern, was die Folgen sein werden. Ein Beispiel: Im Falles eines harten Brexit wird Airbus die Produktion in GB einstellen, d. h. die 14.000 Arbeitsplätze von Airbus in GB und noch einmal 110.000 Jobs in der Zulieferindustrie sind akut bedroht. Ein aktuelles Beispiel: Die europäische Arzneimittelbehörde zieht von London nach Amsterdam. 900 Briten haben ihren Job verloren.

Ich hoffe, den Briten und auch Ihnen dämmert es vielleicht einmal irgendwann, dass der Brexit der größte Blödsinn war, für den sie sich jemals entschieden haben. Die Briten gefährden dadurch akut den Bestand von Großbritannien !

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astistia 27.01.2019, 10:17
19. Nun js

Zitat von lazyfox
Die Menschen müssen aktiver werden. Bei kaum einem Vorgang kommt die Unfähigkeit, Verbohrtheit und persönlich Vorbehalte von Politikern so ans Licht, wie beim Gerangel um den Brexit. Wenn die gewählten Politiker unfähig sind Entscheidungen umzusetzen, sollte es selbstverständlich sein, das Volk noch einmal zu befragen. In GB stellen die amtierenden Politiker gerade ihre jeweils eigene Ideologie über das Wohl ihres Volkes. Eine Schande, die in jeder Demokratie passieren kann. Dann sollte das Volk erneut befragt werden. wieder
Ihre kleine Schweiz mit 8 mio Bürgern ist ohne die EU nicht lebensfähig.

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