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Britische Handelskammer: Tausende britische Firmen bereiten sich auf No-Deal-Brexit v
DPA

Die britische Handelskammer schlägt Alarm: Der Großteil ihrer 75.000 Mitglieder würde sich mit Notfallplänen auf einen ungeregelten Brexit vorbereiten. Dazu gehöre die Verlagerung von Geschäften ins Ausland.

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luny 27.01.2019, 13:46
210. Alle

Zitat von panzerknacker 51
britische Firmen bereiten sich vor? Ja, was denn sonst? Alles andere wäre ja wohl auch kaufmännisch gesehen völlig untypisch.
Hallo Panzerknacker 51,

alle, die vom Brexit betroffen sind, versuchen, sich vorzubereiten.

Anfangs bestand noch die Hoffnung, das britische Parlament werde doch die Notbremse ziehen. Rechtlich verbindlich war die Abstimmung nicht.

Logistisch wird mit einer mittleren bis großen Katastrophe gerechnet, weil es nicht genügend Zollbeamte gibt. Außerdem ist ungewiß, welche Flugzeuge ex GB in die EU und umgekehrt fliegen dürfen.

LUNY

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cobaea 27.01.2019, 13:47
211.

Zitat von claus7447
Ein Schweizer, die nur zahlendes Mitglied in der EU sind mokiert sich und schimpft laufend über diese Organisation. Nun zum einen empfehle ich Ihnen, initiieren sie eine Volksabstimmung in ihrem Land und verlangen sie die Auflösung aller Verträge mit der EU. Sie sind doch selbst gut genug und ich wünsche Ihnen dann in Inner- oder Aussenroden viel Spaß. Vermutlich wählen sie ja auch SVP, aber das hält die Schweizer Demokratie ja auch aus. Sie können ja mit GB einen Vertrag unterschreiben. Die Frage wird sein, wie das Ihre Chemie- und Pharmaindustrie sieht, Liechtenstein wird sich dann eben mit Österreich in die zollunion begeben, alles kein Problem. Sie dürfen auch gerne ihre Grenzen wieder schließen. Picken sie mit den Briten die Rosinen, nur wo? Sie sind bald ziemlich einsam.
Bitte, bei allem Verständnis dafür, dass Sie über @Joe Ambergs Posting sauer sind, bringen Sie diese Leute nicht auf noch mehr (schwachsinnige) Ideen. Nicht jedeR in der Schweiz will wieder aus "Schengen" austreten und die Grenzen schliessen.
Die Volksinitiative, die eine Kündigung der Bilateralen Verträge nach sich ziehen würde, existiert leider bereits - bisher sind solche Ansinnen aber immer von einer Mehrheit der Stimmberechtigten abgelehnt worden. Das wurmt die SVP-Apologeten vermutlich noch mehr als die EU.
Die Frage mit der Pharmaindustrie ist allerdings schon weitgehend entschieden. Es gibt bereits Absprachen zwischen der Schweiz und dem UK, dass die heute (auf EU-Vorschriften basierenden) Regelungen zwischen den beiden Staaten bis zum Abschluss eines anschliessenden Freihandelsvertrages beibehalten werden. Diese Absprachen sind unterschriftsreif - sie könnten also unmittelbar nach dem Brexit unterschrieben und in Kraft gesetzt werden.

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InternetResearchAgency 27.01.2019, 13:48
212. @ 180 cobaea: Das ist schlicht nicht wahr

Es waren eben NICHT nur die Murdoch-Medien, die gegen die EU gehetzt haben, sondern auch die der Barclay-Brüder (Telegraph) und die von Harmsworth/Rothermere und Richard (Express, Daily Mail). Zusammen machen diese Blätter (inkl. der kostenlosen wie Metro) mehr als 70% des UK Zeitungsmarkts aus (Murdoch & Barclay alleine fast 53%). Wer also Pro-EU Berichterstattung wollte, musste sie erst mühsam suchen. Siehe auch: https://www.vice.com/en_uk/article/5ge5pq/whats-behind-the-pro-brexit-stance-of-the-british-press

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HaPeGe 27.01.2019, 13:48
213. Ja und ...?

Zitat von domino3116
das beispielsweise auf den Rest-Airbuskonzern auswirken wird. Verbauen die nicht Rolls Royce Triebwerke? Ob Airbus schon so weit ist, dass die Flieger ohne Triebwerke fliegen können? Ich denke fast, das auch hier das Newtonsche Gesetz actio=reactio wirksam wird. Isaac Newton war doch Engländer. Ist der inzwischen vergessen worden?
Nicht generell; außerdem gibt es noch andere Lieferanten als da sind Pratt & Whitney und General Electric. Außerdem könnte man ja die Rolls Royce Triebwerke importieren. Wo ist das Problem ?

Das Problem sind die Arbeitsplätze in GB, die werden wegfallen. Und dann wird den Engländern aufgehen, was sie eine dämlich Wahl getroffen haben und auf welche Sorte Politiker sie reingefallen sind: Populisten, die keinen blassen Schimmer einer Ahnung haben !

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lab61 27.01.2019, 13:54
214. Einspruch!

Zitat von Johann Dumont
Auf Burberry oder Haribo kommt es gar nicht an. Ganz im Gegenteil die Engländer können sogar profitieren - aus den über kurz oder lang folgenden Überschuldungsproblemen in Südeuropa stehen sich heraus. Die nächste große Bankenrettung findet ohne England statt. England ist immer noch Finanzzentrum und Gewinne werden dort ganz ohne Wertschöpfung geschaffen - quasi aus dem Nichts auf Kosten der anderen. Die Londoner City erwirtschaftet schon seit über 20 Jahren mehr - als der Rest der britischen Volkswirtschaft, dass ändert sich nicht nach einem ungeregelten Brexit.
Doch. Genau DAS wird sich ändern, weil London dann nicht mehr der Finanzplatz der EU sein wird, nicht mehr der Finanzplatz von 500 Millionen Bürgern, sondern nur noch von 60 Millionen. Die großen Banken wandern ab - nach Frankfurt z.B. Und die ganzen Finanzprodukte, die in London ausgebrütet werden, haben keinen EU-Zugang mehr. Gerade auch der Finanzplatz London wird massiv unter dem Brexit zu leiden haben.

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luny 27.01.2019, 13:56
215. Bilaterale Verträge

Zitat von thorsten35037
Deutschland hat hervorragende Wirtschaftsbeziehungen zu Ländern, die nicht in der EU sind: Norwegen, Schweiz, Australien, Canada, USA (immer noch). Warum soll das ausgerechnet mit GB nicht funktionieren? Bilaterale Verträge können alles lösen.
Hallo Thorsten35037,

Großbritannien wird ab dem 29.03.19 Drittland sein - ganz ohne bilaterale Verträge. Diese Verträge können erst ab dem 29.03.19 verhandelt werden.

Es gelten die Bestimmungen der WTO, allerdings fehlt die dafür notwendige Infrastruktur, und zwar sowohl in GB als auch in der EU.

Handelsverträge zu vereinbaren, kann Jahre dauern, von jetzt auf gleich geht gar nichts.

Norwegen, die Schweiz und Kanada haben Verträge mit der EU. GB wird ab dem 29.03.19 nichts haben.

LUNY

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willibaldus 27.01.2019, 13:57
216.

Zitat von pirx64
An alle die denken, Warenverkehr geht einfach so weiter. Nein, geht er nicht. Plumpes Beispiel: Arzneimittel. Diese haben doch eventuell gar keine Zulassung in GB, nur in der EU. D.h., die Aufsichtsbehörde muss die Arzneimittel erst mal zulassen. Und wer kennt das nicht, Zulassungen dauern nicht Tage, Wochen oder Monate, die dauern Jahre. Und dann das Steuerrecht, GB ist von einem Tag zum anderen ein Drittland. Was das an Aufwänden und Kosten auf beiden Seierzeugt, ist auch nicht zu unterschätzen. Und und und. Ist doch nicht so, dass GB auf einmal kein Vereinsmitglied mehr ist, da hängt so viel dran. Und GB hat ignorant die 2 Jahre ablaufen lassen ohne einen Plan zu fassen, Abkommen vorzunehmen. Warum soll das auf einmal besser werden, wenn die nicht mehr in der EU sind? Und die müssen nicht nur mit der EU neue Verträge ausarbeiten, sondern weltweit. Das muss auch erst mal gestemmt werden, das dauert auch Jahre. Und bei der Performance, die die jetzt gezeigt haben ...
Ich denke, das UK wird entscheiden, auf absehbare Zeit die Arzneimittelzulassungen der EU anzuerkennen. Wenigstens bis sie ihre eigene Zulassungsbehörde aufgebaut haben.
Das Problem liegt bei Medikamenten, die nur wenige Tage haltbar sind. Dafür wird es wohl Frachtflüge geben, zumindest bis die Grenzen funktionieren und sichergestellt ist, daß die entsprechenden LKW nicht tagelang festsitzen und die Ware verschimmelt.

Ja. Steuern. Mehrwertsteuer Vorleistung und Rückforderung der heimischen, das wird Kapital binden. Den Cash flow der Firmen trifft das. Außerdem kostet das. Gebühren bei Dienstleistern, die das Abwickeln oder zusätzliches Personal in der eigenen Firma, wenn sie denn groß genug ist.

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cobaea 27.01.2019, 13:58
217.

Zitat von michi_meissner
Ich werde nie verstehen, wer die schwachsinnige Idee entwickelt hat, dass ein Rumäne nur 5 Jahre in Deutschland arbeiten muß und dann bis zum Lebensende Hartz4 und Grundsicherung erhalten kann. Dass die Engländer und auch viele Deutsche Bürger keine Lust haben, den nationalen Reichtum und die eigenen Sozialstandards für solche Länder zu opfern, kann ich sehr gut verstehen.
Die Briten waren die einzigen in der EU, die die Zuwanderung aus Polen etc. ab dem ersten Tag nach dem Beitritt ohne jede Einschränkung zuliessen. Deutschland hat die letzten Einschränkungen erst 2014 aufgehoben - im Gegensatz zum UK, das jetzt so tut, als ob es von der EU gezwungen worden wäre. Nein, wurde es nicht.

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boje 27.01.2019, 13:59
218. Was ist schon besser

Zitat von ralfix
Ist eigentlich total unlogisch, dass ein einzelnes Land bessere Handelsverträge aushandeln kann, als im Rahmen der EU möglich wäre. Dazu müssen Verträge mit der EU erstmalig ausgehandelt werden. Ein schönes Beispiel ist ein Brexiter wie Dyson, der erst mal seinen Sitz nach Singapur verlagert. Schön für ihn - aber was UK davon?
Kommt darauf an, wie sie besser definieren. z. B.günstigeren Preis: indem sie Arbeitsbedingungen, Giftigkeit nicht mit in ein Abkommen einfliessen lassen, bekommen sie preislich sicherlich bessere Bedingungen, als es die EU bekommen würde, die ja dann doch ab und zu versucht, humane Standards mit einzubringen.

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willibaldus 27.01.2019, 14:03
219.

Zitat von domino3116
In 2-3 km Entfernung von meinem derzeitigen Wohnort verläuft die tschechische Grenze vom Nordosten bis zum Südosten. 20 km östlich ist die Oder-Neiße-sog. Friedensgrenze. Die geht bis zur Ostsee. Nun waren diese Grenzen ungefähr bis zu meinem 20. Lebensjahr so ziemlich dicht: teilweise 3-facher Stacheldraht!!! In regelmäßigen Abständen Wachtürme, dazu entlang des Zaunes ein umgepflügter Streifen. Besonders auffällig waren auf der polnischen die bewaffneten Grenzposten. Auf beiden Seiten gab es Grenzkasernen. Selbst ein Familienfoto auf dem Grenzweg konnte dazu führen, dass man verwarnt wurde. Der Film musste in jedem Fall herausgenommen werden. Mitte der sechziger Jahre wurde der kleine Grenzverkehr eingerichtet mit strengen Kontrollen. Häufig wartete man ewig, bis alle ihre Kofferräume wieder schließen durften. I c h w i l l d a s n i e w i e d e r, alle Ihre blödsinnigen Äußerungen zum Dexit sind blanker Populismus. Deutschland ist rings herum von anderen Staaten umgeben. Ein Dexit könnte damit ringsherum Natodraht bedeuten. Gerade wir älteren Ostdeutschen wissen noch, wie es ist, eingemauert zu sein. Wir Deutschen brauchen gute Nachbarschaft zu allen Nachbarländern und keinen Natodraht ! ! !
Ich stimme zu. Ich kann mich erinnern bei einem Ausflug nach Rotterdam den die Eltern mit uns Grundschülern gemacht haben, an der Grenze kontrolliert worden zu sein. Mit Kofferraum aufmachen und Passkontrolle und den ganzen Klumpatsch. Da war noch nicht viel los an der Grenze. Da gabs dann aber einen ganz tollen Seemann auf dem Dock, der hat uns einfach so durch das ganze 50000 Tonnen Schiff geführt. Das muß so 1972 gewesen sein.

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