Forum: Wirtschaft
Britische Handelskammer zum Brexit: "Wir sind frustriert. Wir sind wütend"
DPA

Während sich das Londoner Parlament weiter nicht auf einen Brexit-Kurs verständigen kann wächst der Frust in der Wirtschaft. Die britische Handelskammer greift die Politik ungewöhnlich scharf an.

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fsteinha 28.03.2019, 07:09
1. Failed state

Am besten fand ich die Meldung, das Boris Johnson jetzt auch für Mays Plan wäre, weil sie dann zurück tritt und er sie beerben könnte.
Ähnlich sieht es vermutlich bei den anderen Clowns im Parlament aus. Morgen wäre es eigentlich soweit gewesen. Und die tun so als hätten sie noch groß die Wahl.

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abudhabicfo 28.03.2019, 07:12
2. Wo war die Handelskammer vor dem Referendum 2016?

Es ist eine traurige Geschichte, aber was für eine Lobby-Arbeit machte die Handelskammer vor dem Referendum? Erst nach drei Jahren kurz bevor der Wagen an die Wand fährt kommt eine klare Stellungnahme.
Die Parlamentarier leben in ihrer eigenen Welt: abgehoben und fern der Realität. Aber was für eine Alternative haben die Wähler bei den nächsten Wahlen?

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tucson58 28.03.2019, 07:13
3. Erschreckende Politik, auch für die EU

Nun hat das britische Unterhaus erneut gezeigte was sie alles nicht wollen und im Grunde gar nicht wissen was sie wirklich für das Land und die Bürger wollen !

Selbst wenn nach 8 x Nein für Alternativen, nun mit hoher Wahrscheinlichkeit nochmals das vorhandene Austrittsabkommen von May zur Abstimmung steht und es angenommen wird, so ist das ganze dennoch der pure Horror.

Denn diese Politiker werden das Land nach dem EU Austritt endgültig gegen die Wand fahren , da sie sind nicht in der Lage sind in einem Nationalen Alleingang Wirtschaftsabkommen mit anderen Nationen zu beschließen , da fasst sich doch jeder potenzielle Partner gleich an den Kopf !

Schlimmer wird es wenn diese Chaospolitiker in der EU bleiben und den sowieso schon lahmen Entscheidungsprozess des EU Parlamentes dann noch weiter bremsen .

Man kann sich nun auch vorstellen wie die Briten in der EU agiert und blockiert haben .

Gute Nacht EU wenn die Briten jetzt nicht austreten , dann wird es nichts mit grundlegenden und notwendigen Reformen

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helmut.alt 28.03.2019, 07:25
4. Viele britische Politiker

haben kein Gespür für Realität. "To chase the rain bow" ist eine nette Beschreibung ihres Verhaltens. Nur die Vorteile einer Beziehung einfordern und nicht gewillt sein Zugeständnisse zu machen funktioniert nicht. Die britische Wirtschaft und Industrie sind zu bedauern. Der Schaden wird immens sein, wenn am Ende der Chaos-Brexit erfolgt.

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Orthoklas 28.03.2019, 07:33
5. Viktorianisches Britain

Das britische Volk ist noch immer nicht in der Realität angekommen. Das betrifft vor allem die Abgeordneten. Der Standesdünkel eines ehemaligen Weltreiches wird Milliarden kosten. Eigentlich nicht zu glauben.

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schnubbeldu 28.03.2019, 07:37
6. Die Briten müssen gehen!

Es gibt kein Zurück mehr, denn das Debakel, was hier im britischen Unterhaus stattfindet kann eine EU im Parlament nicht haben. Das ganze Durcheinander im Unterhaus für bei einem Verbleib der Briten in der EU sich automatisch übertragen. Selbst wenn Briten unter sich nicht mal einigen können, wie wollen die Briten sich denn dann mit anderen EU-Ländern noch einigen können? Geht schon mal gar net, die Briten müssen raus und am Besten so schnell wie möglich!

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mimas101 28.03.2019, 07:39
7. Hmm Tja

Meine Diagnose: Wir haben es hier mit CLP zu tun, das Disease ist anerkanntermaßen nicht heilbar. CLP steht für Chaos Londinium Perfectus. Hoffentlich ist das Syndrom jetzt nicht der Ausgangspunkt für eine Pandemie.

Im Ernst....
Gestern hatte es Phoenix doch glatt geschafft die Debatte zusammen mit Simultandolmetschern live zu übertragen. Ein Labour-Abgeordneter sprach sich schick begründet für ein zweites Referendum aus und die Gegenseite, ein Tory-Fanatiker, erzählte was von Make GB wieder Weltmacht wo man Kolonien hätte und jedem alles diktieren könne. Das mit den Kanonenbooten verschwieg er allerdings freilich.
Dazwischen gab es reichlich Redebeiträge von Abgeordneten die nicht mal im Ansatz wußten was der Brexit überhaupt ist, zumindest erschloß sich mir das aus deren Reden so.
Und deshalb bin ich mir sicher das das House of Commons noch in 1.000 Jahren ergebnisoffen über den Brexit, ausgesetzt anno 2019, debattieren wird,

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maximillian64 28.03.2019, 07:48
8. Ehrlich, je eher wir die los sind...

damit meine ich nicht die Bürger, und nicht die Jugend, die sich hoffentlich an der Wahlurne erinnert wer Ihnen die Suppe eingebrockt hat. Statt die Übeltaeter zu abzuwählen wird einer der grössten dieser Nieten, jetzt vermutlich noch Premier.

Ich hätte nie gedacht das es noch schlimmere Politik gibt als aus Bruessel. Aber die Englische Politik hat durch die EU diese parlamentarischen Defizite stabilisieren können und schwupp, kaum fehlt das Korrektiv (bzw. die so beklagte EU "Masse" die doch immerhin als Anker diente) disqualifiziert sich das Land und wird politisch handlungsunfähig. Ganz ehrlich, mir ist egal wie weh es auch uns tut, aber die Engländer (und leider auch die in Geiselhaft genommenen Schotten und Nordiren, die inneren EU Befürworter) müssen wohl erst mal durch ein tiefes dunkeles Tal der wirtschaftlichen und politischen Depression bevor die wieder reif für gesunde Entsch eidungen sind. (nicht das ich ein paar oestliche EU Mitglieder für reifer halte aber die haben ja noch den Anker) .

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claudio_im_osten 28.03.2019, 07:52
9. Dieses Problem können nur die Briten selber lösen.

Insgesamt ist jedenfalls erstmal gut, dass sie mit ihrem zerissenen Durcheinander nicht die EU weiter auseinander dividieren, so wie sie es in den vergangenen Jahrzehnten ständig zelebriert haben (hier haben wir auch noch die Salvinis und Orbans). Und es ist richtig, dass sich unsere Regierenden hier zurück- und heraushalten. Die grenzenlose Zockerei der Briten richtet sich jetzt endlich genau in die Richtung, in die sie gehört: Direkt nach Innen in eine Gesellschaft, die ganz offensichtlich zu politischen Entscheidungen unfähig ist.
Am Besten wäre: Die Briten schreiten zu einem neuen Referendum, und zwar gleich zusammen mit Neuwahlen. Beides würde wahrscheinlich in der derzeitigen Situation Wunder bewirken. Und ein Ende des Zweiparteienstaats. Dann hätte auch die britische Wirtschaft die Chance, sich gegenüber der Politik eindeutig zu positionieren.

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