Forum: Wirtschaft
Britische Handelskammer zum Brexit: "Wir sind frustriert. Wir sind wütend"
DPA

Während sich das Londoner Parlament weiter nicht auf einen Brexit-Kurs verständigen kann wächst der Frust in der Wirtschaft. Die britische Handelskammer greift die Politik ungewöhnlich scharf an.

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pauli96 28.03.2019, 08:50
30. Ungeregelter Brexit - ein Szenario

Ein ungeordneter Brexit kommt:
Chaos für Stunden bis Tage, Unsicherheit für Wochen bis Monate und dann?
Werden Regeln, Verträge, Absprachen greifen, ausgehandelt unter dem Zwang des Notwendigen, jeweils für das, was am dringendsten ist. Und sonst? Harte Grenze zwischen Nordirland und Irland, oder auch nicht, siehe vorherigen Satz. Sorgen und Befürchtungen in GB vor der Macht des großen EU-Binnenmarktes, Sorgen und Befürchtungen in der EU vor den Möglichkeiten eines "frei" agierenden GB (Steuern, Verordnungen). Dazwischen immer noch viele gemeinsame Interessen, die außerhalb des politischen Rampenlichts nach und nach vertraglich fixiert werden.
Nach meiner Meinung gibt es derzeit schlimmere Szenarien für den Lauf der Welt als ein "harter" Brexit.

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sans_words 28.03.2019, 09:00
31. Ein Denkfehler?

Zitat von der_anonyme_schreiber
Sie unterliegen einem Denkfehler: Die EU ist eben kein Wirtschaftsverein, sondern der Wille von Nationen, sich von der Nationalstaaterei im Sinne eines sicheren und friedlichen Europa zu lösen. Die Union ist genau das was man will und was der Sinn der ganzen Sache ist. Und gerade nach 2 Weltkriegen von europäischem Boden aus sollte jedem klar sein, dass das ein gutes Ziel ist. Die EG ist kein besseres Modell für Europa.
Die EU zeigt an vielen Stellen deutliche Auflösungserscheinungen. Da sollte die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer (geplanten) Union erlaubt sein.

Um Kriege untereinander zu vermeiden, ist es nicht zwingend notwendig, Europa zu einem Gesamtstaat zu vereinigen. Und selbst Staaten können an inneren Zwistigkeiten scheitern. Die UdSSR ist gescheitert, Jugoslawien ist gescheitert.

Europa fehlt es an mehreren Dingen, um eine Union erfolgreich zu gestalten:

- die gemeinsame Sprache
- die gemeinsame Kultur
- die gemeinsame Historie
...

Man kann Gemeinsamkeiten nicht erzwingen.

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tucson58 28.03.2019, 09:02
32.

Zitat von poseidon1966
Natürlich klagt die Wirtschaft. Die klagt doch immer! Die klagen über zu viel Regulierung, über zu viel Bürokratie, über zu viele Steuern, über zu hohe Löhne, zu wenige Fachkräfte, zu dumme Bewerber, zu wenige Subventionen, zu wenige Infrastruktur, zu hohe Abgaben, zu selbstbewusste Bewerber, zu größte Konkurrenz, zu wenige Rohstoffe, zu teure Rohstoffe, zu niedrige Preise, zu kritische Kunden, über zu viele und zu mächtige NGO's, zu viel Umweltschutz und und und. Mich wundert, dass diese Leute nicht über das Leben klagen. Dabei sind es gerade die Bosse, welche dass größte Problem darstellt. Es ist der Raubtierkapitalismus, der alles zerstört. Es ist dieses "Immer mehr, immer größer und in immer kürzerer Zeit", was das Grundproblem darstellt. In einer Zeit, wo immer mehr "normalen" Menschen klar wird, dass unser Planet zu Grunde geht, kommt die Wirtschaft und klagt über Probleme, die eigentlich keine sind.
Und der Deutsches Michel klagt auch über alles , und das es ihm schlecht geht ...... aber natürlich auf hohem Niveau:

Aber ohne die Wirtschaft, hätten sie endlich mal einen Grund zum jammern und können ihren Status als Arm bezeichnen , denn ohne Wirtschaft keine Arbeitsplätze , ohne Arbeitsplätze keinen Lohn und ohne Lohn keinen Wohlstand und ohne Wohlstand keine Sozialsysteme die einen auffangen !

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GP1 28.03.2019, 09:04
33. Anleitung für britische Bürger und Bürgerinnen

Als man bei einer Papstwahl im Mittelalter nicht zu Potte kam, deckten die genervten Bürger das Dach über dem Wahllokal ab und die Kardinäle bekammen nur noch Wasser und Brot. Diese Maßnahmen haben dann die Papstwahl voran gebracht.

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semih76 28.03.2019, 09:05
34. Exit mit dem Brexit

Jetzt machen sich beide Seiten lächerlich. Die EU macht sich zum Spielball im Affenhaus. Sind zwei Jahre nicht Zeit genug um sich Gedanken über die Folgen des Austritts aus der EU zu machen. Ich muss sagen, ich persönlich finde, dass May hier einen hervorragenden Job gemacht hat. Letztendlich hat sie das Maximum des möglichen verhandelt und es ist nun mal so, dass so ein Austritt kein Wunschkonzert ist. Niemand hat die Briten gezwungen für einen Austritt zu stimmen. Keiner hat gesagt es ist nicht möglich ein weiteres Referendum zu machen, nachdem klar wurde unter welchen Bedingungen ein Austritt steht. Wir sehen seit Wochen wie sich im britischen Parlament von erfolgloser Abstimmung zu erfolgloser Abstimmung gehangelt wird. Dabei gibt es nur eine einzige Frage zu beantworten: DEAL or NO DEAL! Dabei ist auch völlig egal wer Premierminister ist und wer nicht. Es gibt keine neuen Verhandlungen mit der EU. Seit Wochen und Monaten ist klar was passiert wenn man sich nicht einigt. Es kommt am 29.03.2019 zum ungeordneten Brexit. Tja, und was macht die EU? Die finden das Affenhaus wohl so unterhaltsam das Sie sich weiter zum Spielball machen. Wir schieben erstmal wieder ein bisschen. Vielleicht passiert ja ein Wunder und die Briten einigen sich doch noch. Guten Morgen EU, die Briten einigen sich nicht, weil der von May ausgehandelte Deal, der Mehrheit des britischen Parlaments nicht gefällt.
Liebe EU, am 29.03.2019 ist Exit für den Brexit. Macht euch nicht auch noch lächerlich.

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joe_ucker 28.03.2019, 09:05
35. Wir müssen uns vor den Briten schützen

Die EU muss sich vor diesen vom Volk gewählten Chaoten schützen.
Ja, und vielleicht auch vor dem Volk.

Denn:
Die Wahlen sind nicht lange her und es besteht mehr als nur ein Verdacht, dass die Meinungen im Volk ähnlich sind.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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kuac 28.03.2019, 09:08
36. Nicht lieferbar

Die Briten haben per Referendum ein Menu bestellt, das gesund und schmackhaft sein muss, aber nicht kosten darf. Das Parlament kann das nie liefern. Niemand kann das liefern ( chasing the rainbow!).
Die Parlamentarier sollten das den Bürgern endlich sagen und den Ball wieder zurückgeben.

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tosondi 28.03.2019, 09:09
37.

Zitat von sans_words
Die EU zeigt an vielen Stellen deutliche Auflösungserscheinungen. Da sollte die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer (geplanten) Union erlaubt sein. Um Kriege untereinander zu vermeiden, ist es nicht zwingend notwendig, Europa zu einem Gesamtstaat zu vereinigen. Und selbst Staaten können an inneren Zwistigkeiten scheitern. Die UdSSR ist gescheitert, Jugoslawien ist gescheitert. Europa fehlt es an mehreren Dingen, um eine Union erfolgreich zu gestalten: - die gemeinsame Sprache - die gemeinsame Kultur - die gemeinsame Historie ... Man kann Gemeinsamkeiten nicht erzwingen.
so sehe ich das inzwischen auch, der "Wille der Nationen" scheint doch eher der Denkfehler einzelner zu sein. Das beweisen doch die Aktivitäten einzelner Nationen jeden Tag aufs Neue.
Stellt die Gemeinschaft auf die Füße, auf der sie auch stehen kann. Stellt ihr sie auf Stelzen wird sie irgendwann kippen

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pavel1100 28.03.2019, 09:10
38. Wiederspruch

Zitat von sans_words
Die EU zeigt an vielen Stellen deutliche Auflösungserscheinungen. Da sollte die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer (geplanten) Union erlaubt sein. Um Kriege untereinander zu vermeiden, ist es nicht zwingend notwendig, Europa zu einem Gesamtstaat zu vereinigen. Und selbst Staaten können an inneren Zwistigkeiten scheitern. Die UdSSR ist gescheitert, Jugoslawien ist gescheitert. Europa fehlt es an mehreren Dingen, um eine Union erfolgreich zu gestalten: - die gemeinsame Sprache - die gemeinsame Kultur - die gemeinsame Historie ... Man kann Gemeinsamkeiten nicht erzwingen.
Nach ihrer These müsste ja dann auch die Russische Föderation bald zerfallen. Da gibts ja noch viel mehr Sprachen und Kulturen, von den USA ganz zu schweigen. Die Historie Europas ist ohnehin im Guten wie im Bösen allen europäischen Staaten gemeinsam. Ihre These stimmt eben nicht. Man kann in großer Vielfalt in einem Staat leben, wenn man einer gemeinsamen Idee und gemeinsamen Werten verpflichtet ist.

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obiwarndemokrat 28.03.2019, 09:10
39. so langsam glaube ich

das ist eine Folge von der TV Sendung "Little Britain"....anders kann ich es mir nicht erklären.

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