Forum: Wirtschaft
Britische Wirtschaft in Angst: Der "BoJo"-Effekt
Lorne Campbell/ REUTERS

Boris Johnson kokettiert mit dem No-Deal-Brexit - und alarmiert damit die Unternehmen. Vor allem die Autoindustrie dürfte es hart treffen. Ökonomen warnen auch vor den Folgen für die deutsche Wirtschaft.

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wiersbin.p 04.08.2019, 08:27
280. IFO und IWF

Kurz gesagt fordern Felbermeyr vom IWF und Fuest vom IFO, die Glaskugel und Kaffeesatzleser, von der EU alle Rosinen den Briten zukommen zu lassen, inclusive Politischer Vertretung, während sie nix zahlen wollen, die EU Menschenrechtscharta nicht mehr gelten soll, die Fremdarbeiter praktisch rechtlos gestellt werden ect..... Also genau dass, was die Brexiters wollen.
Ne, ne Leute... An die Regeln der EU muss sich auch GB halten oder halt gehen.. Sollen die Briten doch am 31.10. nakig raus fliegen.. DIE wollten raus, dann sollen SIE auch raus.
Ich habe Fertig.

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fritz_64 04.08.2019, 08:43
281.

Boris wird sein super Handelsabkommen mit Donald bekommen. Es wird wirklich super für UK sein, läuft 5 Jahre und alle Vorteile liegen auf der britischen Seite. Damit wird die Spaltung der EU erst so richtig losgehen und andere Länder werden Witterung aufnehmen. Und das super Abkommen? Wird natürlich in drei Jahren nachverhandelt.

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wiersbin.p 04.08.2019, 08:47
282.

Zitat von bschlueter
Was gut ist für den Export ist aber umgekehrt schlecht für den Import. Und da GB die Hälfte aller Lebensmittel importiert, werden die Lebenshaltungskosten steigen - sicherlich kein Problem für elitäre Millionäre wie Boris Johnson oder Nigel Farage, aber durchaus ein Problem für die "normalen Menschen".
Nö, dann werden halt wieder Lebensmittelmarken eingeführt und der Schwarzmarkt, kontrolliert und gesteuert von den Brexiteers al la Johnsen, Moog, Ferage, Patel, blüht auf und wird zum stärksten Wirtschaftfaktor.......

P.S: An die Zensoren. Ich habe mir die Regeln „ So wollen wir debattieren“ nochmal genau durch gelesen und konnte keinen Verstoß feststellen. Aber vielleicht können Sie mich ja aufklären…..

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wiersbin.p 04.08.2019, 09:09
283.

Zitat von Rubikon_2016
treten nun mal wieder offen zutage - aber davon wollte damals ja niemand etwas hören. Kritiker an Maastricht und Lissabon waren ja gleich Europafeinde... Die gute alte EWG hätte man besser beibehalten und für die EU definitiv ein Austrittsszenario konkret festschreiben müssen. Jetzt wird man einen Tod sterben müssen: Entweder man läßt sich von GB vorführen oder man riskiert wirtschaftliche Verwerfungen. So oder so verlieren alle Beteiligten und das nur, weil seit 30 Jahren vermeintlich alternativlose Politik gemacht wird... bitter!
Nö, die Austrittsregeln SIND klar definiert. Wenn ein Staat austreten will, gibt er das der EU bekannt. Dann beginnt die Frist in der ein Vertragliches Verfahren zur weiteren Zusammenarbeit erstellt werden kann. Ist die Frist abgelaufen und es gibt keinen Vertrag, dann war's das halt. Man fällt auf WTO zurück. Punkt.

P.S: An die Zensoren. Ich habe mir die Regeln „ So wollen wir debattieren“ nochmal genau durch gelesen und konnte keinen Verstoß feststellen. Aber vielleicht können Sie mich ja aufklären…..

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wiersbin.p 04.08.2019, 09:12
284.

Zitat von 6a18fb2be1063bfd460818c4f
Was sollen die sonst tun als jammern? Man sollte die Briten und Amerikaner mal gepflegt links liegen lassen und sich um die Feinde im Inneren der EU kümmern. Weiterhin sollte man klare Positionen zu China und Russland finden. GB verlässt am 31.10 die EU. Mit oder ohne das ausgehandelte Abkommen. Hacken drann. Die wahren Probleme der EU liegen östlich der Oder und südlich der Alpen!
Kleiner Irrtum, die Probleme der EU beginnen östlich des ehemals eisernen Vorhangs. Der hätte auch niemals Fallen dürfen... Wir wissen inzwischen Ja welche Nazibrut da rüber gekrochen kommt...

P.S: An die Zensoren. Ich habe mir die Regeln „ So wollen wir debattieren“ nochmal genau durch gelesen und konnte keinen Verstoß feststellen. Aber vielleicht können Sie mich ja aufklären…..

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cto74 04.08.2019, 09:15
285. Friedens-, nicht Wirtschaftsunion

Zitat von willi.thom
wir werden erleben, daß die Welt und auch Europa nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU nicht untergegangen ist. Stoff für die Journalisten wird es auch danach genug geben. Es ist eine Schande, daß die Beitrittsverträge so schlecht konstruiert wurden, daß ein Austritt aus der EU dermaßen kompliziert ist. Oder heißt es vielmehr, daß es grundfalsch war, sich die EU als Wertegemeinschaft vorzustellen? Ich bin der Meinung, eine Wirtschaftsgemeinschaft wäre realistischer, denn die Bürger der einzelnen Staaten wollen in ihrer Mehrheit nicht mehr, d.h. keine weitere Vertiefung, eher das Gegenteil.
"Die Bürger" wollen nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Bürger wissen vielmehr, dass die EU das größte Friedensprojekt aller Zeiten ist. (Auf dem Weg über die Wirtschaft, das sei zugestanden.) Daher wollen die Bürger eine Vertiefung der EU und keine Spaltung. Das zeigt sich an den sehr, sehr hohen Zustimmungswerten zur EU. Vor allem wollen sie nicht, dass alles immer auf die Interessen der Wirtschaft reduziert wird.

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karlo1952 04.08.2019, 09:36
286. Wer jetzt noch jammert

Ist selbst schuld. Seit ca. 3 Jahren weiss die Wirtschaft was ggfls. auf sie zukommt. Zeit genug um sich darauf vorzubereiten. Aber offenbar hoffen die meisten immer noch auf einen No-Brexit.

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localpatriot 04.08.2019, 09:37
287. Wessen Bürger?

Zitat von cto74
"Die Bürger" wollen nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Bürger wissen vielmehr, dass die EU das größte Friedensprojekt aller Zeiten ist. (Auf dem Weg über die Wirtschaft, das sei zugestanden.) Daher wollen die Bürger eine Vertiefung der EU und keine Spaltung. Das zeigt sich an den sehr, sehr hohen Zustimmungswerten zur EU. Vor allem wollen sie nicht, dass alles immer auf die Interessen der Wirtschaft reduziert wird.
Als Deutschen kann man zu so etwas JA sagen. Aber wie sieht es im Resteuropa aus? Wenn man den Gerüchten glaubt, dann sind viele stark Xenophopisch und mit der Jugendarbeitslosigkeit sieht es auch nicht so toll aus.

So lange es keine EU weite Presse gibt weiss eigentlich niemand was die anderen denken.

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Fragen&Neugier 04.08.2019, 09:54
288.

Zitat von EiligeIntuition
Was Sie da fordern, hat mit Souveränität und Gelassenheit nichts zu tun. Das ist infantiles politisches Harakiri. Sorry. Es gibt nicht den geringsten Anlass, den Kettenhund aus der Downing-Street zu kopieren, im Gegenteil: kluges, diplomatisches Handeln und ein kühler Kopf, was in diesem Fall coole Härte in der Haltung bedeutet, ist auf EU-Seite angesagt. Außerdem gibt es allein schon nach geltendem EU-Recht nichts zu verhandeln. Die Austrittsbedingungen sind dort festgeschrieben. Die Situation in Irland ist unlösbar. Außerdem ist ein Brexit mit oder ohne Deal für beide Seiten schlecht, für GB und auch für die EU. Brüssels harte Haltung kann nur auf eins abzielen, dass am Ende - nach Neuwahlen und/oder einem zweiten Referendum der Brexit abgeblasen wird. Dass BJ verzweifelt den tobsüchtigen Hampelmann gibt, dem die schiere Verzweiflung auf die Stirn geschrieben steht, heißt für Brüssel: Stillhalten und abwarten. https://www.youtube.com/watch?v=g9z3G-duHdQ
Sie unterschlagen, dass der Austrittsvertrag kein EU-Recht ist. Er ist nicht zustande gekommen, nicht über den Entwurf hinausgekommen. Jedem Vertrag müssen beide Partner zustimmen, damit er in Kraft tritt. Dass die EU zugestimmt hat, genügt eben nicht. Der Austrittsvertrag ist dann und erst dann geschlossen, wenn der britische faktische Souverän, das Parlament ihm zustimmt, das Parlament, das ihn bereits drei mal krachend verworfen hat.

Den Brexit abwenden oder abblasen oder was auch immer könnten nur "Westminster" UND "Brüssel" gemeinsam.
Oder das britische Parlament ratifiziert doch noch den vorliegenden Vertragsentwurf - wozu weder Neuwahlen noch die Absetzung des derzeitigen Premiers Boris Johnson mehr beitragen könnten als der Rücktritt von Theresa May.

Es ist nun mal Tatsache, dass die EU "hart bleiben" will, d.h., den May-deal oder keinen deal will. Während das britische Unterhaus weder ein Premier will, der diesen May-Deal für Grossbritannien mit der EU abschliesst, indem er in Brüssel die Zustimmung des britischen Parlaments vorlegt noch einen Premier will, der das nicht will, u.a. weil das britische Parlament den May Deal auch nicht will, bereits drei Mal abgelehnt hat.

Neuverhandlungen sind aber von Brüssel nicht im Angebot, auch wenn das britische Parlament das mehrheitlich offenbar will.

"Brüssel" hat doch schon entschieden. Den May Deal oder keinen Deal. Was gibt es weiter "abzuwarten" oder zu erwarten? Dass nach Neuwahlen das britische Unterhaus auf den May-Deal einschwenkt?

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Fragen&Neugier 04.08.2019, 10:14
289.

Zitat von ferum
Der US Kongress hat bereits sein Veto für ein US-GB Handelsabkommen angekündigt. Das scheint den Ökonomen wohl entgangen zu sein. https://www.theguardian.com/politics/2019/jul/31/brexit-mess-with-good-friday-and-well-block-uk-trade-deal-us-politicians-warn Warum die EU einem Nichtmiglied mehr Rechte bei Zollfragen einräumen soll als ihren Mitgliedern, bleibt wohl auch ein Geheimnis dieser Herren. Abgesehen davon, dass die Türkei dann die selben Rechte einfordert, schließlich ist man bereits in einer Zollunion mit der EU. Es ist außerdem Alexander Johnson, der sich bisher Verhandlungen verweigert.
Dass die EU einem Nichtmitglied nicht "mehr Rechte in Zollfragen einräumen solle als ihren Mitgliedern", steht doch ausser jeder Frage. Die Frage ist vielmehr, was die EU einem EU-Drittstaat an Mitgliedspflichten aufzwingen könne. Drin ist drin und draussen ist draussen. Dass die "draussen" gegenüber der EU nicht die selben Pflichten haben wie die "drinnen", hat nichts damit zu tun, dass sie "mehr Rechte" als Mitglieder haben.

Die EU hat mit dem EU-Drittstaat Türkei eine Zollunion, mit Grossbritannien will sie keine, die nicht an viel weiter gehende Bedingungen geknüpft wären, als die, die EU mit der Türkei hat.

Natürlich bindet die Zollunion die Türkei auch, nicht nur die EU - aber beide nur untereinander und nicht gegenüber Drittstaaten. Die Zollunion mit der EU verbietet der Türkei keine eigenen Handelsabkommen, keine eigene Wirtschaftspolitik, trennt keinen ihrer Landesteile ab.

Es ist doch genau umgekehrt: wieso will die EU die Briten nach dem Brexit substanziell schlechter stellen als andere EU-Drittstaaten wie z.B. die Türkei?

Welche "selben Rechte" könnte die Türkei denn von der EU einfordern? Das Verbot, eigene Handelsabkommen zu schliessen? Die Preisgabe eines Landesteils? Die Pflicht, alles gegenwärtige und zukünftige EU zu übernehmen? Die Unterwerfung unter die EU-Gerichtsbarkeit? Die Personenfreizügigkeit? Die hätte die Türkei gerne, aber die will ihr die EU nicht gewähren. Weil die Arbeitsmigration weltweit natürlich von den wirtschaftlich schwachen Staaten in die starken und die mit gut ausgebautem Sozialstaat geht und eben nicht umgekehrt.

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