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Brötchen am Sonntag: Semmel-Streit soll vor Bundesgerichtshof landen
DPA

Ein Gericht hat Brötchen als "zubereitete Speisen" zum direkten Verzehr eingestuft - und einer Bäckerei in Bayern gestattet, den ganzen Sonntag Semmeln zu verkaufen. Doch die unterlegenen Wettbewerbshüter ziehen vor die nächste Instanz.

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frenchie3 25.02.2019, 15:45
10. So lange Tankstellen

alles zu jeder Zeit verkaufen dürfen ist es unverschämt anderen den Verkauf von Brötchen zu verbieten. Oder man erlaubt den Bäckern nun endlich Sprit zu verkaufen

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lock_vogell 25.02.2019, 15:46
11.

Zitat von dasfred
Man könnte den Irrsinn noch steigern, indem der Kunde im Auto vor der Tür sitzen bleibt, seine Brötchen per App bestellt und bezahlt und dann werden sie von einem selbständigen Kurier rausgebracht. Dann haben wir klassischen Versandhandel.
das wäre doch mal eine idee für ein start up!:D

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ich2010 25.02.2019, 15:55
12.

Zitat von wrzlbrnft
Drei Stunden zum Semmelkauf wird wohl ausreichen und die anderen Lebensmittel wird man wohl in den Ladenöffnungszeiten kaufen können. Wenn man all dies nicht auf die Reihe kriegt fordert man eine 24 Stunden Bedienung von prekär beschäftigten Bedienungssklaven ‑ gehts noch. Übrigens: Wenn eine trockene Semmel schon eine zubereitete Speise ist, dann ist es jedes Lebensmittel.
Was spricht denn eigentlich dagegen?? Man kann am ewig Gestrigen festhalten, man kann aber auch mit der Zeit gehen. Die Nachfrage hat sich komplett gewandelt und den Läden sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich anzupassen. Und wenn dadurch mehr Arbeitsplätze entstehen, dann umso besser. Die meisten Bäcker haben sowieso ein angeschlossenes Cafe, da ändert sich nichts.
In keinem anderen Land der Welt wird da so ein Hype gemacht und verzweifelt an irgendwelchen Regeln von Anno dazumal festgehalten. Ich fand es im Ausland äußerst praktisch an Sonntagen einkaufen zu gehen, gemütlich ohne die Alltagshetze. Warum denn nicht? Das Personal muss deswegen auch nicht länger arbeiten als bisher und es gibt durchaus auch Leute, die haben kein Problem damit auch sonntags zu arbeiten. Dann lasst sie doch!

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drengir 25.02.2019, 16:00
13. Habt ihr Probleme!

Lebe seit 10 Jahren im EU-Ausland und bin sehr froh darüber. Supermarkt, Baumarkt, Kaufhaus, Buchladen ..... täglich geöffnet, auch am Sonntag. Super Sache für alle - ja, auch für die die arbeiten müssen! Denn das generiert Arbeitsplätze und Einkommen. Ich selbst habe am Sonntag auch gearbeitet und das ist völlig in Ordnung, das gibt Geld. In DE steht der Staat / Gewerkschaften / Kirche der Arbeit und Arbeitsplätze in dieser Sache im Wege. Ok., wenn man es sich leisten kann.

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muekno 25.02.2019, 16:10
14. D das Land der Vorschriften und Bürokratie

Lasst doch endlich diese blöden Ladenschlusszeiten. Soll doch jeder was und wann er will verkaufen und öffnen wann er will und mein wann er ein Geschäft machen kann. Gibt genug Berufe wo man Schicht und Sonntagsdienst hat, dürfte gut ein drittel der Beschäftigten sein. Wer Personal braucht wird es finden, notfalls mit der entsprechenden Bezahlung und wenn nicht, weil keine z.B. Brötchen nachts zwischen 3 und 5 verkaufen, na Pech gehabt selber hinter die Theke stellen.

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lionel_hutz 25.02.2019, 16:24
15.

Zitat von Fritz.A.Brause
...ist die Auffassung, dass ausserhalb der üblichen Öffnungszeiten nur "prekär beschaftigte Bedienungssklaven" arbeiteten. Ich habe zuletzt zwei Jahre in der Tschechischen Republik gelebt und fand die "sieben Tage die Woche, ziemlich lang geöffnet" Öffnungszeiten durchaus angenehm. Ich hatte nicht das Gefühl, dass dort nur arme, unterdrückte Bedienungssklaven unterwegs sind. Ebensowenig in Frankreich oder in UK. Ich erinnere mich noch, wie Ende der 70er Jahre, als der "lange Donnerstag" eingeführt wurde, vor den Kaufhäusern dort angestellte Gewerkschaftsmitglieder mit Ansteckern "Ich kaufe nicht nach 18 Uhr" gegen die verlängerte Öffnugszeit informiert haben. Die Mehrheit der dort einst vertretenen Handelunternehmen gibt es heute nicht mehr. Kundenorientierung und Leuten Beschäftigung zu geben, ist doch wahrlich Teufelszeug.
Ganz Ihrer Meinung, die wirklich "prekär beschäftigten Sklaven" arbeiten heute in der Versandlogistik und sorgen dafür, dass im Einzelhandel bald gar niemand mehr beschäftigt wird.

Der "lange Donnerstag" war im übrigen keine Erfindung von Ende der 70er Jahre, sondern der kam 1989 und wurde schließlich 1996 durch die generelle Öffnung bis 20 Uhr ersetzt. Samstagsöffnung bis 20 Uhr gibt es übrigens erst seit 2003. Seit 2006 ist das Landeskompetenz, was zur weiteren Liberalisierung führte ...

Was im übrigen zeigt, wo Deutschland bei dem Thema steht ...

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kangootom 25.02.2019, 16:29
16. Was bin ich froh, das ich nicht in Bayern wohne

Was bin ich froh, das ich nicht in Bayern wohne.
Hier wird mit der Brechstange versucht ins letzte Jahrhundert zurückzukehren. Am Besten noch mit der "Familie" Argumentationsbrechstange, die Sonntags brav in der Kirche sitzt. Die Realität sieht in den jüngeren Bevölkerunsschichten anders aus. Naja, Bayern ist hier immer 20 Jahre hinterher

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Stäffelesrutscher 25.02.2019, 16:32
17.

Zitat von c.PAF
Ein fertig gebackene Semmel ist eine zubereitete Speise.
Auf die Idee muss man erstmal kommen. Vor allem, wenn die fertige Semmel aus der Industriebäckerei in die Backwarenverkaufsstelle geliefert wird und dort nur herumliegt, bevor sie gekauft wird.

Übrigens: Darf dann ALDI auch sonntags öffnen? Dort werden nämlich Semmeln und sogar Brote live gebacken! Der Kunde drückt einen Knopf für das gewünschte Brot, und ein paar Minuten später kommt das heiße Ding aus dem Automaten.

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as@hbx.de 25.02.2019, 16:33
18. Abgesehen davon, dass das Ladenschlussgesetz abgeschafft gehört,

ist dieser Abmahnverein nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Anwälte. Mein Unternehmen wurde von denen abgemahnt, nachdem es anonym denunziert wurde. Glücklicherweise hat mein Hausanwalt damals die richtigen Worte gefunden. Ich habe nicht bezahlt und die haben Schwanz eingekniffen. Wenn hier mal wieder jemand über die *bösen* Lobbyisten herzieht, dann sollte er sich vor mal mit denen beschäftigen!

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53er 25.02.2019, 16:42
19. Dann aber auch gleich

Zitat von kevin.alleinzuhaus
im europ. Ausland haben schon längst alle Geschäfte auch sonntags geöffnet. Das Argument der Gewerkschaften und sonst. "Schutzbehörden" zum Familienschutz greift schon lange nicht mehr, ist also nicht mehr zeitgemäß.
die Arbeitszeiten im Rest der Wirtschaft anpassen. Rund-um-die-Uhr heißt dann die Devise. Kevin wird sich sicher darauf freuen, dass auch er in den Genuss langer Arbeitszeiten kommt. Und wenn Sonntags schon geöffnet, dann doch bitte die dafür anfallenden Kosten auch nur auf die Sonntagsbrötchen umlegen, ich habe keine Lust, mit meinen Samstagsbrötchen ein paar Sonntagsspontankäufern die Brötchen zu subventionieren.

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