Forum: Wirtschaft
Brötchen am Sonntag: Semmel-Streit soll vor Bundesgerichtshof landen
DPA

Ein Gericht hat Brötchen als "zubereitete Speisen" zum direkten Verzehr eingestuft - und einer Bäckerei in Bayern gestattet, den ganzen Sonntag Semmeln zu verkaufen. Doch die unterlegenen Wettbewerbshüter ziehen vor die nächste Instanz.

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pauerkraut 25.02.2019, 19:46
30. Gartenzwerge am Werk..

Wieder mal so typisch Kleinkariert in Deutschland. In Deutschland ist erstmal alles verboten was nicht ausdrücklich erlaubt ist. In Amerika ist alles erstmal grundsätzlich erlaubt, was nicht ausdruecklich verboten ist. Auch deshalb liebe Ich die US of A...

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mixow 25.02.2019, 19:49
31.

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bartnelke 25.02.2019, 21:01
32. pure Energieverschwendung

ich sehe in jeder Stunde Ladenöffnungszeitverlängerung auch die Energiebilanz. jeder furzkleine Bäcker backt auch Sonntags 5mal frische Brötchen und die Läden sind beleuchtet. Können wir uns nicht mal im Energieverbrauch auf Nötiges beschränken? Wenn frische Brötchen für euch ein so wichtiges Highlight am Sonntag sind, dann dürft ihr ab sofort sonntagvormittags in jogging Hosen losschlappen, Karl Lagerfeld ist tot.

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TaramTaram 25.02.2019, 21:32
33. typisch deutsch?!?

Ist es genau das, was man innerhalb Deutschlands so betitelt, aber vor allem auch außerhalb?

Die Forderung nach Klärung einer Grauzone, einer Zone wo etwas noch nicht bis ins letzte reguliert wurde. Einerseits kann und darf man dies und anderseits hat jemand genau soetwas auch schon untersagt.

Als unbeteiligter von außen zugeschaut, läßt sich das immerwieder mit einem Lächeln beäugen oder einem Kopfschütteln.

Nicht zuletzt kennen viele Deutsche das "unbeschwerte" Leben außerhalb der Landesgrenzen, wo eben nicht alles reguliert ist und finden es dort eben toll, das ist mal ganz etwas anderes - so unbeschwert.

Nur leider hat man in Deutschland oft ein Problem mit dem Ausreizen von Grenzen und dann muß das geklärt werden, vor dem Kadi und wenn möglich per Richtlinie oder von Gesetz wegen. Das ist der Wandel der Gesellschaft. Das Erreichte ist niemals genug, nicht für alle. Es geht immernoch etwas liberaler und immer mehr um die Menschen, die das beste noch besser machen wollen, zu noch günstigeren Konditionen, aber mit noch besseren Arbeitsbedingungen - am besten wäre, wenn jeder nur noch halb soviel arbeitet, aber doppelt soviel verdient und das Produkt der Arbeit doppelt soviel wert ist, aber nur noch halb soviel kostet.

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lock_vogell 26.02.2019, 07:49
34.

Zitat von sternenguckerle
Ich bin kein Freund dieser Abmahn-Industrie. Aber ich sehe hier durchaus eine Gefahr für die kleinen Backhandwerker, die es sich nicht leisten können, billiges Personal auch am Sonntag in den Laden zu stellen. Die Bäckerei-Großketten entziehen dem traditionellen Handwerk immer mehr die Grundlage, immer mehr kleine Bäckereien verschwinden zugunsten von Backfabriken, die in ihren Filialen von ungelernten Kräften Teiglinge aufbacken lassen. Und die Argumentation der Richter, gebackene Brötchen seien "zubereitete Speisen" kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Rohrzucker ist demnach auch eine zubereitete Speise, denn sie wird erst durch die Verarbeitung von Zuckerrüben zu Kristallzucker. Wohin soll diese Irreführung noch hinführen?
das ist doch völliger quatsch.
bei uns im ort gibt es 2 richtige bäcker, mit eigener backstube und da stehen die leute am sonntag an, wie im ostblock wenn man für die essensmarken irgendwo zucker bekommen konnte!
die machen da das geschäft der woche, da könntest du leute für 15,-€ die std. hinstellen und würdest noch nen dicken gewinn machen.
mal davon abgesehen, dass auch der kleine bäcker ungelernte verkäufer für den mindestlohn anstellen könnte (ist ja kein privileg der kettenbäckereien), dann muss halt der meister, doer der geselle am sonntag noch nen bisschen mit aushelfen, aber wenn man so ein geschäft machen kann, dann sollte das ja kein problem sein.

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pittiken 26.02.2019, 08:26
35.

Zitat von mrschabak
In Zeiten wo der klassische Handel ständig jammert über rückläufige Umsätze muss man doch echt mal fragen, was Ladenschlussgesetze, die gefühlt aus der Steinzeit stammen, heute noch für eine zwingende Notwendigkeit haben, gerade angesichts der Tatsache, dass man im Internet 24/7 einkaufen kann...
Klar, die frischen Brötchen, Schrippen, Semmeln und andere Sorten kommen dann wie zu mir auf den Tisch am Sonntagmorgen, wenn ich diese Dinge im Internet bestellen KÖNNTE?

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pittiken 26.02.2019, 08:28
36.

Zitat von lock_vogell
und was ist mit dem armen arbeistsklaven der am WE 12h schichten schieben muss und somit keine frischen brötchen am sonntag bekäme? soll der dann zum nächsten flughafen, oder hauptbahnhof fahren, wo das ladenöffnungszeiten gesetz eh schon asugehölt wurde? in anderen ländern gibt es diese unsinnigen pseudoargumente zum ladenschutz nicht und die angestellten nehmen dort gerne die extrakohle für sonntagsarbeit mit! es ist nunmal mittlerweile realität, dass es nicht nur den klassischen 9-5 job mit 5 tage woche, ohne WE arbeit gibt... daran sollten die gegebenheiten beim ladenschluss endlich mal angepasst werden.
Liegt wohl an den deutschen Arbeitgebern, dass die nicht die Zusatzkohle bezahlen WOLLEN.

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