Forum: Wirtschaft
Brückeneinsturz in Genua: Kaputtgespart
DPA

Selten wurde so dramatisch an der Erneuerung öffentlicher Substanz gespart wie zuletzt im Euroraum - und dort nirgendwo so viel wie in Italien. Auch diese Tatsache gehört auf die Liste möglicher Gründe für die Genua-Tragödie.

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Überfünfzig 17.08.2018, 12:57
30. Fast eine Billion für Soziales leistet....

...sich der deutsche Staat und seine angeschlossenen Organisationen und im restlichen Europa sind die Etats dafür auch nicht unbedingt kleiner. Daneben gigantische Summen für den öffentlichen Dienst inkl. die Finanzierung des GEZ-Pensionstopf durch die Steuerzahler. Das dafür woanders Abstriche gemacht werden müssen versteht sich ja wohl von selbst. Ein überbordender Nanny-Staat als Trostpflaster für den Raubtierkapitalismus will bezahlt werden, am Besten von der eignen Kundschaft. Und sollte mal das Geld nicht reichen, dann werden in bekannter Salamitaktik Leistungen still und heimlich gekürzt oder für nicht bezahlbar erklärt.

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dirk.resuehr 17.08.2018, 12:57
31. Das übliche Getöse

Kürzlich schrieb die FAZ, 800 von den 40.000 Brücken in der BRD könnten als marode gelten. Das sind sagenhafte 2%! Da scheint doch diese Panikmache und Suche nach Schuldigen ziemlich hysterisch.Soweit ich weiß, ist selbst die Schiersteiner Brücke noch nicht in den Rhein gefallen. Hier wird suggeriert, daß Sparen zu
schlechter Arbeit und Qualität führt. Das ist nun wirklich an den
Haaren herbeigezerrt. Man sollte sich nicht an diesen teils beknackten Spekulaionen beteiligen. Die Recherchen haben gerade begonnen und der italienische Innenminister ist vielleicht ein Kriterium für eine geschlossene Anstalt, für die Wahrheit bestimmt niht!

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schnee_wolf 17.08.2018, 12:58
32. Erst hinfahren und angucken ...

Zitat von friwi1
Verschandelt diese Bruecke, jeder andere klobige Klotzbau-Ersatz, nicht die lokale Atmosphaere ?
Wahrscheinlich waren Sie noch nicht selbst in Genua. Diese Stadtautobahn mag nicht hübsch sein. Aber sie hat nicht nur die Funktion, italienische Touristen nach Frankreich und deutsche Touristen nach Süditalien zu bringen. Sie ist die wesentliche Verbindung zwischen den beiden Teilen Genuas, darüber hinaus der Zubringer zu Flughafen und Hafen. Natürlich könnte man auch Blümchen auf der Fläche pflanzen und jedes Jahr dort eine regionale Gartenschau veranstalten. Dann wäre dieses Gemeinwesen wirtschaftlich (und damit auch sozial) dem Untergang geweiht. Experimente bitte immer erst an sich selbst ausprobieren – und dann nach erfolgreichem Beispiel anpreisen.

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marcaurel1957 17.08.2018, 13:00
33.

Zitat von frankfurtbeat
Es gibt endlos viel Geld. Man muss es nur richtig aufteilen und nutzen. So sieht es aus aber solange die Politik ohne Zustimmung der Bürger entscheidet was gut und schlecht für dieses Land ist dann werden die Gelder weiterhin zweckentfremdet. Es ist an der Zeit für eine wirkliche demokratische Staatsform à la Schweiz und ein faires Steuersystem ist seit xx Jahren überfällig!!!
Es ist der Job der Politiker diese Dinge zu entscheiden, deshalb wurden sie vom Bürger gewählt.

Hingegen lege ich auf die demokratischen Sandkastenspiele der Schweizer nicht den geringsten Wert.

Sicher gibt es NICHT endlos viel Geld und es macht keinen Sinn, bei der Budgetaufstellung irgendeinen Bereich zu ignorieren. Entweder passt man die Einnahmen an oder kürzt die Ausgaben. Wenn einen Brücke gebraucht wird, muss man eben woanders kürzen

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Pega123 17.08.2018, 13:00
34. Investitionen vs Afa

Dann steht Deutschland ja mit einer 0 gut. Wir haben eine gut ausgebaute Infrastruktur, die wir tendenziell erhalten müssen. Mir ist nicht klar, warum man dort über die Afa hinaus investieren sollte.

Unklar ist mir v.a. der amerikanische Wert... dort wird dauerhaft mehr investiert als abgeschrieben. Wird das Militär zu den Investitionen gezählt, in die öffentliche Infrastruktur der USA fließt das Geld wohl eher nicht!

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dasdingausdemsumpf 17.08.2018, 13:01
35. Bingo!

Zitat von wolke:sieben
...muss unbedingt geholfen werden seitens der Eu, die haben die meisten Unkosten mit den Flüchtlingen und können sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien, wenn diese Flüchtlinge schon mehr Wert sind als die eigenen Leute ist es in der EU schon sehr weit gekommen und den Deutschen ergeht es nicht anders.
Da haben wir schon den ersten! Jetzt sind die Flüchtlinge auch noch daran schuld, wenn Brücken zusammenbrechen! Ich kann diesen tiefbraunen Mist nicht mehr hören! Ist in euren Schädeln kein Platz für anderes als Hass? Ich finde es beschämend, wenn solchen Leuten auch noch eine Plattform geboten wird, man könnte auch moderieren oder, wenn das Geld dafür fehlt, den Weg der Deutschen Welle gehen.

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99Augustus 17.08.2018, 13:01
36. Geld ist da...

....zum Beispiel in Form von EU-Fördermitteln. Doch gerade Italien und Griechenland haben sie zu großen Teilen nicht abgerufen, wegen bürokratischer Bequemlichkeit und zu langwierigen Planverfahren.

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herr_melin 17.08.2018, 13:02
37. Das neoliberale Mantra vom schlanken Staat,

Zitat von vrdeutschland
Die Brücke wurde von einem privaten Unternehmen betrieben. Was hätten dort die Aufstockung der öffentlichen Mittel bewirkt ?
der seine Autobahnen an private Investoren verkaufte, hat mittelbar zu dieser Katastrophe geführt. Ganz oben steht für die Investoren die Rendite. Was für Reparaturen und Pflege ausgegeben werden müsste, schmälert die Rendite der Aktionäre. Insofern gehört der Sparwahn auch auf die Anklagebank.

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chilischweiz 17.08.2018, 13:02
38. in der Realität...

... sind in Italien und Deutschland jede Menge Gelder zur Renovierung von Infrastruktur abrufbereit, werden aber aufgrund einer komplexen ineffizienten Verwaltung nicht abgerufen. Italien steht für eine Verwaltung der Vetternwirtschaft, die umso ineffizienter wird, je mehr man Geld in sie hineinpumpt, m.a.W. Italien steht seit jeher erfahrungssatt für institutionalisiertes Staatsversagen. Das pure Gegenteil von Kaputtsparen!

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marcaurel1957 17.08.2018, 13:03
39.

Zitat von rosenrot367
Matteo Salvini hat nicht ganz unrecht! Würde Brüssel weniger Geld der Agrarwirtschaft zuschustern und mehr Geld für die Infrastruktur im Euroraum ausgeben, wäre die Wut auf Brüssel nur halb so groß - und die Afrikaner könnten nebenbei leichter ihre Agrarprodukte auf den europäischen Markt bringen!
Was glauben Sie was die häufig militanten Bauern dazu sagen würden?

Im übrigen würde der Verzicht auf Agrarsubventionen auf dem platten Land tatsächlich zu Verarmung führen. Wovon sollen die Leute dort sonst leben?

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