Forum: Wirtschaft
Brüsseler Posten-Poker: Willkommen im Euro-Kindergarten
AFP

Die Eurokrise ist nicht vorbei, sie macht nur Pause. Doch statt nach Lösungen zu suchen, spielen die Regierungen vor dem EU-Gipfel diese Woche ihre üblichen Spielchen um Personen, Posten und Prinzipien.

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pmeierspiegel 22.06.2014, 11:16
1.

schuldenvergemeinschaftung ( die es ja längst gibt, aber das nur nebenher) - nun offiziell - soll nun die lösung sein?

und was dann? - wie wollen sie denn danach umgehen mit schuldenländern? was soll griechenland daran hindern , wieder schulden am kapitalmarkt aufzunehmen ( wie im mai , ja schon geschehen knapp 5 mrd zu lächerlichen zinsen, weil D und co dafür schon haften wird)

sie lösen doch nicht im ansatz das problem des moral hazard , herr kaiser.

wo sind denn da ihre vorschläge? - eingrifferechte aus brüssel in die nationalen haushalte? klingt theoretisch gut, praktisch nicht machtbar. die troika ist ein papiertiger, griechenland nimmt dann halt schulden am kapitalmarkt auf und bekommt dort auch geld, weil jeder weiß, die anderen länder -inbes. D - haften doch dafür.

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pmeierspiegel 22.06.2014, 11:18
2.

ps: es muß natürlich herr müller heißen undnncith kaiser, sorry.;)

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Oberleerer 22.06.2014, 11:26
3.

Zitat von sysop
Die Schulden müssen vergemeinschaftet werden
Dann würde Versagen und kriminelles Handeln belohnt und damit der Glaube an das Gerechtigkeitssystem erschüttert.

Es wird oft vergessen, daß die Finanzwirtschaft durchaus ein wichtiger Teil eine Gesellschaft (z.B. der EU) ist, aber nicht der einzige und wichtigste. Das Kreditwesen ist davon nur ein Teil und nicht das eigentliche Ziel zu dem es stets hochgeredet wird.

Wer Geld verleiht bekommt entsprechend des Risikos höhere Zinsen. Tritt das Risiko ein, ist das eben so. Warum soll die Gemeinschaft für das Handeln der Geldgeber haften, zumal diese ohnehin mehr Geld haben, als man zum Leben braucht, immerhin soviel um es zu anderen verleihen.

Richtig kriminell finde ich Politiker, die jede Möglichkeit nutzen um die Bürger in Geiselhaft zu nehmen und die Haushalte verschulden, nur um ihre Lobby-Truppen mit lukrativen Aufträgen der öffentlichen Hand zu nähren.

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web-physio 22.06.2014, 11:28
4. Fällt nur mir beim Überfliegen des Artikels auf ...

... in welcher ausweglosen Situation sich die Länder der EU befinden? Und jene, die uns seit Jahren erzählen wollen, dass ein vereintes Europa das Beste war, was uns Bürgern passieren konnte, schachern Wochen nach der Wahl immer noch um ihre Pöstchen.

Da dies offensichtlich die moderne Politik ist, Dinge zusammen zu bringen, die eigentlich nicht zusammen gehören oder zusammen wollen, das Oberste nach unten und das Linke nach rechts zu rücken, sollten unsere gewählten ( dass ich nicht lache ...) Herrschaften ihren Arbeitseifer den neuen, selbst geschaffenen Problemen und Anforderungen anpassen und endlich die Ärsche vom Sessel erheben, ehe die EU vollends pleite ist!

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Tolotos 22.06.2014, 11:30
5. Eine Vergemeinschaftung würde nur die Verursachung und Haftung weiter trennen!

Ein Vergemeinschaftung würde keines der Probleme lösen! Es macht keinen Sinn, eine gemeinsame Haushaltskasse einzuführen, wenn man nicht bereit ist, sich bei den Prinzipien der Haushaltsführung auf gemeinsame Prinzipien zu einigen.

Das einzige, was diese Vergemeinschaftung bewirkt ist, dass die Schulden länger bedient werden können, weil die Haftung auf mehrere Schultern verteilt wird. Das hätte für unsre Volksvormunde den Vorteil, dass sie sich ein paar Jahre länger den Luxus gönnen können, die Probleme zu ignorieren!

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analyse 22.06.2014, 11:35
6. Hoffentlich bleiben Schäuble und Merkel hart !

Unverschämt,daß Gabriel nach altem ROTGRÜNEN Plan,nun der Kantlerin in den Rücken fällt und auf Kosten der deutschen Steiuerzahler gemeinsame Sache mit den Südländern macht !Klar wollen die die Schulden vergemeinschaften:wer wollte das nicht,wenn man selbst hohe Schulden hat und einige weniger Schulden !Toll ! ROTGRÜN /Gabriel,schont griechische und italienische Milliardäre,griechische Bodenschätze,hohe italienische Goldvorräte und belastet deutsche Facharbeiter dafür ! Das sollten sich die Leute merken für die nächste Wahl ! Erwiesen ist,daß die Süsstaaten noch viele Milliarden unnütz verschwenden und auch noch kein funktionierendes Steuersystem haben,warum werden solcxhe Quellen nicht angezapft für Wachstum und Investitionen ?Frische Schulden werden sofort notwendige Reformen bremsen !Gerade trägt die Reformpolitik Früchte,schon kommt die SPD dahergelaufen und trampelt alles nieder !

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g32 22.06.2014, 11:43
7. Ihre Schulden-Zahlen sind gewürfelt!

Wir lesen "Die Bruttoschulden der Staaten, Bürger und Unternehmen" liegen in [...] Deutschland bei 200%"
Der öffentliche Schuldenstand ist im Vertrag von Maastricht definiert als Brutto-Gesamtschuldenstand des gesamten Staatssektors (siehe epp.eurostat.ec.europa.eu) Darauf alle Verbindlichkeiten aller Bürger und Unternehmen (blind) draufzuaddieren, ist nicht sinnhaft, denn:

Die Schulden des italienischen Staates sind die Vermögen seiner Bürger - zu über 80% und zu ca. 10% die Vermögen seiner Banken, welche auch als Unternehmen anzusehen sind.
Die öffentliche Hand Italiens ist in 2014 zu 140% seines BIP verschuldet, nach Konsolidierung aller 'italienischen' Schulden, was vernutlich mit 'brutto' gemeint war, erhält man (vermutlich, weil man genaueres nicht weiß!) nicht mehr als 160% vom BIP.

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hansguertler1 22.06.2014, 11:46
8. optional

Wir haben uns diese Politikerpfeifen gewählt, nun müssen wir eben mit ihnen und ihrem Zirkus den sie veranstalten leben.

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wurzelbär 22.06.2014, 11:47
9. Willkommen

im politischen Euro-Kindergarten. Für jeden selbstständig denkenden Menschen wird es zu offensichtlich, wie das Niveau der Politik zum selbstläufer der eigenen Zerstörung wird. Haben sie die National-Staaten in eine Überschuldung verantwortungslos hinein regiert, so versuchen es sie noch einmal gemeinschaftlich vor dem großen Knall. Dann wird der bargeldlose Zahlungsverkehr eingeführt, um die ganzen Betrügereien von Banken und Politik zu legalisieren. Und der sich selbst produzierende, intelligenzbefreite, aber Gläubige, schaut zu.

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