Forum: Wirtschaft
Buchauszug "Nationaltheater": Stresstest für die Demokratie
DPA

Woher also kommt der neue Nationalismus? Über Jahrzehnte wurden die westlichen Marktdemokratien geeint von einem Versprechen: Wohlstand für alle. Das zieht nicht mehr.

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tom2strong 19.02.2017, 17:48
120. manchmal

muss man ein System nur noch besser "funktionieren" lassen, um es vollends zu zerstören. Tom

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clearglass 19.02.2017, 17:48
121. Auch wieder nur in der Blase?

Mir fehlen in diesem Ausschnitt die Begriffe "Ausgewogenheit" und "Gerechtigkeit".
Ist die 'Beute' geringer, muss das Futter entsprechend verteilt werden. Geschieht das nicht, so finden Kämpfe um den Fitterplatz statt.
Insofern ist doch die Politik maßgeblich, die Alpha-Tierchen im Zaum zu halten und das Rudel zufrieden zu stellen.
Dies geschieht eben nicht. Siehe die sich oeffnende Schere zwischen Arm und Reich.
Die Politik nimmts von der Masse und fördert mit weiteren Appetit-Haeppchen die Klasse = Elitaristen.
Das geht nicht lange gut und es beginnt zu brodeln.
....und dann beginnen die bevorzugten Gruppen, das Establishment auch noch zu salbadern....
Wenn dann sichtbar wird, dass eigentlich noch Futter für alle genug vorhanden ist, dies aber für andere Zwecke ausgegeben wird anstatt Ungerechtigkeiten zu beseitigen - wer sollte sich denn da ob des Knurren und Fauchen wundern?

Und da sind wir wieder bei den beiden oben genannten Begriffen.

Wenn der technische Fortschritt nur den Unternehmen, dem Kapital dienen soll, die Arbeiten nicht am von 'Robots' gemachten Mehrwert teilhaben.....
Dann ist nicht nur eine industrielle Revolution zu befürchten....

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UlrichLamprecht 19.02.2017, 17:53
122. es eht doch um gesellschaftliche dimensionen

Zitat von mali123
uns geht es nicht gut. vielleicht ihnen? mir könnte es jedoch besser gehen.
wenn es ihnen nicht gut geht, das tut mir leid. aber wer ist schuld? dass merkel nicht weg ist, das höcke noch nicht da ist? ein griff an die eigene nase tut gelegentlich gut. ich meine, dass wir mit demokratischen politikern gut fahren, nicht dass jeder kriegt was er sich wünscht, das ist nicht aufgabe einer regierung, auch wenn ich für das bedingungslose grundeinkommen bin, selbst wenn wir auf einen oder zwei tornados verzichten müssten. ich bin aber auch dafür, dass jeder tut was er kann, um sein auskommen zu regeln...

lg u.lamprecht

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chilischweiz 19.02.2017, 17:56
123. Kuba und Nordkorea retten...

... und als sozialistische, bzw. kommunistische Vorzeige-Projekte so weit wie möglich vom Einfluss des Kapitalismus abschirmen. Wenn da nur nicht diese blöden Flüchtlinge wären, wobei, Nordkorea hat die ja weitgehend im Griff.

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Gauswadl 19.02.2017, 17:57
124. Jetzt merken es selbst die Schönschreiber vom Spiegel.

"Wohlstand für alle."

Nun merken selbst Sie hier, dass seit nunmehr 40 Jahren gilt: "Armut für alle und Wohlstand für die Freunde." Ein Spiegel-Redakteur verliess sein Wolkenkuckucksheim und wandelte auf Erden hernieden.

Eine journalistische Glanztat ist das keineswegs. Die haben sich die Welt so schön geschrieben, dass sie selbst noch nicht einmal merken, dass sie von der Einkommenssituation selbst zu den armen Schluckern im Lande gehören. Merkt man dann, wenn es was umsonst gibt. Kaum einer von denen hat eine Eigentumswohnung oder ein Oberklasseauto. Und wenn, dann geerbt.

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allmis 19.02.2017, 17:57
125.

Warum die Manager Gehälter das mehrfache wie vor 20 Jahren sein müssen, sollte wirklich hinterfragt werden. Vor allem warum die Gehälter der anderen Konzernmitarbeiter auf unteren Hierarchiestufen, dies nicht im gleichen Maße getan haben.
Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass um so mehr man gut situierte besteuert um so mehr werden weg gehen. Und dann gibt es gar nichts mehr von denen zu holen, vor allem geben die hier kein Geld mehr aus. Jeder hat die Freiheit da zu leben wo er möchte und wo man ihn gut behandelt. Vor allem sollte man mal mit diesem Erbneid aufhören. Warum sollte sich hier noch jemand anstrengen und etwas aufbauen, wenn er es seiner eigenen Familie nicht weiter geben kann, sonder ihm das meiste weg genommen wird. Der geht doch lieber gleich ins Ausland in dem die Bedingungen besser sind....
Von meinem iPhone gesendet

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aurichter 19.02.2017, 17:59
126. Wieder viel Blabla

um eine ganz banale Feststellung, wenn permanent Erwirtschaftetes aus dem Kreislauf in der Gesellschaft durch einige Wenige entzogen wird, dann sieht man das Ergebnis!

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bürgerl 19.02.2017, 18:02
127. Kapitalismus !

Zitat von Sandlöscher
der globalisierte Finanzkapitalismus ist nicht reformierbar und gehört abgeschafft. Die grauen Finanzmärkte = Schattenbanken (Hedgefonds, Privat Equity Fonds, Finanzkonzerne wie Nlack Rock) stellen die größte Gefahr dar. Der Neoliberalismus bildet als Ideologie den Nährboden für diese Exzesse und hat den Neo-Faschismus wieder gesellschaftsfähig gemacht. Es wird sich zeigen, ob die Demokratie korrigierend massiv gegensteuern kann oder ob wir auf Berhältnisse wie in den 1930er zugehen. Das Ausgang ist bekannt.
Der Kapitalismus braucht spätestens alle 20 Jahre einen großen Weltkrieg damit wieder alles zusammengebomt ! Dann gibt es wieder viel neu Aufzubauen ! Das ist eine alte Weisheit !

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kalsu 19.02.2017, 18:03
128. Kapitalismus in der Krise?

Der Kapitalismus ist in keiner Krise. Er funktioniert genau so, wie er der Definition nach funktionieren sollte. Die Besitzenden des Kapitals und der Produktionsmittel streben immer höheren Gewinn, den diejenigen die nichts besitzen schaffen (Wer denn auch sonst). Damit das mit dem Gewinn funktioniert, muss man denen die den Gewinn erarbeiten sollen soviel Mittel in die Hand geben, dass sie sich das von ihnen produzierte leisten können. Nichts anderes ist Kapitalismus. Wenn Kapitalismus sozial wäre, hieße er Sozialismus.

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böseronkel 19.02.2017, 18:09
129.

Zitat von saftfrucht
Der Kapitalismus ist nicht kaputt, er funktioniert wie eh und je perfekt. Der Markt ist eine perfekte Umgebung, die sich selbst reguliert und in Schuss hält. Marktgesetze sind Naturgesetze. Leider begreifen das die Politiker in den letzten Jahren immer weniger. Der tödliche Virus des Keynesianismus hat sich in ihren Köpfen breit gemacht und bedroht uns alle. Unsere Politiker, und in Erweiterung auch viele andere verblendete wie Herr Müller hier, sind dem Trugschluss anheim gefallen dass man den Markt von außen regulieren könne. Dass Eingriffe in den Markt ihn effizienter oder gerechter machen könnten. Das ist falsch. Es ist ungefähr so sinnvoll, wie Äpfel in die Luft zu werfen um zu beweisen dass es keine Gravitation gibt. Irgendwann aber fallen die Äpfel einfach wieder nach unten, weil es die Gravitation eben doch gibt. Je nachdem wie viel Energie man für's Hochwerfen aufgewendet hat fallen sie früher oder später. Aber fallen werden sie auf jeden Fall. Und wenn man mehr Energie aufgewendet hat werden sie beim Fallen auch wieder mehr Energie aufnehmen und beim Aufprall um so mehr Schaden anrichten. Genau so verhält es sich mit dem Markt. Man kann, wie die Zentralbanken und die EU, versuchen den Markt im Schach zu halten. Aber es kann nicht gelingen, und je mehr man aufwendet um das unmögliche zu vollbringen, desto schlimmer wird es sein wenn uns alles um die Ohren fliegt. Man kann schon verzweifeln, wenn man gefühlt der einzige Mensch weit und breit ist der diese Grundmechanismen verstanden hat. Wenn andere, die sie verstanden haben nur ausgelacht und belächelt werden. Ein gewisser Frust macht sich da ohne Frage breit.
Wer in den Grundmechanismen der Märkte die physikalischen Wechselwirkungen erkennt, zeigt, dass er die Funktionen der deregulierten Märkte verstanden hat.

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