Forum: Wirtschaft
Bürger-Zoff in Oldenburg: Konsumtempel bringt ganze Stadt in Rage

Deutschlands Innenstädte sollen wieder mehr Kunden anlocken - überall im Land entstehen daher neue Shopping Malls. In Oldenburg wehren sich die Bürger mit aller Macht gegen ein Einkaufszentrum, doch die Stadtverwaltung zieht das Projekt durch. Geschichte einer Provinzposse.

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OlafKoeln 20.09.2009, 08:01
1. -...

Zitat von sysop
Deutschlands Innenstädte sollen wieder mehr Kunden anlocken - überall im Land entstehen daher neue Shopping Malls. In Oldenburg wehren sich die Bürger mit aller Macht gegen ein Einkaufszentrum, doch die Stadtverwaltung zieht das Projekt durch. Geschichte einer Provinzposse.
Bürgerbeteiligung wird i.R. doch nur als störend empfunden - ob Petition oder Volksentscheid - die Regierenden folgen dem Motto "Störed unsere Kreise nicht ."

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archie 20.09.2009, 08:50
2. An künftige Fälle denken

Wenn denn die Mehrheit der Oldenburger gegen das Schoppingzenter ist, sollten sie es boykottieren, als Signal an alle, die sowas in Zukunft gegen den Willen der Bürger durchziehen wollen.

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Hovac 20.09.2009, 08:50
3. Normal

Gibt es Innenstädte über 50.000 Einwohner bei denen es nicht einen ähnlichen Verlauf genommen hat. In Großstädten sind die Filialen auch dieselben.
Da kann halt einer viel verdienen im Gegensatz zu vielen mit ordentlichen Einkommen.

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Sveto 20.09.2009, 09:00
4. ???

Zitat von sysop
Deutschlands Innenstädte sollen wieder mehr Kunden anlocken - überall im Land entstehen daher neue Shopping Malls. In Oldenburg wehren sich die Bürger mit aller Macht gegen ein Einkaufszentrum, doch die Stadtverwaltung zieht das Projekt durch. Geschichte einer Provinzposse.
Wo ist das Problem? Wenn wirklich "keiner" das Center will, werden die dort eingerichteten Geschäfte doch schnell in die Insolvenz gehen (weil "keiner" dort einkauft). Dann können die Gegner die Investitionsruine billig aufkaufen und abreißen. Oder sollte es nicht doch so sein, dass bloß eine lautstarke Minderheit das Center ablehnt, weil ihre Anführer um ihre eigenen Pfründe fürchten?

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Nanthan 20.09.2009, 09:05
5. Ist ja wie daheim...

Schreckliche Erinnerungen an meine Heimatstadt Würzburg! Dort das gleiche Theater. Wenn sich die Provinzler erst einmal festgebissen haben, wächst dort kein Gras mehr. Dabei veröden die Innenstädte auch ohne die verfemten Shopping Mals, wenn man die zunehmende Ausbreitung von Drogerie oder Modeketten und Coffee-to-go-Bars so nennen will.
Wie macht man Stadte wie Oldenburg oder Würzburg attraktiver? Mit z. B. ausgefallener Gastronomie und Events vielleicht.
Auf jeden Fall ist Einfallsreichtum und Aufgeschlossensein für neue Ideen sehr hilfreich.
Nicht Augen zu und Kopf in den Sand, immer fest dagegen!

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fredclausen 20.09.2009, 09:14
6. Eine Stadt gleicht der anderen ...

Ein ECE gleicht dem anderen ...

H&M, Görtz,Douglas und solche Konzern-Ketten greifen dem Mittelstand die Kunden ab, bauen den Niedriglohnsektor aus ...

Schade eigentlich ... diese Gleichmacherei ...

ABER POLITISCH GEWOLLT!

Schönes Restwochenende
Friedhelm

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Lapalma 20.09.2009, 09:26
7. Mehr Demokratie wagen!

Dies war mal ein Wahlspruch der 70er. Bis heute ist dieser nicht eingelöst wie so vieles Anderes auch nicht. Eine Weiterentwicklung unser Parteienherrschaft zu einer Demokratie wie in der Schweiz würde Vorgänge wie jetzt in Oldenburg weitgehend verhindern.
Dazu kommt eine kluge Politik die den Einkaufzentren am Stadtrand Parkgebühren für die Parkplätze vorschreibt; in den ersten 3 Stunden relativ humane Gebühren - ab 3 Stunden werden dann aber schon 30 CHF verlangt. Manche Fahrt zu den Shoppingcentern am Stadtrand unterbleibt deshalb und in den Innenstädten haben die kleineren Geschäfte immer noch ihre Chance zu überleben.

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hafi79 20.09.2009, 09:30
8. Verdammte Politker

Ein Moin an alle aus Oldenburg.

Welcher verdammte Idiot hat sich so einen Scheiß einfallen lassen.

Wir hier in Oldenburg finden unsere Stadt schön wie sie "war". Unsere Innenstadt ist immer ein Ort, wo man gerne hingeht. Sei es zum Schoppen gehen in den vielen kleinen Geschäften, zum Kaffee trinken und plaudern oder abends zum feiern.

Und wieso muss, wenn ein Fleck frei wird, durch den Abriss des alten Hallenbades, gleich so ein hässliches und großes Kaufhaus entstehen und das auch noch neben unserem Schloss. Ich glaube, es gibt hier genug kreative Menschen, die sich was besseres hätten einfallen lassen können, dass auch mit ein paar Arbeitsplätzen verbunden gewesen wäre.

Und das die Passage laufen wird, glaube ich auch noch nicht. Eine Passage haben wir hier vor mehreren Jahren schon erhalten und die steht, alle Jahre wieder, auch leer. Und das mit den Arbeitsplätzen sei mal dahin gestellt. Denn sehr viele Geschäfte werden in der Innenstadt dadurch schließen müssen oder Personal einsparen.

Ich verstehe die Politiker dabei wirklich nicht. Wieso wird eigentlich nicht mehr zugehört? Kein Bürger wollte diesen verdammten Klotz hier haben, aber unsere "Volksvertreter" scheinen irgendwie Scheiße zwischen den Ohren zu haben.

Und das beste Beispiel bei diesem Artikel ist ja immer noch, egal welche Partei gewählt wird, denen gehen ihre Versprechen echt am Arsch vorbei. Ich freue mich jetzt schon auf die Bundestagswahl bzw., was danach passiert. Ich denke mal wieder "NICHTS".

Ist doch klar, dass die Merkel nichts sagt. Das ist zumindestens ehrlicher, als irgendwelche Wahlversprechen, dass jeder Arbeit bekommen würde. lol

SO WAS WIE VOLLBESCHÄFTIGUNG GIBT ES NICHT! Noch nicht mal in der DDR. Und bekanntlich ist die pleite gewesen.

Ich bin jetzt ein bisschen vom Thema abgekommen, aber das musste mal gesagt werde.

Ich denke mal, dass man an der Situation jetzt nichts mehr ändern kann, denn abgerissen wird dieses Mist-Gebäude wohl nicht mehr. Daher hoffe ich mal, dass es irgendwie mit diesem Schandfleck laufen wird.

An alle Oldenburger, gerade die Geschäftsinnenhaber der Innenstadt, haltet die Ohren steif.

Gruß
Ein Bürger der Stadt

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hafi79 20.09.2009, 09:35
9. Lese erst mal den Artikel

Zitat von Sveto
Wo ist das Problem? Wenn wirklich "keiner" das Center will, werden die dort eingerichteten Geschäfte doch schnell in die Insolvenz gehen (weil "keiner" dort einkauft). Dann können die Gegner die Investitionsruine billig aufkaufen und abreißen. Oder sollte es nicht doch so sein, dass bloß eine lautstarke Minderheit das Center ablehnt, weil ihre Anführer um ihre eigenen Pfründe fürchten?
Du scheinst nicht wirklich den Artikel gelesen zu haben. Weges des Centers wurde hier ein langjähriger Oberbürgermeister abgewählt und du glaubst doch nicht wirklich, dass so ein Gebäude wieder abgerissen wird. Wie naiv bist du denn.

Wenn es nicht gefallen sollte, statt dem "du" ein "sie"

Gruß
Ein Bürger dieser Stadt

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